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'Ich will keinen Polit-Papst'

15. Dezember 2014 in Interview, 113 Lesermeinungen
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Autor Martin Mosebach über Franziskus und den neuen Stil der Kirche - Von Christoph Schmidt (KNA)


Rom (kath.net/KNA) Der Schriftsteller Martin Mosebach zählt zu den bekanntesten konservativen katholischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Die Wiederzulassung des alten Messritus durch Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007 begrüßte er mit Nachdruck. Was er über den neuen Stil unter Papst Franziskus denkt, verrät der derzeit als Stipendiat in Rom lebende Autor im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

KNA: Herr Mosebach, Papst Franziskus scheint Veränderungen in der Struktur und in der seelsorglichen Praxis anzustreben. Was denkt ein konservativer Katholik bei so viel Aufbruchsrhetorik?

Mosebach: Bisher kann niemand sagen, was Franziskus eigentlich genau will. Die veröffentlichte Meinung versucht ihm Absichten unterzuschieben, die dem Zeitgeist entgegenkommen. Möglich, dass er größere Reformen durchsetzen will. Vielleicht verkennt man ihn aber auch, und es geht ihm gar nicht so sehr um Veränderung. Die Menschen jubeln ihm zu, aber ich weiß nicht, ob sie wissen, wem sie da zujubeln. So zugewandt und herzlich Franziskus auftritt, so verschlossen ist er auch. Er lässt sich nicht in die Karten gucken.

KNA: Diese Erwartungshaltung hat Franziskus selbst befeuert.

Mosebach: Und das sogar bei Leuten, die gar nichts mit der katholischen Kirche zu tun haben. Sie bewerten ihn wie einen neuen Präsidenten, der ein neues Programm vorlegt. So agiert ein Papst traditionellerweise nicht. Sein Amt besteht in Kontinuität, nicht in Veränderung. Er hat nicht die Aufgabe, die Kirche neu zu erfinden. Franziskus hat aber von der ersten Sekunde an eine Zeichensprache gewählt, die eine mediale Öffentlichkeit bedienen und vermitteln sollte: Ich mache alles anders. Das war nicht sehr loyal gegenüber seinem Vorgänger. Angefangen von seinem «Buonasera» statt des Priestergrußes «Gelobt sei Jesus Christus» über die Ablehnung päpstlicher Kleidung bis zum Einzug ins vatikanische Gästehaus. Solchen Äußerlichkeiten wuchs für mein Gefühl eine unangemessene Bedeutung zu.

KNA: Ihnen fehlt die Sympathie für päpstliche Bescheidenheit?

Mosebach: Letztlich ist das für mich keine Bescheidenheit, sondern das Herabdimmen auf einen Lebensstil, der sich mit dem der weltlichen Macht von heute deckt. Milliardäre tragen heute T-Shirt und sitzen auf bequemen Sofas statt auf harten Barockmöbeln. Die alte Pracht der Kirche war eine Kunst für die Armen. Schwere Brokatmäntel, die die Herrlichkeit des wiederkommenden Christus darstellen, sind sehr unbequem. Der «Bergoglio-Style» darf nicht mit Askese verwechselt werden. Und selbst wenn Franziskus Asket wäre, möchte ich davon auf keinen Fall in den Massenmedien erfahren. Askese hat ihren Wert vor allem im Verborgenen.


KNA: Viele konservative Katholiken befürchten unter Franziskus einen Angriff auf kirchliche Lehrinhalte. Die Vorstöße der Familiensynode im Oktober für einen neuen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen gingen ja recht weit.

Mosebach: Falls die intensive Lenkung der Synode auf Franziskus zurückging, hat er jedenfalls auch Gegenwind bekommen. Es ist nicht geglückt, die vorbereiteten Papiere durchzudrücken. Mich störte dabei schon das Tempo. Die Kirche war immer langsam, aber das war gut. Unendliche Diskussionen spiegelten die geistigen Entwicklungen, bis irgendwann eine päpstliche Entscheidung fiel. Am Ende setzte sich immer das Erprobte durch. Das meint ja das Bild der pilgernden Kirche durch die Geschichte. Dieser Weg soll möglichst ohne Verluste an der Substanz erfolgen. Aber wie gesagt: Bisher ist völlig unklar, was Franziskus wirklich denkt - nur, dass er viel Wert auf eine barmherzige Kirche an der Seite der Armen legt, was für die Kirche von jeher eine Selbstverständlichkeit war.

KNA: Erhoffen Sie sich denn etwas von Franziskus?

Mosebach: Ich erhoffe mir von jedem Papst, dass er die Katholiken im Glauben stärkt und die Kirche durch ihn an spiritueller Kraft gewinnt, damit sie ihren Glauben gegen den Zeitgeist behaupten kann. Aber das braucht Zeit. Jubelszenen am Papamobil sind dafür kein Maßstab. Erst in ein paar Jahren wird man sehen, ob die Priesterseminare und die Ordensgemeinschaften wieder mehr Zulauf haben und die Konversionen zunehmen; ob es also bei Franziskus etwas gibt, was über das Sympathische, die Fähigkeit, mit der Masse zu kommunizieren, hinausgeht.

KNA: Ende November hat der Papst zum Beispiel vor dem EU-Parlament in Straßburg an Europas christliche Identität appelliert. Waren Sie davon nicht angetan?

Mosebach: Einerseits war es gut, die säkularen Politiker an das zu erinnern, was sie partout nicht hören wollen. Dass nämlich alles, was sich europäisch nennt, auf das Christentum zurückgeht. Selbst die antichristlichen Strömungen seit der Aufklärung konnten sich von der
Auseinandersetzung mit der Religion niemals lösen.

KNA: Aber andererseits?

Mosebach: ... sind solche Auftritte für mich letztlich Sonntagsreden, die bei den Politikern ins eine Ohr hineingehen und aus dem anderen hinaus. Mich interessieren diese ganzen päpstlichen Appelle eigentlich nicht. Ich hätte lieber einen Papst, der gar keine Reden hält. Ich möchte einen Papst, der den Menschen die Hände auflegt, der sie segnet, sie von ihren Sünden freispricht und die Messe für sie hält. Einen Priester-Papst, keinen Polit-Papst.

KNA: Das klingt allerdings ein bischen weltfremd und würde der katholischen Kirche viel von ihrer Wirkung nehmen. Was haben Sie gegen Charismatiker auf dem Papstthron?

Mosebach: Ich habe nichts gegen Charisma in der Kirche, im Gegenteil. Aber es war von Anfang so, dass die Kirche die Institution und das Charisma getrennt hat. Nicht Paulus, der charismatische Theologe, wurde der erste Papst, sondern Petrus, der Fischer. Eine priesterliche, segnende Figur. Es wurde auch nicht der heilige Franziskus Papst, obwohl er die Menschen seiner Zeit am stärksten begeisterte. Er wollte nicht einmal Priester sein. Die Kirche atmet mit zwei Lungen: mit der im Papstamt kulminierenden institutionellen Würde und mit dem Glaubenseifer ihrer Charismatiker. Beides sollte man auseinanderhalten. Ich halte es auch für einen Irrtum, dass Päpste seliggesprochen werden. Sie sind in erster Linie die Hüter der
Kontinuität und der Sakramente.

KNA: ... die seit der Neuregelung von Benedikt XVI. seit 2007 wieder nach der alten, vorkonziliaren Messordnung gefeiert werden dürfen. Sie zählten damals zu den größten Befürwortern. Papst Franziskus scheint daran weniger Interesse zu haben.

Mosebach: Ich vermute, dass er weder am alten noch am neuen Ritus, an Liturgie überhaupt, die ich selbst für das Herz der Kirche halte, großes Interesse hat. Da ist er ganz Jesuit. 2007 stellte er zwar als erster Erzbischof der Welt eine Kirche in Buenos Aires für die Feier des Alten Ritus zur Verfügung. Er hatte offenbar nichts dagegen. Die Feier des Alten Ritus hat sich unter Benedikt weltweit ausgedehnt. In fast jeder größeren deutschen Stadt können Sie ihn feiern. Noch stärker ist die Verbreitung in Frankreich, am allerstärksten ist sie in den USA. Benedikt XVI. hat mit seinem Schritt auf ein weit verbreitetes Bedürfnis reagiert. Das war für mich seine größte Leistung als Papst.

KNA: Aber die Gespräche mit den Piusbrüdern treten weiter auf der Stelle. Wie beurteilen Sie die Chancen einer Einigung zwischen der Kirche und den Traditionalisten?

Mosebach: Ich habe da keine Prognose, die Einigung wäre aber sehr wünschenswert. Entscheidend ist doch erst einmal, dass die Gespräche überhaupt weitergehen und das tun sie. Nach Benedikts Rücktritt sagten viele, damit schließe sich endgültig die Tür für die Piusbrüder. Doch Franziskus hat mit ihnen im Grunde sogar weniger Probleme als sein Vorgänger, weil er sich weniger für theologische Detailfragen interessiert.

KNA: Vermissen Sie Benedikt XVI.?

Mosebach: Ich habe seinen Rücktritt sehr bedauert. Den Anforderungen des Amts glaubte er sich körperlich nicht mehr gewachsen und empfand seine Amtszeit als zu kurz, um darauf eine lange Phase der Agonie folgen zu lassen wie Johannes Paul II. Das muss man so akzeptieren. Die Ausformung der neuen Institution eines «Papa emeritus» ist für mich aber noch nicht ausreichend geklärt. Ich hoffe nicht, dass nun eine Epoche zurücktretender Päpste vor uns liegt. In jedem Fall war Benedikt XVI. ein großer Papst - aber kein Herrscher. Dagegen ist Franziskus ein Herrscher und Autokrat. Ob er auch ein großer Papst wird, muss sich noch zeigen.



(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Paul Badde


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Lesermeinungen

 Carolus 20. Dezember 2014 
 

Zustimmung für Mosebachs Kritik

Ich finde es erfreulich, dass die Kath.net-Gemeinde allmählich ein wenig kritischer gegenüber der Amtsführung von Papst Franziskus wird, obwohl die Tatsache ja bedauerlich ist.

Die Umstände der letzten Synode ließen doch einige aufhorchen. Letztlich werden wir in einem Jahr mehr wissen, doch ich ahne nichts Gutes.


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 Fides Mariae 20. Dezember 2014 
 

Gut beobachtet

Ohne mich jetzt in die Diskussion der letzten Beiträge einmischen zu wollen (habe das Interview gerade zum ersten Mal gelesen):
Ich finde, Herr Mosebach beobachtet hier gut und hintergründig - wie ein Schriftsteller eben. Papst Franziskus HAT etwas Unbekümmert-Autokratisches an sich. Sicherlich auch deswegen, weil er sich ganz auf den Heiligen Geist verlässt - aber er kann auch ganz schön über Argumente "drüberfahren", wenn er etwas nicht für wichtig hält. Das sieht man in den Papst-Interviews immer wieder. Dass Herr Mosebach Papst Franzikus als "Herrscher" identifizierte, war sehr klug beobachtet.


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 Antigone 18. Dezember 2014 
 

Lieber Suarez,

ich kann Ihnen einfach nicht mehr folgen. Ich habe mich (in meinem letzten Beitrag und in Bezug auf Sie) doch überhaupt nicht auf ein, wie immer geartetes, Papstverständnis bezogen. Wer bestimmt eigentlich, welche Teile der Heiligen Schrift in Glaubenstreue und welche als "Totschlagargument" zitiert werden? Der Zusammenhang? Nun, das war gerade mein Anliegen, aufzuzeigen, dass es bei Adson de facto keinen negativ zu interpretierenden Zusammenhang gibt.
Ich bin somit der Ansicht, dass der Vorwurf "Unterstellung" eine Unterstellung ist, ebenso wie "wieder einmal" (!) "selektiv gelesen".


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 Suarez 18. Dezember 2014 

Liebe Antigone, ich bezog meinen Hinweis nicht auf das jeweilige Papstverständnis

Erschreckend, dass Sie es so verstanden wissen wollen.

