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Belgiens Bischöfe rufen zur Integration von Demenzkranken auf

3. März 2015 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Belgische Bischofskonferenz warnt: Demenzkranke sind durch das derzeitige «Euthanasie-Klima» in Belgien starkem Druck ausgesetzt.


Brüssel (kath.net/KNA) Die katholischen Bischöfe in Belgien fordern eine bessere Integration von Demenzkranken in die Gesellschaft. Damit könne die steigende Zahl von Euthanasie-Fällen in dieser Gruppe gesenkt werden, teilte die Belgische Bischofskonferenz am Montag in Brüssel mit. Demenzkranke seien durch das derzeitige «Euthanasie-Klima» in Belgien starkem Druck ausgesetzt.


Um dagegen anzugehen, seien eine genaue Diagnose der Krankheit, ausreichend Betreuung und Ressourcen für die palliative Versorgung sowie mehr Mittel für Pflegeheime und ambulante Pflege nötig. Die Bischöfe fordern einen gesellschaftlichen Wandel dahingehend, dass Erkrankte nicht als Belastung angesehen würden. «Der Verlust der Autonomie ist kein Synonym für den Verlust der Würde», heißt es. Demenzkranke müssten bis zu ihrem Tod als «ganze Person» anerkannt werden.

In der heutigen Gesellschaft spiele neben dem Kriterium der Unabhängigkeit auch das Konzept der Lebensqualität eine wichtige Rolle bei Entscheidungen. Gerade dabei dürften Dritte keinen Einfluss auf persönliche Anliegen und Sorgen nehmen, so die Bischöfe. Zwar habe der Autonomie-Gedanke einen starken Platz in der Gesellschaft eingenommen. Jeder Mensch lebe jedoch in einem sozialen, kulturellen und historischen Umfeld, von dem er beeinflusst werde. Deshalb müsse von einer Autonomie abhängig von Beziehungen und Gemeinschaft gesprochen werden.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 3. März 2015 

Im Übrigen

Gerade die Euthanasie zeigt, dass es Verbrechen gibt, die auch durch die allerbesten persönlichen Motive nicht gerechtfertigt werden könne, weil sie eine Leugnung der Liebe und der Allmacht Gottes darstellen. Wie Gott schlussendlich den Täter beurteilt, das dürfen wir voll Vertrauen ihm und seiner Barmherzigkeit überlassen. Das ändert aber nichts daran, dass es sich um eine an sich absolut verwerfliche Tat handelt.


5
 
 Stefan Fleischer 3. März 2015 

Das Problem dürfte sein

eine Kirche, die in Fragen der Moral und der Lehre nicht mehr unmissverständlich und mit einer Stimme spricht, dürfte kaum Chancen haben, gehört oder gar akzeptiert zu werden.
Ob es genügt, die Zahl der Euthanasiefälle senken zu wollen, statt ganz klar eine Nulltoleranz zu fordern, das weiss ich nicht.


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