11 Februar 2015, 12:12
Die Kinder – Reichtum einer Gesellschaft
 
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Franziskus: die Einzigartigkeit eines jeden Kindes. Eine Gesellschaft, die den Eltern Achtung und Ehre versagt, ist ehrlos. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht, / und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Blick auf und schau umher: / Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, / deine Töchter trägt man auf den Armen herbei.Du wirst es sehen und du wirst strahlen, / dein Herz bebt vor Freude“ (Jes 60, 1.4-5).

Erste Generalaudienz 2015 auf dem Petersplatz, Festtag Unserer Lieben Frau von Lourdes, Feiertag im Vatikan. Vor rund 11.000 Pilgern und Besuchern betete Papst Franziskus zuerst ein Ave Maria vor einer Statue der Gottesmutter von Lourdes, um dann seine Katechesenreihe über die Familie fortzusetzen und über die Kinder in der Familie nachzudenken.

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Franziskus erinnerte an die Worte aus dem Buch des Propheten Jesaja über die Freude, die Eltern durch ihre Kinder erfahren. Der Papst betonte: „Kinder sind ein Geschenk“, sie dürften nie als Eigentum betrachtet werden. Sohn oder Tochter sein bedeute zugleich, einzigartig zu sein und dabei unverkennbar mit seinen Wurzeln verbunden zu bleiben.

Ein Sohn und eine Tochter „werden geliebt, weil sie die unentgeltliche Liebe der Kindschaft in sich tragen, die Schönheit, zuerst geliebt zu sein“. Nur so könnten wir auch die Liebe Gottes erkennen, der die letzte Quelle für das Wunder der Kindschaft sei.

Jedem Sohn, jeder Tochter schenke Gott als Siegel seiner Liebe die personale Würde. Auch bei Sorgen um die Zukunft oder persönlichen Fehlern solle daran gedacht werden. Gott lasse uns die Freiheit und er lasse seine Kinder nie allein.

Das vierte Gebot verlange von den Kindern, ihre Eltern zu ehren. Gott verbinde damit die Verheißung, „damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt“. Die liebevolle Verbindung zwischen den Generationen garantiere die Zukunft und mache die Geschichte menschlich. Den Eltern die Ehre und die Achtung zu versagen, mache eine Gesellschaft ehrlos.

Umgekehrt sei eine Gesellschaft, die aus Bequemlichkeit und Egoismus auf Kinder verzichte, eine trübselige Gesellschaft. In diesem Zusammenhang erwähnte der Papst die niedrige Geburtenrate in vielen europäischen Ländern und betonte das besondere Geschenk kinderreicher Familien. Kinder machten die Gesellschaft jung, bereicherten und vervielfältigten ihre Kräfte und schenkten ihr Leben. Dabei müsse die Elternschaft verantwortlich sein, wie dies die Enzyklika „Humanae vitae“ des seligen Papstes Paul VI. lehre. Keine Kinder zu haben, sei eine egoistische Entscheidung.

Jesus, der Sohn des ewigen Vaters, „der Sohn in der Zeit wurde, helfe uns, die Würde der Gotteskindschaft zu verstehen und in ihr zu leben“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude heiße ich die Gläubigen deutscher Sprache willkommen, die zu dieser Audienz gekommen sind, besonders die Pilger der Diözese Eisenstadt mit Bischof Zsifkovics. Danke den Fahnenschwingern für den farbenfrohen Gruß. Ich schließe eure Lieben, besonders die Kranken in mein Gebet ein. Betet auch für mich! Gott segne euch.






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