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'Ich stehe in der Tradition der Kirche, für mich sind Fakten gegeben'

16. Mai 2015 in Deutschland, 57 Lesermeinungen
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Freiburger Erzbischof Burger: Das Priestertum „ist für Frauen nicht zugänglich“, „da hat sich Papst Johannes Paul klar positioniert“ - Er äußert sich zu Reizthemen wie wiederverheiratete Geschiedene, homosexuelle „Ehe“, Anfragen an Zölibat, Islam.


Freiburg (kath.net) In seinem ersten ausführlichen Interview seit seiner Ernennung und Weihe (29.6.2014) zum Erzbischof von Freiburg positioniert sich Stephan Burger (Foto) am Samstag in aktuell vieldiskutierten Fragen, etwa die Frage nach dem Priestertum für verheiratete Männer oder für Frauen, der Sakramentenzulassung für zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene und Menschen in homosexueller Partnerschaft, dem Umgang mit einwandernden Menschen islamischen Glaubens.

In der Frage, ob auch Frauen im „Priesterberuf“ „Karriere machen“ sollten, erläuterte Burger: „Da hat sich Papst Johannes Paul II. klar positioniert: Diese Ämter sind für Frauen nicht zugänglich. Und bisher habe ich auch von Franziskus keine Signale wahrgenommen, dass er daran rütteln möchte.“ Gleichzeitig sei ihm persönlich der Rat von Frauen „schon immer wichtig“ und auch das Gemeindeleben werde „von beiden Geschlechtern getragen“, auf diese Kompetenz wolle er nicht verzichten.

Er stehe in solchen Fragen „in der Tradition der Kirche, für mich sind die Fakten so gegeben. Was die Zukunft bringt, muss ich offen lassen.“

Als „nicht gut“ wertete es der Freiburger Erzbischof, „wenn etwas in der einen Diözese so läuft und der anderen anders, was dann zum Zwiespalt führt. Wir Bischöfe haben die Aufgabe, der Einheit zu dienen.“ Das Thema wiederverheiratete Geschiedene etwa werde in Rom geklärt, dabei sei es für ihn „entscheidend und auch spannend, wie Rom sich zu dieser Frage verhält, wie es sie möglicherweise neu bewertet und neue Zugänge schafft“. Bezüglich der im Oktober zu diesen Themen tagenden Bischofssynode stellte er fest, sie sei „ein Beratungsgremium“, „entscheidend ist, wie Papst Franziskus sich positioniert. Sein Wort gibt letztlich den Ausschlag.“

„Ehe ist nun mal Ehe, und ein homosexuelles Paar kann nach unserem Verständnis keine Ehe schließen.“. Damit scheide ein Zeremoniell wie die Trauung von Mann und Frau bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aus, bestätigte Burger. „Die Kirche sieht in ihrem Selbstverständnis zunächst die Ehe von Mann und Frau mit dem Wunsch nach Kindern als Keimzelle der Gesellschaft. Was andere Partnerschaften betrifft, hat die Kirche ihre Fragen.“ In diesem Bereich „sieht die katholische Kirche momentan keinen Spielraum. Die Ehe muss unverwechselbar bleiben – bei allem Respekt vor unterschiedlichen Lebensentwürfen, in denen Menschen in Treue zueinanderstehen.“

Der Zölibat sei nicht die Ursache des Priestermangels, „sonst müsste es bei der evangelischen Kirche ja brummen – tut es aber dort auch nicht.“ Er suche die Ursachen eher in „der gesamtgesellschaftlichen Situation. Aus welchen Familien sollen unsere Priester kommen? Früher, bei vier oder fünf Kindern, war das keine Frage. Aber heute? Dem einzigen Sohn wird man kaum nahelegen, den Priesterberuf zu ergreifen.“

Auch über die Migration von Muslimen nach Deutschland ließ sich der Freiburger Erzbischof befragen. Die Geschichte lehre, dass Christen und Muslime miteinander können. „Wenn die Leute, die zu uns kommen, bereit sind, sich auf unsere Werte und unsere Grundordnung einzulassen, sehe ich keine Schwierigkeiten.“ Dann könnten Christen und Muslime sogar „gemeinsam als Religionen in die Gesellschaft hineinwirken.“ Wenn es den einwandernden Muslimen aber darum gehe, „mit einem gewissen Missionseifer unsere Welt umzupolen, dann bekämen wir ein Problem.“

Link zum Interview in der „Badischen Zeitung“: Erzbischof Stephan Burger äußert sich erstmals umfassend.

Christus im Herzen: Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger im Interview


Foto Erzbischof Burger (c) Erzbistum Freiburg


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Lesermeinungen

 Bentheim 23. Mai 2015 
 

Frauke G.

Sie schneiden das Thema „Verheirateter Jesus“ an, obwohl ich nur im Konjunktiv meinem Mitforisten geantwortet hatte: „…wäre er verheiratet gewesen…“
Nun zu Ihren Ausführungen: 1) Warum vergleichen Sie das christliche Gottesbild mit dem der alten Griechen? 2) Dass eine Heirat Jesu eine Entgöttlichung gewesen wäre, darüber hätte uns die Hl.Schrift Auskunft geben müssen. Ohne diese können wir das gar nicht wissen. 3) Ihre Frage, welche Frau als Partnerin geeignet gewesen wäre, ist peinlich, denn diese Frage müsste man dann auch analog in Bezug auf seine Mutter stellen. 4) Dass Jesus zu allen Menschen gekommen sei und nicht für einen, seine Frau, das wäre für ein Wesen, das nur Mensch ist, ein Problem, aber nicht für eine Person, deren Göttlichkeit Sie gar nicht ermessen können.


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 SCHLEGL 22. Mai 2015 
 

@Frauke G.

Als Priester des byzantinischen Ritus muss ich schon einige Korrekturen anbringen! Natürlich wird der "ehelose" Mönchspriester in den östlichen Kirchen hoch geschätzt. Der Zölibat der Bischöfe wurde im Jahre 381 auf dem I. Konzil von Konstantinopel eingeführt.
Genau gesagt muss ein Kleriker VOR der Diakonenweihe geheiratet haben, oder das Mönchsgelübde ablegen! Selbstverständlich, und das ist bei den allermeisten orientalischen Priestern der Fall, machen sie von der Ehe Gebrauch und setzen Kinder in die Welt. So mancher Sohn eines Priesters wird selber wieder Priester! Streng genommen soll der orientalischen Priester in der Nacht bevor er die Göttliche Liturgie zelebriert, nicht nur fasten, sondern auch enthaltsam bleiben. Ein Verbot für verheiratete Priester die zu vollziehen, hat es im Orient nie gegeben. Übrigens können Witwer zu Bischöfen geweiht werden.Msgr. Erzpr. Franz Schlegl


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 Frauke G. 21. Mai 2015 
 

Ehe passt nicht zum Sohn Gottes, verheirateter Jesus theologisch problematisch.

@Bentheim, gerade weil Jesus nicht nur Mensch war, sondern auch 100% Gott, ist ein verheirateter Jesus undenkbar.
Das Gottesbild im Christentum ist anders als bei den alten Griechen. Die alten Griechen hatten mit verheiratete Götter und Halbgötter weniger Probleme, weil ihre Götter weit weniger mächtig waren und wesentlich menschlichere Züge hatten als der Gott der Bibel. Sie interagierten auf einer menschlicheren Ebene mit den Menschen, kämpften mit ihnen in Kriegen, hatten Eheprobleme und gerade auch Zeus einen recht regen Sexualtrieb. Jesus als verheirateter Mann ist ein Weg und Versuch Jesus zu entgöttlichen. Welche Frau sollte gut genug sein um eine Partnerin eines Gottes/Gottessohnes/Teil eines Gottes, der in menschlicher Gestalt auf die Erde gekommen ist zu sein? Jesus sagte, dass im Himmel Menschen wie Engel sein werden und nicht heiraten. Jesus kommt vom Himmel,von oben und als Sohn Gottes bindet er sich nicht an einem Menschen, Frau, da er zu allen Menschen gekommen ist.


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 Frauke G. 21. Mai 2015 
 

Zölibat auch in den Ostkirchen ein hohes Gut.Ostkirchen haben Pflichtzölibat für Bischöfe, hohe Geis

Bekanntlich haben die Priester der Ostkirchen keine Verpflichtung zum Zölibat. Das gilt ebenso für die mit Rom verbundenen orientalischen Kirchen ebenso wie die von Rom getrennten orthodoxen Kirchen. Trotzdem wird der priesterliche Zölibat „um des Himmelreiches willen“ in den Ostkirchen wie in der Westkirche als besonders wertvoll geschätzt. In den verschiedenen Kirchen des Ostens wird die Praxis des verheirateten Priestertums unterschiedlich umgesetzt. So gibt es die Auffassung, dass der verheiratete Priester nach seiner Priesterweihe nicht mehr mit seiner Ehefrau verkehren soll. In weiten Bereichen gilt auch die Vorschrift, dass der Priester die Ehe vor seiner Weihe eingegangen sein muss, danach aber nicht mehr heiraten kann. Übrigens gibt es diese Regelung in der Ansonsten ist der Zölibat für alle Bischöfe und andere hohe Geistliche der Ostkirchen verpflichtend. Ansonsten ist der Zölibat für alle Bischöfe und andere hohe Geistliche der Ostkirchen verpflichtend.


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 Klaffer 20. Mai 2015 
 

@Reform
Sie schreiben, dass Reformen kommen werden. Mag sein, dass sie kommen werden. Zu welchen Themen, wage ich aber nicht zu sagen. EB Burger hebt sich jedenfalls wohltuend ab von Leuten, die ein neues Schisma herbeireden bzw. -schreiben wollen, wenn nicht die „richtigen“ Beschlüsse gefasst werden (siehe z.B. den Kathnet-Beitrag des „Kirchenkenners“(?) Pentin.
Ich persönlich glaube, dass bezüglich der Ehelehre kaum Änderungen zu erwarten sind. Das hat schon die Vorbereitungssynode im Vorjahr gezeigt.


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 Bentheim 19. Mai 2015 
 

bernhard_k,

Sie wollen doch wohl nicht Jesus Christus mit einem Wesen vergleichen, das nur Mensch war, und ihm unterstellen, dass er, wäre er verheiratet gewesen, nicht kraft seines göttlichen Wesens die gleiche Stärke in der Nachfolge seines Vaters gehabt hätte.
Das ist nicht nur logisch, sondern auch theologisch.


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 bernhard_k 19. Mai 2015 
 

Warum war Jesus Christus nicht verheiratet?

Antwort: weil er ganz für seinen Vater und die Menschen da sein wollte!

Warum sind etwa auch Ordensfrauen und Mönche nicht verheiratet?

Die Antwort(en) erscheinen mir sehr logisch!


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 Bentheim 19. Mai 2015 
 

bernhard_k, ist die Sorge für die Familie,

für die Erziehung der Kinder, insbesondere die wirklich religiöse Erziehung, etwa keine Jesus-Nachfolge? Der Verzicht auf Ehe und Familie ist der höhere Wert. Daraus folgt aber nicht die größere Stärke in der Jesus-Nachfolge.


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 bernhard_k 19. Mai 2015 
 

@Zölibatäre und Sexualethik der Kirche

Gerade auch zölibatäre Priester können sehr authentisch die schöne Sexualethik der Kirche verkünden, weil sie in ihrer totalen Jesus-Nachfolge bzw. aus ihrer "göttlichen" Perspektive wahrhaft erkennen (können), was wahre, wirkliche und erfüllende Sexualität ist!

Zölibatäre Priester sind sehr gute Berater in Ehe- und Sexualitätsfragen! Leider trauen sich nicht alle Priester, voller Freude über ihre Sicht der Dinge zu predigen ...


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 bernhard_k 19. Mai 2015 
 

Zölibatäre Priester sind m.E. näher an Jesus Christus

Der zölibatäte Priester verzichtet für Jesus Christus auf eine Frau und Familie - um eben GANZ für Jesus Christus und für seine Gemeinde (durchaus auch als ein "Vater") leben zu können.

Von daher ist der zölibatäre Priester GANZ bzw. offenkundig stärker in der Jesus-Nachfolge als dies ein verheirateter Priester sein kann. Das muss man einfach sagen dürfen!

Die Kath. Kirche ist hier für alle anderen 'Kirchen' ein großes Vorbild - Jesus Christus sei Dank! Vielleicht bzw. hoffentlich "ziehen" die anderen Kirchen irgendwann nach!?!


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 SCHLEGL 19. Mai 2015 
 

@ Rolando

Im Namen der verheirateten griechisch katholischen Priester in Österreich und in Deutschland möchte ich Sie schon um ein AUSGEWOGENERES Urteil bitten! Woher nehmen Sie die Behauptung, der "zölibatäre Priester" sei in der Verkündigung AUTHENTISCHER?
Wissen Sie nicht wie viele 1000 griechisch katholische Priester in der Sowjet- Ukraine und in Rumänien in den MÄRTYRERTOD gegangen sind, für die Treue zu Rom! Das ist Authentizität! Das Durchschnittsalter der griechisch katholischen Priester in der Ukraine (60 % verheiratet) beträgt 37 Jahre, davon kann jeder Bischof in Westeuropa nur TRÄUMEN. Meine zwei Mitbrüder in Wien sind verheiratet, ich bin als Priester beider Riten zölibatär. Wir kommen miteinander wunderbar aus und der Einsatz der beiden Mitbrüder ist trotz Kindern und Familie sehr groß! Ein 2 Klassen Priestertum wäre wirklich unangebracht. Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


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 MONIKA! 19. Mai 2015 
 

@matthieu "Bischof Burger ist ein Segen"

Das möchte ich doppelt unterstreichen und wie ich ihn einschätze, läßt er sich nicht verbiegen; er bleibt seiner Linie treu!
Dass er es in Freiburg nicht leicht hat, kann sich jeder denken.
Hl. Stephanus bitte auch du für ihn.


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 Reform 19. Mai 2015 
 

SpatzIn DerHand

Gut. Papst Franziskus wird Reformen anstoßen (Goitt sei Dank) und EB Burger wird diese voller Freude mittragen.


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 Reform 19. Mai 2015 
 

Rolando

Das dürfen Sie persönlich so sehen, richtig wird es aber dadurch nicht.
Verschiedene Bischöfe haben das schon bestätigt, ich meine sogar selbst ein Brandmüller.


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 Rolando 19. Mai 2015 
 

Reform

"Theologisch gesehen ist der Zölibat ohnehin nicht notwendig".
Das sehe ich anders, der Zölibat ist ein entschiedenes Folgen des Lebens Jesu, und ein starkes Zeugnis des Priesters für seinen Herrn. Eine Frau kann nicht die Liebe schenken, die Jesus schenkt, er ist die Liebe, die Quelle aller Liebe, deshalb ist die Beziehung Jesus-Priester so wichtig, freudige zölibatär lebende Priester wecken Jesus im Herzen, ihre Verkündigung ist authentischer.


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 SpatzInDerHand 19. Mai 2015 

@Reform: Ich kann Ihrem Dogma "Reformen werden kommen" nicht folgen.

Burger vertritt auch in keiner Weise, dass er davon ausgeht, dass Reformen kommen werden. Er vertritt nur, dass wenn Papst und Bischofssynode Reformen beschließen werden, dass er dann diesen Beschlüssen folgen wird. Genau dies vertrete ich ebenfalls, obwohl ich ein Gegner von Reformen in den derzeit diskutierten Familienthemen bin.
Bitte vereinnahmen Sie doch nicht andere Leute für Ihre Meinungen - vertreten Sie doch Ihre Meinungen einfach selbst, Sie schaffen das durchaus! :)


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 Reform 19. Mai 2015 
 

Reformen werden kommen

dessen ist sich auch EB Burger bewusst, deshalb auch seine vorsichtige Wortwahl. Zum Zölibat hat Msgr. Schlegl alles richtig geschriebne - er ist kein Dogma, er ist ein Rat aber keine Pflicht, er ist ein Kirchengesetz und kein Glaubensgesetz und kann damit geändert werden.
Theologisch gesehen ist der Zölibat ohnehin nicht notwendig.


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 Antigone 19. Mai 2015 
 

Lieber Suarez,

ist das nun alles hinfällig, was Sie in Ihrem ersten Post geschrieben haben? Wann jemals haben Sie dafür plädiert, dass ein Katholik, gar ein Bischof, sich verbiegen muss? Ging es Ihnen nicht immer und immer um die Wahrheit? Erzbischof Burger sagt gute Sachen, und er nimmt sie gleich wieder zur Hälfte zurück. Damit tut er doch niemandem einen Gefallen.


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 SpatzInDerHand 19. Mai 2015 

@Smaragdos:

Es ist keineswegs auszuschließen, dass der Brief noch von mehr Ortsbischöfen unterschrieben worden war, diese aber gewichtige Gründe hatten, ihre Namen nicht veröffentlicht sehen zu wollen. Erzbischof Burger hat sich momentan klar genug positioniert. Wenn er gleich zu sehr auf die Pauke haut, würde der Schuss sehr wahrscheinlich nach hinten losgehen. Sie unterschätzen möglicherweise, Smaragdos, wieviel Druck ein liberal/grün orientiertes Ordinariat und entsprechende auch kirchenpolitisch liberal orientierte Kleriker und Laien in Leitungsverantwortung auf einen Bischof ausüben können. Dieser Bischof gab nun gut erkennbar das Signal, dass er sich nicht vom Bistum auf liberale Wege treiben lassen will. Das reicht vorerst!


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 Smaragdos 18. Mai 2015 
 

Wie steht Bischof Burger zur ZdK-Kritik von Bischof Oster?

Ich habe auch den Eindruck, dass mit Bischof Burger ein neuer Wind in Freiburg weht. Doch wenn sich Bischof Burger hinter die ZdK-Kritik von Bischof Oster stellen würde, wäre er für mich vollends glaubwürdig. Beten wir für ihn!


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 matthieu 18. Mai 2015 
 

Bischof Stephan ist ein Segen

ich kann hier auch nur FÜR ihn sprechen. Er ist allerdings kein Haudrauf sondern hat Christus im Herzen ("Christus in cordibus"). Aber in seinen Positionen ist er klar (und der Lehre Christi und der Kirche treu). Das wissen auch alle, die anders denken.
Er ist, so vorzugehen wie er es tut. So überzeugt er doch die "anderen" viel besser, als wenn er sie nun ausgrenzen würde.
Gruß an alle


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 Suarez 18. Mai 2015 

Zu der hier geführten Diskussion, wie die Worte des Freiburger Erzbischofs zu bewerten seien

Ob nun "kluge" Taktik, Lavieren oder nebulöse Unbestimmtheit ist vordergründig nicht entscheidend, Tatsache bleibt, dass das Bistum Freiburg in einem so verheerenden Zustand ist, was Katholizität anbetrifft, dass ein Erzbischof sich scheinbar so äußern muss, um nicht von progressiven innerkirchlichen Grüppchen zumindest medial "gesteinigt" zu werden, wie es z.B. dem Limburger Bischof ergangen ist.

Solche Zustände zeigen aber, wie desolat die deutsche katholische Kirche in Teilen schon ist und das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun, sondern mit traurigen Fakten, die ja hier auch von Kennern des Bistums allseits bestätigt werden.

Man sieht an Freiburg auch, wie schwer es ist, wenn sich einmal ein der Lehre ferner Geist bei den Gläubigen etabliert hat, diese ganzen Irrwege und Häresien wieder zu korrigieren. Da muss sich ein Bischof fast schon extrem verbiegen. Um so wichtiger, dass dem Relativismus in der deutschen katholischen Kirche kein weitere Raum mehr gegeben wird.


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 ChrMack 18. Mai 2015 
 

Bei allem Verständnis für den Wunsch nach absoluter Klarheit

kann ich nur sagen, was viele meiner Vorposter geschrieben haben. Freiburg ist ein äußerst schwieriges Pflaster. EB Burger hat hier einen Scherbenhaufen geerbt. Ich weiß, wovon ich rede, schließlich lebe ich in einem diözesanen Studentenwohnheim und habe täglich auch mit Theologiestudenten zu tun. Es ist einfsch nur noch erschreckend, wie wenig Glaubenswissen da noch vorhanden ist. Die diözesane Jugendarbeit demnach eine Katastrophe (siehe nur Jugendvigil beim Papstbesuch 2011). Die fast schon feindselige Ablehnung Burgers unter diesen Leuten riesengroß. Wenn er jetzt da öffentlich mit der Faust auf den Tisch hauen würde, würde ihm der ganze Laden um die Ohren fliegen! Daher bedarf es jetzt ersteinmal eines taktischen und behutsamen Vorgehens, vor allem aber unseres Gebets ohn Unterlass für EB Burger und alle in der Diözese Freiburg, die dieses herrliche und einst so fromme Fleckchen Erde wieder zu einem Ort der wahren Freude und des Glaubens an den auferstanden Herrn wird!


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 SCHLEGL 18. Mai 2015 
 

@ Bentheim

Richtig! Aber auch ein verheirateter Priester kann noch Bischof werden, wenn er Witwer geworden ist. In der orthodoxen Kirche sogar auch, wenn die Frau ins Kloster eingetreten ist! (Beim russischen Patriarchen Alexej II. war dies der Fall).Ebenso beim serbisch-orthodoxen Patriarchen German, dem Vorvorgänger von Patriarch Irinej.Msgr. Franz Schlegl


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 Suarez 18. Mai 2015 

Liebe SpatzInDerHand, so weit liegen wir nicht auseinander

Wenn sie den letzten Absatz meines Kommentars betrachten, dann liegen wir in der Beurteilung nicht so weit auseinander. Der Freiburger Erzbischof musste auf Grund des Glaubensschwundes in seinem Bistum wohl so unbestimmt bleiben. Und nicht jeder möchte dem heiligen Stephanus folgen.


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 Bentheim 18. Mai 2015 
 

Schlegl

Sehr verehrter Monsignore Schlegl!
"... eine vor der Weihe zum Diakon eingegangene Ehe danach fortzuführen. In den orthodoxen Kirchen des Ostens und den mit Rom verbundenen kath. Ostkirchen gilt dieses Prinzip bis heute."
1)Bischöfe können diese Priester aber nicht werden.
2)In unserer lateinischen Kirche durften meines Wissens einige anglikanische Priester nach der Konversion ihre Ehe als nunmehr katholische Priester fortführen.


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 Wuna 18. Mai 2015 
 

wischi-waschi?

Liebe @Antigone
Dieses Mal wollte ich Ihnen ausnahmsweise widersprechen, aber Sie haben Ihren wischi-waschi Vorwurf schon selbst zurückgenommen. Man muss wirklich das ganze Interview lesen.
An einer Stelle wird der EB auch bemerkenswert konkret, nämlich,wenn er sagt, dass es für ihn keine Veranlassung gibt, irgendein Papier seines Vorgängers zu "kassieren".
Ich kann da auch keine Trendwende sehen, wie andere Kommentatoren


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 Rolando 18. Mai 2015 
 

Schlegel/Paddel

Danke, ich denke mit dem Einverständnis der Ehefrau wurde nach der Weihe enthaltsam gelebt, wie Jesus auch, es gab halt auch die Schwäche Einzelner.


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 SCHLEGL 18. Mai 2015 
 

@ Rolando

Die Sache ist ein wenig komplizierter! Weil es sich im Evangelium eben um einen Rat und keine Pflicht handelt!
Bei einzelnen Personen, welche die Weihe erhalten haben, mag das so gewesen sein. Zum Teil wurde in der Westkirche schon vor dem Jahre 306 (Synode von Elvira) diese Forderung erhoben, hat sich aber nicht durchgesetzt. Noch im 4. Jahrhundert waren auch Bischöfe verheiratet, der heilige Gregor der Erleuchter (Apostel Armeniens) hat um 300 den Katholikos = Patriarchen der Armenier , Sahak dem Großen, eingesetzt, dessen Söhne Bischöfe in Armenien geworden sind. Erst im Jahr 381 (Konzil Konstantinopel I) wird für Bischöfe Zölibatsverpflichtung erhoben! Die Orientalen haben diese spätere lateinische Regelung auch vor dem Schisma NIE gekannt und angewendet.Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


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 Paddel 18. Mai 2015 

@Rolando

ich bin so informiert, dass verheiratete Männer ab der Priesterweihe enthaltsam lebten in der Zeit der Apostel. Weiters habe ich mich nicht informiert, fände ich aber logisch.


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 Kleine Blume 18. Mai 2015 
 

Sakramentalität

Nur die Ehe hat unser Herr Jesus Christus zum Sakrament erhoben. (Und nicht so manches andere, was es seit den letzten Jahren an "Lebensentwürfen" gibt.)


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 Antigone 18. Mai 2015 
 

Fortsetzung

"Was andere Partnerschaften betrifft, hat die Kirche ihre Fragen." (Die Kirche hat doch da gar nicht "ihre Fragen", sondern eine klare Position!)
Eben dieses übervorsichtige Sich-Absichern und, ja, um das beliebte Wort mal zu verwenden: Relativieren, das verstehe ich nicht.


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 Antigone 18. Mai 2015 
 

Lieber Bentheim,

zunächst mal beeindruckt es mich, dass sich hier so viele Menschen für ihren (?) Bischof in die Bresche werfen. Das ist mal eine andere Diskussionskultur als die ewige Schwarzmalerei. Vielleicht haben wir ja jetzt mit den jungen Bischöfen tatsächlich einen Aufbruch.
Mit dem Interview von Erzbischof Burger habe ich mich ausführlich beschäftigt (im Original).
Das "wischi-waschi" möchte ich gleich erstmal zurücknehmen, denn es ist ein unhöflicher und ungehöriger Ausdruck. Ich bitte um Entschuldigung!
Was ich aber beurteile, ist nicht, was nicht gesagt wurde, sondern natürlich nur, was gesagt wurde. Und da finde ich es irritierend, dass auf lehramtstreue Aussagen meistens gleich eine Einschränkung folgt. Warum denn nur?
Z.B.: Ich stehe in der Tradition der Kirche - was die Zukunft bringt, muss ich offen lassen. "wie Rom sich zu dieser Frage verhält, wie es sie möglicherweise neu bewertet und neue Zugänge schafft", (Fortsetzung)


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 Rolando 18. Mai 2015 
 

Schlegel

Hochw. Monsgn. Schlegel, ist es richtig, (ich hab es mal irgendwo gelesen), das es keine Kinder mehr gab, nachdem sich ein Verheirateter, (Apostel zur Zeit Jesu, oder danach) sich zum Priestertum berufen fühlte und entschied, nach der Weihe enthaltsam in der Ehe zu leben.
Es wäre laut Kirchengeschichte nachgewiesen das ein Verheirateter nach der Priesterweihe keine Kinder mehr zeugte. Danke


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 carolus romanus 18. Mai 2015 

Revolution

Für Freiburg, das durch Bischof Zollitsch völlig heruntergewirtschaftet ist (kurz vor seinem Abgang hat er noch versucht Diakoninnen einzuführen), ist EB Burger eine Sensation. Mehr geht dort im Moment nicht. Ich sehe noch das sauere Gesicht als Zollitsch den Namen seines Nachfolgers verkünden musste.
EB Burger gehört zu den jungen Hoffnungsträger im Episkopat, die uns Hoffnung geben.


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 Chris2 18. Mai 2015 
 

Einigen wir uns doch einfach darauf,

dass selbst diese "weich" formulierten katholischen Positionen von Erzbischof Burger für das über Jahrzehnte zerrüttete Erzbistum Freiburg eine deutliche Trendwende bedeuten. Immerhin spricht er sich gegen Experimente "im vorauseilenden Gehorsam" gegen die Weltkirche aus, wie sie z.B. Kardinal Marx propagiert und auch durchsetzt (kirchliches Arbeitsrecht). Beten wir für ihn, er wird es sicher nicht leichthaben...


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 SCHLEGL 16. Mai 2015 
 

@Wunderburger

Da muss ich als Priester des byz. Ritus (ukr. Griech.kath. Kirche) etwas klären! Die Unauflöslichkeit der sakr. Ehe ist in Christus begründet. Der Zölibat aber ist KEIN DOGMA,sondern eine disziplinäre Maßnahme der Westkirche, erstmals gefordert 306 bei der Synode v. Elvira, im 12. Jh auf dem Laterankonzil wurde das Weihesakrament zu einem TRENNENDEN Ehehindernis erklärt!
Gleichzeitig lehrt das allgemeine Konzil (Kuppelkonzil) von Konstantinopel 680 für den Osten, der damals noch ungeteilten Kirche, die Möglichkeit eine vor der Weihe zum Diakon eingegangene Ehe danach fortzuführen. In den orthodoxen Kirchen des Ostens und den mit Rom verbundenen kath. Ostkirchen gilt dieses Prinzip bis heute. Nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland gibt es verheiratete Priester des byz. Ritus, die teilweise in Pfarrgemeinden des römischen Ritus Dienst tun. Gerade die kath. Ostkirchen,etwa in der ehemaligen UdSSR u.Rumänien haben ihre Treue zu Rom mit Blut bezahlt!Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


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 Bentheim 16. Mai 2015 
 

Liebe Antigone!

"Taktisch wäre nicht gut und nicht ehrlich."
Wenn man die Diözese Freiburg kennt, stellt sich manches anders dar.
Ehrlich sind Sie, Antigone, dann, wenn Ihre Aussage der Wahrheit entspricht. Sie müssen aber nicht alles sagen, was der Wahrheit entspricht, sondern werden prüfen, was dem Gegenüber und der Sache aus wohlerwogenen Gründen angemessen ist oder nicht.
Auch der Bischof muss nicht alles sagen, was der Wahrheit entspricht, sondern das, was dem Gegenüber und der Sache angemessen ist oder nicht.
Bischof Burger ist von seinem theol. Werdegang her Kirchenrechtler. Als solcher wird er genauestens prüfen und dann wissen, was man aus wohlerwogenen Gründen sagt und besser nicht sagt. Das
nennt man nicht "Wischi-waschi". Und für Ängstlichkeit gibt es doch gar keinen Grund. Von einem Bischof, der sagt, er stehe "in der Tradition der Kirche", kann man nicht sagen: "ein bisschen katholisch". Aus dem, was er nicht sagt, kann man auch nichts schließen.


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 maxjosef 16. Mai 2015 
 

Bischof Burger

verweist ganz richtig darauf, dass die letzte Entscheidung über etwaige Änderungen in der katholischen Lehre zu Ehe und Familie bei Papst Franziskus liegt. Und dieser hat sich bisher noch keineswegs eindeutig positioniert. Es gibt nur Indizien, die darauf hindeuten, dass er wohl auf Distanz zur Linie von Kardinal Kasper gegangen ist in den letzten Monaten, dass er letztlich die traditionelle Lehre bestätigen und bekräftigen wird. Die große Mehrheit des Weltepiskopates sieht das wohl genauso. Und ich persönlich hoffe und bete, es tritt auch so ein. Mich schaudert vor den innerkirchlichen Konsequenzen, wenn wirklich Änderungen beschlossen würden. Dann könnte es zu einem innerkirchlichen Zerwürfnis kommen, gegen das die heutige Abspaltung der Piusbruderschaft geradezu harmlos erscheint.


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 Antigone 16. Mai 2015 
 

@Paddel

Problematisch sind halt die Sätze, die auf eine "unbestimmte" Zukunft verweisen. Das hieße, der Bischof könnte es für möglich halten, dass sich an der Haltung der Kirche zur Ehelehre etwas ändert. Das ist undenkbar. Was heißt dann aber in diesem Zusammenhang "klug"? Taktisch? Taktisch wäre nicht gut und nicht ehrlich.


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 Sacré Coeur 16. Mai 2015 
 

Zustimmung

ich freue mich, dass sich EB Burger in dieser Sache geäußert hat und möchte mich dem Kommentar von SpatzInDerHand anschließen. Ich glaube, die Art der Aussagen sind für unser liberales Badisches Land genau richtig.


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 Paddel 16. Mai 2015 

@Suarez @Antigone

Vielleicht ist er auch einfach nur klug?

Erzbischof Burger ist ein guter Bischof. Ich bin dankbar, dass wir ihn haben und ich vertraue ihm.


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 Gandalf 16. Mai 2015 

Ein Fortschritt im Erzbistum

Ein erfreulicher Fortschritt im Erzbistum Freiburg! Gut so!


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 Helena_WW 16. Mai 2015 
 

Sehe das wie @SpatzInDerHand : Wenn man das EB Freiburg ein bisschen kennt

sich vor Augen hält wie die Agenda einer gewissen Oberrheinischen Clique seit vielen Jahren war und ist, dann muss man davon ausgehend erst wieder Anschluss zur römisch-katholisch Weltkirche und Glaubenslehre bekommen und behutsam Klartext reden.


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 ususantiquior 16. Mai 2015 
 

So konservativ wie in Freiburg nur möglich

EB Burger ist sicher der "katholischste" Bischof, der in Freiburg überhaupt möglich ist. Schon im Priesterseminar gehörte er zu einem rechtgläubigen Zirkel, der als das "Domkapitel" verspottet wurde. Dass er jetzt nicht mit der Dampfwalze daherkommt, ist mehr als verständlich. In einer Diözese, in der weit mehr als die Hälfte aller Kleriker sich faktisch als Häretiker oder Schismatiker gebärden, dürfen keine Wunder erwartet werden. Er bedarf unser aller Gebet!


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 Antigone 16. Mai 2015 
 

Interessant,

die Meinungsunterschiede! So sehr ich für Aufeinanderzugehen und behutsam miteinander Umgehen bin - hier muss ich Suarez zustimmen. "Ein bisschen katholisch" geht eben nicht. Was eben oft nicht unterschieden wird, ist, Menschen in faktisch ungeordneten Lebensverhältnissen wohlwollend gegenüber zu treten, aber die katholische Lehre trotzdem klar zu vertreten. Das geht durchaus, da muss man keine Zugeständnisse machen. Und das sollte und darf man auch nicht. Wo liegt das Problem? Kurz: ich finde die Aussagen von Bischof Burger auch "wischi-waschi". Ängstlich, oder? Denken wir an die Worte von Papst Franziskus zum Thema Angst!


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 stellamaris 16. Mai 2015 
 

Wer Freiburg kennt,

weiß, wie mutig dieses Statement ist. Setzt Hoffnungen auf EB Burger, aber überfordert ihn nicht gleich zu Beginn mit unverhältnismäßigen Erwartungen. Ich werde für EB Burger beten und hoffe, dass sehr viele Gläubige nicht nur der Erzdiözese Freiburg intensiv dasselbe tun werden.


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 MONIKA! 16. Mai 2015 
 

Nein, Sorry Suarez!

Sonst immer Ihrer Meinung, aber hier muss ich SpatzInDerHand wieder loben für ihren Kommentar! Chapeau!!
EB Stephan Burger braucht unser Gebet!
Er will in diesem liberalen Bistum
Brücken bauen!


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 SpatzInDerHand 16. Mai 2015 

@Uwe Lay:

Die Burger-Aussagen über die Einheit der Bischöfe kann man auf die DBK hin lesen. Man muss es aber nicht, er hat da nämlich nichts dazu gesagt, auf was er sich bezieht. Es könnte auch die Einheit mit dem Weltepiskopat sein und ich halte es sogar für ziemlich wahrscheinlich, dass er das gemeint hat.


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 Kurti 16. Mai 2015 
 

Die Interviewaussagen waren zum Teil recht

wischi-waschi. Aussagen wie "die Kirche sieht MOMENTAN" keinen Spielraum, sollen doch sagen, daß das sich eines Tages noch ändern kann. Vielleicht ist Bischof Burger etwas klarer als sein Vorgänger, doch seine Aussagen lassen für Spekulationen genug Raum. Das ist alles andere als die Lehre der Kirche.


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 Dismas 16. Mai 2015 

@Suarez

ja, ich teile -wie schon so oft- Ihre Beurteilung.
Mit den Worten des Erzbischofs kann man final nicht zufrieden sein, was die Haltung zu Lehre und Tradition der Hl.Kirche betrifft. Auf den anderen Seite sind das für dieses "heruntergekommene" Erzbistum neue, mutmachende Worte. So bin ich von verhaltenem Optimismus getragen, dass Erzbischof Burger hier einen Weg bergonnen hat, die Dinge richtig zu stellen. Beten wir zum HL.GEIST!!


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 Wunderburger 16. Mai 2015 
 

Bitte keine falsche Hoffnungen mehr wecken!

Ich kenne Erzbischof Stephan zu wenig, um jetzt ein endgültiges Urteil über ihn zu fällen. Hoffnung macht in jedem Fall, dass er sich zur Tradition der Kirche bekennt und dem Frauenpriestertum eine klare Absage erteilt hat. Aber warum vertröstet er dann wieder das liberale und progressive Lager auf eine Zukunft, in der ja alles anders sein kann. Wenn Bischöfe so sprechen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sich im Innern der Kirche Irrlehren breit machen, die das kirchliche Leben lähmen oder gar zerstören. Der Zölibat ist grundgelegt in Jesus Christus und hat damit für alle Zeiten Gültigkeit. Denn es gilt ja in der katholischen Kirche der biblische Grundsatz: "Christus gestern und heute derselbe und in Ewigkeit." Dasselbe gilt natürlich auch für andere Punkte der kirchlichen Lehre, die heute immer weniger anerkannt sind. Aber hat Jesus jemals danach gefragt, ob er bei den Menschen ankommt? Nein! Er wollte nur seinem himmlischen Vater gefallen, und das hat ihm wahre Freiheit gegeben.


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 Uwe Lay 16. Mai 2015 
 

Alles unklar

Der neue Freiburger Bischof stellt fest, wie es ist, aber es könnte auch alles anderes werden! Suarez trifft so den Nagel auf den Kopf. Die Wahrheit verpflichtet zu nichts mehr, denn morgen kann als wahr in der Kirche gelten, was heut noch unwahr ist. Nur keine Alleingänge- bitte geschlossen und in Einheit abrücken von dem, was biher als wahr in der Kirche galt.
Uwe C Lay Pro Theol Blogspot


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 Held der Arbeit 16. Mai 2015 

Das sind ermutigende und klare Worte

Ich würde SpatzInDerHand zustimmen, das sind mutige und eindeutige Worte aus einem Bistum, dass eher in der radikalliberalen Ecke zu verorten ist. Der Bischof muss hier taktisch vorgehen, um den Weg in die Zukunft zu weisen.

@ Suarez Schauen Sie sich nur mal den katholisch.de-Autor Felix Neumann an:

http://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/kein-skandal-nur-liebe

Vertreter des Diözesanrats Freiburg Mitglied im ZdK, Mitglied der Piratenpartei. Gegen solche Meinungsführer muss der Bischof antreten. Das ist nicht leicht, macht er aber taktisch sehr gut.


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 SpatzInDerHand 16. Mai 2015 

Nein, sorry, Suarez!

Wer das Freiburger Erzbistum kennt - liberal bis auf die Knochen aus alter Tradition -, der weiß, dass hier jemand behutsam Klartext geredet hat. Man wird im Erzbistum darüber keineswegs amused sein und die Schonfrist dürfte für Burger damit vorbei sein. Wollen wir hoffen, dass er die Kraft hat, den Gegendruck auszuhalten! Aber vermutlich ist dieser Druck eh schon längst bei ihm gelandet. Die Freiburger Protestpriester und ihre Anhänger waren seit der Berufung Burgers nämlich auffallend leise gewesen. Ganz offenkundig haben sie unerfreuliche Signale von der Bistumsleitung erhalten, sonst würden sie nicht seit einem Jahr so leise auftreten.


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 Suarez 16. Mai 2015 

Na ja, was soll man schon aus Freiburg anderes erwarten

"Zunächst", "bisher", "möglicherweise" neu bewertet, "neue Zugänge schafft".

Aber man steht natürlich als deutscher Bischof "in der Tradition der Kirche", die dann eventuell, vielleicht, irgendwie neu bewertet werden könnte, so dass sich plötzlich, anders als bisher, neue Zugänge(!) schaffen.

Was die Zukunft bringt, muss man als Bischof eben offen lassen. Ich dachte immer, dass der katholische Glaube nicht nur ein Faktum im Hier und Jetzt ist, sondern auch in der Zukunft.

Wohin uns also die Hirten führen, scheinen sie selbst nicht so richtig zu wissen. Hätte Paulus so verkündet, es gäbe heute kein Christentum mehr.

Und wenn jeder Papst die Entscheidung seiner Vorgänger revidieren wollte, bedürfte es erst gar keines Lehramtes.

Angesichts dessen, was dieses unsägliche ZdK von sich gibt, kann man diese radikale "Unbestimmtheit" des Freiburger Erzbischof fast schon verstehen, denn in seinem Bistum breiten sich die ZdK Positionen schon fast epidemisch aus.


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 SpatzInDerHand 16. Mai 2015 

Ui! Das sind ja ganz neue Töne im Erzbistum Freiburg! Chapeau!!


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