Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

Kardinal fordert «Kurswechsel» im Umgang mit der Umwelt

16. Mai 2015 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Turkson hat einen «fundamentalen Kurswechsel» im Umgang mit den natürlichen Ressourcen gefordert. Das gegenwärtige Modell wirtschaftlicher Entwicklung sei «aus dem Gleichgewicht geraten».


Rom (kath.net/KNA) Kurienkardinal Peter Turkson hat einen «fundamentalen Kurswechsel» im Umgang mit den natürlichen Ressourcen gefordert. Das gegenwärtige Modell wirtschaftlicher Entwicklung sei «aus dem Gleichgewicht geraten», sagte Turkson am Donnerstag in Rom. Die Menschheit müsse lernen, gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung zu arbeiten, die «ökonomischen Wohlstand mit sozialer Inklusion und dem Schutz der natürlichen Umwelt» verbinde, so der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Turksons Äußerungen während der 20. Generalversammlung von Caritas Internationalis wurden von Beobachtern besonders aufmerksam verfolgt, weil Papst Franziskus sich in seiner in Kürze erwarteten Umwelt-Enzyklika zu diesen Fragen äußern will.


Jeder Mensch und jede Gemeinschaft habe «eine heilige Pflicht die Güter der Erde klug, respektvoll und dankbar zu nutzen und für die Welt zu sorgen, so dass sie auch zukünftigen Generationen Früchte bringen» könne, führte der vatikanische Verantwortliche für Fragen von Umweltschutz und Entwicklung aus. Damit einher gehe die Verantwortung, mit den Armen und Mittellosen zu teilen.

Die wohlhabenden Länder seien zudem moralisch verpflichtet, «sowohl ihre eigene Luftverschmutzung zu reduzieren, als auch dazu ärmeren Ländern zu helfen, sich vor den Desastern zu schützen, die durch die exzessive Industrialisierung verursacht wurden», sagte Turkson weiter. Diese Verpflichtung gelte für alle, die Politik, die Wirtschaft, die Gesellschaft und jeden einzelnen. Der Kardinal warnte vor den Folgen der steigenden Verbrennung fossiler Brennstoffe. Dadurch werde das «sensible ökologische Gleichgewicht in unermesslichem Umfang» zerstört, erklärte er.

Nötig hierzu sei eine ethische Grundlage. Darum gehe es dem Papst in seiner in Kürze erwarteten Enzyklika über ökologische Fragen und nachhaltige Entwicklung. Die Kirche sei zwar keine Expertin für Wissenschaft, Technik oder Wirtschaft, aber für Menschlichkeit. «Ohne moralische Bekehrung und einen Wandel der Herzen sind gute Regulierungen, strategische politische Überlegungen und selbst Zielvorstellungen nicht effektiv», erklärte der aus dem westafrikanischen Ghana stammende Kardinal. Nachhaltigkeit erfordere Gerechtigkeit und Verantwortung und neue Wege der Solidarität.

Drei von insgesamt sieben Milliarden Menschen auf der Erde lebten in Armut, ein Drittel von ihnen in extremer Armut, während eine privilegierte Schicht von einer Milliarde Menschen den Großteil der Ressourcen der Welt unter sich verteile, kritisierte Turkson. Gleichzeitig würden nach UN-Angaben etwa ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ökologie








    Top-15

    meist-gelesen

    1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
    2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
    3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
    4. "Derselbe Polarstern"
    5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
    6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
    7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
    8. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
    9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
    10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
    11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
    12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
    13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
    14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
    15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

    © 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz