17 März 2015, 09:30
Bistum Erfurt: Kritik am Fragebogen zur Familiensynode
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA ''
Insgesamt war der Rücklauf der Fragebögen vergleichsweise gering. Dem Seelsorgeamt zufolge beteiligten sich knapp 20 Einzelpersonen, mehrere Paare und drei Familienkreise. Lediglich ein Fragebogen sei komplett ausgefüllt worden.

Erfurt (kath.net/KNA) Aus dem Bistum Erfurt kommt Kritik am jüngsten vatikanischen Fragebogen zur Familienseelsorge. «Leider wird durch die komplizierte Sprache das Anliegen zerstört und ins Gegenteil verkehrt», heißt es in einem am Montag in Erfurt veröffentlichten Schreiben an die Deutsche Bischofskonferenz. Darin wertet das Seelsorgeamt des Bistums die eingegangenen Antworten auf 46 Fragen zu verschiedenen Bereichen der Ehe- und Familienpastoral aus.

Werbung
KiB Kirche in Not


Insgesamt war der Rücklauf der Fragebögen vergleichsweise gering. Dem Seelsorgeamt zufolge beteiligten sich knapp 20 Einzelpersonen, mehrere Paare und drei Familienkreise. Lediglich ein Fragebogen sei komplett ausgefüllt worden, vier weitere zu großen Teilen. Die übrigen Rücksendungen bezogen sich auf einzelne Fragen oder waren «begründete Ablehnungen des Fragebogens». Nach anfänglich sehr kritischen Rückmeldungen habe das Seelsorgeamt persönliche Gespräche angeboten. Darauf habe es jedoch keine Resonanz gegeben.

Inhaltlich gehe aus den Antworten hervor, dass in den Fragebögen «manches sehr idealistisch und Ehe und Familie überhöht dargestellt werden», heißt es in dem Schreiben des Seelsorgeamts. Als fehlendes Thema werde die Frage nach der «Generation 60plus» wahrgenommen, insbesondere da Trennung und Scheidung immer mehr Paare jenseits der Silberhochzeit beträfen.

Die eingegangenen Fragebögen und die Zusammenfassung der Antworten werden von allen 27 Bistümern an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet. Dort sollen die Aussagen zusammengestellt und bis 15. April an den Vatikan zur Vorbereitung der Bischofssynode weitergegeben werden, die im Oktober stattfindet.

Bereits im Vorfeld der Außerordentlichen Weltbischofssynode im vergangenen Oktober hatte der Vatikan eine ähnliche weltweite Umfrage gestartet. Nach der Auswertung von mehr als 1.000 Seiten Eingaben aus Bistümern und Verbänden räumten die deutschen Bischöfe vergangenen Februar ein, die kirchliche Lehre zur Sexualität spiele im Alltag vieler deutscher Katholiken kaum noch eine Rolle.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

286-PS-Autos für die Limburger Bischöfe (101)

Bistum Würzburg: Konflikt zwischen Pfarrer und "Maria 2.0-Aktivisten" (91)

Kardinal Pell bleibt weiter in Haft (59)

Evangelischer Theologe: 'Fuck you Greta!' (55)

„Das also ist die Toleranz von Vertreterinnen von ‚Maria 2.0‘!“ (31)

„Was wir von Forst lernen können“ (21)

Die Wahrheit und Freiheit des Glaubens (20)

Konflikt um Institut Johannes Paul II. eskaliert weiter (20)

Australische Pfarrerin: Abtreibung kann ‚moralisch gut’ sein (14)

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt (14)

Mädchen wollte in Knabenchor: Klage abgelehnt (14)

Raus mit denen, aber hurtig? (13)

Das Sexleben sollte in der Ehe Priorität haben (13)

'Maria 1.0' fordert Neuevangelisierung beim Synodalen Weg (13)

Kirchenaustritte: Was jetzt zu tun ist (11)