Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. MAGNIFICA HUMANITAS
  11. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

Kritiker des grün-roten Bildungsplans in Baden-Württemberg geehrt

15. Mai 2015 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pädagoge Gabriel Stängle erhält den ojcos-Stiftungspreis - Er war Initiator einer Petition zum Bildungsplan und sammelte rund 200.000 Unterschriften gegen das Vorhaben, in allen Schulklassen für die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu werben.


Reichelsheim (kath.net/idea) Der württembergische Pädagoge Gabriel Stängle (Nagold) hat den ojcos-Stiftungspreis erhalten. Er nahm die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung am Freundestag der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“ (OJC) an Christi Himmelfahrt (14. Mai) in Reichelsheim (Odenwald) entgegen. Die von der OJC gegründete ojcos-Stiftung ehrt damit sein „mutiges Engagement für eine wissenschaftlich orientierte Pädagogik und gegen ideologische Theoriekonstrukte, insbesondere in der schulischen Sexualerziehung“. Stängle war Initiator einer Petition zum Bildungsplan in Baden-Württemberg. Er sammelte rund 200.000 Unterschriften gegen das Vorhaben, in allen Schulklassen für die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu werben. Die Eingabe wurde im Januar 2014 an den Petitionsausschuss des baden-württembergischen Landtags überreicht. Der Prior der OJC, Konstantin Mascher, kritisierte in seiner Laudatio, dass die grün-rote Landesregierung bis heute das Gespräch mit den Kritikern verweigere. Es gebe keine sachlich fundierte Erwiderung auf die Petition: „Abwehren und Beschimpfen fällt anscheinend leichter, als in den Dialog zu treten.“ Mascher würdigte die Zivilcourage und Standfestigkeit des Realschullehrers, gegen den eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und drei Dienstaufsichtsbeschwerden eingegangen seien, die abgewiesen bzw. fallen gelassen wurden. Dem Engagement von Stängle sei es zu verdanken, dass der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der es auf keinen Kulturkampf ankommen lassen wolle, erklärt habe: „Es kann nicht darum gehen, dass wie in Baden-Württemberg eine breite Debatte in den Schulen ausbricht.“ Mascher würdigte ferner, dass sich Stängle im Verein KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen engagiert. Als Geschichtslehrer habe er mit seinen Schülern eine Dokumentation über „Die stillen Retter untergetauchter Juden im Nordschwarzwald und im Oberen Gäu“ erstellt, die mehrere Auszeichnungen erhalten habe. Man könne Stängle deshalb nicht in „die rechte Ecke“ stellen, wie es seine Gegner versuchten.


Erster Preisträger war der Israeli Ilan Brunner

Die ojcos-Stiftung besteht seit 2004. Sie wurde von der OJC aus dem Nachlass ihres Schweizer Freundes Marcel Wyss gegründet. Die Stiftung fördert geistig-geistliche Orientierung im Sinne des christlichen Wertekanons, insbesondere durch humanitäre, missionarische und diakonische Arbeit. „Oikos“ bezeichnet in der Bibel die lebendige Gemeinschaft mit Christus. Der ojcos-Stiftungspreis wurde erstmals im vergangenen Jahr verliehen. Empfänger war der Israeli Ilan Brunner. Gemeinsam mit seiner 2010 verstorbenen Ehefrau Esti gründete er 1999 das „Disraelis“-Projekt. Es ermöglichte rund 1.000 jungen Erwachsenen, die Opfer von Terroranschlägen oder beim Militärdienst verwundet wurden, eine „Auszeit“ in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die OJC entstand 1968 mit dem Ziel, zu einer Erneuerung in Kirche und Gesellschaft beizutragen. Die Kommunität mit heute rund 100 Mitlebenden befasst sich vor allem mit Jugendbildung, Entwicklungshilfe, Seelsorge und ethischen Fragen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  2. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  3. Italien verbessert Kinderschutz
  4. Anmeldeformular für Volksschule mit sechs Möglichkeiten bei Angabe des Geschlechts
  5. Katholische Grundschule mit Unisex-Toiletten
  6. Brasilien: Gericht verbietet Hausunterricht
  7. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  8. Anreize für Schulen in Texas, die Bibel in den Unterricht zu integrieren
  9. Wiener Schuldirektor: ‚Mädchen tragen aus Angst Kopftuch’
  10. Bulgarien verbietet LGBT-Propaganda in Schulen






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. MAGNIFICA HUMANITAS
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  10. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  11. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz