Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  9. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  10. Zwei Formen - ein Ritus
  11. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  12. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  13. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  14. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  15. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"

Kirchenkenner Pentin: 'Manche sagen, dies könnte ins Schisma führen'

11. Mai 2015 in Deutschland, 41 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die deutsche Kirchenhierarchie habe „klar gezeigt, dass sie die Kirche diesen Standpunkten angleichen will und hat die Ergebnisse sogar in fünf Sprachen veröffentlicht, um zu versuchen, die bevorstehende Familiensynode“ damit zu „beeinflussen“.


Bonn (kath.net) Die deutschen Bischöfe würden immer mehr dafür kritisiert, „dass sie die Kirche straffrei in Häresie führen“. Dies stellte Edward Pentin in seinem Blog im „National Catholic Register“ fest. Jüngstes Beispiel dafür sei, dass mehr als Zweidrittel der deutschen Bischöfe für die Erlaubnis gestimmt haben, geschiedene Katholiken in ziviler zweiter Ehe und Katholiken, die in homosexueller Lebenspartnerschaft leben, fast ausnahmslos in kirchlichen Einrichtungen weiter zu beschäftigen. Der britische Kirchenkenner und katholische Journalist erinnerte außerdem an die Ergebnisse, die deutsche Bischöfe über die vorsynodale Vatikanumfrage veröffentlichten. Diese zeigten, dass eine Mehrheit der deutschen Katholiken die kirchliche Lehre verlassen habe. Der Journalist bezeichnete diese Ergebnisse als „nicht überraschend“. Die kirchliche Hierarchie in Deutschland habe „klar gezeigt, dass sie die Kirche diesen Standpunkten angleichen will und hat die Ergebnisse sogar in fünf Sprachen veröffentlicht, um zu versuchen, die bevorstehende Familiensynode“ dementsprechend zu „beeinflussen“.


Pentin verwies dann auf einen Beitrag des italienischen Vatikanisten Sandro Magister, der vor wenigen Tagen aufgezeigt habe, wie abweichend die deutsche Kirche geworden sei. Als Beispiele zitierte Pentin:
- In fast allen deutschen Diözesen werde wiederverheirateten Geschiedenen die sakramentale Lossprechung und die Heilige Kommunion gespendet
- Die Mehrheit der deutschen Bischöfe äußere ihre Hoffnung, dass zivil geschlossene zweite Ehen zukünftig kirchlich gesegnet werden könnten
- Ebenso hoffen sie, dass auch nichtkatholische Ehepartner zukünftig die Hl. Eucharistie empfangen dürfen
- Sie möchten die „positiven Aspekte“ homosexueller Beziehungen und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften anerkannt sehen

Doch „trotz dieser Positionen wirkt Rom machtlos“, egal, wie weit die Positionen von der bisherigen kirchlichen Lehre abwichen, stellte Pentin weiter fest. Es sei zu erwarten, dass „die deutschen Bischöfe bedenkenlos weitermachen werden“. De facto „zeigen viele Hinweise, dass sie eine gut orchestrierte Kampagne führen, um ihre pastoralen Innovationen bei der Synode angenommen zu sehen“. Doch die Konsequenzen davon könnten „sehr schwerwiegend sein, manche glauben, dies könnte in ein Schisma führen“.

Der Vatikan hatte stark die Position vertreten, dass Bischöfe Rechenschaft schuldig sind, als es zu sexuellem Missbrauch in ihren Diözesen gekommen war. Deshalb komme nun die Frage auf, so Pentin, „warum der Papst und der Vatikan nicht genauso stark die deutschen Bischöfe dafür verantwortlich machen könne, dass sie das Episkopat in Häresie treiben, viele Seelen in die Irre führen und der Kirche signifikanten Schaden zufügen“.

Link zum Beitrag in voller Länge: Edward Pentin: Will Rome Hold Germany's Bishops to Account? (New Catholic Register Blog).

Kurienkardinal George Pell: Die bevorstehende Bischofssynode wird die kirchliche Lehre nicht ändern (engl.)




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  9. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  10. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  11. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  12. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  13. Pornografie, NoFap und die Rückkehr der Selbstbeherrschung
  14. Zwei Formen - ein Ritus
  15. Rubio rechnet mit Linken ab: „Sie wissen nicht, wie man etwas schafft, also zerstören sie es“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz