Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  12. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um

Islamismus: Feministin Alice Schwarzer gegen 'falsche Toleranz'

27. Mai 2015 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutsche Publizistin warnt bei steirischer Tagung "Geist & Gegenwart" zu Werten Europas vor zunehmender Unterwanderung westlicher Demokratien


Graz (kath.net/KAP) Gegenüber der konsequent betriebenen islamistischen Unterwanderung auch des Westens darf es keine "falsche Toleranz" geben, die letztlich im Widerspruch zu den hart erkämpften Menschenrechten und Freiheiten Europas stünden. Das betonte die deutsche Feministin Alice Schwarzer beim "Pfingstdialog" im Rahmen der Reihe "Geist & Gegenwart" im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau (Steiermark).

Gewaltbereite muslimische Extremisten und "selbsternannte Gotteskrieger" bezeichnete Schwarzer am Donnerstag als "Faschisten" der Gegenwart. Sie betrieben die Verbindung von Fundamentalismus mit Rassismus und Sexismus. Die Publizistin sagte, sie enthalte sich jeder Bewertung des Islam, wende sich aber gegen den zunehmenden Einfluss des Islamismus in europäischen Medien, auf den Universitäten und auch im Rechtswesen.

Die streitbare Galionsfigur des deutschen Feminismus und Herausgeberin der Zeitschrift "Emma" referierte bei der Tagung unter dem Titel "Europa.wertvoll" über ihre seit der iranischen Revolution von 1979 zurückreichenden Erfahrungen und Recherchen mit jenen Formen des politisch missbrauchten Islam, die westlichen Werten wie Pluralismus und Toleranz feindlich gegenüberstehen. Den Anstoß zu ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Thema gab laut Schwarzer ein Hilferuf von Iranerinnen, die kurz zuvor noch gegen das Schah-Regime gekämpft hätten und bald danach von den Revolutionswächtern Khomeinis systematisch aus dem öffentlichen Leben in die Rechtlosigkeit getrieben worden seien.


Inzwischen sei die Situation noch weit schlechter geworden. In vielen muslimisch dominierten Ländern seien Islamisten ein Machtfaktor geworden, der zunehmend auch Europa bedrohe.

Schwarzer berichtete von einem skandalösen Verfahren in Wuppertal. Dort habe ein deutsches Gericht von einer erwachsenen Iranerin in einem Streitfall das Einverständnis von deren Vater eingefordert, weil Deutschland im Familienbereich das Recht des Herkunftslandes anerkenne.

Kopftuch als "Flagge des Islamismus"

Der zunehmenden Verschleierung muslimischer Frauen und Mädchen steht Schwarzer ablehnend gegenüber. Das Kopftuch werde zwar aus unterschiedlichen subjektiven Gründen wie ein sichtbares Bekenntnis zum Islam oder als Identitätssymbol getragen, objektiv dagegen sei das Tuch die "Flagge des islamistischen Kreuzzuges". Schwarzer berichtete vom Einwand einer Muslimin, eine verhüllte Frau sei doch besser als eine, die als nacktes Objekt auf westlichen Plakatwänden alltäglich ist. Die Feministin dazu: Beide Varianten machten Frauen zum Objekt - die schamlos entblößte Frau stehe im Besitz aller Männer, die verhüllte "gehöre" einem einzigen. Das "freiwillige" Anlegen des Schleiers sei sehr zu hinterfragen.

Schwarzer sprach sich gegen Kopftuch tragende Lehrerinnen an öffentlichen Schulen aus, auch andere religiöse oder politisch instrumentalisierte Symbole seien dort fehl am Platz. Die Autorin brach demgegenüber eine Lanze für eine strikte Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat nach dem Vorbild der französischen Laicité: "Religion ist Privatsache", so die Publizistin.

Auch die deutsche Sprache im Unterricht sei eine unverzichtbare Voraussetzung für Integration und müsse verlangt werden. Wer hier "falsche Toleranz" im Sinne eines Kulturrelativismus an den Tag lege, leiste einem rechtsgerichteten Populismus Vorschub, der mit Fremdenfeindlichkeit politisches Kleingeld machen wolle.

Schwarzer empfahl Selbstbewusstsein im Blick auf die rechtsstaatlichen Errungenschaften westlicher Demokratien. Auch die hier unaufdringlich - nach ihrem Eindruck "nicht missionierend" - auftretenden christlichen Kirchen sollten ihre Werte viel selbstbewusster nach außen vertreten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 rosengarten1997 27. Mai 2015 

Christlicher als so manche Stellungnahme...

von christlichen Vertretern aus Kirche und Politik unserer Zeit. Diese Frau wird mir immer sympatischer!


3
 
 Ema 27. Mai 2015 
 

Beeindruckend

Mir imponiert Frau Schwarzer. Integer, intelligent, couragiert - ich finde, sie hat mit den Jahrzehnten noch gewonnen. Früher war sie mir ein bißchen zu einseitig, aber das ist lange her. Chapeau, Madame, man kann sich ein Vorbild an Ihnen nehmen! Ich wünschte, mehr Persönlichkeiten in führenden Positionen hätten Ihren Überblick.


1
 
 Chris2 27. Mai 2015 
 

Alice Schwarzer ist viel zu intelligent,

um auf ihre eigene Propaganda hereinzufallen, wie es z.B. vielen Grün_*innen und sogar so manchem Bundesminister gerade geht ("das hat alles nichts..."). Man muss (und sollte) nicht alle ihre Überzeugungen teilen, aber sie ist jedenfalls eine der weniger verbliebenen Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten in unserer gleichgeschalteten Gesellschaft. Nett der Seitenhieb gegen den "rechtsgerichteten Populismus" (ist sie sicher da nicht dazugezählt zu werden) und meine uneingeschränkte Unterstützung für ihren Appell an die Christen, ihren Glauben offener zu bekennen (soweit noch vorhanden).


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  3. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  4. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  5. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  6. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  7. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  8. Waffenruhe für Oleschky: Papst-Appell für besetzte Stadt greift
  9. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  10. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  11. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  12. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  13. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  14. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  15. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz