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Liturgische Missbräuche, Fehler, Fehlgriffe- was kann der Laie tun?

3. Februar 2015 in Kommentar, 41 Lesermeinungen
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Ein – vorsichtig gesagt – verbürgerlichtes Verständnis von Ästhetik der Liturgie ist weit verbreitet. Gastkommentar von Peter Winnemöller


Geseke (kath.net/katholon) Was kann man als Laie tun, wenn der Zelebrant seine eigenen Texte verwendet? Abgewandelte Tages- und Hochgebete, Präfationen aus eigener Werkstatt und ähnliche Vorkommnisse erregen immer wieder mal die Gemüter. Dies passiert insbesondere in den sozialen Medien, in Berichten auf kath.net und anderen Portalen sowie in dem einen oder anderen Blogartikel.

Einschlägige Vorschriften aus Rom regeln, was in der Liturgie geht und was nicht geht. Mit liturgischen Missbräuchen beschäftigt sich insbesondere die Instruktion Redemptionis sacramentum. Geradezu vorbildlich hat der Kirchenrechtler Gero P. Weishaupt das Thema auf seiner Internetseite behandelt. Dort findet sich im Grunde alles, was man wissen muss, um in richtiger Weise mit liturgischen Verfehlungen umzugehen. Wer also mit einem solchen Problem in seiner Gemeinde konfrontiert ist, kann sich auf dieser Seite umfassend informieren.

Außer der rechtlichen Seite hat das Problem allerdings auch noch eine pastorale oder auch ganz praktische Seite, wenn man das mal so nennen will. Man darf wohl getrost davon ausgehen, dass sich neun von zehn Messbesuchern nichts, wirklich gar nichts dabei denken, wenn der Priester den Kanon der Hl. Messe umformuliert. Es ist ganz sicher so, dass nur ein winziger Teil der Messbesucher überhaupt bemerkt, wenn der Priester selbstgestrickte oder abgewandelte Tages-, Gaben oder Schlussgebete verwendet. Der gerne auch mal verwendete Abschluss „… durch unseren Bruder …”, wird von den meisten sogar als „schön” empfunden. Ist doch toll, dass Jesus unser Bruder geworden ist. Liturgisch gesehen ist das schlicht und ergreifend Blödsinn.

Gleichfalls zumeist positiv aufgefasst werden verbürgerlichende Elemente in der Liturgie: „Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag!” „Danke gleichfalls”. Haben Sie einen solchen Priester? Dann fragen sie mal vor der Kirchentür die anderen Besucher der Hl. Messe, wie sie das finden. Es wird ein fast ungeteilt positives Echo finden. Es gibt aus meiner Sicht nicht viel, was unliturgischer ist, als diese bürgerliche Verabschiedung. Der Abschluss der Hl. Messe ist ein Segen, den der Priester übrigens nicht „für uns” erbittet, sondern den er zu spenden den Auftrag und die Vollmacht hat. Danach erfolgt die Sendung der Gemeinde „Ite Missa est!” (- mit „Gehet hin in Frieden!” nicht nur unzureichend sondern sogar grottig übersetzt -). Die Gemeinde, die in der Eucharistiefeier durch das Wort der Hl. Schrift, die Auslegung des Priesters und den Empfang des Sakramentes gestärkt wurde, wird zu ihrem missionarischen Dienst wieder in die Welt gesandt. Die Ernsthaftigkeit dieser Sendung verbietet geradezu jegliche Verbürgerlichung und Verflachung. Man hüte sich dies (außer in vertrautem Kreise) vor der Kirchentür nach der Messe offen auszusprechen.


Zwei Aspekte also begünstigen liturgische Missbräuche der kleineren oder größeren Art. Da ist zum einen die Unkenntnis der Gemeindemitglieder, die schlicht und ergreifend gar nicht bemerken, dass etwas anders ist, als es sein sollte. Man sollte im Gedächtnis behalten, dass das die Mehrheit ist. Zum anderen ist auch ein – vorsichtig gesagt – verbürgerlichtes Verständnis von Ästhetik der Liturgie weit verbreitet. Die Liturgie ist dann nicht zuerst ein gemeinsames, auf Gott ausgerichtetes Handeln der ganzen Kirche, wie sie es sein sollte, sondern sie ist Versammlung der Gemeinde, die sich auf sich selber richtet und ihre eigene Ästhetik findet. (Typische Aussage: „Warum? Ist doch schön so, wie der Pastor das macht!”)

Diese beiden Aspekte treffen auf die erdrückende Mehrheit der sonntäglichen Messbesucher und noch viel mehr auf die sog. U-Boot- Katholiken, die zu Weihnachten und ggf. zu Ostern auftauchen, um dann wieder unsichtbar zu werden, zu. Darum wird, wer sich nach einer Messe am Sonntag mit anderen Gemeindemitgliedern über ggf. stattgefundene liturgische Missbräuche unterhält, im besten Falle Unverständnis ernten. Im schlimmsten Falle ist man Querulant, Fundamentalist, Tradi oder schlimmeres. Auch das sollte man im Kopf behalten.

Was tun?

In der Regel ist man, das zeigt die Erfahrung, der Willkür eines Priesters, der selber die Liturgie verhunzt oder haupt- und ehrenamtlichen Laien freie Bahn schafft, um Liturgie „gestalten” zu können, hilflos ausgeliefert. Hier ist die Streichung biblischer Lesungen und deren Ersatz durch vermeintlich moderne Texte sehr beliebt. Aber auch die dezidierte Bitte, den Kanon doch anders zu beten, Tagesgebete aus kfd-Werkstatt zu verwenden und anderem, kommen diese Priester dann nur zu gerne mal nach. Man will ja schließlich die Laien einbinden. Kein Gedanke daran, dass damit die Einheit der Liturgie aufgekündigt wird. Kein Gedanke daran, das Gesetz des Glaubens dem Gesetz des Betens folgt, also sich durch willkürlich verändertes liturgisches Beten auch der Glaube als solcher verändert. Ein solcher Glaube ist dann irgendwann der individuelle Glaube der Gemeinde XY und nicht mehr der Glaube der Kirche, weil nämlich die Liturgie der Gemeinde XY gefeiert wird und nicht die Liturgie der Kirche.

Handlungsoptionen für Laien, die eben dies nicht wollen, gibt es. Da ist zunächst immer das Gespräch mit dem Zelebranten. Führt dies nicht zum Abstellen der liturgischen Fehlgriffe, so bleibt ein Schreiben an den Bischof. Greift auch dieser nicht ein, oder bleibt sein Eingreifen folgenlos, ist es möglich an die Kongregation für Gottesdienst und Sakramentenordnung in Rom zu schreiben. Von dort erfolgt in begründeten Fällen immer eine Intervention.

Soweit der Rechtsweg. Ein weiser Mann sagte mir einmal, wenn ich das Gesetzbuch aus der Tasche ziehen muss, um einen Konflikt aus der Welt zu bekommen, ist der Konflikt im Grunde schon unlösbar geworden. Zwar wird – mit etwas Glück – das Recht wieder hergestellt, doch der Konflikt bleibt.

Auch wenn das nun etwas frustriert klingt: In den meisten Fällen von liturgischen Missgriffen oder massiven Missbräuchen ist der gewöhnliche Laie entweder in der Situation den Mist zu erdulden oder zum Geächteten in seiner Gemeinde zu werden. In den allerseltensten Fällen steht eine Mehrheit der Gemeinde hinter einer Beschwerde wegen liturgischen Missbräuchen. Man sollte sich wirklich gut überlegen und sich vernetzen, informieren, mit anderen sprechen und erst dann entscheiden, ob es sich lohnt, in die Offensive zu gehen. Manchmal kann es ein Gebot der Klugheit sein, mit seiner Meinung zu liturgischen Missbräuchen zwar nicht dem Berg zu halten, aber statt des Rechtsweges die Abstimmung mit den Füßen zu wählen.

Letztendlich, das sagt das II. Vatikanische Konzil im völligen Einklang mit der Tradition der Kirche, ist es der Bischof, der für die ordentliche Feier der Liturgie in seinem Bistum zu sorgen hat. Er trägt aber auch die Verantwortung, wenn er diese Pflicht nicht erfüllt. Im Auftrag des Bischofs und in Einheit mit ihm feiert der Priester vor Ort die Hl. Messe. Tut er dies nicht in der vorgeschriebenen Weise, hält er sich nicht an die liturgischen Vorschriften der Kirche, gibt er gar Superlaien nach, die alles besser wissen, so liegt in jedem Falle auch eine Mitverantwortung beim Priester vor Ort. Das beides kann und darf einem etwas Gelassenheit geben, denn am Ende sind die Laien immer fein raus. Wer in der Absicht und im guten Glauben die Liturgie der Kirche zu feiern am Sonntag in die Kirche geht, erhält die Gnaden, die er erhalten würde, wäre alles zu hundert Prozent in Ordnung.

Trotzdem, das sei hier eingestanden, verbürgerlichte, ungesund vereinnahmende, selbstgestrickte Liturgie ist nervig.


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Lesermeinungen

 Elisabeth53 7. Februar 2015 
 

@ThomasMoore

Für die Liturgie in der Frauenkirche in München ist meiner Kenntnis nach auch ein Münchner Diakon verantwortlich, so stand einmal in der Kirchenzeitung- ich kann mich nicht erinnern, dass z.B. in den letzten 10 Jahren wenigstens einmal in der Frauenkirche die Hlg. Kommunion kniend und mit der Kommunionpatene gespendet wurde. Ich kann mich jedoch gut erinnern, dass mehrmals Psalm v.A. bei den Messen mit Jugendlichen oder mit Ausländern durch ein modernes Kirchenlied ersetzt wurde.
Die gute Frau Käßmann ist in die Frauenkirche auch nicht eingebrochen- meiner Kenntnis nach wurde vom Erzbistum eingeladen.


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 rowantree 6. Februar 2015 
 

Ausweg

Ich bin Konvertitin und wurde seinerzeit gut unterwiesen, auch habe ich einen wunderbaren geistlichen Begleiter, Priester des Opus Dei. Zunächst ging ich immer die neue Messe, bis ich ziemlich schnell die hier allenthalben erwähnten Missstände mitbekam. Da ich schon etwas älter bin und mein Mann pflegebedürftig ist, kann ich nicht soviel schreibend kämpfen, wie es hier wohl manche tun (Gottes Segen dafür, das ist wichtig!)Ich gehe, wenn ich meinen Mann (selten) alleinelassen kann, in die Tridentinische Messe der Petrusbrüder und alle 6 Wochen kommt ein Priester der Petrusbruderschaft und spendet meinem Mann Hl. Kommunion hier in der Wohnung, und mir auch -das ist erlaubt für pflegende Angehörige. Vielleicht ein feiger Ausweg, aber wir fühlen uns geborgen. Gottes Segen allerseits.


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 ThomasMoore 6. Februar 2015 

Komunionhelfer

Ich war mal in der ED München auf einem Kommunionhelferkurs, gehalten von einem ständigen Diakon der ED München. Der Diakon stellte zu Beginn heraus, wie furchtbar alles unter Papst Benedikt war und wie schön es jetzt unter Franziskus sei. Absoluter Höhepunkt war, daß der Diakon erklärte, daß bei Empfang der Eucharistie unter beiden Gestalten die Gläubigen auch die Hostie in den Kelch eintunken können. Ich war der einzige, der darauf hinwies, daß dies nach Redemptionis Sacramentum unzulässig ist. Eine Dame glänzte mit folgender Aussage: Wenn die Hostien nicht reichen, so hole ich halt noch ein paar aus der Sakristei.


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 Stiller 6. Februar 2015 
 

@M.Schn-Fl - lutherische Gemeinden

Da gibt es z.B. das Priorat St. Wigberti
in Werningshausen/Thüringen, das sich als ökumenisches Benediktinerkloster versteht:
http://www.wigberti.de/
Allemal lesenswert.
In Youtube finden sich die Gottesdienste.

Interessant in diesem Zusammenhang die Priesterweihe des Priors und die Irritationen der Thür. Landeskirche hierüber. Acu auf genannter Homepage, aber auch unter:
http://www.hochkirche.de/


Lesenswert auch: http://www.einekirche.de/


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 SCHLEGL    5. Februar 2015 
 

Kaum Missbrauch im byzantinischer Ritus!!

Danke auch für den wunderbaren Beitrag auf kathTube:

http://www.kathtube.com/player.php?id=36785


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 Paddel 5. Februar 2015 

Abstimmung mit den Füßen haben wir gemacht, aber

der Schmerz bleibt und es ist nicht einfach nur nervig sondern verursacht viele und tiefe Wunden bei mehr Gläubigen als man vermutet.
Wir haben schon drei Fälle von massiver (auch psychischer Erkrankung) von Hauptamtlichen und Kirchengemeinderatsmitglieder die diesem wahnsinnigen Druck nicht mehr standhalten konnten und zeitweilig in Kliniken mussten, manche können nicht mehr zurück, sie halten es hier nicht mehr aus. Der Diözesansbischof scheint nicht zu wissen, was das vor Ort hier für manche bedeutet. Wahrlich Menschen, die nicht streitsüchtig waren, die einfach nur normal katholisch sein wollten. Die Weichen sind so gestellt, dass kein normaler Priester hier wieder Fuß fassen kann. Kein Priester will hier Vertretung machen, sie können hier keine Messe feiern, die sie mit ihrem Gewissen vereinbaren könnten. Es verursacht wahrlich mehr Leid als man von außen betrachtet wahrnimmt, es ist nicht einfach nur "nervig".
Der Pfarrer ist weg, aber seine "Hörigen" halten die Stange.


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 Kostadinov 4. Februar 2015 

Für ordentlichen Novus Ordo...

...kann ich eigentlich nur meine Heimatgemeinde im Stiftland empfehlen. Leider hat es mich beruflich über Frankfurt via Stuttgart nach Zürich verschlagen und damit in den Usus Antiquior. An besonderen Tagen gibt's bei uns daheim immer feierlichen Schlußsegen


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 M.Schn-Fl 4. Februar 2015 
 

@Adson von Melk

Es gibt in Deutschland vor allem im Norden und in Mitteldeutschland lutherische Gemeinden, in denen die Messe nach römischem Kanon gelesen wird.


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 Adson_von_Melk 4. Februar 2015 

Der konstruktive Vorschlag hierzu kommt von @M.Schn-Fl: Sich einbringen

Auch ein freundliches(!) Gespräch scheint schon etwas bewirken zu können. Ich empfehle vorher ein Stoßgebet für alle Beteiligten.

Ein solches Gespräch innerhalb der Pfarre muss ohnehin immer der erste Schritt sein, Umgehung des 'Dienstwegs' kommen bei allen Beteiligten schlecht an.

Höher als bis zum Bischof kann man nur in begründeten Ausnahmefällen gehen. Die Bischöfe sind "göttlichen Rechts" Leiter ihrer Teilkirchen, und Rom zögert aufgrund der Kirchenverfassung sehr, sich einzumischen. Ich würde daher nicht viel auf "eingeschriebene Briefe" setzen. Jemanden einfach zu filmen ist übrigens schon nach dem bürgerlichen Gesetz sehr heikel.

Wenn in einer Gemeinde gar nichts geht, wird man wie @Kostadinov mit den Füßen abstimmen.

@Christoph:
.) Ich habe in Ö einen feierlichen Schlussegen oft erlebt.
.) Welcher nicht röm.kath Priester verwendet das Missale Romanum? Echtes Interesse.
.) Der Linzer Vorfall hat sich zumindest nicht wiederholt, oder?


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 ThomasR 4. Februar 2015 
 

@Kostadinov

auch in München gibt es Laien, die inzwischen neue Messe, jedoch mit Psalm, mit der Kommunionpatene, mit einem würdigen Abschlusssegen und eher ohne Jugendauftritte gewohnt sind


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 Kostadinov 4. Februar 2015 

@ThomasR - Situation in München

da hilft wohl auch nur noch die «alte» Messe der FSSP in der Damenstiftskirche...


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 Christoph 4. Februar 2015 
 

Weiteres...

Auch der feierliche Schlusssegen wird überall weggelassen. Ich bin 37 Jahre und habe in Österreich oder Deutschland NOCH NIE einen "Feierlirchen Schlussegen" aus dem Messbuch erlebt.

Und dann das Monopol eines bestimmten Hochgebets. Dann die Messen für besondere Anliegen und die Votivmessen im Messnbuch scheinen auch gänzlich unbekannt zu sein.

Ich bin auch Priester. Wenn auch nicht röm.-kath., aber ich verwende das römische Messbuch.

Es ist für mich eine Freude, diese Schatztruhe voll auszuschöpfen.

Ich verwende Eingangsvers, alle Lesungen inkl. Psalm, wechsle die Hochgebe ab oder passe sie an das Fest, den Anlass, das Thema an, verwende die Formulare für den feierlichen Schlusssegen und breite dabei die Hände über das Volk aus. (Anpassen bedeutet beim Hochgebet das Passende zu nehmen... ;-) )


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 Christoph 4. Februar 2015 
 

@ Imrahil

Mir ist klar, dass manches optional ist und dass nicht alle Fehler, Auslassungen und Mißbräuche gleich wiegen.

Aber warum wird aus "optional" sofort immer einen Regel, die in 99% der Pfarren 100%iger Standard in JEDER Messe ist?

Und warum werden Ausnahmeregelungen (Pastorale Gründe beim weglassen der 1. Lesung und des Psalms) in 99% der Pfarren auch immer zum Standard??

Das ist doch nicht Sinn und Zweck der Sache. Somit stellt diese Praxis sehr wohl einen Mißbrauch der Vorschriften für mich dar. Und da das seit Jahrzehnten so überall gehandhabt wird, gehört da auch was geändert.

Denn die Anzahl der Lesungen, inklusive Psalm haben ja einen Zweck!!!

Und dann muss man in den Pfarren und Bildungshäusern Veranstaltungen machen um den Leuten die Schönheit der Psalmen näherzubringen. Aber zuerst lässt man sie immer mutwillig in der Liturgie weg!


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 ThomasR 4. Februar 2015 
 

Situation in München....

scheint genauso prekär wie in Zürich zu sein
So wie man sich die Beachtung der liturgischen Vorschriften in München anschaut (selbst bei den Hlg. Messen mit S.E. Kardinal Marx sowohl in St. Michael als auch in der Frauenkirche),liegen die Anliegen der Liturgie eher nicht im Mittelpunkt des Pastorals von S. E.
Auch der Auftritt von Frau Dr. Margot Käßmann (''Bischöfin'' ad) in der Münchner Frauenkirche - es ist schliesslich ein geweihtes Gotteshaus und kein profanes Veranstaltungssaal bleibt in der Erinnerung der Münchner Bevölkerung unvergessen


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 Waldi 4. Februar 2015 
 

Klares Zeichen von Liturgienissbrauch!

Den größten Missbrauch habe ich in einer Nachbargemeinde erlebt und ich schwöre, dass ich die Wahrheit sage. Es war ein Sonntag vor dem Faschingsdienstag. Bereits zu Beginn des Gottesdienstes hat ein schon älterer Pfarrer auf den bevorstehenden Faschingsausklang hingewiesen. Als er das Evangelium verkündet hatte, begann er Witze zu erzählen! Damit aber nicht genug, denn plötzlich zog er das Messgewand aus und gab es dem Diakon zu hinterlegen, holte unter dem Volksaltar eine Ziehharmonika hervor und begann "Gstanzln" zu singen: "Lieber Herrgott, jetzt leg ich mich nieder, wenn mich brauchst, dann weckst mich halt wieder"! Und der ganze kirchliche Narrenhaufen antwortete mit einem gröhlenden: "Holladirie, holladio, holladiria, holladio"! Das dauerte fast zehn Minuten, bis er nahtlos zur Wandlung überging. Die meisten haben vor lauter Faschingseuphorie die Wandlung gar nicht bewusst mitbekommen! Wer so etwas in einer kath. Kirche live erlebt hat, wird seinen Schock lange nicht los!


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 Kostadinov 4. Februar 2015 

Situation in Zürich...

Da würde ich ja in der Zürcher Gegenkirche überhaupt nicht mehr fertig… viel sinnvoller ist da ‎die Abstimmung mit den Füssen und das Aufsuchen der Personalpfarrei der FSSP


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 Stefan Fleischer 4. Februar 2015 

Ganz einfach:

Wir leben in einer Welt und einer Kirche, wo "jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit." Das hat seinen Grund darin, dass "jeder glaubt, was er will, keiner glaubt was er soll, aber alle glauben mit." Dies wiederum hat seine Ursache darin, dass "jeder verkündet was er will, keiner verkündet was er soll, aber alle verkünden frisch fröhlich mit.


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  3. Februar 2015 
 

Mißbrauch an Gründonnerstag

Dann wird es wohl hier und da wieder so sein, dass die Gläubigen den Leib des HERRN in die Hand empfangen und Selbst in das BLUT des HERRN eintauchen, was verboten ist!!!!!!
Wie schwer dieser Mißbrauch ist, wird dadurch verdeutlicht, dass er zu den schwerwiegende Angelegenheiten unter der Nr.104 zählt.


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  3. Februar 2015 
 

aus der Nr.11 der Instruktion Redemptionis Sacramentum klare Worte:

"Wer daher gegenteilig handelt und eigenen Neigungen folgt – und sei er auch Priester -, greift die substantielle Einheit des römischen Ritus an, die entschieden bewahrt werden muß.[28] Er vollzieht Handlungen, die dem Hunger und Durst nach dem lebendigen Gott, den das Volk unserer Zeit verspürt, in keiner Weise entsprechen. Er verrichtet keinen authentischen pastoralen Dienst und trägt nicht zur rechten liturgischen Erneuerung bei, sondern beraubt vielmehr die Christgläubigen ihres Glaubensgutes und ihres geistlichen Erbes. Willkürliche Handlungen dienen nämlich nicht der wirksamen Erneuerung,[29] sondern verletzen das den Christgläubigen zustehende Recht auf eine liturgische Handlung, die Ausdruck des Lebens der Kirche gemäß ihrer Tradition und Disziplin ist."


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  3. Februar 2015 
 

Hilferuf des heiligen Paul II.

Für mich ist die von dem heiligen Paul II. in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia angekündigte Instruktion Redemptionis Sacramentum ein Hilferuf an JEDEN, mit dafür Sorge zu tragen, entsprechend seinen Möglichkeiten, dass ALLE Mißbräuche in der Liturgie abgestellt werden. Deshalb sollte man die Menschenfurcht ablegen, da es um GOTT geht, der in der Liturgie der Handelnde ist und sein muss.

Nicht von ungefähr wird in der Instruktion der heilige Thomas zitiert: "169. Wo in der Feier der heiligen Liturgie ein Mißbrauch begangen wird, handelt es sich um eine wirkliche Verfälschung der katholischen Liturgie. Schon der heilige Thomas hat geschrieben: «In das Laster der Falschheit fällt, wer seitens der Kirche Gott Verehrung erweist entgegen der von der Kirche kraft göttlicher Autorität festgesetzten und in der Kirche üblichen Art».[278]"


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 Imrahil 3. Februar 2015 
 

@Christoph,

der Eingangsvers ist meines Wissens aber tatsächlich optional. Ebenfalls soll es für die dtsprachigen Gebiete ein Indult geben, eine Lesung wegzulassen. Beim Psalm dürfte ähnliches gelten.

Das ist jedenfalls mit einem "Vater und Mutter" statt "Vater" nicht zu vergleichen.


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 SandraBorn 3. Februar 2015 
 

Kommunionhelfer

Der häufigste liturgische Mißbrauch ist der regelmäßige Einsatz von Kommunionhelfern. Es ist ist Deutschland normal, aber dennoch verboten.
Ansonsten die Predigten von Pasoralassistenten - ebenfalls verboten. Wenn man sich im Erzbistum München beschwert wird man nur ausgelacht und angegriffen.
Sehr traurig...


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 Christoph 3. Februar 2015 
 

Linz - Fronleichnamsprozession

Gabs jemals Konsquenzen in Linz für die Grillzangenfladenbrotfronleichnamsprozession? Und die aufgeweichten eucharistischen Brote, die dann durch den Regen zerfielen. Von dem "schönen" Messgewand, will ich gar nicht reden. Was war es? Ein Kartoffelsack mit einem Strick? Darüber wurde in katholischen Medien mindesten europaweit, wenn nicht weltweit berichtet. Bis heute keine Konsequenzen.


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 Christoph 3. Februar 2015 
 

Die Predigten, die ABSOLUT NICHTS mit den biblischen Lesungen in der Messe zu tun haben, hab ich vorhin vergessen.

Ich hab in meiner direkten Umgebung ca. 15 Pfarren, die ich innerhalb 15-20 Minuten erreichen kann. Aber um eine würdige und korrekte Eucharistiefeier zu erleben, müsste ich mehr als eine halbe Stunde fahren. Und selbst dort gibt es, wenn auch minimale Probleme, wie Eingangsvers, 1. Lesung und Psalm, die weggelassen werden. Einfach nur um Zeit zu sparen. Weil das in unserer Gegend so üblich ist.
Es gibt Pfarren, da dauert die Sonntagsmesse 40-45 MInuten. Und das hat nichts mit Streß oder Priestermangel zu tun. Das ist seit Jahrzehnten so.
Ich kenne jemanden, der seit Jahrzehnten Mißbräuche ausführlich dokumentiert und nach Rom schickt. Ergebnis=NIX! :-(
Und man weiß von bischöfliche Aussagen, dass sie das als Anschwärzen in Rom sehen. Natürlich hat der Betreffende die Post zuerst an den Diözesanbischof geschickt und dann erst nach Rom. Beide Male umsonst.


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 Christoph 3. Februar 2015 
 

Mißbräuche

Liturgische Mißbräuche sind in manchen Pfarren, Dekanaten oder Diözesen in Österreich so normal, wie das Amen im Gebet. Das Volk wurde über Jahrzehnte genau dorthin konditioniert, dass ihnen das gefällt und sie es wollen!!!!!!
In SEHR, SEHR vielen Pfarren ist liturgischer Mißbrauch Alltag!
Der Eingangsvers, die 1. Lesung und der Psalm werden weggelassen. Ist meist auch Standard.
Embolismus beim Vaterunser wird fast immer weggelassen.
Veränderte Orations-Schlussformel und Schlussegen mit "Vater und Mutter".
Taufe durch Pfarrassistentin in der Sonntagsmesse, wärend der Priester wie ein Ministrant assistiert.
Statt dem Evangelium eine Geschichte von einem Laien, veränderte Einsetzungsworte, selbst geschriebene Hochgebete, Evangelische Pfarrer als Konzelebranten, Fladenbrot für Grillzangenhostie..Die Liste wäre noch lang.
Die Bischöfe tun NICHTS dagegen. Nur unter Zwang und meist auch da nicht. Selbst wenn etwas aus Rom kommt. Sonst hätte es NIE zu so einer Ausuferung kommen können!!!!


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 Thomas-Karl 3. Februar 2015 

Liturgie-Ausbildung

Die liturgiewissenschaftliche und liturgiepastorale Aus- bzw. Fortbildung an Universitäten und Seminaren sucht den Studierenden das nötige Rüstzeug mitzugeben. Leider ohne viel Erfolg. Meiner Erfahrung nach haben Liturgie-Professoren das Image von Besserwissern und Spaßverderbern.


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 Credo44 3. Februar 2015 
 

Eine sehr gute Zustandsbeschreibung

Peter Winnemöller hat eine sehr gute Zustandsbeschreibung des Liturgie-Missbrauchs durch sehr viele Priester gegeben. Leider sind alle diese Priester zu keinem Gespräch bereit, obwohl eigentlich sie ihre Ringbuch-Liturgie rechtfertigen müßten, und leider lehnen sie jede Änderung ihres Tuns ab. Auch Schreiben an den Ortsbischof haben keinerlei Wirkung! Das einzige, was uns Gläubigen bleibt, ist der Verzicht auf diese u.U. ungültigen Messen und das Ausweichen auf andere Meßorte. Vielleicht würden insbesondere die leeren Kirchen an den Werktagen etwas Nachdenken bewirken. Der Autor hat aber völlig recht, daß viele Kirchgänger tätig werden wollen und sich über eine solche liturgie-fremde Teilnahme z.B. am wechselweisen Sprechen des Hochgebets freuen. Vielleicht müßte Papst Franziskus einmal über die 'Krankheit' der Selbstherrlichkeit und die mangelnde Demut der Priester predigen! Und die Bistumszeitungen müßten alle darüber berichten!


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 Ginsterbusch 3. Februar 2015 

Ich wünsche Ihnen noch allen einen schönen Sonntag

...Ihnen auch Herr Pfarrer PLUS Beifall und dann Abschluss-Segen.
Was soll ich denn da machen?
Die Gemeinde, mehrheitlich im Sinne -es wird Zeit für einen Umbruch incl. WvG, ist völlig begeistert. Soll ich den Herrn Pfarrer beim Bischof anschwärten? Das mache ich nicht. Der Herr Pfarrer, sowieso liberal, hat schließlich die Mehrheit der Gemeinde hinter sich. Und ich denke oft, es kommt nicht nur auf das Weizenkorn an, welches in die Erde fällt und reiche Frucht bringt, sondern auch auf den Sämann der den Boden gut vorbereitet, wässert und pflegt. Die Mehrheit "ver"wässert derzeit leider. Es gibt aber auch die richtig guten Priester. Die, die Wahrheit predigen. Da kann ich manchmal tatsächlich drüber weinen. Aus Ergriffenheit und aus Freude über ihren Mut. Gott möge die mutigen und ehrlichen Priester für immer segnen. Wo sie auch sein mögen. Mein Gebet soll immer in ihre Richtung gehen. Rom wird nicht helfen. Soviel hab ich in den letzten Monaten jedenfalls gelernt.


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 Franz Solan 3. Februar 2015 
 

Immer die Folgen bedenken

Angenommen, ich hätte ein Charisma für die Formulierung von liturgischen Texten (sie wären also immer dem Glauben entsprehend), so muß ich doch im Auge behalten, daß mich die größten Dummköpfe sofort nachzuahmen versuchen.


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 M.Schn-Fl 3. Februar 2015 
 

Handlungsoptionen für Laien

Eine davon ist: Lektor zu werden.
Zwei Beispiele:
Kürzlich sollte ich die Fürbitten aus einem sehr merkwürdigen Fürbittbuch vorbeten. Eine lautete. "Steh uns bei gegen die Dogmen der Kirchen".
Ich habe sie ins Gegenteil umformuliert.
Der Priester hat es gar nicht bemerkt.
Grundsätzlich füge ich eine Bitte, gemäß der Bitte des Papstes, für die verfolgten Christen und für den Frieden ein.
Ein Kaplan, der neu war ließ immer dem Embolismus nach dem Vaterunser aus. Als ich mal wieder Lektor war, habe ich nach der Messe in der Sakristei ein sehr freundliches Gespräch mit ihm geführt um ihm vor Augen zu halten wie wichtig es doch gerdezu in unserer Zeit sei, für Bewahrung vor dem Bösen und für Frieden in unseren Tagen sei und habe versucht ihm die ganze Schönheit des Embolismus vor Augen zu führen.
Der junge Priester hat nie mehr den Embolismus weggelassen.
Es lohnt sich also, auch ein so kleines aber wichtiges Amt wie das des Lektors zu übernehmen.


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 Konrad Georg 3. Februar 2015 
 

An Neujahr ist mir ganz neu die

participatio actuosa aufgegangen.

Ich mußte aus famliären Gründen außerhalb eine Hl. Messe besuchen. Das mache ich nicht ungern, weil ich dann auch einmal in Kirchen komme, die ich nur von außen kenne.

Der Zelebrant machte es sehr flott und sehr eigenwillig mit handgestrickten Texten. So erzeugt ein Priester die so sehr gewünschte participatio actuosa bei mir kritischem, konservativen Katholiken in Form von
gespannter Aufmerksamkeit bzw. Neugier nach: Was kommt noch alles?

Das dürfte aber sicher nicht gemeint sein.


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 ThomasR 3. Februar 2015 
 

Fotografieren bzw. ein Film aufznehmen

und an die entsprechende Kongregation in Rom oder an Nuntius in Berlin per Einschreiben schicken (Liturgie u.Sakramente und/oder der Bischöfe) auch um Neutralität und die fachliche Kompetenz bei der Auswertung der Taten zu sichern
Rekurs direkt nach Rom ist wenigstens deswegen zulässig , da entsprechende Anlaufstellen und Zuständigkeiten in den Ordinariaten , wie z.B. in München fehlen (Es gibt öfter Missbrauchbeauftragten es handelt sich dabei nur um die Fragen der sexuellen Delikte nicht der Liturgie
Nach der Auswertung in Rom werden die Fälle an die jeweiligen Bistümern mit der Bitte um Klärung zurückgeschickt.
Wendet sich jemand direkt an sein Heimatbistum (und nicht über Rom), dann gibt es eine überdurchschnittliche Wahrscheinlichkeit, dass die Taten (ohne jegliche Auswertung) unter den Teppich gekehrt werden


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 horologius 3. Februar 2015 
 

Das Kreuz mit der Liturgie

Besten Dank, @Muddel, daß Sie die Instruktion "Redemptionis Sacramentum" im Wortlaut zitieren. Dieses Dokument sei jedem ans Herz gelegt.
Die Hl. Messe ist heute nichts Besonderes mehr, sie ist zum "GoDi" verkommen. Die "renovierten" Kirchen haben den Charme eines leeren Krankensaals, bestenfalls gepaart mit 70er-Wohnzimmercharakter. Fehlt nur der Sesselkreis um den Tisch, ähm, Altar. Dazu hört man seichte, musikalisch anspruchsfreie, Popsongs, mit denen man auch im Supermarkt berieselt wird.
Und damit geht es schon los: eine würdig und heilig in einem würdevollen Raum zelebrierte Messe mit wahrhaft liturgischer Musik schließt ein selbstverfaßtes Blabla von vornherein schon aus. Vielleicht könnte man von unseren orthodoxen Geschwistern lernen.....? Die ostkirchlichen Liturgien sind an Schönheit wohl kaum zu überbieten. Laßt zum Beispiel einmal diesen Gesang auf euch wirken:

https://www.youtube.com/watch?v=41iCNb5D81g


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 HermannMerting 3. Februar 2015 

Geht schon

Also ich mache das nicht ständig und überall, aber ich gehe nach eienr Messe auch mal freundlich auf den Zelbranten zu und weise auf etwas hin, wenn es mich schmertz. "Schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche" ist auch eine beliebte Stelle zur Verballhornung..neulich sollte Gott sogar auf meinen eigentlichen guten Willen schauen. DAs das nah an der Selbsterlösung ist, hat der Pfarrer begriffen und hat sich bedankt. Er verwendet wieder die gültige Formel und wir hatten ein nettes Gespräch darüber.


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 girsberg74 3. Februar 2015 
 

„Aber auch die dezidierte Bitte, den Kanon doch anders zu beten, Tagesgebete aus kfd-Werkstatt zu verwenden und anderem, kommen diese Priester dann nur zu gerne mal nach. Man will ja schließlich die Laien einbinden.“

Meine Hervorhebung:„Man will ja schließlich die Laien einbinden.“

Zur Hervorhebung: Bei solchen Priestern – und das ist vielleicht manchem von diesen gar nicht so klar – geht es letztlich um ein Gefallen-Wollen: „Schau her!“

Vielleicht ergibt das einen Ansatz.


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 Immaculata Conception 3. Februar 2015 

Wir haben diese Probleme in unserer Pfarrgemeinde an der Tagesordnung

...habe mich dazu geäußert, wurde als "engstirnig und konservativ" bezeichnet.

Zum Glück befinde ich mich in der glücklichen Lage, auch in einer anderern Pfarrgemeinde in der Nähe zu Hl. Messe gehen zu können - und siehe da, wen treffe ich dort - massenhaft Gemeindemitglieder, die ebenfalls meiner/unserer Pfarrgemeinde den Rücken zugekehrt haben.

Das sind also die "Früchte" der lit. Mißbräuche...


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 backinchurch 3. Februar 2015 
 

Hochgebete

Als Laie konnte ich im "alten" Gotteslob noch die Hochgebete I - IV mitlesen. Im "neuen" GL hab ich nur das II. Hochgebet gefunden. Ich habe somit kein Ahnung, was liturgiebuchkonform als Hochgebet so alles in Ordnung ist.
Wenn ich aber - aus dem Bauch heraus - (was erfreulicherweise selten ist) das Gefühl habe, hier wird abgewichen (z.B. Laien sprechen Teile des Hochgebetes oder Teile des Textes sind mir total unvertraut), verzichte ich auf den Kommunionempfang.
Ich mache öfter "Kirchenhopping" und bin sehr angetan, im "heidnischen" Berlin nahezu ausschließlich auf liturgietreue Priester treffen zu können.
Sog. Familienmessen mit "Singen und Springen" meide ich. "Singen und Springen" lehne ich nicht ab, aber dafür - die Einbindung der Laien in Andachts- oder Lobpreistreffen der Gemeinde - gibt es andere Formate, als DIE hl. Messe.


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 Antigone 3. Februar 2015 
 

Es kommt sehr drauf an,

ob es ein naives Versehen ist, dann kann und sollte man freundlich darüber sprechen, oder ob der Missbrauch voll wissentliche Absicht ist. Für mich wird es dann schwierig.


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 Thomas-Karl 3. Februar 2015 

Nicht gleich über den Priester herfallen

Man sollte mit dem betreffenden Priester das Gespräch suchen - aber nicht unmittelbar nach der Feier über ihn herfallen. Ich selbst habe mir das schon früh vorgenommen und bisher durchgehalten. Man sollte auch unterscheiden, da es verschieden schwere Fauxpas gibt. Dass jemand die Orations-Schlussformel verändert, ist etwas anderes, als wenn in der Wortliturgie Janosch statt Jona vorgelesen wird oder an Stelle des Hochgebetes ein theologischer Mini-Traktat steht, in den man irgendwo die Einsetzungsworte eingebaut hat. Interessanter Weise regt sich fast niemand auf, wenn der Antwortpsalm (der doch eine Bibellesung ist) durch die dritte Strophe des Eröffnungsliedes ersetzt wird.


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 Stefan Fleischer 3. Februar 2015 

Nicht zu vergessen

Auch die Priester stehen unter einem unheimlichen Druck der "engagierten" Christen in der Gemeinde (und bei uns in der Schweiz auch des Kirchgemeinderates, der notfalls die rote Karte der finanziellen Folgen zückt). Austrittsdrohungen sind bei Priestern, die sich an die Ordnung halten, besonders bei Taufen, Firmungen und Hochzeiten etc. schon bald einmal an der Tagesordnung.
Doch das Problem liegt viel tiefer. Die meisten Christen von heute nehmen Gott nicht mehr ernst. Er wird auf seine Liebe reduziert. Und das ist ein Problem der Verkündigung auf allen Stufen. Doch: "Ich bin der Herr, dein Gott!" sagt Gott, und nicht: "Ihr Diener, Herr Baron!"


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 Muddel 3. Februar 2015 

Wirklich nichts tun?

183. Alle haben entsprechend den Möglichkeiten in ganz besonderer Weise dafür zu sorgen, daß das heiligste Sakrament der Eucharistie vor jeder Art von Ehrfurchtslosigkeit und Mißachtung bewahrt wird und alle Mißbräuche vollständig korrigiert werden. Dies ist für alle und für jeden einzelnen eine sehr wichtige Aufgabe, und alle sind ungeachtet der Person zur Verwirklichung dieser Aufgabe gehalten.

184. Jeder Katholik, ob Priester, Diakon oder christgläubiger Laie, hat das Recht, über einen liturgischen Mißbrauch beim Diözesanbischof oder beim zuständigen Ordinarius, der ihm rechtlich gleichgestellt ist, oder beim Apostolischen Stuhl aufgrund des Primats des Papstes Klage einzureichen.[290] Es ist aber angemessen, daß die Beschwerde oder Klage nach Möglichkeit zuerst dem Diözesanbischof vorgelegt wird. Dies soll immer im Geist der Wahrheit und der Liebe geschehen.


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