Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Jahreswechsel: Bischöfe ziehen nüchterne Bilanz

1. Jänner 2015 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zunehmende Christenverfolgung, Auswirkungen des geplanten Fortpflanzungsmedizingesetzes, gewisse Glaubensmüdigkeit- und Trägheit in Mittelwest-Europa aber auch schwindende Stabilität in vielen Ländern Europas haben 2014 geprägt.


Wien (kath.net/ KAP)
Eine eher nüchterne Bilanz zum scheidenden Jahr haben Österreichs Bischöfe in ihren Silvesterpredigten gezogen. Die zunehmende Christenverfolgung, die Auswirkungen des geplanten Fortpflanzungsmedizingesetzes, eine gewisse Glaubensmüdigkeit- und Trägheit in Mittelwest-Europa aber auch die schwindende Stabilität in vielen Ländern Europas hätten das Jahr 2014 geprägt. Anstatt in Resignation zu versinken, forderten die Bischof aber zur Zuversicht auf; denn "Zuversicht an der Schwelle zu einem neuen Kalenderjahr ist Bereitschaft zu einer tätigen Hoffnung", so Österreichs dienstältester Bischof, der Steirische Diözesanbischof Egon Kapellari, in seiner Silvesterpredigt im Grazer Dom.

Kapellari verwies auf die Situation vieler Menschen in Kriegsgebieten, wie Syrien, dem Irak, der Ost-Ukraine, dem Heiligen Land und Teilen Afrikas. Die Silvesternacht werde in diesen Regionen vor allem für Millionen bedrängter Christen zu einer "traurigen Nacht". Aber auch in vielen Ländern Europas sei die Stabilität im Schwinden begriffen, dazu gehörten, so der Bischof, auch Österreich und Deutschland. Grund zur Resignation gebe es aber dennoch nicht, sondern vielmehr einen "Impuls, die Chancen in diesem Wandel zu erkennen und durch viele Allianzen zu nützen". Allianzen von Menschen, "die bei Wahrung ihrer individuellen und ihrer Gruppenidentität über grundsätzlich zu achtende Grenzen und Interessen hinaus das Miteinander fördern".


Auf die "beunruhigend hohe Zahl der wegen ihres Glaubens verfolgten, vertriebenen und getöteten Christen weltweit", hat auch Kärntens Diözesanbischof Alois Schwarz in seiner Silvesterpredigt im Klagenfurter Dom hingewiesen und davor gewarnt, "die Augen vor dieser dramatischen Realität zu verschließen". Das auslaufende Jahr sei, so Schwarz, für die weltweit bis zu 100 Millionen verfolgten Christen "ein Schreckensjahr" gewesen. Besonders das "unmenschliche und barbarische Vorgehen" der Terrormiliz "Islamischer Staat" habe 2014 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Dies sei, so der Bischof, "erschütternd und alarmierend zugleich" und erfordere "Solidarität mit den verfolgten Christen sowie Barmherzigkeit und Offenheit im Umgang mit Flüchtlingen". In Kärnten gebe es in Flüchtlingsfragen eine Kooperation "in sehr enger Abstimmung" zwischen Kirche und Land.

Erneut nahm der Kärntner Bischof auch zur aktuellen Debatte rund um das geplante Fortpflanzungsmedizingesetz Stellung und betonte, dass "der Mensch nicht Ebenbild des Menschen werden darf, sondern Ebenbild Gottes ist und bleibt". Wir der Mensch nach seinem eigenen und nicht nach Gottes Bild geschaffen, ändere sich der Begriff der Menschenwürde, "und das Leben wird eng", so Schwarz.

Heftige Kritik am geplanten Fortpflanzungsmedizingesetz übte in seiner Silvesterpredigt auch der Niederösterreichische Diözesanbischof Klaus Küng. Seit der Einführung der Fristenregelung vor 40 Jahren "ergibt ein Dammbruch den nächsten". Der aktuellste Schritt sei das nur noch vom Parlament zu beschließende Fortpflanzungsmedizingesetz, "das die Gesellschaft weiter in Richtung einer vermeintlich liberalen, und immer freizügigeren Gesetzgebung ohne Blick auf das Kindeswohl treibt".

Die bisher streng verbotene, "eigentlich verpönte" Präimplantationsdiagnostik erlaube nun den umfangreichen Gencheck von künstlich befruchteten Eizellen im Labor. Beim geringsten Verdacht werden Embryonen im ersten Stadium ihres Lebens in großer Zahl "verworfen", kritisierte der Bischof. Bedenkenswert sei auch die Öffnung der künstlichen Befruchtung für Lesbischen Paare, sowie die Erlaubnis für alle Ehepaare und Partnerschaften Eizellspenden und Samenspenden von Dritten zu erhalten. Diese Entwicklungen machten die Kinderwunschmedizin immer mehr zu einer "Kinderwunschindustrie", wo nach Marktinteressen mit menschlichen Ressourcen gehandelt werde.

Küng wünsche sich im Gegensatz dazu ein Österreich, das sich "konsequent für den Lebensschutz einsetzt, der auch den Anfang und das Ende des natürlichen Lebens einschließt. Wir wollen keine Designerbabys, wir wollen keinen assistierten Suizid, sondern achtsamen Lebensschutz am Beginn des Lebens und eine menschenwürdige Betreuung der Kranken und Sterbenden". Das sei Fortschritt und mache Österreich zu einem Land der Zukunft. Mit Diskriminierung sexueller Orientierungen habe das nichts zu tun, so Küng. Klar sei aber: Familie, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau begründet sei, müsse gefördert werden.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischöfe

  1. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße
  2. Mainz: Pater Joshy Pottackal O.Carm. wurde zum Weihbischof geweiht
  3. US-Bischof Malone betet mit seinen sieben Geschwistern wöchentlich Rosenkranz per Videokonferenz
  4. Indiens katholische Bischöfe fordern Aufhebung religionsfeindlicher Gesetze
  5. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. Papst: Ein Bischof ist „ein Diener und kein Herr; ein Hirte und nicht der Besitzer der Herde“
  8. Paderborn: Der neue Erzbischof Udo Markus Bentz hat seinen Platz eingenommen
  9. Kardinal Müller kritisiert ‚kindisches Verhalten’ von Bischöfen, welche die Alte Messe unterdrücken
  10. US-Bischofskonferenz: Kampf gegen die Abtreibung ist wichtigstes politisches Ziel







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz