SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
- „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
- Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
- "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
- Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
- Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
- BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
- Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
- Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
- Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
- Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
- Fast der gleiche Glaube?
- Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
- 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
- Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
| 
Zwei muslimische Helden widerstanden den islamistischen Terroristen12. Jänner 2015 in Chronik, 15 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Einer der beiden Muslime hat im Terroranschlag sein Leben verloren, der andere konnte glücklicherweise überleben und 15 Geiseln retten, darunter ein dreijähriges Kind.
Paris (kath.net) Zwei muslimische Männer erwiesen sich im Umfeld des Pariser Terroranschlags als Helden. Einer der beiden Muslime hat bei dem Anschlag sein Leben verloren. Der andere überlebte glücklicherweise, er hat 15 Geiseln das Leben gerettet. Darüber berichteten französische Medien. Lassana Bathily, ein 24-jähriger aus Mali stammender Muslim, arbeitete gerade in dem jüdischen Lebensmittelgeschäft, das Ziel des islamistischen Terroranschlages wurde. Als der islamistische Terrorist in das Gebäude eindrang und Panik aufkam, leitete Bathily geistesgegenwärtig 15 Kunden in einen begehbaren Tiefkühlraum, schaltete die Kühlung und das Licht aus, bat die Menschen um stilles Verhalten und schloss die Tür. Er selbst blieb draußen und konnte mit einem Lastenaufzug fliehen. Er gab der Polizei wertvolle Hinweise. Sobald die Polizei den Supermarkt stürmte und der Terrorist von den Sicherheitskräften erschossen worden war, öffnete Bathily die Tür, die 15 Geiseln blieben körperlich unversehrt. Vier weitere Geiseln, die direkt in die Hände des Terroristen gefallen waren, hatte dieser kaltblütig umgebracht. Die fünf Stunden im Kühlraum hatte auch ein dreijähriger Junge mit aushalten müssen. Sein Vater gab ihm gleich zu Beginn seinen eigenen Mantel, um ihn zu schützen. 
Ahmed Merabet dagegen musste mit seinem Leben dafür bezahlen, dass er die Terroristen nicht unterstützte. Der französische Muslim war algerischer Abstammung. Der 42-jährige Polizist fuhr auf dem Fahrrad Streife beim Redaktionsgebäude der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, als ihm die beiden schwerbewaffneten islamistischen Terroristenbrüder Chérif und Saïd Kouachi begegneten. Sie hatten das Redaktionsgebäude verlassen, in dem sie zwölf Redakteure brutal ermordet und weitere lebensgefährlich verletzt hatten. Die beiden Brüder saßen bereits in ihrem Fluchtauto. Als sie den Polizisten sahen, schossen sie ihn erst in die Leiste. Dann stiegen sie extra nochmals aus dem Auto aus, einer der Terroristen rannte zu dem verletzt auf dem Boden liegenden Polizisten und brüllte ihm die Frage zu, ob er ihn töten wolle. Der Verletzte hob den Arm und antwortete beschwichtigend: Nein. Ist doch gut, Chef. Doch der Terrorist schoss den Wehrlosen aus nächster Nähe in den Kopf. Am Samstag gab Ahmed Merabats Familie eine Pressekonferenz. Der Bruder des Ermordeten sagte unter Tränen, Merabat war sehr stolz darauf gewesen, Polizist zu sein und die Werte der Republik zu verteidigen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Sein Bruder sei in einem barbarischen Akt von Menschen ermordet worden, die vorgeben, Muslime zu sein. Ahmed Merabat wurde von seinen Kollegen als ruhig und gewissenhaft beschrieben. Der praktizierende Muslim starb in der Verteidigung des Rechts, seinen Glauben ins Lächerliche zu ziehen, wie Daily Mail schrieb. Ahmeds Lebensgefährtin Morgane kritisierte außerdem die unverblümte Berichterstattung der Medien über den Terrorakt. Sie erzählte, dass sie selbst nichtsahnend in einem Restaurant gesessen sei. Dort sei das Fernsehen gelaufen und sie habe zufällig Bilder eines Polizisten gesehen, der auf dem Bürgersteig liegend von einem Terroristen bedroht wurde. Sie habe ihren Lebensgefährten nicht erkannt, doch sie sei in Sorge geraten und habe versucht, Merabat über Handy zu erreichen. Ich ging zurück zur Arbeit, dann rief mich seine Schwester an. Erst später war ihr klargeworden, dass sie die letzten Momente des Lebens ihres Partners gesehen hatte.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | priska 12. Jänner 2015 | | | |
Meine Hochachtung an diese zwei mutigen Männer! Schade das die Medien das verschweigen! |  2
| | | | | 12. Jänner 2015 | | | | @Unverstellt Diese ausdrückliche Berichterstattung ist deshalb wichtig, weil in Europa und speziell in Deutschland gerade eine beängstigende Islamophobie erstarkt. |  1
| | | | | 12. Jänner 2015 | | | | @Adson_von_Melk Ich schloss beide ausdrücklich in meine gestrigen Fürbitten ein. |  4
| | | | | girsberg74 11. Jänner 2015 | | | |
@Unverstellt
Natürlich sind „beides Zufälle“, das sagt mir auch mein naturwissenschaftlich-mathematischer Hintergrund und ein toter Polizist ist aus Ministeriumssicht so gut wie der andere; auch bin ich weit davon entfernt, die Religionszugehörigkeit des einen oder anderen Polizisten politisch zu instrumentalisieren.
Doch wenn ich in die Nähe eines solchen Menschen komme und sehe / lese, dass es wie hier gerade diesen einen Muslim getroffen hat, – die anderen sind deswegen ja nicht vergessen und genauso tot –, so möchte ich doch gerne die doppelte persönliche Tragik wahrnehmen, damit ich nicht etwa einer Ministeriumssicht folge und aus Polizisten beliebige Wesen mache – etwas schärfer: „Ware“. |  2
| | | | | 11. Jänner 2015 | | | | Solche "Zufälle" sind Anfragen Ahmed hätte zehn Sekunden später um die Ecke biegen können, Lassana mit einer Grippe im Bett liegen. Insofern Zufall.
Aber dass Ahmed der französischen Öffentlichkeit als Polizist diente und Lassana in einem jüdischen Geschäft arbeitete - was beides in den Augen der Verbrecher bereits todeswürdig ist - das waren Leistungen der Integration, die sich die beiden und die französische Gesellschaft erarbeitet hatten.
Und dass diese beiden Männer in den Sekunden der Bewährung nicht Reißaus genommen haben, sondern unter Lebensgefahr bei ihrer Entscheidung für ein "Abendland" geblieben sind, das nicht nur freundlich zu ihnen war: das ist ein Heldenmut, den ich bitte nicht klein geredet sehen möchte.
Im Moment bewährt sich der Mensch. Die beiden haben eine Humanität bewiesen, an der ein anderer eben scheitert.
Sogar wenn er beliebig viel Zeit hat für sein Posting. |  7
| | | | | Unverstellt 11. Jänner 2015 | | | | Beides Zufälle Der Polizist, der zu Tode kam, war an diesem Tag zum Dienst eingeteilt. Er starb nicht, weil er Muslim war, sondern weil er "Charlie Hebdo" bewachte. Was ist mit dem anderen Polzisten? Uninteressant, weil er kein Muslim war. Der vorbildliche junge Mann, der den Menschen aus dem Supermarkt heraushalf, hat das nicht getan, weil er Muslim ist, sondern weil sich glücklicherweise die Gelegenheit dazu bot. Er hat instinktiv menschlich und normal gehandelt. Es derart zu betonen, ist politisches Kalkül. Für die Muslime mag dies Kismet (Schicksal)sein. Das Muslimischsein der beiden Männer ist in diesem Zusammenhang vollkommen bedeutungslos. Der eine starb, weil er seinen Dienst machte, der andere überlebte, weil er die Gunst der Stunden richtig nutzte. |  1
| | | | | 11. Jänner 2015 | | | | Terroristen mögen keine Zuwanderer wie Lassana Bathily oder Ahmed Merabet die in ihrer neuen Heimat friedlich und gut leben; im Fall eines Polizisten sogar als Amtsperson. Das widerspricht der perversen Logik des Hasses, in der sich der Terror verliert. Er will die Feindschaft.
