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Jünger Jesu sein wollen wir als Christen alle

20. Februar 2015 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
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In unsere Überlegungen zu Nachfolge und Fastenopfer platzten die Nachrichten von 21 ermordeten ägyptischen Christen in Libyen, die im Todeskampf schreien „O Gott, Jesus Christus – Jesus, mein Herr“. Gastbeitrag von Felix Honekamp


Berlin (kath.net/Papsttreuer Blog) Las man gestern das Tagesevangelium, konnte man sich als Christ so richtig „soldatisch” fühlen. Da geht es um Hingabe an den Glauben, um Hingabe (nicht zu verwechseln mit Unterwerfung) an Jesus selbst. Jesus macht deutlich, dass das kein Zuckerschlecken sein wird, ihm zu folgen – besser man richtet sich darauf ein. Zum Nachlesen noch mal der Text (Lukas 9,22-25):

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.

Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?

Da kann man sich fragen, was das denn bedeuten kann, für uns in unserer Zeit und unserer Region der Welt. Vielleicht kann man es vergleichen mit der Hingabe des Fastens, über die ich gestern geschrieben habe. Hier geht es ja auch darum, die Dinge beiseite zu lassen, die mich daran hindern, Gott in den Mittelpunkt zu stellen. Und auch hier klingt so etwas durch: Selbstverleugnung, Kreuz tragen, Nachfolge. Letztlich: es Jesus gleich tun, auch wenn der „vieles erleiden” muss. Darum geht es: Nicht mehr meine eigenen Interessen in den Vordergrund stellen, sondern die Interessen Jesu, was auch bedeuten kann, die geistlichen Interessen anderer Menschen, die von mir abhängen. Der Zweck der Kirche ist die Evangelisierung, damit wird deutlich, dass es nicht ein selbstbezogener Glaube sein kann sondern einer, der die anderen Menschen mit einbezieht.


Nicht selten wird das „Kreuz auf sich nehmen” auch interpretiert als Akzeptieren von „Ungelegenheiten”, seien es Krankheiten oder auch Misserfolge, vor allem natürlich solche, die sich aus dem Glauben ergeben mögen. Und es ist ja auch wahr: Über Schmerzen und Leiden kann ich jammern, ich kann versuchen, sie aus meinem Leben zu verbannen – oder ich kann sie annehmen und für Gott aufopfern. Ich muss das Leiden nicht suchen, aber wenn es mich unausweichlich ereilt, ist es ein Unterschied, ob ich es im Glauben annehme oder damit hadere. Übrigens nichts, was ich von jemand anderen fordern kann, wohl aber etwas, das ich mir selbst abverlangen kann in meiner Nachfolge Christi.

Und in diese Überlegungen platzen Nachrichten von 21 ermordeten ägyptischen Christen in Libyen, die im Todeskampf schreien „O Gott, Jesus Christus – Jesus, mein Herr” oder die Nachricht des Bischofs von Tripolis, Libyen gerade jetzt nicht verlassen zu wollen. Bischof Martinelli wird in der Welt mit folgenden Worten zitiert:

„Der apostolische Vikar von Tripolis, Monsignore Giovanni Innocenzo Martinelli, hat keinen Zweifel: ‚Wenn Gott will, dass mein Kopf rollt, dann soll es so sein.‘ […] ‚Gott liebt andere Dinge in uns Menschen, nicht abgeschlagene Köpfe.‘ […] In Interviews mit den Tageszeitungen ‚Corriere del Veneto‘ und ‚La Repubblica‘ erklärte Monsignore Martinelli jetzt, das Land und seine Gemeinde unter keinen Umständen verlassen zu wollen. ‚Das geht doch gerade jetzt nicht. Es wäre feige‘, sagt er. Am Sonntag hat er noch eine Messe zelebriert. ‚Leute sind zu mir in die Kirche gekommen und haben mir gesagt, dass ich nun sterben muss.‘“

Nein, es geht nicht darum, das Martyrium zu suchen, sich selbst unnötig aufzuopfern. Aber Nachfolge Jesu bedeutet, zu ihm zu stehen, gelegen oder ungelegen. Sich selbst verleugnen bedeutet, für diejenigen einzustehen, die nicht mehr für sich selbst sprechen können. Während man in Deutschland noch darüber diskutiert, ob man als Christ sagen darf, dass die eigene Religion die einzig wahre ist, sterben in der Welt Christen für ihren Glauben. Mir kann niemand weißmachen, dass das nichts miteinander zu tun hat.

Beten wir also für die Christen in aller Welt, die auf diese Weise die Nachfolge Jesu antreten, beten wir für alle, die für Christus unter Verfolgungen zu leiden haben, und unterstützen wir alle diejenigen, die sich für sie einsetzen. Beten wir aber auch für uns selbst, um Kraft, für unseren Glauben einzustehen, auch wenn er in unserer Welt als gestrig, intolerant oder sonstwie diffamiert wird. Und beten wir auch, dass wir in der Lage sein werden, nicht von Jesu Seite zu weichen, uns selbst zu verleugnen, unser Kreuz auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen.








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Lesermeinungen

 Ehrmann 20. Februar 2015 

Nicht Aufteilen des Besitzes, aber Aushelfen nach besten Kräftenn

-das sollten und müssen wir - denn die Märtyrer unserer Zeit sollen ihre Familien nicht in Not zurücklassen müssen - das sind wir ihnen wohl schuldig. Hat Kirche un Not ein Programm dafür?


4
 
 osmose 20. Februar 2015 
 

Beten

Mein Jesus Barmherzigkeit! Wir bitten Dich um die Gnade der Treue und des ständigen Gebetes.


2
 
 Erzkatholisch 20. Februar 2015 

Back to the Roots

Unser Kreuz ist klar: Aufnahme aller verfolgten Christen in unsere Gemeinden. Aufteilen unseres Besitzes, so wie die Urchristen. Dann mit neuer missionarischer Kraft die Welt retten.


2
 

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