Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Papst: Missbrauchstäter haben keinen Platz im Klerus!

5. Februar 2015 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Brief an die nationalen Bischofskonferenzen und Ordensoberen: Pfarrer und Ordensleute, die Kinder missbrauchten, «haben absolut keinen Platz im geistlichen Dienst». Der Wunsch, Skandale zu vermeiden, dürfe keine Rolle spielen.


Vatikanstadt (KNA) Der Kampf gegen sexuellen Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter muss nach den Worten von Papst Franziskus weiter oberste Priorität haben. Pfarrer und Ordensleute, die Kinder missbrauchten, «haben absolut keinen Platz im geistlichen Dienst», schrieb Franziskus in einem Brief an die nationalen Bischofskonferenzen und die katholischen Ordensoberen, den der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte. Die Kirche müsse alles Erdenkbare tun, um die «Plage» des Missbrauchs in ihren Reihen auszurotten. Der Wunsch, Skandale zu vermeiden, dürfe keine Rolle spielen, so der Papst.


Anlass des Schreibens ist das bevorstehende Treffen der von Franziskus berufenen Kinderschutzkommission. Erstmals kommt der vom Papst erweiterte Mitgliederkreis von Freitag bis Sonntag im Vatikan zusammen, um über die künftige Arbeit zu beraten. Franziskus hatte das Gremium aus Laien und Geistlichen unter Leitung des Bostoner Kardinals Sean Patrick O'Malley im März 2014 eingerichtet. Es soll Vorschläge und Initiativen im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch entwickeln.

Familien müssten sicher sein können, dass die Kirche für ihre Schutzbefohlenen «ein sicheres Haus» sei, so Franziskus in seinem Schreiben. Sie müssten ihr voll vertrauen können. Dafür sollten die Bischofskonferenzen ihre Richtlinien gegen den Missbrauch, die sie auf Veranlassung der Glaubenskongregation seit 2011 entwickelt haben, ohne Wenn und Aber anwenden.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 veruka 7. Februar 2015 
 

@ Elia-Paul

Ich weiß noch gut, dass ich mich vor Jahren fragte: Kann ich das überhaupt verantworten, meinen Buben beim neuen Pfarrer auf Minilager mitfahren zu lassen? Nie wäre ich vor der Missbrauchsdebatte auf einen solchen Gedanken gekommen. Es wird nie wieder so sein, dass Eltern ihre Kinder wirklich ohne Angst einem Priester anvertrauen. Diese Zeit ist vorbei. Aber Eltern und Kinder haben das Recht, so gesichert zu sein wie möglich. Ich bin überzeugt, dass jene Priester, die an vielen Orten hintereinander Kinder missbraucht haben, bei jedem neuen Ort sicher waren, dass sie sich diesmal zurückhalten können. Bei diesen Taten handelt es sich aber um etwas Krankhaftes. Man würde jemanden mit einer schweren, ansteckenden Krankheit auch nicht "aus Barmherzigkeit" unter die Menschen gehen lassen.


0
 
 Elija-Paul 5. Februar 2015 
 

Kein Weg für eine Umkehr?

Können entsprechende Geistliche nicht auch einen Weg der Umkehr beschritten haben? Ist es nicht gerecht jeden einzelnen Fall auch nach der Schwere der Verfehlung zu beurteilen. Wie ist es mit echter Reue? Vielleicht besteht der Mißbrauch darin eine unkeusche Handlung mit einer oder einem Minderjährigen begangen zu haben - vielleicht war der Geistliche selber ein Opfer von Mißbrauch???? Soll ein Priester der evtl. einfach sehr schwach war für immer gebrandmarkt sein?
Ohne irgendeine Rechtfertigung der Tat: Beim Herrn gibt es Vergebung und Umkehr und eine geistliche Person, die solches erlebt hat und alles tief bereut, kann durchaus noch fruchtbar werden für das Reich Gottes.Es tut mir leid, geliebter Papst Franziskus, aber hier ist aus meiner Sicht eine Differenzierung nötig. Bramherzigkeit muß es auch für Geistliche geben, die sich schwer verfehlt haben und umkehren. Auch für Priester, die viele Dienste übernehmen könnten ...


2
 
 laurel 5. Februar 2015 
 

unmissverständlich und klar, danke!

Viel zu viele Kinder haben großes Leid erfahren, ohne dass ihnen zugehört und gelaubt wurde. Ganz bewusst wurden die größten Abscheulichkeiten, sogar von hohen kirchlichen Instanzen, unter den Tisch gekehrt. Endlich wird ein Schlussstrich gezogen, denn «ein sicheres Haus» soll unsere Kirche sein. Besonders für die Kinder. Denn Jesus möchte grade die Kinder bei sich haben.


5
 
 Annemonika 5. Februar 2015 

Bravo!

Klare Worte. Danke Papst Franziskus!


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz