Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  5. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Mann und Frau: Harmonie entsteht aus Verschiedenheit

12. Mai 2015 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Philosophieprofessorin Gerl-Falkovitz beim Fest der Familie über das „Abenteuer der Andersheit“ - In der Gender-Theorie verschwinden Unterscheidungen: „Geschlechter sollen angeblich kulturbedingt sein, Biologie spielt keine Rolle mehr.“


Maria Langegg (kath.net/dsp) Die Bedeutung der Geschlechterspannung zwischen Mann und Frau hob die Philosophin Barbara Gerl-Falkovitz bei ihrem Referat über das „Abenteuer der Andersheit“ im Rahmen des Festes der Familie in Maria Langegg hervor: „Harmonie entsteht nicht, wenn beide das gleiche tun, Harmonie entsteht aus Asymmetrie. Eine Geschlechterbeziehung muss asymmetrisch sein.“ Das Fest der Familie wird seit sechs Jahren von der Initiative Christliche Familie (ICF), der Gemeinschaft der Seligpreisungen und der Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten als Möglichkeit für Weiterbildung, Austausch und Vernetzung von Familien veranstaltet.

In allen Kulturen gebt es ein polares Gegenüber von Mann und Frau, wie Gerl-Falkovitz betonte. „In keiner Tradition werden Männer und Frauen gleich behandelt. In allen Mythen der Welt tun Mann und Frau Verschiedenes. Ihre Kräfte sind deutlich unterschiedlich, sollen aber an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten.“ Die Frau werde erst am Mann zur Mutter, der Mann werde erst an der Frau zum Vater. Selbst bei einer künstlicher Befruchtung brauche es mit Ei- und Samenzelle zwei völlig verschiedene Elemente. Der Mann erfahre an der Frau „das Lebendige, sie ist die Trägerin des Lebens“, so Gerl-Falkovitz: „Deswegen nennt Adam die Frau auch Eva, Leben.“


Heute vollziehe sich eine deutliche Annäherung der Geschlechter, vor allem durch die annähernd gleichen Tätigkeiten in der Arbeitswelt, stellte die Philosophin, Sprach- und Politikwissenschaftlerin fest. Dank der Technik gebe es eine physische Entlastung, wodurch der Mann „mehr in die Familie hineinrücken“ könne. Dabei gebe Funktionen, „die tatsächlich jeder machen kann“. Es gelte jedoch zwischen Funktionen und Aufgaben zu unterscheiden. Gerl-Falkovitz: „Die Aufgaben von Mann und Frau in der Familie sind unterschiedlich. Es geht dabei um den Akt der geistlichen und seelischen Präsenz.“

Bei Gender-Theorie verschwinden Unterscheidungen

Die Geschlechterspannung in einer Beziehung könne nicht in einer Person kompensiert werden. Die Gender-Theorie versucht das zu unterlaufen, wie Gel-Falkovitz betonte: „Geschlechter sollen angeblich kulturbedingt sein, Biologie spielt keine Rolle mehr. Es wird nicht mehr von Mann und Frau gesprochen, sondern nur noch von Personen. Der Eingriff bis in die Grammatik der Sprache soll männlich und weiblich aus dem Denken entfernen. Dadurch werden jedoch Unterscheidungen überhaupt zurückgenommen.“

Bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften habe tatsächlich ein „geschichtlicher Nachholbedarf“ bestanden, erklärte Gerl-Falkovitz. Weil sie früher deutlich diskriminiert wurden, sei die Diskussion über dieses Thema jedoch heute deutlich belastet. „Eine Gleichbehandlung aller sollte klar sein, bei der Ehe geht das aber nicht.“ Bei Homosexuellen werde die Spannung, die „Gegenstrebigkeit“ der Geschlechter vermieden. „Es ist keine Herausforderung, da ich zu nahe an mir selbst bin. Ich bleibe anthropologisch im selben Revier.“

Deswegen werde auch in einer homosexuellen Beziehung die Polarisierung „nachgebaut“, gebe es männliche und weibliche Rollen, wie die Philosophin ausführte. „Man tut als ob, weil es ohne Pole nicht geht. wir kommen aus dem Zweierprinzip nicht heraus: In der Natur gibt es Schloss und Schlüssel, zwei Schlösser oder zwei Schlüssel funktionieren nicht.“

Gott als „Dach“ der Ehe

Das Scheitern eine Ehe sei „natürlich möglich, weil wir eben verschieden sind“. Es gebe zwar nicht die Möglichkeit „von sich her zu gelingen“, aber im „Heiligen“. Gerl-Falkovitz: „Wo die Kraft nicht reicht, steht das Heilige, in das man die Ehe einfädelt.“

Das Problem sei, dass Mann und Frau glaubten, sich gegenseitig stützen zu müssen. Die Ehe sei jedoch nur dann stabil, „wenn ein Drittes dazu kommt“: „Beide müssen gerade stehen, das Dritte ist das Dach, das beide zusammenhält und stützt – Gott.“ Deswegen stehe am Beginn der Ehe ein Sakrament. Dabei werde deutlich, „dass nicht ich die Beziehung stemme, sondern diese von einer ganz anderen Kraft stabilisiert und gehalten wird“.

Die heutige Gesellschaft sei deswegen so bindungsscheu, „weil die Menschen die wesentliche Bindung zu Gott nicht haben“, stellte Gerl-Falkovitz abschließend fest.

Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Gender Päpstlichen Universität ´Johannes Paul II.´ in Krakau. Deutsch mit poln. Übersetzuung



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz