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Islamisten töteten im November über 5.000 Menschen

16. Dezember 2014 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Eine Bilanz des Schreckens: 426 Opfer wurden hingerichtet


London/New York (kath.net/idea) 5.042 Menschen sind im November bei 664 Anschlägen oder Angriffen islamischer Extremisten in 14 Ländern getötet worden. Das fand das Internationale Zentrum für Radikalisierungsstudien (ICSR) in London heraus. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) war demnach für 306 Angriffe mit 2.206 Toten verantwortlich. Am stärksten betroffen war der Irak, wo IS 233 Anschläge mit 1.770 Toten durchführte. Auf Platz zwei landete Nigeria (Westafrika). Dort verübte die Bewegung Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) 27 Anschläge mit 786 Todesopfern. 782 Menschenleben forderten 152 Anschläge der Taliban in Afghanistan. Insgesamt waren 14 Länder von islamistischer Gewalt betroffen. „Die dschihadistische Bewegung ist stärker denn je“, sagte ICSR-Direktor Peter Neumann bei der Vorstellung der Studie in London. Sein Institut hat – in Zusammenarbeit mit dem Rundfunksender BBC World Service – Medienmeldungen mit den Daten von Nichtregierungsorganisationen und anderen Quellen abgeglichen. Das Institut fand auch heraus, dass im November 426 Menschen von Extremisten hingerichtet wurden. 50 wurden geköpft. Die meisten Enthauptungen (34) fanden in Syrien statt. Es gab 38 Selbstmordattentate, die 650 Menschen das Leben kosteten. Opfer waren vor allem Muslime.


Jahresvergleich: Boko Haram genau so gewalttätig wie IS

Erstmals hat der US-amerikanische Rat für Außenbeziehungen (CFR/New York) einen Jahresvergleich zwischen dem Terror von Boko Haram und IS erstellt. Danach wurden seit November 2013 10.340 Menschen von Boko Haram getötet. Im gleichen Zeitraum fielen 10.733 Personen dem IS-Terror zum Opfer. Nach Angaben von CFR-Vorstandsmitglied John Campbell (New York), einem früheren US-Botschafter in Nigeria, sind viele Christen unter den Opfern. Zahlen nannte er nicht. Für Schlagzeilen sorgte Boko Haram durch die Entführung von 276 christlichen Schülerinnen im April. 57 konnten entkommen; von den übrigen fehlt jede Spur. Die Terrororganisation hat angekündigt, die Mädchen als Sklavinnen an Muslime zu verkaufen.


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