19 Januar 2015, 20:07
Papst: Katholiken müssen sich nicht 'wie Kaninchen' vermehren
 
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Franziskus nimmt seinen Vorgänger Paul VI. (1963-1978) in Schutz, der das Verbot künstlicher Verhütungsmittel ausgesprochen hatte. Dieser Papst sei nicht «antiquiert», sondern habe einen «weltweiten Neo-Malthusianismus» vorausgesehen

Vatikanstadt (kath.net/KNA) Katholiken müssen sich nach den Worten von Papst Franziskus nicht «wie Kaninchen» vermehren. In manchen Fällen sei es unverantwortlich, weitere Kinder zu bekommen, sagte der Papst am Montag auf dem Flug von Manila nach Rom vor mitreisenden Journalisten. Nötig sei vielmehr eine «verantwortete Elternschaft».

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«Manche glauben, um gute Katholiken zu sein, müssen man, entschuldigt das Wort, sein wie Kaninchen. Nein!», sagte der Papst wörtlich. Es gehe vielmehr um «verantwortete Elternschaft». Zugleich betonte er, «Offenheit für das Leben» sei eine Bedingung für eine christliche Ehe.

Als Beispiel berichtete der Papst von einer Frau, die sieben Kinder durch Kaiserschnitt geboren hatte und ein achtes erwartete. «Wollen Sie sieben Waisen zurücklassen? Das heißt Gott herausfordern», habe er der Schwangeren gesagt. Die Kirche biete Ehepaaren Hilfe unter anderem durch Elternberatung. Zugleich seien Kinder für viele Arme «ein Schatz». Bei aller Vernunft dürfe die Aufopferungsbereitschaft vieler Mütter und Väter nicht vergessen werden.

Ausdrücklich nahm Franziskus seinen Vorgänger Paul VI. (1963-1978) in Schutz, der das Verbot künstlicher Verhütungsmittel ausgesprochen hatte. Dieser Papst sei nicht «antiquiert», sondern habe einen «weltweiten Neo-Malthusianismus» vorausgesehen. Franziskus bezog sich damit auf die These von Thomas Robert Malthus (1766-1834) von einer drohenden Überbevölkerung. Paul VI. sei «ein Prophet» gewesen.

Franziskus wies damit den Vorwurf zurück, die katholische Kirche fördere durch ihre Ablehnung künstlicher Verhütungsmethoden die Armut in armen Ländern.





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