Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  3. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  4. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  5. Tantum ergo Sacramentum
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  14. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  15. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus

Islamforscher kritisiert Theologie der Gewalt bei Muslimen

4. Februar 2015 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Wiener islamische Religionspädagoge Ednan Aslan wirft muslimischen Gelehrten und Organisationen in Deutschland vor, eine «Theologie der Gewalt» zu lehren.


Bonn/Münster (kath.net/KNA) Der Wiener islamische Religionspädagoge Ednan Aslan wirft muslimischen Gelehrten und Organisationen in Deutschland vor, eine «Theologie der Gewalt» zu lehren. Das Predigen tradierter islamischer Rechtsvorschriften sei direkt verantwortlich für Terroranschläge, sagte er dem Bonner «General-Anzeiger» (Mittwoch).

«Es ist höchste Zeit, dass sich muslimische Theologen kritisch mit ihrer eigenen Lehre auseinandersetzen», fügte er hinzu. Gewalt und Terror hätten «sehr wohl etwas mit dem Mainstream-Islam zu tun». In den Vorschriften der vier prägenden Rechtsschulen, von den Sunniten bis zu den Schiiten, heiße es, man müsse jene töten, die Gott und seinen Gesandten beleidigen. «Die Tötung von Homosexuellen wird in jedem Rechtsgrundwerk des Islams gefordert.»


Ausdrücklich lobte Aslan das deutsche Modell, Imame im Inland auszubilden, um der Rekrutierung ausländischer Gelehrter entgegenzuwirken. Eine moderne Prägung des Islam könne nur im deutschsprachigen Raum etabliert werden - oder gar nicht, sagte der Islamwissenschaftler.

Pessimistisch zeigte sich der Religionspädagoge mit Blick auf die Rolle der Türkei. «Ich beobachte eine Salafisierung, eine Rückwärtsbewegung vieler türkisch-islamischer Fakultäten», sagte er. Selbst an renommierten Universitäten wie Oxford, Cambridge und Harvard werde die Islamwissenschaft großzügig von den Golfstaaten finanziert - «da haben die Kollegen keine Chance, etwas gegen die Lehre der Gewalt zu unternehmen».

Unterdessen forderte auch der Münsteraner katholische Kirchenhistoriker Arnold Angenendt von muslimischen Theologen eine Veränderung der Lehre. «Diejenigen, die behaupten, dass der Islam friedliebend und demokratiefähig ist, auch die Menschenrechte zu achten vermöge, müssen dies beweisen und eine entsprechende Lehre auch durchsetzen», sagte er im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Münster.

Der Islam stehe der Gewalt viel näher als das Christentum, so Angenendt. «Man denke nur an die unterschiedliche Definition von Märtyrertum: Als Christ darf man das Martyrium nicht anstreben; es geschieht als Wiederfahrnis beim Einsatz für den Glauben und die Armen. Der Islam versteht das Martyrium sozusagen als Schleudersitz ins Paradies, mit all den dort versprochenen Belohnungen, sogar sexueller Art.»

«Das Christentum hat vielfach versagt, ohne Zweifel», räumte der Kirchenhistoriker mit Blick auf Kreuzzüge, Ketzerverbrennungen und gewaltsame Missionierung ein. «Aber es hat eine Jahrhunderte alte Friedenslehre und -praxis aufzuweisen.» Auf die habe es in der Geschichte immer wieder zurückgegriffen und müsse es auch heute tun, unterstrich der Wissenschaftler.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Prophylaxe 4. Februar 2015 
 

Gewalt ???

Wir sind doch bunt statt braun...
Wir sind die Gute und
Wir setzen ein Zeichen


2
 
 HX7 4. Februar 2015 
 

Bibel vs Koran

In der Bibel ist im Laufe der Geschichte deutlich die Gewaltüberwindung zu erkennen. Beginnend im AT gibt es immer wieder das Leuchten der Liebe Gottes. Im Pentateuch sind die Grundlagen und Ursprünge der Nächsten- und Feindesliebe enthalten. Gottes Offenbarung wird am deutlichsten im NT erkennbar. Die Ethik, welche Jesus lehrt ist unvergleichlich und einzigartig - Gott ist Liebe. Beim Lesen der Bibel wird das deutlich. Im Koran ist ein relativ friedlicher Beginn, der zunehmend in Gewalt und Hass gipfelt. Hass und Ausgrenzung ist es am Ende grundsätzlich ggü. Nichtmuslime. Soll die Lösung dann ein kommentierter Koran sein, in dem sinngemäß bei jeder Hassstelle steht: So machen wir es heute nicht, auch wenn es Mohammed vormachte und Allah befahl. Die "konservativen" Schulen im Islam betrachten das zu Recht als einen Bruch mit der Offenbarung und der bisher gelebten Tradition. Alle Menschen sind gleich viel wert und von Gott geliebt. Das System Islam tut den Menschen aber nichts Gutes!


8
 
 kmh 4. Februar 2015 
 

Also ich denke schon,

dass die antuellen Ereignisse noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Kreuzzüge und ihre Intention werfen und evtl. auch darauf, wie sie sich in manchen Dingen entwickelt haben. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass wir dringend Kreuzzüge brauchen - im besten Sinne und nicht unbedingt im Sinne der Gewalt - um unser Leben, unsere Freiheit und all unsere von Gott gegebenen Rechte zu schützen und zu verteidigen.


5
 
 hofi 4. Februar 2015 

Ja, mei.................

Leider sind das alles keine neuen Erkenntnisse! Vierzig Jahre lang habe ich mich mit Gottes Hilfe abgemüht, Licht ins Dunkel zu bringen - offenbar ergebnislos, wäre da nicht die immer gültige Zusage Jesu Christi und seiner hl. Kirche.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  2. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  3. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  4. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  5. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  6. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  7. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  8. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  9. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  10. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  4. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  5. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  6. Vergebung kennt keine Grenze
  7. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  8. Papst reagiert auf Sex-Vorwürfe gegen Erzbischof von Rabat
  9. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"
  10. „Lass das Zählen sein!“
  11. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  12. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  13. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz