Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Politiker schlagen vor: In Christmetten muslimisches Lied singen

22. Dezember 2014 in Deutschland, 46 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zeichen friedlichen Zusammenlebens, „wenn in der Kirche ein islamisches Lied gesungen würde und in der Moschee ein Weihnachtslied“ - UPDATE: Stellungnahme des DBK-Sprechers gegenüber kath.net - UPDATE 2: Grünenpolitiker kritisiert BILD


Berlin (kath.net) „Es wäre ein tolles Zeichen des friedlichen Zusammenlebens der Religionen, wenn in der Kirche ein islamisches Lied gesungen würde und in der Moschee ein Weihnachtslied“, sagte der Menschenrechtsexperte der Grünen, Omid Nouripour, wie die „Bild“ berichtete. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, schlug als seines Erachtens geeignetes Lied konkret vor „Tala‘a al-badru alayna“ („Heller Mondschein leuchtet“) des Sängers Yussuf Islam. Der Sänger ist besser bekannt unter dem Namen Cat Stevens, den er aber nach seiner Konversion zum Islam ablegte. Wenn Christen in ihren Gottesdiensten dieses Lied sängen, dann wäre dies „ein wunderbares Zeichen des Friedens und der Anteilnahme“, stellte Mazyek gegenüber der „Bild“ fest. Welches christliche Lied Mazyek für muslimische Gebetsversammlungen empfiehlt, berichtete die „Bild“ bisher nicht.

Auch der baden-württembergische SPD-Abgeordnete Thomas Funk fände es gut, wenn sich mittels eines Liedes „Verständnis, Achtung und Toleranz“ fördern ließe.


Katholische und evangelische Stellungnahmen waren bisher für die „Bild“ nicht erreichbar, so die Aussage der Zeitung, norddeutsche Gemeinden hätten offenbar gesagt, man müsse diesen Vorschlag erst sorgfältig prüfen und besprechen.

UPDATE:
Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, wies gegenüber kath.net darauf hin, dass die „Bild“ bisher keine Anfrage an die DBK gerichtet hat. Er erläuterte gegenüber kath.net wörtlich weiter: „Das kirchliche Liedgut kennt seit Jahrhunderten eine Vielzahl von Friedensliedern. Die singen wir an Weihnachten und schließen alle, die Frieden suchen, auch die Muslime, mit ein. 'Friede den Menschen auf Erden' umfasst alle Menschen guten Willens und erhebt keinen Anspruch auf Exklusivität.“

UPDATE 2:
Grünen-Politiker Omid Nouripour äußerte inzwischen auf seiner Facebookseite: „Am letzten Dienstag rief mich eine Journalistin der BILD-Zeitung an und fragte mich, ob ich bereit wäre die Forderung zu erheben, als Zeichen des friedlichen Zusammenlebens in Kirchen zu Weihnachtszeit ein islamisches Lied gesungen werden soll. Der Kontext sei die übliche „gute Nachrichten“-Ausgabe der BILD-Zeitung vor Weihnachten. Meine Antwort war, dass die Forderung nur dann Sinn mache, wenn dann auch Weihnachtslieder in der Moschee gesungen werden würden. Das ist alles. Diese Konditionalität wird im Kontext des BILD-Artikels nun verschwiegen“, zudem suggeriere die Bild-Überschrift „Versöhnungsvorschlag -Muslimische Lieder im Weihnachtsgottesdienst“ Falsches.

Nouripour stellt ausdrücklich fest: „Der Vorschlag, wie er da steht, ist von der BILD-Zeitung – einem Politiker muslimischen Glaubens in den Mund gelegt. Mein Vorschlag war der eines Austauschs. Es würde auch vielen deutschen Moscheen gut zu Gesicht stehen, wenn dort die Weihnachtszeit besinnlich begangen werden würde.“ Manche der Reaktionen auch auf seiner Facebookseite zeigten, wie richtig sein Vorschlag eigentlich sei. „Der gesellschaftliche Graben, der sich in unserem Land derzeit auftut, ist nicht der zwischen Christentum und Islam, sondern der zwischen demokratischen Kräften und der Feinde der Demokratie – ob Islamisten oder Pegida. Der Schulterschluss der Demokraten ist notwendig, nicht eine weitere Spaltung der Gesellschaft – wie ihm der Artikel der BILD-Zeitung Vorschub leistet.“

Auch der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Mazyek, äußerte sich modifizierend. Gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erläuterte er, dass er bei der Anfrage der „Bild“-Zeitung davon ausgegangen sei, eine konkrete Kirchengemeinde habe vor, ein Zeichen zu setzen. Daraufhin habe er geeignetes erscheinendes Lied vorgeschlagen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  3. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  4. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  5. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  6. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  7. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  8. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  9. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  10. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  6. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  7. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  8. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  9. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  10. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  11. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  12. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Nach Störung einer Messe in Osnabrücker Kirche: Drei Personen stellen sich der Polizei
  15. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz