Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Zwei muslimische Helden widerstanden den islamistischen Terroristen

12. Jänner 2015 in Chronik, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Einer der beiden Muslime hat im Terroranschlag sein Leben verloren, der andere konnte glücklicherweise überleben und 15 Geiseln retten, darunter ein dreijähriges Kind.


Paris (kath.net) Zwei muslimische Männer erwiesen sich im Umfeld des Pariser Terroranschlags als Helden. Einer der beiden Muslime hat bei dem Anschlag sein Leben verloren. Der andere überlebte glücklicherweise, er hat 15 Geiseln das Leben gerettet. Darüber berichteten französische Medien.

Lassana Bathily, ein 24-jähriger aus Mali stammender Muslim, arbeitete gerade in dem jüdischen Lebensmittelgeschäft, das Ziel des islamistischen Terroranschlages wurde. Als der islamistische Terrorist in das Gebäude eindrang und Panik aufkam, leitete Bathily geistesgegenwärtig 15 Kunden in einen begehbaren Tiefkühlraum, schaltete die Kühlung und das Licht aus, bat die Menschen um stilles Verhalten und schloss die Tür. Er selbst blieb draußen und konnte mit einem Lastenaufzug fliehen. Er gab der Polizei wertvolle Hinweise. Sobald die Polizei den Supermarkt stürmte und der Terrorist von den Sicherheitskräften erschossen worden war, öffnete Bathily die Tür, die 15 Geiseln blieben körperlich unversehrt. Vier weitere Geiseln, die direkt in die Hände des Terroristen gefallen waren, hatte dieser kaltblütig umgebracht. Die fünf Stunden im Kühlraum hatte auch ein dreijähriger Junge mit aushalten müssen. Sein Vater gab ihm gleich zu Beginn seinen eigenen Mantel, um ihn zu schützen.


Ahmed Merabet dagegen musste mit seinem Leben dafür bezahlen, dass er die Terroristen nicht unterstützte. Der französische Muslim war algerischer Abstammung. Der 42-jährige Polizist fuhr auf dem Fahrrad Streife beim Redaktionsgebäude der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“, als ihm die beiden schwerbewaffneten islamistischen Terroristenbrüder Chérif und Saïd Kouachi begegneten. Sie hatten das Redaktionsgebäude verlassen, in dem sie zwölf Redakteure brutal ermordet und weitere lebensgefährlich verletzt hatten. Die beiden Brüder saßen bereits in ihrem Fluchtauto. Als sie den Polizisten sahen, schossen sie ihn erst in die Leiste. Dann stiegen sie extra nochmals aus dem Auto aus, einer der Terroristen rannte zu dem verletzt auf dem Boden liegenden Polizisten und brüllte ihm die Frage zu, ob er ihn töten wolle. Der Verletzte hob den Arm und antwortete beschwichtigend: „Nein. Ist doch gut, Chef.“ Doch der Terrorist schoss den Wehrlosen aus nächster Nähe in den Kopf.

Am Samstag gab Ahmed Merabats Familie eine Pressekonferenz. Der Bruder des Ermordeten sagte unter Tränen, Merabat „war sehr stolz darauf gewesen, Polizist zu sein und die Werte der Republik zu verteidigen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Sein Bruder sei „in einem barbarischen Akt“ „von Menschen ermordet worden, die vorgeben, Muslime zu sein“. Ahmed Merabat wurde von seinen Kollegen als „ruhig und gewissenhaft“ beschrieben. Der praktizierende Muslim starb in der Verteidigung des Rechts, seinen Glauben ins Lächerliche zu ziehen, wie „Daily Mail“ schrieb.

Ahmeds Lebensgefährtin Morgane kritisierte außerdem die unverblümte Berichterstattung der Medien über den Terrorakt. Sie erzählte, dass sie selbst nichtsahnend in einem Restaurant gesessen sei. Dort sei das Fernsehen gelaufen und sie habe zufällig Bilder eines Polizisten gesehen, der auf dem Bürgersteig liegend von einem Terroristen bedroht wurde. Sie habe ihren Lebensgefährten nicht erkannt, doch sie sei in Sorge geraten und habe versucht, Merabat über Handy zu erreichen. „Ich ging zurück zur Arbeit, dann rief mich seine Schwester an.“ Erst später war ihr klargeworden, dass sie die letzten Momente des Lebens ihres Partners gesehen hatte.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  2. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  3. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  4. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  5. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  6. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  7. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  8. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  9. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  10. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz