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Jahreswechsel: Bischöfe ziehen nüchterne Bilanz

1. Jänner 2015 in Österreich, 1 Lesermeinung
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Zunehmende Christenverfolgung, Auswirkungen des geplanten Fortpflanzungsmedizingesetzes, gewisse Glaubensmüdigkeit- und Trägheit in Mittelwest-Europa aber auch schwindende Stabilität in vielen Ländern Europas haben 2014 geprägt.


Wien (kath.net/ KAP)
Eine eher nüchterne Bilanz zum scheidenden Jahr haben Österreichs Bischöfe in ihren Silvesterpredigten gezogen. Die zunehmende Christenverfolgung, die Auswirkungen des geplanten Fortpflanzungsmedizingesetzes, eine gewisse Glaubensmüdigkeit- und Trägheit in Mittelwest-Europa aber auch die schwindende Stabilität in vielen Ländern Europas hätten das Jahr 2014 geprägt. Anstatt in Resignation zu versinken, forderten die Bischof aber zur Zuversicht auf; denn "Zuversicht an der Schwelle zu einem neuen Kalenderjahr ist Bereitschaft zu einer tätigen Hoffnung", so Österreichs dienstältester Bischof, der Steirische Diözesanbischof Egon Kapellari, in seiner Silvesterpredigt im Grazer Dom.

Kapellari verwies auf die Situation vieler Menschen in Kriegsgebieten, wie Syrien, dem Irak, der Ost-Ukraine, dem Heiligen Land und Teilen Afrikas. Die Silvesternacht werde in diesen Regionen vor allem für Millionen bedrängter Christen zu einer "traurigen Nacht". Aber auch in vielen Ländern Europas sei die Stabilität im Schwinden begriffen, dazu gehörten, so der Bischof, auch Österreich und Deutschland. Grund zur Resignation gebe es aber dennoch nicht, sondern vielmehr einen "Impuls, die Chancen in diesem Wandel zu erkennen und durch viele Allianzen zu nützen". Allianzen von Menschen, "die bei Wahrung ihrer individuellen und ihrer Gruppenidentität über grundsätzlich zu achtende Grenzen und Interessen hinaus das Miteinander fördern".


Auf die "beunruhigend hohe Zahl der wegen ihres Glaubens verfolgten, vertriebenen und getöteten Christen weltweit", hat auch Kärntens Diözesanbischof Alois Schwarz in seiner Silvesterpredigt im Klagenfurter Dom hingewiesen und davor gewarnt, "die Augen vor dieser dramatischen Realität zu verschließen". Das auslaufende Jahr sei, so Schwarz, für die weltweit bis zu 100 Millionen verfolgten Christen "ein Schreckensjahr" gewesen. Besonders das "unmenschliche und barbarische Vorgehen" der Terrormiliz "Islamischer Staat" habe 2014 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Dies sei, so der Bischof, "erschütternd und alarmierend zugleich" und erfordere "Solidarität mit den verfolgten Christen sowie Barmherzigkeit und Offenheit im Umgang mit Flüchtlingen". In Kärnten gebe es in Flüchtlingsfragen eine Kooperation "in sehr enger Abstimmung" zwischen Kirche und Land.

Erneut nahm der Kärntner Bischof auch zur aktuellen Debatte rund um das geplante Fortpflanzungsmedizingesetz Stellung und betonte, dass "der Mensch nicht Ebenbild des Menschen werden darf, sondern Ebenbild Gottes ist und bleibt". Wir der Mensch nach seinem eigenen und nicht nach Gottes Bild geschaffen, ändere sich der Begriff der Menschenwürde, "und das Leben wird eng", so Schwarz.

Heftige Kritik am geplanten Fortpflanzungsmedizingesetz übte in seiner Silvesterpredigt auch der Niederösterreichische Diözesanbischof Klaus Küng. Seit der Einführung der Fristenregelung vor 40 Jahren "ergibt ein Dammbruch den nächsten". Der aktuellste Schritt sei das nur noch vom Parlament zu beschließende Fortpflanzungsmedizingesetz, "das die Gesellschaft weiter in Richtung einer vermeintlich liberalen, und immer freizügigeren Gesetzgebung ohne Blick auf das Kindeswohl treibt".

Die bisher streng verbotene, "eigentlich verpönte" Präimplantationsdiagnostik erlaube nun den umfangreichen Gencheck von künstlich befruchteten Eizellen im Labor. Beim geringsten Verdacht werden Embryonen im ersten Stadium ihres Lebens in großer Zahl "verworfen", kritisierte der Bischof. Bedenkenswert sei auch die Öffnung der künstlichen Befruchtung für Lesbischen Paare, sowie die Erlaubnis für alle Ehepaare und Partnerschaften Eizellspenden und Samenspenden von Dritten zu erhalten. Diese Entwicklungen machten die Kinderwunschmedizin immer mehr zu einer "Kinderwunschindustrie", wo nach Marktinteressen mit menschlichen Ressourcen gehandelt werde.

Küng wünsche sich im Gegensatz dazu ein Österreich, das sich "konsequent für den Lebensschutz einsetzt, der auch den Anfang und das Ende des natürlichen Lebens einschließt. Wir wollen keine Designerbabys, wir wollen keinen assistierten Suizid, sondern achtsamen Lebensschutz am Beginn des Lebens und eine menschenwürdige Betreuung der Kranken und Sterbenden". Das sei Fortschritt und mache Österreich zu einem Land der Zukunft. Mit Diskriminierung sexueller Orientierungen habe das nichts zu tun, so Küng. Klar sei aber: Familie, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau begründet sei, müsse gefördert werden.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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