Wichtig zuerst, dass es Menschen gibt, die sich dieser Logik verweigern. Ahmed Merabet gab sein Leben bei dem Versuch, Menschen zu retten, die auch ihn beleidigt hatten. Liebet eure Feinde, hat einmal jemand gesagt. Tut Gutes denen die Euch hassen, segnet die, die euch verfluchen ...
Und dann muss das natürlich berichtet werden. Ich freue mich, denn von Mons. Bathily hatte ich selbst noch nicht gehört.
Zum Glück, Dr. Illera, findet man diese Dinge bereits jetzt auf den üblichen Leitmedien. Geben Sie die Namen der beiden mutigen Männer auf Google ein - kann nicht schaden, wenn wir sie in der Suchstatistik nach oben pushen :-)
Ich höre, die Ehrenbürgerschaft von Paris wird an Charlie verliehen? Pah ...
Die richtigen dafür wären Lassana und Ahmed! |  6
| | | | | huegel76 11. Jänner 2015 | |  | Jaja, die Medien... Da werden sie wochenlang nicht müde, ist Islam(ismus)-Kritiker zu beleidigen. Dann gibt es wieder einen islamistischen Terror-Anschlag, die Abneigung gegen Islamisten weitet sich vielerorts auf alle Moslems aus, und wenn es JETZT darum geht zu differenzieren und die Lage zum Beispiel mithilfe solcher Berichte zu beruhigen schweigen die Medien. |  6
| | | | | Gandalf 11. Jänner 2015 | |  | Bravo! |  4
| | | | | hortensius 11. Jänner 2015 | | | | Demo gegen Berichterstattung Zu Nummer 10. Die von Ihnen gewünschte Demo gegen diese würdelose Berichterstattung gibt es schon. Das ist Begida. Meines Erachtens wendet sich Begida auch gegen die political correctnes, die einem Normalbürger keine Chance lässt. |  2
| | | | | Christa Dr.ILLERA 11. Jänner 2015 | | | | @alle Schließe mich hier allen postings an!
Kann man diesen Bericht nicht auch an die Medien weitergeben? Ich habe kurzes darüber online erfahren, aber mehr unter "ferner liefen". |  3
| | | | | bücherwurm 11. Jänner 2015 | |  | @M.Schn-Fl: Danke! |  3
| | | | | M.Schn-Fl 11. Jänner 2015 | | | | Ich schließe mich @Bücherwurm voll an. |  13
| | | | | Nummer 10 11. Jänner 2015 | |  | Die Presse berichtet zunehmend voyeuristisch! Ja, hoffentlich gibts auch mal ne Demo gegen die würdelose Berichterstattung, ich will nicht sehen, wie ein Mensch ermordet wird!!! Auch in Filmen wird zunehmend Voyeurismus und Würdelosigkeit betrieben! |  13
| | | | | bücherwurm 11. Jänner 2015 | |  | Ich möchte meine Hochachtung vor diesen beiden Helden ausdrücken! |  27
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuIslam- Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
- Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
- Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
- 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
- Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
- Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
- Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
- Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
- Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
- Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
| 






Top-15meist-gelesen- ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
- Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
- Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
- "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
- Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
- Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
- Fast der gleiche Glaube?
- Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
- Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
- Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
- Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
- Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
- Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
- Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
- Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
|