Sie unterstellen damit, dass diejenigen, die über theologische Tendenzen in diesem Pontifikat noch im Unreinen sind, den Papst als Feind ansehen. Das stimmt zumindest für mich entschieden nicht. Das wäre auch absurd.

Mir ging es lediglich darum, dass der Hinweis auf die Feindesliebe als Totschlagargument für alles und nichts, nebst der Tatsache, das er im falschen Kontext steht, auch eine irrige Auslegung des Gebotes in sich trägt.

Offenbar haben Sie meinen Kommentar wieder einmal nur selektiv gelesen und ihn als Angriff verstanden, was dann doch ein zuviel der Interpretation ist.

Ich halte einfach nur nichts davon, zu jeder unpassenden Gelegenheit mit solchen Schlagworten, wie Feindesliebe und Barmherzigkeit um sich zu schlagen, so als sei damit schon substantiell etwas ausgesagt.


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 Antigone 18. Dezember 2014 
 

@Adson scheint das aber zu meinen...

Lieber Suarez, ich zitiere mal, was Adson an Ginsterbusch schreibt:

"Es ist noch viel schlimmer, sie müssen sogar Ihre FEINDE lieben.
Aber dass Sie sich nicht bei jeder Entscheidung des Papstes flach auf dem Bauch werfen müssen vor Begeisterung, das gilt.
Nur halt nicht erst seit Franziskus."

Ich sehe da keinen Interpretationsspielraum.


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 Suarez 18. Dezember 2014 

@myschkin - Primat der Praxis und rote Schuhe

Schrieb nicht Daniel Deckers Papst Franziskus die Aussage zu "Der Karneval ist jetzt vorbei" und bezog dies auf die äußere Erscheinung? Komisch ist auch, dass die roten Schuhe immer von denen erwähnt werden, die sie für ein überflüssiges Zeichen erachten und dies zu jeder Gelegenheit betonen müssen.

Die Grundfrage des jetzigen Pontifikates lautet für mich, inwieweit die kaspersche These, dass eine Theologie immer dann falsch sei, "wenn sie nur Bestehendes begründet und nicht mehr konkret und kritisch handlungsorientiert ist", vom Papst als tragend angesehen wird.

Wo aber Glaube als Pragma der Weltveränderung verstanden wird, wie es teilweise in der Theologie Kardinal Kaspers der Fall ist, bekommt er Parallelen zum marxistischen Denken. Am Ende kann dabei nur eine Verweltlichung des Glaubens stehen.

Überspitzt könnte man es auf die Frage verengen, welche Bedeutung das Kreuz in einer so verstandenen Theologie noch hat und wie dann Auferstehung und Gericht zu verstehen sind.


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 SCHLEGL 18. Dezember 2014 
 

@myschkin / Charkes X.

Das mit "dem seligen Paul VI als Zerstörer der Liturgie" habe ich gar nicht [email protected] : da haben Sie ganz recht, ein Papst aus Südamerika setzt andere Akzente, wie ein Papst aus Rom, oder Deutschland. Der Papst aus Polen hat wieder andere Akzente gesetzt und einen ganz neuen Stil der Ausübung des Petrusdienstes eingeführt. Ich habe manches an der Ostpolitik von Paul VI u.Kardinal Casaroli kritisiert, aber gleichzeitig auch verstanden, dass Paul die Last des Konzils getragen hat. Johannes Paul II hat die Ostpolitik sofort korrigiert und damit zusammen mit Gorbatschow zum Untergang des Kommunismus in Osteuropa beigetragen. Benedikt hat GROSSARTIG philosophisch und theologisch die Zeitsituation beschrieben und kritisiert. Franziskus ist ein Missionar, der Fernstehende ansprechen will.Msgr. Franz Schlegl


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 myschkin 18. Dezember 2014 
 

@Antigone

Ihre Offenheit und Ihre Neugier ist eine vorbildhafte Haltung. Sie ermöglicht Ihnen mit Zuversicht und unvoreingenommen sowohl auf Papst Benedikt, als auch auf Papst Franziskus zu schauen. Und dass hierbei die Farbe der Schuhe keine Rolle spielt, da haben sie sich auf amüsante Weise von einem Argument aus der Populär-Presse distanziert.
Warum Martin Mosebachs Interview Anstoß erregt, erklärt sich mir so. Seine Antworten waren für diejenigen, die ihn lesen, absehbar. Da er als Schriftsteller sein Handwerk versteht, ist klar, dass seine Statements interessant zu lesen sind. Aber - Hand aufs Herz - absehbar war seine Distanz zum jetzigen Papst schon. Und ich glaube, dass man ihn dafür kritisieren kann. Er hat eine vorgefasste Meinung darüber, wie ein Papst zu agieren habe. M. E. fehlt ihm die Flexibilität sich auf das einzulassen, was ein Papst aus einer anderen Welt als der europäischen in die katholische Glaubenspraxis einbringt.


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 Charles X. 18. Dezember 2014 
 

Wer braucht denn schon...

bei einem so klugen und diplomatischen Papst wie Franzsikus noch einen Jungesellen Mosebach, der sich nicht zu schade ist, den sel. Papst Paul VI. einen Zerstörer der Liturgie zu nennen. Da strafen sich Lügen selbst.


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 Suarez 18. Dezember 2014 

Liebe Antigone - Der Bezug ist schon vorhanden

Das Gebot der Feindesliebe meint kein Akzeptanzgebot der Positionen z.B. der Glaubensgegner. @Adson scheint dies aber zu meinen.

In dem Brief des Apostels Paulus geht es um diejenigen, die sich am Glauben versündigen, die also Feinde des Glaubens sind. Die Warnung des Apostels "Habt darum nichts mit ihnen gemein!" (Eph 5,7) macht deutlich, dass mit Feindesliebe eben nicht gemeint ist, sich deren Position zu eigen zu machen, sondern sich von ihnen fernzuhalten.

Ein Christ soll nicht verfolgen, was nicht heißt, dass er darum seinen Glauben gegenüber den Feinden des Glaubens nicht klar und deutlich vertreten dürfte. Ja er wird sogar vom Apostel Paulus dazu angehalten, sich von solchen Menschen, die den Glauben verunstalten, fernzuhalten.

Mir ging es also darum, dass man mit solchen Totschlagargumenten zurückhaltend verfahren sollte, weil man sonst Gefahr läuft, den Sinn, der hinter den Geboten steht, zu verfehlen.


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 Antigone 18. Dezember 2014 
 

@Suarez

Was haben denn Ihre Zitate mit dem Gebot der Feindesliebe zu tun? Inwiefern wird der Glaube verkürzt, wenn man auf das Gebot der Feindesliebe hinweist?


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 Ginsterbusch 18. Dezember 2014 

@myschkin @Adson

Dankeschön,beide Antworten haben mir geholfen. Dank dafür.


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 Antigone 17. Dezember 2014 
 

Fremdeln

Ich finde das gar nicht zwangsläufig,(@Antonius Bacci), dass man mit jemandem fremdelt, der anders ist als sein Vorgänger. Mir geht es nicht so. Ich bin ein glühender Verehrer von Papst Benedikt und dem Theologen Ratzinger. Ich halte mich auch dem Wesen nach für ziemlich "typisch deutsch", was Ernsthaftigkeit, Skeptizismus und Mangel an Leichtigkeit betrifft. Und trotzdem fremdele ich kein bisschen mit Papst Franziskus. Er ist ein anderer Mensch als sein Vorgänger, und wie nicht! Er ist ein anderer Mensch, und er ist anders geprägt. Aber er ist authentisch und beeindruckend, er ist tief gläubig, und er hält an der Lehre fest. Was wollen wir eigentlich mehr? Rote Schuhe? Wirklich? Sind die irgendwie wesentlich? Hatte Jesus rote Schuhe an?


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 AGNUSS 17. Dezember 2014 
 

Mehr von Martin Mosebach!!! BRAVO!!! DANKE!

Ich wünsche mir mehr Christen vom Format dieses Mannes unter dem Volk Gottes, bes. unter den Priestern, den Bischöfen und vor allem im Kardinalskollegium.


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 alexius 17. Dezember 2014 

Polit-Papst? JA BITTE!!! Das große Geburtstagsgeschenk USA - Kuba, dank sei dem Papst Franziskus

Der heutige Geburtstag Seiner Heiligkeit Papst Franziskus hat das obige Interview ein weiteres Mal komplett in Frage gestellt: ich sage nur USA - Kuba, ich bin begeistert.

www.vatican.va/


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 Kant 17. Dezember 2014 

Zarah N, 26 Fans in Kombination mit Herr Mosebachs Faible für die tridentinische Messe

@Zarah N schreibt: „Außer Franziskus darf alles und jeder kritisiert werden selbst Christus, Aposteln. Lehre und Bibel.“ und 26 Leser empfehlen diesen einen Satz. Was wollen die uns sagen? Finden sie, es ist eine gelungene witzige Übertreibung von dem, was einige Franziskus-Fans eigentlich meinen? Ich finde es weder witzig, noch ist es für mich eine gelungene Karikatur von dem, was Papst-treue Katholiken wirklich denken. Ich glaube, daß Zarah N und die 26 empfehlenden Leser sich einfach wundern und erklären wollen, daß jetzt plötzlich sie zu der Art vehementer Papst-Kritiker geworden sind, denen sie noch vor 3 Jahren das Kath.-Sein abgesprochen hätten. Vielleicht zeigt sich jetzt, daß viele – ob Zarah N und einer ihrer 26 Fans, weiß ich nicht – sich für lehramtstreue Katholiken halten, in Wirklichkeit aber mehr ihren eigenen Vorstellungen von Kirche und Lehre treu sind? Ich befürchte, daß Herr Mosebach mit seinem ausgesprochenen Faible für die trid. Messe dieser Kategorie zuneigt.


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 carl eugen 17. Dezember 2014 

Liebe @jadwiga!

Ich danke Ihnen für Ihren Zuspruch, er tut gut.

Es liegt mir fern, Streit unter Katholiken zu sähen und glauben Sie mir, ich leide darunter, wie wir Katholiken uns gegenseitig an die Gurgel gehen. Es ist ein schlechtes Zeugnis, das wir abgeben.

Papst Franziskus ist ein durchaus streitbarer Papst, keine Frage, und ich wiederhole, Kritik ist immer erlaubt und wenn man Sorgen hat, soll man sie auch aussprechen. Ich denke, dazu ist dieses Forum doch auch da. Das Einzige, was ich mir wünschen würde wäre, dass wir den Heiligen Vater in Liebe und Verbundenheit kritisieren. Wir kritisieren ihn dafür, dass er das Ehesakrament aufweicht, dabei hat er das garnicht getan, und ob er es tut, wissen wir erst 2015/16. Und wenn er es tut, dann können wir ihn kritisieren, aber auch dann respektvoll!
Wir schimpfen über ungelegte Eier, das muss doch nicht sein. Und Unterstellungen gegenüber dem Stellvertreter Christi sind kein guter Stil!
Gott segne Sie, liebe jadwiga!


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 carl eugen 17. Dezember 2014 

Lieber @Mar Sapur Pattek!

Wenn Sie meine Kommentare seit März 2013 regelmässig gelesen hätten, wüssten Sie, dass auch ich Kritik an Franziskus geübt habe, bzw. immernoch übe. Aber der TON macht die Musik! Es ist dumme Verschwörungstheoretisiererei die manche betreiben und dem muss man auch Kontra geben dürfen. Was die Liebe zum Papst angeht, so hat diese nichts mit billiger Papolatrie zu tun, ein Vorwurf der in letzter Zeit gerne erhoben wird, komischerweise erst seit 2013. Lieben Sie Ihren Vater? Bestimmt! Aber Sie haben doch sicher auch mal eine andere Meinung als er, oder sie haben sich gestritten. Aber trotzdem lieben Sie ihn, oder nicht? Davon rede ich die ganze Zeit, und ich bin sicher, auch der Heilige Josefmaria hat es so gemeint. Man muss nicht alles gut finden, was der Heilige Vater macht, aber man muss ihm Respekt zollen, ihn würdigen, lieben und für ihn beten. Aber ohne sich selbst aufzugeben. Lieben heisst nicht, sich unterordnen! Ein kleiner, aber feiner, Unterschied.


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 Suarez 17. Dezember 2014 

@Adson_von_Melk - Bitte den Glauben nicht verkürzen

Eph 5,3 Von Unzucht aber und Schamlosigkeit jeder Art oder von Habgier soll bei euch, wie es sich für Heilige gehört, nicht einmal die Rede sein.
Eph 5,4 Auch Sittenlosigkeit und albernes oder zweideutiges Geschwätz schickt sich nicht für euch, sondern Dankbarkeit.
Eph 5,5 Denn das sollt ihr wissen: Kein unzüchtiger, schamloser oder habgieriger Mensch - das heißt kein Götzendiener - erhält ein Erbteil im Reich Christi und Gottes.
Eph 5,6 Niemand täusche euch mit leeren Worten: All das zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab.
Eph 5,7 Habt darum nichts mit ihnen gemein!
______________________

Man muss eben genau hinschauen. Plakativ auf Feindesliebe im Christentum zu verweisen, verkürzt eher den Sinn dessen, was damit gemeint ist.


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 myschkin 17. Dezember 2014 
 

@Ginsterbusch

In Ihrem Beitrag finde ich vor allem Aufrichtigkeit. Das gefällt mir sehr. Auch wenn Sie mit Papst Franziskus ein wenig fremdeln, stehen sie trotz Distanziertheit loyal zu ihm. Das ist m. E. eine tadellose Haltung. Vor allem eröffnet sie Ihnen die Möglichkeit, mit Papst Franziskus im Lauf seines Pontifikats warm zu werden.

Es gibt ja auch den Fall, dass man jemanden mag und sympathisch findet, mitunter aber die Hände überm Kopf zusammenschlägt, wenn das eine oder andere von diesem grundsympathischen Menschen öffentlich formuliert wird. Mir z. B. wäre es lieber gewesen, wenn Kardinal Meissner, der bei mir als Charaktertyp wirklich einen Stein im Brett hat, mitunter etwas diplomatischer und verbindlicher aufgetreten wäre.

Vielleicht hat Goethe ja recht, wenn er mit Blick auf die Stärken und Schwächen von menschlichen Individuen sagt: "Willst bessre besitzen, so lass sie dir schnitzen." :-)


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 Mar Sapur Pattek 17. Dezember 2014 
 

@Carl Eugen

Interessante Diskussion! Sollten wir nicht Treue bzw. Loyalität und Liebe bzw. Sympathie besser unterscheiden? Zur Loyalität ist man als Katholik verpflichtet, keine Frage, aber Liebe oder Sympathie kann man doch nicht erzwingen. Ihre Position atmet eine gewisse devote Papalatrie, die kritisches eigenes Denken geringschätzt. Dem könnte ich so nicht folgen und ich kenne viele Katholiken, die das auch nicht so sehen würden, zumal die Kirche mittlerweile aus verschiedenen Lagern und Richtungen besteht, die oft konträr zueinander stehen. Das Vorgehen gegen die Franziskaner der Immaculata u. ä. erschweren Gefühle der Sympathie ungemein. So ehrlich, finde ich, darf man sein; man kündigt dem Papst deswegen nicht die Treue auf, sondern bleibt römischer Katholik. Alles andere ist Selbstverleugnung, und das scheint mir nicht wünschenswert zu sein. Escrivar hat noch eine andere Kirche kennengelernt, die wir in dieser Form einfach nicht mehr haben. Das erschwert die Thematik ungemein.


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 jadwiga 17. Dezember 2014 

Search

"Wer sucht, der findet" Das gilt leider nicht für das Internet. Wer hier nach Wahrheit sucht, der bekommt höchstens Burnout!
Ich kann Ihnen nur zustimmen,@carl eugen, es ist eine Unverschämtheit! Überall findet man irgendwelche dubiosen Unterstellungen, die keiner nachweisen kann. Der Teufel möchte, dass wir Katholiken uns gegenseitig an die Gurgel gehen!


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 jadwiga 17. Dezember 2014 

@marienkind
Die Visionen von Anna Katharina Emmerick
Sind schon LÄNGST eingetroffen. Laue, schwule Priester und eine gespaltete Kirche haben wir seit vielen, vielen Jahren!

Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet finden. Sogar die Visionen von den Heiligen wurden schon längst so manipuliert, dass man die Wahrheit nicht mehr finden kann. Der Teufel treib sein Unwesen im Netz!
Das einzige worauf wir uns verlassen können ist Rosenkranzgebet. Maria wird uns und die Kirche retten!


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 Adson_von_Melk 17. Dezember 2014 

So ein Glück, @Schlegl - wenigstens dieser Kelch wird an Sandra und Zarah vorübergehen

Zum Tanzen hat der Franz doch viel zu schlechte Füß' ;-)

@Ginsterbusch:

Es ist noch viel schlimmer, sie müssen sogar Ihre FEINDE lieben.
Aber dass Sie sich nicht bei jeder Entscheidung des Papstes flach auf dem Bauch werfen müssen vor Begeisterung, das gilt. Nur halt nicht erst seit Franziskus.

-------------------------------

An Herrn Mosebach,
dzt. wohnhaft Rom, 'Villa Massimo'

Betrifft:
"Papst, der den Menschen die Hände auflegt"

Siehe da:

http://www.kath.net/news/43606

http://www.kathtube.com/photo.php?id=33160

Sonst noch Fragen, Herr Mosebach?

Mit freundlichem Gruß,
Adson von Melk


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 carl eugen 17. Dezember 2014 

@marienkind

Ich empfinde Ihren Kommentar als eine böswillige Beleidigung!
Wenn man also Papst Franziskus gegen Unterstellungen in Schutz nimmt ist man gleich ein Troll oder ein Anhänger von WISIKI und Konsorten?
Ihm wird unterstellt, er sei nicht rechtmässig gewählt, er würde die Bibel umschreiben (das ist geradezu infam) oder er wäre nicht richtig katholisch weil er keine roten Schuhe trägt, und dazu soll man Ihrer Meinung nach wohl noch applaudieren? Sie wären im Forum von katholisches.info besser aufgehoben. Dort wünscht man dem Papst auch den Tod.

Treue zum Papst ist katholisch. Der Heilige Josefmaria Escriva sagt sogar, wir MÜSSEN den Papst lieben.

Ich bin treu katholisch, deswegen verteidige ich den Papst vor ungerechtfertigter Kritik.

Ihr Kommentar ist eine Unverschämtheit!


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 marienkind 17. Dezember 2014 
 

Danke Zarah N, Suarez, Sarah Born

Sehe ich auch so. Seid wachsam und betet und lest Visionen von Anna Katharina Emmerick. Trifft gerade alles ein.


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 marienkind 17. Dezember 2014 
 

Mehr Mosebachs, bitte

Eine schöne klare Analyse. So ist auch mein Empfinden. Zwar glaube ich, dass ein Papst manchmal politisch wie Papst JPII agieren sollte, aber eher ausnahmsweise. Danke kath.net, ein Dank an Herrn Mosebach und an alle, die diesen Artikel ebenfalls gut finden und sich auch dazu äußern. Bitte nicht von manchen Leuten hier einschüchtern lassen, die ich für Liberale oder Trolle halte.


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 Ginsterbusch 17. Dezember 2014 

Muss ich den Papst lieben?

Ich frage mich das auch öfters, vielleicht kann kathnet das Thema zu einem geeigneten Zeitpunkt einmal aufgreifen. Der Respekt vor dem Amt und auch vor der Person sollte selbstverständlich sein.
Bekehrt habe ich mich unter Johannes Paul, aber Bennedikt habe ich richtig geliebt. Als er ging habe ich sehr geweint. Manchmal denke ich, es ist normal so zu fühlen. Meinen leiblichen Vater liebe ich ebenfalls über alles und diese Liebe kann doch nicht einfach so ersetzt werden an einen möglichen Ersatzvater.
Also liebes kathnet: versündige ich mich wenn ich den Hl. Vater mit einer (zugegebenermaßen großen Distanz) begegne?


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 Suarez 17. Dezember 2014 

@SCHLEGL - Sie kennen sich der AStA Spruch

„Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“.

Damals legitimierte sich damit eine Bewegung in den Universitäten, die sich mit großem Erfolg die Destruktion der bürgerlichen Familie zum Ziel gesetzt hatte. Die 60er Jahre waren eine Zeit merkwürdiger Brüche, auch in der Kirche.

Sicher war damals einiges in der Institution Kirche etwas antiquiert, doch darum war es nicht grundlegend falsch. Der frische Wind war dann jedenfalls doch heftiger als gedacht und wurde hauptsächlich von denen produziert, die sich eine Relativierung der Lehre in Hinsicht auf Ehe, Zölibat und Sexualmoral zum Ziel gesetzt hatten. Man täte den Konzilsvätern Unrecht, wenn man sie mit der nachfolgenden Rezeption des Konzil in Verbindung bringen wollte.

Seit den späten 70ern wehte dann eher ein laues Glaubenslüftchen durch die deutsche Boschofskonferenz, die sich immer stärker auf den Erhalt des Kirchensteuersystems konzentrierte, statt auf eine authentische Verkündigung des Glaubens - bis heute!


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 Mar Sapur Pattek 17. Dezember 2014 
 

Kann man Sympathie erzwingen?

Was ich mich in der ganzen Diskussion hier frage: Ist man als Katholik verpflichtet, die Person des Papstes zu lieben oder ist es legitim, dies unter Wahrung des Respektes dem Amt gegenüber nicht zu tun und sich neutral zu verhalten? Gegenüber Klerikern scheint dies im täglichen Leben ganz normal zu sein, dass man dieser mehr mag als einen anderen. Wie aber sieht es beim Papst aus? Loyalität ja, klar, aber kann man Sympathie erzwingen?


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 Antonius Bacci 17. Dezember 2014 
 

@Schlegl

Im Übrigen meine ich, dass in Griechenland nicht die Hochsprache Katharevousa in der Liturgie verwendet wird, sondern noch ältere Sprachstufen, die teils auf die Koine zurückgehen (biblische Lesungen), teils aber auch auf den recht attizistischen Stil der Spätantike (Gebete und Hymnen). Die Katharevousa ist ja ein Konstrukt der Zeit nach der Befreiung von der Türkenherrschaft. Der Patriarch von Konstantinopel verwendet zumindest in seinen offiziellen Schreiben häufiger eine Form, die auch über die Katharevousa hinausgeht. Hier werden offenbar kulturelle Formen gepflegt, die über Sprache als reines Kommunikationsmittel hinausgehen. Im Besondern gilt dies für kultische Sprache, die mehr ist als nur ein Mittel der bloßen Verständigung, sondern in ihrer vermeintlichen "Abgehobenheit" geradezu auf das "Ganz andere" verweist. Das gilt natürlich auch für rezente Sprachen, die in der Liturgie verwendet werden. Nichts ist tödlicher in der Liturgie als Banalität in Sprache, Musik etc.


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 Adson_von_Melk 17. Dezember 2014 

@Bücherwurm, @soprano6, @bellis: Weder in dem kath.net Artikel noch im Volltext der Ansprache

finde ich die Formulierung aus "Pastor Aeternus", auch nicht in Umschreibung. Habe ich etwas übersehen?

Die einzige allfällige Stelle ist, Zitat:

Der Papst ist [...] Garant des Gehorsams und der Übereinstimmung der Kirche mit dem Willen Gottes, mit dem Evangelium Christi und mit der Tradition der Kirche.

Dabei muss er jegliche persönliche Willkür beiseite lassen, während er zugleich durch den Willen Christi selbst „oberster Hirt und Lehrer aller Gläubigen“ (can. 749) ist und „in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt“ verfügt (vgl. can. 331)

Zitat Ende.

Also die Inanspruchnahme der vollen päpstlichen Autorität gemäß Codex Iuris Canonici. Das ist stark, aber noch lange kein "ex sese, non autem ex consensu Ecclesiae"

Weil so wichtig, bitte ich noch einmal um eine genaue Quelle, oder eben um die Unterlassung solcher Zuschreibungen.

Und um eine Quelle für die "doppelt so hohen Austrittszahlen" unter Franziskus auch.


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 SCHLEGL 17. Dezember 2014 
 

@Antonius Bacci

Sie sind auf die Liturgie fixiert, Johannes XXIII hat da wenig geändert, aber es gibt genug Aussagen von ihm, dass er manchmal sehr an den herumtuenden Klerikern, die ihn beinahe einmal auf den Stufen zum Sturz gebracht hätten, gelitten hat! Paul VI, immerhin ein seliger Papst, hat die Papstmesse an die Bischofsmesse angeglichen. Es gibt keine "orthodoxe" Liturgie! Es gibt eine Liturgie im byzantinischen Ritus, welche von Orthodoxen und Griechisch Katholischen verwendet wird. Die meisten orthodoxen Bischöfe lassen sich NICHT mehr im Kirchenschiff mit den liturgischen Gewänder bekleiden, sondern erscheinen bereits in vollem Ornat am Altar! Der griechisch orthodoxe Bischof von Wien hat sogar einfache Liturgien in DEUTSCH eingeführt. In Athen fordern die orthodoxe Studenten der Bewegung " Zoe = Leben" die Liturgie in Landessprache (Demotiki) nicht in Katharevousa. Beim orth. Konzil im Jahre 2016 soll auch eine Vereinfachung der byzantinischen Liturgie beschlossen werden.Msgr.F.Schlegl


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 JP2B16 17. Dezember 2014 
 

Der Verwirrer ist am Werk

Dem Gros der Kommentatoren hier, so unterschiedlich die Positionen oder Wahrnehmungen hinsicht Franziskus sind, ist doch eines gemeinsam: alle verbindet in dieser ach so stürmischen Zeit (man denken an das berühmte Bild des Traumes Don Boscos) die Sorge um das nahe Schicksal der Hl. Katholischen und APOSTOLISCHEN Kirche. Und der Herr weiß, dass diese Sorge Ausdruck von LIEBE ist, gleich Kinder, die sich sorgen, weil Vater oder Mutter noch nicht zuhause angekommen ist. Und diese Herzenshaltung zählt. Der Verwirrer, Durcheinanderbringer, Spalter ist am Werk, vielleicht so intensiv wie nie zuvor. Vielleicht bleibt ihm ja wirklich nicht mehr viel Zeit (man denke an die Vision Papst Leos XIII. und, wie auch immer man dazu stehen mag, an das Phänomen Medjugorje in unserer! Zeit). Für uns alle ist es wohl eine, vielleicht DIE Prüfung, ob wir dem Herrn wirklich bedingungslos vertrauen. Beten ist tiefster Ausdruck von Vertrauen in den Herrn. Es kann sogar Kriege und Epidemien verhindern.


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 bücherwurm 17. Dezember 2014 

'Der Papst bin ich!'

@sopran6, @Adson_von_Melk
Hier ist die Quelle für diesen Satz unseres Papstes:

www.kath.net/news/47994


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 sopran6 17. Dezember 2014 
 

@Adson_von_Melk

Ja, er hat genau die Worte von 1870 gebraucht.


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 Adson_von_Melk 17. Dezember 2014 

Es ist ja wahr. Was hier über mögliche Kritik

an einzelnen Positionen oder Entscheidungen des Papstes oder über die Gefahren einer unkritischen Papstbewunderung gesagt wird, ist korrekt.

Ich möchte nur daran erinnern, dass es auch schon vor zwei Jahren korrekt war, und sogar vor zwanzig und vor hundert Jahren, unter heiligen Päpsten. Einige der vollmundigsten Poster haben diesbezüglich ein allzu kurzes Gedächtnis.

@Suarez sagt sehr treffend: "Ein Papst ist kein Popstar, den man wie ein Teenager verteidigen müsste". Ein Satz übrigens, den ich zuweilen gern @Dottrina sagen würde ;-)

@bellis:
"'Ich bin der Papst und entscheide aus mir heraus und nicht aus Konsens, wo es hingeht', sagte Papst Franziskus"

Wo genau sagte er das? Es würde mich doch wundern, wenn er die Formulierung "ex sese, non autem ex consensu Ecclesiae" aus der Dogmatischen Konstitution 'Pastor Aeternus' (1870) so direkt für sich in Anspruch nimmt.


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 SCHLEGL 17. Dezember 2014 
 

@ SandraBorn

Wir sind sehr froh, besonders wir beide als Priester, Alexius und ich, dass Sie das göttliche Privileg erhalten haben unter UNS BLINDEN sehend zu sein. Und jetzt kann man auch noch in der Nachrichten von Kathnet lesen, dass Papst Pius IX sehr gut getanzt haben soll :) !
Also was in manchen Köpfen herumgeht, ist erschütternd! Ich weiß, welche Probleme man dem armen Papst Johannes XXIII gemacht hat, als er die Fenster öffnete, um frische Luft in den Vatikan hereinzulassen und manches aus dem Hofzeremoniell, das den Papst umgeben hat, abschaffte. Und dann noch der selige Paul VI der einen Teil des Pomps bei der päpstliche Liturgie aufgegeben hat und so den Weg frei gemacht hat für den hl. Johannes Paul II, der sich natürlich und unkompliziert zu bewegen vermochte. Aber das nehmen nur die " Blinden" wahr, aber nicht die Sehenden. Msgr. Franz Schlegl


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 Antonius Bacci 17. Dezember 2014 
 

Differenzierungen III

Dass unser Papst hierfür nur wenig Sensus besitzt, scheint seiner Ausbildung und besonders der Zeit geschuldet zu sein. Es war die Umbruchszeit nach dem Konzil, und hier ist gerade auch in Südamerika vieles aufgegeben und zusammengebrochen, wenn wir zB. an die Liturgie denken. Vielerlei Strömungen wurden in diese integriert, was das Konzil so nicht wollte. Bewusst oder unbewusst ist der Papst hiervon auch geprägt. Dass er etwa auf die päpstliche Kleidung verzichtet, scheint mir keine Bescheidenheitsgeste zu sein, sondern einfach mangelndes Interesse an diesen Dingen. Auch die Verwendung doch recht schlichter und kunstvoller Kaseln hat mit Bescheidenheit nicht viel zu tun, sondern eher mit einem gewissen Unbehagen zu tun. Ich kenne viele Kleriker, die in den schönen, klassischen Paramenten etwas rückständiges sehen und damit nichts anfangen können. Es sind Fragen des Geschmacks und persönlicher Prägung. Und hier ist Benedikt eben anders geprägt und interessiert.


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 Antonius Bacci 17. Dezember 2014 
 

Differenzierungen II

Papst Benedikt hat gerade auch durch die Gewandung die "Hermeneutik der Kontinuität" betont, wie zB. die Verwendung des Fanone. Wo mir persönlich Papst Benedikt klar näher steht, ist das Prinzip der "Romanitas". Hier scheint mir Franziskus kaum ein Gespür für zu haben. Es ist zB. schade, das Evangelii gaudium bis heute nur die beiden Anfangsworte in lat. Sprache besitzt. Aufgrund der lockeren Schreibweise dieses Dokuments wäre eine Übersetzung ins Lateinische anspruchsvoll, aber sehr reizvoll. Papst Benedikt war die Förderung des Lateinischen auch durch die Gründung einer eigenen Akademie ein Anliegen. Nicht ohne Bedacht hat er seine Rücktrittserklärung in Latein gehalten. Das Lateinische ist ein Stück "Romanitas". Dass man es auf der Synode als gesprochene Sprache nicht verwendet hat, ist nicht schlimm, aber die abschließenden Dokumente sollten dann schon auch lateinisch verfasst werden als dem zitablen offiziösen Text.


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 Antonius Bacci 17. Dezember 2014 
 

Differenzierungen I

Bei allem Eifer in der Diskussion sollte man auch einen kühlen Kopf bewahren. Ich denke, niemand hier im Forum wird Papst Franziskus eine tiefe persönliche Frömmigkeit absprechen. Und keiner wird Papst Franziskus als illegitimen Papst ansehen. Der katholische Konsens bleibt gewahrt. Was auf unterschiedliches Echo stößt, ist der Stil unseres Papstes. Wenn man sich eher Benedikt nahefühlt, wird man natürlich mit Papst Franziskus fremdeln. Das ist doch völlig normal. Natürlich sind die vatikanischen Liturgien dank Guido Marini auch heute noch schön, aber unter Benedikt waren sie in der Gesamtanlage feierlicher. Eine der feierlichsten Papstliturgien der letzten Jahrzehnte war sicherlich die Epiphaniemesse 2013, in der Georg Gänswein die Bischofsweihe erhielt. Wenn man klassische liturgische Formen liebt, ist die emotionale Nähe zu Benedikt klar größer. Wenn man hieran nicht ein solches Interesse hat, gewichtet man diesen Punkt einfach anders. Auch das scheint natürlich.


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 carl eugen 17. Dezember 2014 

Lieber @Suarez!

Ich danke Ihnen für Ihre Erläuterungen. Ich möchte eines klarstellen: Selbstverständlich bin ich gegen eine Zulassung WvG zu den Sakramenten, und mir sind die Gefahren durchaus bewusst. Nur muss man auch klar sehen, dass bisher nur diskutiert wurde. Noch sind keine Entscheidungen gefallen. Es gibt bisher keinen Grund an Franziskus zu zweifeln. Er will Diskussion. Die wird hart geführt. Aber die endgültige Entscheidung trifft der Papst und das ist auch gut so.
Mir geht es nur darum, hier werden Schreckensszenarien aufgebaut denen jegliche Grundlage fehlt. Der Papst hat noch nichts getan, was der Lehre widerspricht. Und was er 2015/16 tun wird, das wissen wir nicht, weil keiner von uns Hellseher ist. Es ist nur so, egal wie sich der Heilige Vater entscheiden wird, uns Gläubigen wird nichts anderes übrig bleiben als es zu akzeptieren und weiter zumachen. Was sollen wir auch sonst tun? "Krieg" gegen Rom? Bleiben wir auf dem Boden und drehen wir nicht durch! Gottes Segen für Sie!


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 alexius 17. Dezember 2014 

Alles Gute zum Geburtstag!

Gottes Segen fürs neue Lebensjahr und für ein weiteres wichtiges Regierungsjahr unseres Papstes Franziskus!


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 Suarez 17. Dezember 2014 

Zuweilen hat die Diskussion hier etwas bizarre Züge

Ein Papst ist kein Popstar, den man wie ein Teenager verteidigen müsste, er ist aber auch kein Politiker, dem man die Gefolgschaft aufkündigt. Der Papst ist der Bischof Roms und steht für die Einheit der Kirche. Insofern können Erwartungen an ihn herangetragen werden, was die Wahrung der Einheit der Kirche und damit auch die Kontinuität der Lehre anbetrifft. Maßstab des Glaubens ist aber nicht der Papst, wie es unten in der von mir zitierten Passage aus der "Einführung in das Christentum" deutlich hervorgehoben wird, sondern das Symbolum, also das Glaubensbekenntnis. Dort heißt es nicht: "Ich glaube an den Papst" sondern "Ich glaube an die Heilige Katholische Kirche", was die Kirche aller Zeiten einschließt. Wenn also progressive Kräfte einen Gegensatz zur Lehre errichten wollen, ist das nicht mehr katholisch, weil nicht mehr in der Kontinuität stehend. Papst Franziskus wird sich in der Gemeinschaft mit den anderen Bischöfen dieser Gefahr durchaus bewusst sein.


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 Suarez 17. Dezember 2014 

Lieber carl eugen, in einem muss ich Ihnen doch widersprechen

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Müller, hat vor kurzem nochmals deutlich hervorgehoben, dass eine Zulassung von Geschiedenen nach ziviler Wiederheirat zur Kommunion über das Argumentation einer pastoralen Notwendigkeit sehr wohl verdeckt häretische Züge trüge, da eindeutig gegen die Lehre der Kirche, die nur in der Kontinuität Wahrheit hat, stehend.

Nicht ohne Grund kritisierte Kardinal Kasper kurz nach Erscheinen Joseph Ratzingers "Einführung in das Christentum" als platonistisch, will heißen idealistisch. Das Primat der Praxis gegen die Lehre sollte also schon Mitte der 60er Jahre aufgerichtet werden. Papst Johannes Paul II sowie dann Papst Benedikt XVI. emeritus haben dieses Vorhaben zum Wohle des Glaubens verhindert.

Es wäre in der Tat eine Katastrophe für die Katholische Kirche, wenn sich nun doch diese Kräfte um Kardinal Kasper durchsetzten und die Lehre der Kirche zu einer hohlen Veranstaltung herabsinken ließen.Belanglos ist also diese Thematik nicht!


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 carl eugen 17. Dezember 2014 

Langsam blicke ich nicht mehe durch!

Hier werden Ängste geschürt, der Papst könnte ein Häretiker sein, er könnte die Bibel umschreiben, geht es noch paranoider? Warum sollte ein Papst die Bibel umschreiben?
Langsam wird es lächerlich!
Selbst wenn der Papst WvG zu den Sakramemten zulassen würde, was 100%ig nicht kommen wird, wäre das noch lange keine Häresie! Wäre es Häresie, wären Kasper, Lehmann und Saier schon in den 90er Jahren exkommuniziert worden. Und der Zwischenbericht der Synode war nichts weiter als eine Zusammenfassung der Synodenbeiträge der ersten Woche, kein offizielles Dokument. Und der Heilige Vater sagte klipp und klar, die Lehre der Kirche wurde nicht angetastet. Es gibt bisher keinen Grund mit der Häresiekeule zuzuschlagen.
Weit ist es gekommen! Da spricht man einem gewählten Papst ab, katholisch zu sein, weil er keine roten Schuhe trägt. Da fehlen mir die Worte!


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 Chris2 17. Dezember 2014 
 

Nicht den Fehler der Altkatholiken machen

die offenbar auch aus Angst vor möglichen "schlechten Dogmen" eines Papstes die Kirche verlassen haben. Eine Angst, die - zumindest bis heute - unbegründet war. Auch, wenn uns manche Worte und Entscheidungen des Papstes bzw. aus seinem Umfeld (z.B. der teilweise massiv häretische Zwischenbericht zur Synode) unverständlich sind, sollten wir doch mehr beten als kritisieren. Insofern gefällt mir auch der allzu schroffe Stil Martin Mosebachs in diesem Interview nicht, obwohl ich ihm inhaltlich vielfach zustimmen muss und ihn ansonsten sehr schätze. Insbesondere wegen seiner Verdienste um die klassische Liturgie ("Häresie der Formlosigkeit"). Beten wir für den Papst in seinem verantwortungsvollen Amt. Und sollte irgendwann tatsächlich sogar ein Papst Dogmen aufheben oder "die Bibel umschreiben" wollen, können - und müssen - wir dagegen Widerstand leisten. Bis dahin sollten wir zwar Gehirn und Mund nicht abschalten, aber doch etwas mehr auf den heiligen Geist vertrauen...


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 Antigone 16. Dezember 2014 
 

Jetzt habe ich also was verpasst,

bzw. der Beitrag von Zarah N "Was ist mit Kardinal Kasper..." ist später eingestellt worden, als ich auf ihr voriges Statement, ja, zugegeben, ein wenig sarkastisch geantwortet hatte. Also, darauf bezog sich das jedenfalls nicht.
So, und hierzu kann ich nur sagen, dass es mir niemals eingefallen ist, Kardinal Kasper zu verteidigen. Wie kommen Sie darauf, Zarah N? Den Papst möchte ich allerdings unbedingt verteidigen!


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 Montfort 16. Dezember 2014 

@prim_ass, @Metscan: Nach Ihrer Logik müsste der Papst also ...

"unbescheiden" auftreten, damit Sie ihm seine Bescheidenheit überhaupt abnehmen?

In der Pressekonferenz vom 28. Juli 2013 sagte der Papst: "Wenn einer Gay ist und den Herrn sucht und guten Willen hat – wer bin dann ich, ihn zu VERURTEILEN? Der Katechismus der Katholischen Kirche erklärt das sehr schön, aber er sagt: Halt! Diese Menschen dürfen nicht an den Rand gedrängt werden, sie müssen in die Gesellschaft integriert werden."

Und zu "Ehen zwischen Gleichgeschlechtlichen": "Die KIRCHE hat sich dazu bereits UMFASSEND geäußert. Es war nicht nötig, darauf zurückzukommen, wie ich auch nicht über Betrug, Lüge oder anderes gesprochen habe, über das die KIRCHE eine KLARE LEHRE hat! [...] es war nicht nötig, darüber zu sprechen, [...] Überdies wissen die Jugendlichen bestens, welches die Position der KIRCHE ist!“

Auf die hartnäckige Rückfrage der Journalistin: "Welches ist die Position Eurer Heiligkeit, können Sie darüber sprechen?", sagte er: "DIE DER KIRCHE. Ich bin ein SOHN DER KIRCHE!"


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 SandraBorn 16. Dezember 2014 
 

Danke für dieses Interview!

Herr Mosebach spricht mir aus der Seele!
Es spricht allen treuen Katholiken aus der Seele!

@Zarah N.
Vielen Dank für Ihre Worte! Hier sind so viele Blinde unterwegs.


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 alexius 16. Dezember 2014 

Der richtige Papst in der richtigen Zeit: Franziskus ist ein Glücksfall

Ich habe mir die ganze Vordiskussion durchgelesen, möchte aber dazu keine Stellung nehmen. Ich sage es ehrlich: ich hätte diesen Artikel, also dieses Interview mit Herrn Mosebach nicht gebracht. Ich kann nicht erkennen, welchen positiven Beitrag er damit im Sinne der kirchlichen Sendung leistet.

Zur Liturgie: ich habe mir z. B. den Papstbesuch in der Türkei in fast allen Facetten genau angeschaut. Das von Franziskus bei der Heiligen Messe verwendete Latein war ausgezeichnet. Er lässt sich auch von seinem Zeremoniär viel sagen, ich halte daher diese Kategorisierungen wie "liturgisch" oder "unliturgisch" oder "liturgisch nicht interessiert" für total verfehlt und zutiefst ungerecht.

Wer sich zum Beispiel die verschiedenen Stationen von Franziskus in der Türkei angeschaut hat, wird bemerken, dass er für das katholische Christentum den bestmöglichen Eindruck hinterlassen hat, der überhaupt möglich war. Gott sei Dank für Franziskus, er möge uns lange erhalten bleiben.

www.vatican.va/


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 argus 16. Dezember 2014 
 

Sehr geschätzter Monsignore Schlegl

Ihr bestes Wollen in grossen Ehren,aber
die Rede von Papst Franziskus vor dem Europarat und die ausserordentliche Rede von Papst Benedikt XVI vor dem Deutschen Bundestag in einem Atemzug als Jahrhundertereignis zu werten, nimmt meiner Meinung dem "Besten Wollen" seinen Wert.


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 Wynfried 16. Dezember 2014 

Liebe Mitchristen! itte keine abwertenden Urteile ad personam!!!

Ich bin einigermaßen erstaunt über die Gesprächs- und Diskussions(un)kultur in diesem Forum, die das Interview mit Martin Mosebach ausgelöst hat.
Man kann seinen Thesen zustimmen, oder man kann ihnen nicht zustimmen. Dazu sollten Argumente und Gegenargumente in sachlicher Weise ausgetauscht werden.
Abwertende Urteile ad personam, nur weil man eine andere Auffassung hat, wie es SCHLEGL, filiaecclesi und andere hier tun, laufen einer ernsthaften Gesprächskultur allerdings völlig zuwider. Christlich ist ein solches Verhalten erst recht nicht. Es fällt vielmehr auf diejenigen zurück, die auf diese Weise (ver)urteilen.


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 Hadrianus Antonius 16. Dezember 2014 
 

Aquila non captat muscas @Bellis

-Ich vermute stark, daß @metscan ein Troll ist.
-Geehrter @Bellis, es muß und es darf Ihnen nicht leid tun, Ihre fundierte Meinung offen zu sagen.
Das ist nichts anderes als die auch v. P. Franziskus gepriesene Parrhesia (cfr. 1. Brief v. Clemens an die Korinther).
Auch darin wirkt der Hl. Geist.
Man kann für das freimütige wahre Wort gerügt werden, beschimpft werden, ein Eselstritt bekommen, rausgeworfen werden- trotzdem: Ance Deus non sera eroe anonymo.
- Irrtümlicherweise scheinen hier einige der Meinung zu sein, daß Hr. Martin Mosebach dieses Interview auf kath.net gesetzt hat bzw. dies ausgelöst hat.
Es steht ausdrücklich daß er von Chr. Schmidt interviewt wurde.
Ein freier Mann kann seine Meinung frei äussern- das ist übrigens sehr mutig, eine Tugend die bei Würdenträgern leider nicht vorherrscht.


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 filiaecclesi 16. Dezember 2014 

Danke Monsignore Schlegl

Das musste ich auch denken. Hat Martin Mosebach nicht bemerkt, dass gerade dieser Papst Seelsorger ist und all das tut, was M.M. von einem Papst erwartet: Menschen die Hände auflegen, sie segnen, sie von ihren Sünden freisprechen und die Messe für sie halten? Landpfarrer hat man ihn auch schon genannt. Sollte Herr Mosebach sich vielleicht das mal zu Herzen nehmen, was man gerade im vorhergehenden kathnet Beitrag lesen kann: "Strenge und Starrheit – Zeichen eines schwachen Herzens"?


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 SCHLEGL 16. Dezember 2014 
 

Mosebach

Dem Herrn ist ob seiner durchaus lesenswerten Bücher,der Stolz,bekanntlich die Sünde der gefallenen Engel,zu Kopf gestiegen! Joh. Paul II. war ein " politischer Papst" ( Osteuropa und Südamerika !) ,Benedikts Rede vor dem Deutschen Bundestag war ein JAHRHUNDERTEREIGNIS,ebenso wie die Rede von Franziskus vor dem Europarat!Überlassen wir Herrn Mosebach seine Kommentare zum ausserordentlichen Ritus und Papst Franziskus das Amt und den Primat ! Msgr. Franz Schlegl


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 jadwiga 16. Dezember 2014 

Denken ausschalten, Gott vertrauen.

So sieht es also aus, wenn man dem Volk von Dichter und Denker sagt, dass es vertrauen soll.
Ich vertraue darauf, dass Gottes Weisheit die Päpste führt daher mache ich mir nicht so viel Gedanken, wenn der Papst einen Fehler macht. Gott, der alles weiß, hat den Fehler vorher schon registriert und seine Folgen "berechnet"

Hört also auf Gott mit eurem Misstrauen zu beleidigen und eure eigene Intelligenz über Seine zu setzen. Er hat sich schon etwas dabei gedacht, als Er Franziskus zum Papst machte.
Jesus, ich vertraue auf Dich!


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 Bernade 16. Dezember 2014 
 

Lieber Herr Mosebach

Sie sprechen mir aus der Seele! Mir geht es mit diesem Papst genauso. Wer zum Beispiel je erlebt hat, wie er eine Hl. Messe zelebriert, merkt auf Anhieb, dass ihm die Liturgie nicht gerade ein Anliegen ist. Früher freute ich mich auf jede Eucharistiefeier mit Papst Benedikt, heute ignoriere ich alles, was aus Rom kommt. Allerdings bekümmert mich das alles nicht besonders - so lange nicht der Glaubensinhalt verändert wird. Derlei sehe ich derzeit noch nicht. Man kann auch nicht unentwegt charismatische Päpste erwarten. Ich fürchte, es hat wahrscheinlich ohnehin mehr mittel- als heiligmäßige in der Geschichte gegeben. Ich tröste mich damit, dass es schon einen Grund dafür gibt, warum der Herr es zugelassen, vielleicht sogar bestimmt hat, dass Herr Bergoglio zum Nachfolger des Hl. Petrus gewählt wurde. Irgendwann werden wir dann schon erkennen, wozu das gut war.


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 myschkin 16. Dezember 2014 
 

Sehr anregende Diskussion

Martin Mosebach hat hier eine interessante Diskussion entfacht. Die Diskussion macht deutlich, dass der Katholizismus doch facettenreicher ist, als die Öffentlichkeit gemeinhin glaubt. In einem Punkt treffen sich Mosebach und der Papst: Beide ermöglichen durch ihr Auftreten und Wirken das innerkatholische Gespräch. Und eines hat mir der bisherige Verlauf der Diskussion in diesem Forum deutlich gemacht: Während das Papsttum als Institution Konsens ist und nach wie vor unter Katholiken nicht infrage gestellt wird, sind die Amtsträger und ihre Amtsführung wieder Gegenstand kontroverser Betrachtung. Das ist aber, wenn ich es richtig sehe, genau das, was unser Papst will: eine lebendige Kirche, die um den rechten Weg ringt. Und selbstverständlich wird darin auch die Meinung des Papstes, da er ja ebenfalls ein fehlbarer Mensch ist, erörtert. Seine letztinstanzliche Autorität wird dadurch ja nicht geschmälert.


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 chriseeb74 16. Dezember 2014 
 

Noch eine Bemerkung zum Begriff

"Polit-Papst"...M.E. ist jeder Papst auch politisch, weil seine Reden immer wieder politisch verarbeitet oder auch mißbraucht werden.
Oder mal umgekehrt: Hätte JP II sich nicht eindeutig politisch geäußert, dann hätten wir u.U. noch den eisernen Vorhang. Selbst Gorbatschow gibt zu, dass JP II einen wesentlichen Einfluss auf die politischen Umwälzungen im Kommunismus hatte.
Oder mal spekulativ:
Ist das "Schweigen" von Pius XII nicht auch eine starke politische Aussage? Hätte eine andere Haltung nicht noch viel mehr Todesopfer gefordert? Vielleicht auch den katholischen Schüler Joseph Ratzinger oder den katholischen Studenten Karol Wojtyla?

Wenn wir unterstellen, dass jeder Papst gerade auch durch die Gnade des Hl. Geistes gewählt wurde, warum vertrauen wir nicht, dass der jeweilige Papst unter dem besonderen Schutz des Hl. Geistes sein Amt so verrichtet, wie es Gottes Wille ist??

Von daher bitte mehr Gelassenheit...


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 Antigone 16. Dezember 2014 
 

Wer gibt denn Zarah N

für so ein Statement so viele Stimmen? Laugh loud!


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 Maulwurf 16. Dezember 2014 

Missionarisch zu sein ...

ist vielleicht das, was Papst Franziskus am ehesten mit seinem Papstamt verbinden will. Daher ist es nur folgerichtig, die Medien intensiv zu nutzen und auch vor dem europäischen Parlament zu sprechen.
Benedikt XVI. hatte auch politische Reden gehalten, so z.B. im dtsch. Bundestag bei seinem Deutschlandbesuch. Die Kritiker derselben kamen da allerdings aus einer anderen Ecke.

Dass er so missionarisch wie möglich wirken will ist gut so - ich denke er hat erkannt das Deutschland (wie insgesamt Europa) in großen Teilen Missionsgebiet ist. Und genau damit wirkt er ja auch als Priester-Papst.

Die Ansicht von Herrn Mosebach zur "Bescheidenheit" kann ich teilen. Wäre es nicht bescheidener, sich ALLE Lasten des Papstamtes aufzuerlegen? Menschlich kann ich verstehen, dass er lieber im Gästehaus wohnen will - aber ist SEIN Wille an dieser Stelle entscheidend?
Vielleicht wird dann ein Schuh draus, wenn man die demonstrative Bescheidenheit unter missionarischen Gesichtspunkten betrachtet.


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 Zarah N 16. Dezember 2014 
 

@Antigone

Antigone Sie verteidigen doch Kardinal Kasper, ein Kardinal der sich anmaßt die Linie des Papstes JP II bzgl. Sexual-und Ehemoral scharf zu kritisieren und zu verwerfen. Sie haben doch offenbar kein Problem damit, wenn die Vorgänger-Päpste direkt oder indirekt von Kasper oder Marx im Namen der Barmherzigkeit, Frische und Erneuerung hinterfragt, kritisiert und verworfen werden. In der Synode standen sämtliche päpstliche lehramtlichen Aussagen in der Kritik wurden als unbarmherzig und nicht zeitgemäß bezeichnet. Alle Päpste samt ihre Lehramtaussagen dürfen zur Disposition stehen aber wehe man kritisiert Papst Franziskus. Antigone bemerken Sie eigentlich die Doppelmoral nicht?


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 Helena_WW 16. Dezember 2014 
 

@Seramis : Wie man es in den Wald hineinschreit: Wie respektlos waren chauvinisten Sprüche

von wegen "alter vertrockneter Frauen und alte Jungfern" als Metapher redundant verwendet von P.Franziskus, EU Parlament und in einer weiteren öffentlichen Rede.
Wie respektlos war es denn pauschal in sog. Fransiskus Perlen über Professoren schlecht zu reden über Mystiker herabwürdigend zu reden, also auch über Augustinus und Hildegard von Bingen z.B.?
Pauschal Christen die Kirche besuchen, das in ihrem Zentrum haben abgeurteilt, falsches unterstellt.
Überhaupt diesen populistischen rhetorischen Stil, wo sich der Applaus
einer Masse geholt wird, in dem man über andere pauschal herabwürdigend redet. Das machen Parteipolitiker so. Ich kann dem als Katholikin und Pädgagogin nichts vorbildliches abgewinnen. Ist für mich nicht christlich und katholisch, befördert wie man sieht auch so einen aggressiven Jargon. Das ist kein guter christlicher Weg.
Kann mich nicht erinnnern, daß die mir bekannten Vorgängerpäpste sich in ihren Äußerungen über Pauschalbeleidigungen anderer definiert haben.


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 Zarah N 16. Dezember 2014 
 

Außer Franziskus darf alles und jeder kritisiert werden selbst Christus, Aposteln. Lehre und Bibel.


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 Zarah N 16. Dezember 2014 
 

@Antigone Was ist mit Kardinal Kasper und Marx? Dürfen nur diese Kritik an Päpste äußern?

Antigone Sie verteidigen doch Kardinal Kasper, ein Kardinal der sich anmaßt die Linie des Papstes JP II bzgl. Sexual-und Ehemoral scharf zu kritisieren und zu verwerfen. Sie haben doch offenbar kein Problem damit, wenn die Vorgänger-Päpste direkt oder indirekt von Kasper oder Marx im Namen der Barmherzigkeit, Frische und Erneuerung hinterfragt, kritisiert und verworfen werden. In der Synode standen sämtliche päpstliche lehramtlichen Aussagen in der Kritik wurden als unbarmherzig und nicht zeitgemäß bezeichnet. Alle Päpste samt ihre Lehramtaussagen dürfen zur Disposition stehen aber wehe man kritisiert Papst Franziskus. Antigone bemerken Sie eigentlich die Doppelmoral nicht?


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 Rademann 16. Dezember 2014 

"Polit-Papst"

Ich stimme meinen Vorrednern mit ihrer Kritik an Mosebach zu. Eine Anmerkung habe ich noch:
Wichtig ist auch zu sehen, wie Papst Franziskus in den Medien rezipiert wird. Denn dort wird aus dem Papst wahrlich ein Polit-Papst gemacht, weil nur politische Aussagen zitiert werden. Predigten über die katholische Lehre werden hingegen nicht in den Nachrichten gebracht. So ist Papst Franziskus als Polit-Papst auch eine Schöpfung der politischen Medien. Vielleicht schaut Herr Mosebach auch nur Mainstreammedien und informiert sich nicht bei katholischen Medien wie katholisch.de, kath.net, usw.


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 PBaldauf 16. Dezember 2014 
 

Ich las den Beitrag, dachte: Ach,
warum nur mosert Mosebach?
Er sagt, wie ER den Papst nicht will
Besinnen wir uns einmal still

Der EIGENE Wille wär entscheidend?
Dies scheint am Selbst-Bezug mir leidend:
Wie will den Papst DER HEILIGE GEIST
der uns - durch ihn - auf Vieles weist?

Erschließt des GEISTES HEILIGER WILLE
sich nicht im Beten, in der Stille?
Franziskus so am Zeug zu flicken
Mir scheint, dies will sich gar nicht schicken:

‘Nicht sehr loyal zu Benedikt?‘
Der Schreiber schüttelt Kopf – nicht nickt:
Franziskus hat ihn stets geehrt
Begegnet ihm so liebenswert!

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 Antonius Bacci 16. Dezember 2014 
 

Symbolik

Natürlich ist der Segen "Urbi et orbi" auch recht leise gesprochen gültig. Aber darum geht es nicht. Religion wirkt auch stark durch ihre Verlebendigung, ihre Präsentation. Insofern würde ich sagen, dass Ansprachen und Predigten natürlich wichtig sind, aber mindestens auf derselben Stufe sehe ich die "Darstellung", die Feier des Glaubens im kultischen Geschehen. Und hier kann - zumindest für mich - die Schönheit der Musik, der Gewänder, der Duft des Weihrauches ein sehr viel tieferes religiöses Erleben hervorrufen als eine bloße Ansprache. Gott ist unbegreiflich, transzendent, trotz des Geheimnisses der Inkarnation. In der liturgischen Symbolsprache kann man sich dem Geheimnis des Göttlichen besser nähern als in noch so präzisen Ansprachen über das Geheimnis Gottes, das wir nie auch nur annähernd erfassen können. Von daher sind Gewänder, Musik, Architektur keine Äußerlichkeiten, sondern sie verweisen geheimnisvoll auf das große Geheimnis Gottes.


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 Antonius Bacci 16. Dezember 2014 
 

Papstkritik

Ich bin überzeugt, dass es legitim ist, der Person des Papstes kritisch gegenüber zutreten. Es geht natürlich nicht darum, ihm die Legitimität abzusprechen. Wenn man Kritik übt, ist man doch kein Sedisvakantist. Der Stil eines Papstes unterliegt zB. nicht der Unfehlbarkeit. Ich persönlich fand das "Buena sera" richtiggehend platt und banal. Für diese Empfindung brauche ich mich nicht zu schämen und sie gehört auch nicht in die Beichte. Auch der Verzicht auf die traditionelle Kleidung des Papstes mit Mozetta und Rochett hat mich ziemlich enttäuscht, ebenso wie der gesprochene Segen, wofür unser Papst, wie mir später klar wurde, aus Gesundheitsgründen nichts kann. Man wird sagen, dass sind alles Äußerlichkeiten. Nein, würde ich sagen. Generell benötigt das Heilige eine gewisse Performanz, was in der Ostkirche selbstverständlich ist. Der erste Auftritt eines Papstes hat sicherlich auch einen gewissen sakralen Charakter, der durch ein "Buona sera" nicht unbedingt gefördert wird.


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 antony 16. Dezember 2014 

@ Seramis - mir kam auch der, Gedanke, dass Mosebachs Kritik...

... eins zu eins auf den Heiligen Johannes Paul II. übertragbar wäre.

Aber wie sagt er im Interview: "Ich halte es für einen Irrtum, dass Päpste selig gesprochen werden."

Abgesehen von der Frage, ob Mosebach das auch bei Pius X. so sehen würde: Für wen hält er sich eigentlich, Papst und Bischofskollegium darüber zu belehren, wen sie selig oder heilig sprechen dürfen? Denkt er, der Heilige Geist wäre in Rom aus- und bei ihm alleine eingezogen?

Abgesehen davon: Was er sich von einem Papst wünscht (Hände auflegen, von Sünden lossprechen, Messe feiern) tut Papst Franziskus, und auch JP II tat es.


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 Metscan 16. Dezember 2014 
 

Artikel Mosebach

Lieber Carl-Eugen, es war wirklich ein Hohn für die kath.Kirche, als nach dem Papstantritt alle nur von den roten Schuhen und daß er seine Hotelrechnung selbst bezahlt hatte, sprachen. Wir sehen einen Kard. Brogolio, der versucht, das Amt Petri auf sich zuzuschneiden. Der gewählte Papst muß sich jedoch voll und ganz dem Amt unterordnen und die Tradition fortführen. Er ist der neue Petrus und alter Christi - nicht der oberste Sozialarbeiter, sondern der oberste Seelenführer - das vergessen auch viele Priester. Sozialarbeit hat die Kirche immer getan und viele andere Wohltätigkeitsvereine - auch die Freimaurer. Wie kann der oberste Seelenführer auf die Frage im Flieger zurück aus USA: "Wie stehen Sie zur Homosexualität" antworten: "Wer bin ich, um das zu beurteilen." Er ist der Papst und muß die Lehre eindeutig vertreten! Dafür wurde er vom Homoverband in USA zum Mann des Jahres gekürt und auf der Titelseite ihrer Zeitung abgebildet. Wie toll! Ich bete jeden Tag für ihn.


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 P.J. 16. Dezember 2014 
 

ja/nein

Ich bin regelmäßig überfordert mit seiner (Papst) Unklarheit; oft wünschte ich mir ein klares Ja oder Nein. Vielleicht kommt das ja noch.....


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 Seramis 16. Dezember 2014 
 

In 8 Tagen ist Heiligabend...

und wir erinnern uns daran, wie unser Herr auf die Welt kam, nackt, in einem Stall. Soweit zur Diskussion um "Pomp and Circumstance".

Zweitens:
Bei der (völlig respektlosen) Formulierung "Polit-Papst" muss ich sofort an Johannes-Paul II denken. Alle Welt - auch Nichtchristen - respektiert die entscheidende Rolle, die dieser Papst beim Sieg über den Weltkommunismus innehatte. Wir müssten so dankbar sein.


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 Suarez 16. Dezember 2014 

Fortsetzung Zitat aus "Einführung in das Christentum" - Teil 3

"Sie ist nicht um ihrer selbst willen da, sondern gehört der Ordnung der Mittel zu; ihre Stellung ist durch das Wörtchen »um-zu« zu umschreiben: Sie dient der Verwirklichung der Einheit der Ortskirchen in sich und unter sich. Noch einmal ein nächstes Stadium in der Ordnung der Mittel beschriebe dann der Dienst des Bischofs von Rom.

Eines ist klar: Die Kirche ist nicht von ihrer Organisation her zu denken, sondern die Organisation von der Kirche her zu verstehen. Aber zugleich ist deutlich, dass für die sichtbare Kirche die sichtbare Einheit mehr ist als »Organisation«. Die konkrete Einheit des gemeinsamen, im Wort sich bezeugenden Glaubens und des gemeinsamen Tisches Jesu Christi gehört wesentlich zu dem Zeichen, welches die Kirche aufrichten soll in der Welt. Nur als »katholische«, das heißt in der Vielheit dennoch sichtbar eine, entspricht sie der Forderung des Bekenntnisses'. "


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 Suarez 16. Dezember 2014 

Fortsetzung Zitat aus "Einführung in das Christentum" - Teil 2

"Es wäre zweifellos verfehlt, daraus zu schließen, dass ein solcher Orientierungspunkt der Einheit nur eine sekundäre Entwicklung sei. In Rom, wo unser Symbolum entstanden ist, ist dieser Gedanke alsbald schon als Selbstverständlichkeit mitgedacht worden. Richtig ist aber, dass diese Aussage nicht zu den primären Elementen des Kirchenbegriffs zu zählen ist, schon gar nicht als sein eigentlicher Konstruktionspunkt gelten kann. Als die Grundelemente der Kirche erscheinen vielmehr Vergebung, Bekehrung, Buße, eucharistische Gemeinschaft und von ihr her Pluralität und Einheit: Pluralität der Ortskirchen, die aber doch nur Kirche bleiben durch die Einfügung in den Organismus der einen Kirche. Als Inhalt der Einheit haben zunächst Wort und Sakrament zu gelten - die Kirche ist eins durch das eine Wort und das eine Brot. Die bischöfliche Verfassung scheint im Hintergrund als ein Mittel dieser Einheit auf..."


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 Suarez 16. Dezember 2014 

In der hier geführten Diskussion kann ein Blick in die "Einführung in das Christentum" weiterhelfen

"Die wirklich Glaubenden messen dem Kampf um die Reorganisation kirchlicher Formen kein allzu großes Gewicht bei. Sie leben von dem, was die Kirche immer ist. Und wenn man wissen will, was Kirche eigentlich sei, muss man zu ihnen gehen. Denn die Kirche ist am meisten nicht dort, wo organisiert, reformiert, regiert wird, sondern in denen, die einfach glauben und in ihr das Geschenk des Glaubens empfangen, das ihnen zum Leben wird. Nur wer erfahren hat, wie über den Wechsel ihrer Diener und ihrer Formen hinweg Kirche die Menschen aufrichtet, ihnen Heimat und Hoffnung gibt, eine Heimat, die Hoffnung ist: Weg zum ewigen Leben - nur wer dies erfahren hat, weiß, was Kirche ist, damals und heute...

So ist in dem Wort »katholisch« die bischöfliche Struktur der Kirche und die Notwendigkeit der Einheit aller Bischöfe untereinander ausgedrückt; eine Anspielung auf die Kristallisierung dieser Einheit im Bischofssitz zu Rom enthält das Symbolum nicht..."


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 PBaldauf 16. Dezember 2014 
 

Herumgemosere

'Keine Bescheidenheit', 'Sonntagsreden', 'kein Interesse an Liturgie' 'Autokrat' und dann will er auch noch keinen 'Polit-Papst', als hätten alle großen Päpste der letzten 100 Jahre sich nicht auch politisch geäußert und als wären die großartigen Impulse, Reden, Ansprachen unseres Papstes darauf beschränkt: Wir haben, denke ich, allen Grund, der Vorsehung für Papst Franziskus immer wieder zu danken, seine Worte auf uns wirken zu lassen, über sie nachzudenken, zu meditieren und sie zu beherzigen, für ihn zu beten: Dieses dauernde Herumgemosere aus der Besserwisserhaltung eines Nichttheologen geht mir schlicht auf den Wecker

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 carl eugen 16. Dezember 2014 

Liebe Freunde!

Zunächst einmal möchte ich mich für meinen rauen Ton in meinen vorherigen Kommentaren entschuldigen, ich wollte keinen persönlich verletzen. Aber es sind doch einige Worte gefallen, die man nicht unkommentiert dastehen lassen kann.
Noch ein Wort zu den WvG: Ich kann die Ängste hier im Forum gut verstehen, geht es mir doch nicht anders. Aber ich kann auch die Intention des Papstes nachvollziehen. In der Kirche ist ein "Krieg" ausgebrochen um die Wahrheit, und der begann nicht erst im März 2013. Seit Jahrzehnten wir eine Schlacht nach der anderen geschlagen und die Einheit der Kirche zerbricht zusehends. Die Synode wurde einberufen um endgültig Klarheit zu schaffen. Nach der Synode 2015 ist es entschieden und der "Krieg" ist vorbei. Franziskus geht es um endgültige Klärung zum Erhalt der kirchlichen Einheit. Ich bin sicher, der Heilige Vater wird sich für die Lehre der Kirche aussprechen, und danach ist ein für alle mal Schluss mit mit dem ewigen hin und her! Beten wir für Franziskus!


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 Stiller 16. Dezember 2014 
 

@kreuz

Danke für den Link.

Ein interessanter Text!


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 kreuz 16. Dezember 2014 

was zum Lesen

www.vatican-magazin.de/images/vatican/ausgaben/2014/12-2014/47-55disputa.pdf


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 Kant 16. Dezember 2014 

Lieber Herr Mosbach,

tut mir sehr leid, aber wir haben jetzt einen Papst, der nicht mehr 100% Ihrer Meinung ist, und der nicht so lebt, wie Sie sich das vorstellen. Er ist nicht ein Fan der außerordentlichen Form des Meßritus. Tja, Pech für Sie! Ihm deshalb zu unterstellen, daß Liturgie ihm egal ist ... nun ja, das ist eigentlich nicht Ihr Niveau. Er legt Wert darauf, daß auch die abweichenden Meinungen in der Kirche zu Wort kommen. Warum verbreiten Sie deshalb das Gerücht der Lenkung. Sie sollten nicht so verärgert reagieren! Schauen Sie lieber auf die Möglichkeiten, die sich uns mit diesem Papst bieten: Verwandlung der kirchlichen Strukturen für eine wirksame Evangelisierung, Pastoral einer missionarischen Jüngerschaft, Ökumene auch mit den Freikirchen, Caritas aus dem persönlichen Glauben an Christus, Eintreten für das Beichtsakrament, die Heiligen Schrift als Quelle der Spirtualität etc. Aber vielleicht wollen Sie wirklich einfach nur die Kirche von vor 100 Jahren? Zum Glück sind Sie nicht der Papst!


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 Jerusalem 16. Dezember 2014 

Vielleicht wird aus den Jesuit ja doch einmal ein Franziskus!

"Nur segnen und Hände auflegen, das war vorgestern. Heute ist die gewaltige Stimme gefragt.." war hier im Forum gemeint...

Wann hat Jesus am "gewaltigsten" gesprochen?!
Denke, es waren die Momente in seinem Leben in denen er nicht bzw ganz wenig gesprochen hat:
Seine Empfängnis, Seine Geburt, Seine Verurteilung und sein Tod am Kreuz und seine Auferstehung. Am Schluss hat er nur noch gekocht! Also, Beten und Segnen ist immer noch "in" und das kann man sich von einem Priester und auch Bischof von Rom wünschen. Und was die Liturgie betrifft,
vielleicht wird der Jesuit ja doch einmal Franziskus! Hoffentlich reihe ich mich nicht als ein "auf den Papst Drescher" mit meinem Komentar ein :)

Und was das Propheten Amt betrifft - warum soll Moosbach kein Prophet sein ? Da sollte man vorsichtig sein, jemanden ein Charisma abzusprechen. Ich danke sehr für die Veröffentlichung dieses Artikels und finde ihn eine Bereicherung zu einer ausgewogenen Meinungsbildung!


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 Antigone 15. Dezember 2014 
 

@EinChrist

Sie haben für Ihre Beiträge viele "grüne Daumen" bekommen, also ist es schon so, dass Sie nicht allein stehen mit Irritationen gegenüber dem Stil unseres gegenwärtigen Papstes. Alle, die irritiert sind, können aber auch mal schauen, wie weit es an ihnen selbst liegt. Ich möchte nicht schon wieder den moralischen Zeigefinger erheben, ich möchte nur Zeugnis geben von meiner Wahrnehmungsweise: etwas Aufgesetztes in puncto Demut, Bescheidenheit oder überhaupt sonst kann ich absolut nicht erkennen. Ich bin dankbar für diesen Papst wie ich dankbar für seine Vorgänger war.


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 carl eugen 15. Dezember 2014 

Liebe/r @Metscan!

Bei allem Respekt, aber Ihr Kommentar ist der reinste Hohn. Machen wir jetzt Katholizität an Äusserlichkeiten fest? Ist nur der katholisch, der rote Schuhe trägt? Nun, dann war der Heilige Johannes Paul II. auch ein schlechter Papst, der trug nämlich vorwiegend braune Schuhe.
Messen wir Papst Franziskus an seinen Taten und nicht nach Äusserlichkeiten. Und seine Taten sprechen für ihn!


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 queenie 15. Dezember 2014 
 

Schon traurig

wie man ständig die vermeintlich unterschiedlichen Stärken der jeweiligen Päpste gegeneinander negativ
ausspielt. Franziskus ist volksnah und verständlich; Benedikt XVI ein guter Theologe und Professor - wurde aber auch als 'hölzern' empfunden; Johannes Paul II ein Philosoph und Charismatiker.
Franziskus hat eine unübertroffene Aufmerksamkeit; er sucht nach Antworten auf Fragen, die die Menschen bewegen. Er ist Sympathieträger und öffnet seit
langem verschlossene Türen.


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 Hoppe 15. Dezember 2014 
 

Ambivalent

Mein Verhältnis zu Papst Franz ist auch ambivalent. Einerseits weiß ich durch meinen längeren Aufenthalt in Südamerika, dass besonders dort das Thema Armut im Mittelpunkt steht und deshalb dies für ihn einen großen Stellenwert hat. Gleichzeitig, so befürchte ich, sind für ihn gemessen daran Liturgie und Lehre etwas Nebensächliches. Ich sage deshalb ,,befürchte'', weil ich erlebe, wie er Dinge sagt, die völlig gegenteilig ausgelegt werden. So äußert sich Papst Franz eindeutig gegen die Abtreibung, aber vor kurzem wurde in einem US-Bundesstaat unter Berufung auf ihn eine erleichterte Abtreibungsmöglichkeit eingeführt. Meines Wissens gab es dazu aus dem Vatikan keine Stellungnahme. Weiterhin gilt, das wiederverheiratet Geschiedene nicht an der Eucharistie teilnehmen dürfen. Gleichzeitig soll aber Papst Franz am Telefon einer Bekannten in diesem Fall geraten haben, den Priester zu wechseln. Ebenfalls kein Dementi aus dem Vatikan. Was soll man davon halten?


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 carl eugen 15. Dezember 2014 

Lieber @EinChrist!

Kritik ist das Eine. Kritik ist erlaubt und auch seine Sorgen kann man formulieren. Aber der Spass hört auf, wenn man anfängt, dem Papst seine Legitimation abzusprechen. Dafür habe ich keinerlei Verständnis. Es ist, um ehrlich zu sein, eine bodenlose Frechheit!
Auch ich habe die einen oder anderen Probleme mit Franziskus, die ich hier auch Kund getan habe. Aber Fanziskus IST der Papst, ob es einem gefällt, oder nicht!
Ich habe mal eine Frage an Sie: Was werden Sie tun, wenn der Heilige Vater die WvG zu den Sakramenten zulassen wird, was Gott verhüten möge. Werden Sie aus der Kirche austreten, werden Sie orthodox oder gar evangelisch? Das würde mich wirklich mal interessieren.
Auch in diesem Fall, und ich bin überzeugt davon, dass die Kommunion für WvG nicht kommen wird, werde ich treu katholisch bleiben. Die Worte der Päpste wurden auch früher verdreht und missverstanden. Warum regen wir uns jetzt bei Franziskus so heftig darüber auf?


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 EinChrist 15. Dezember 2014 
 

Mich ärgert es kolossal,

wenn ich mir von Mitschreibern in diesem Forum ständig anhören muss, wie unkatholisch ich doch bin, nur weil ich (auch mal berechtigte) Kritik am jetzigen Papst formuliere.

Ich greife das doch nicht einfach aus der Luft, noch setze ich mich hier hin und nehme mir vor, möglichst brutal auf den Papst einzudreschen. Das sind ernsthafte Sorgen die ich mir mache und die ich im Vertrauen auf den Hlg. Geist auch vortrage. Das sind doch alles auch berechtigte Anfragen.

Ich finde es z.B. sehr traurig, dass der sehr fundierte Mitschreiber(in) Kathole ganz verschwunden ist (ich habe zumindest sehr lange nichts mehr gelesen), sicher auch, weil in den Kommentaren oft auch der Papst kritisiert wurde, und es dafür teils bösartige Kritik gegeben hat.

Die Verunsicherung kommt doch irgendwoher, z.B. aus diesen ständigen Fehlinterpretationen der gegebenen Interviews. Es ist anstrengend. Dann diese Familiensynode, mit dem (völlig) unsinnigen Fragebogen vorher usw usf.


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 Stiller 15. Dezember 2014 
 

'Ich will keinen Polit-Papst'

sagt Mosebach.
Was will er?
Einen Retro-Papst (wie er seine literarischen Gestalten tw. präsentiert)?

von Johannes XXIII. bis Bendedikt XVI. ergriffen die Päpste mehr und mehr das öffentliche Wort.
Den denkenden, die Kirche liebenden Gläubigen wurde dieses zum Schatz.

Nur segnen und Hände auflegen, das war vorgestern.

Heute ist die gewaltige Stimme gefragt des jeweiligen Papstes - und das in der ganzen Welt, nicht zuletzt durch die Reisen, begonnen durch Paul VI..

Wie wir erlebten, erschütterte das politische Systeme (Polen) und veränderte positiv gläubiges Leben (Kuba), ließ Versöhnendes zu zwischen Juden und Katholiken, ließ Gemeinsamkeiten finden zwischen muslimischen Schulen und der römischen Kirche, ließ uns die Brüderlichkeit mit der griechischen Orthodoxie erleben und fühlen.

Ich mag diesen besonnenen, eher leisen, aber unglaublich präsenten Papst sehr.


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 Selene 15. Dezember 2014 
 

Rom - oder Papsttreue...

... scheint heutzutage nicht nur davon abzuhängen, wer gerade Papst ist, ob einem der Petrusnachfolger zusagt oder nicht, sondern, noch schlimmer, was der Papst gerade sagt oder tut oder tun könnte ...

Dann ist man heute papsttreu, morgen papstkritisch, und übermorgen vielleicht wieder papsttreu, ganz wie es beliebt.

Katholisch ist das nicht!


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 prim_ass 15. Dezember 2014 
 

Herzlichen Dank

Herr Mosebach spricht mir aus dem Herzen: Wort für Wort!

@quivadis: Zur Schau gestellte Bescheidenheit ist keine Bescheidenheit!


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 Vergil 15. Dezember 2014 

... den Bach hinunter

Ein Katholik der Öffentlichkeit sollte, auch wenn seine Interviews m.E. besser als seine Bücher sind, solche nicht gewähren, falls er darin öffentlich gegen den Papst sprechen zu müssen glaubt. Es sei denn, er hat dazu einen gottunmittelbaren, prophetischen Auftrag, wie ihn etwa Caterina von Siena hatte, die den Papst von Avignon nach Rom zurückholte, wo er auch hingehört.
Da Mosebach einen solchen Auftrag nicht zu haben scheint, verrät er bloß seinen Mangel an „sentire cum ecclesia“ und kirchlichem Gehorsam. Damit bestätigt er nur jenes Vorurteil – und es ist ein Vorurteil! –, dass die Anhänger der Tridentinischen Messe, zu denen er sich bekannermaßen zählt, eine besserwisserische elitäre Gruppe sind, die letztlich päpstlicher als der Papst nicht sind, aber sich gebärden.


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 carl eugen 15. Dezember 2014 

Es ist traurig mitanzusehen,...

...wie einige hier im Forum versuchen, dem Papst jegliche Legitimation abzusprechen, indem sie an seiner rechtmässigen Wahl zweifeln. Wie weit sind wir gekommen! Hat der Heilige Geist in der Kirche das Sagen oder wir einfachen Gläubigen? Sind wir es, die entscheiden, wer rechtmässiger Papst ist und wer nicht? Franziskus ist ebenso rechtmässig gewählt, wie alle seine Vorgänger auch! Es ist eine Schande, auf den Heiligen Vater einzudreschen, weil einem sein Stil nicht gefällt. Franziskus hat bisher an der kirchlichen Lehre festgehalten. Es ist reine Spekulation, zu sagen, er wöllte das Ehesakrament aufweichen. Es stimmt mich traurig, den Niedergang des romtreuen Katholizismus mit ansehen zu müssen. Früher waren es die "Liberalen", die dem Papst Vorhaltungen gemacht haben, jetzt sind es die "Konservativen". Es ist beschämend! Das muss ich mal in dieser Deutlichkeit sagen! Ich stehe treu zu Franziskus, wie zu allen seinen Vorgängern auch. Soviel zum Thema Romtreue! Wirklich traurig!


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 quovadis 15. Dezember 2014 
 

Den Papst als Sonntagsredner

zu bezeichnen, weil seine Worte bei manchen nichts (?) bewirken - schrecklich!. Nach dieser Logik wäre Jesus auch so einer.
Nunmehr wird - wie im Evangelium des heutigen Tages - Jesus (in seinem irdischen Stellvertreter) wieder gefragt: "Mit welchem Recht tust du das und jenes?" -Immer gab und gibt es "Besserwisser". Ich frage mich, ob Jesus selber heutzutage gegen linke und rechte Kritiker eine Chance hätte, die beäugen, ob er die Menschen richtig begrüßt, ob er als Gottessohn in einem richtigen Haus wohnt, sich standesgemäß kleidet, auf richtige Weise Askese betreibt, ob er richtige Entscheidungen trifft,…
Die Position, die der jeweilige rechtmäßige Papst (z.B. Johannes Paul II., Benedikt XVI., Franziskus) einnimmt, ist nicht links oder rechts, sondern jeweils die Mitte der Kirche, und deshalb für die jeweilige Zeit richtig.
Herr, erbarme dich unser!!!!


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 Cosmas 15. Dezember 2014 
 

Sehr ausgewogen

Ich finde die Antworten von Mosebach sehr ausgewogen und gar nicht so übertrieben kritisch. Der Wunsch nach einem Papst, der keine Reden hält, würde sich auch gegen B XVI richten, der viele Reden hielt. Das hysterische Aufschreien über alles, was nicht kritikloser Papstjubel ist, wirkt ziemlich jämmerlich und ist auch gar nicht katholisch. Als Büchner Preisträger hat es Mosebach jedenfalls nicht verdient, sich von Kleingeistern als "Schreiberling" titulieren zu lassen. Dass Franziskus noch nicht Stellung bezogen hat, dass er sich nicht in die Karten blicken läßt und liturgisch sichtlich kein großes Interesse hat, sind richtige Diagnosen. Das ist ja nicht abwertend. Bischof Krenn hatte auch wenig für die alte Liturgie übrig.


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 EinChrist 15. Dezember 2014 
 

Ich muss leider Herrn Mosebach zustimmen.

Es ist kein gutes Denken, das ist mir bewusst. Möglicherweise gehört es auch in eine Beichte, weil es sündhaft ist:

Aber meine eigene Einschätzung dieses Pontifikats geht sehr in die Richtung der Äußerungen von Herrn Mosebach, und das tut mir weh.
Mir liegt die Art und Weise, wie Papst Franziskus sein Papst-Sein lebt nicht. Vieles sieht so aufgesetzt aus, vieles scheint nicht so wirklich durchüberlegt, und vieles ist immer so zweideutig, dass man alles und nichts rausbekommen kann. So auch die "Perlen". Klar, viele sagen, DIE muss man lesen, dann versteht man ihn besser. Aber auch das ist oft zweideutig, noch schlimmer, oft genug ist es mal so, mal so.
Die nach außen gekehrte Demut, das finde ich diesem Amt nicht würdig. Alles scheint so medienwirksam aufgesetzt, so ins Szene gesetzt. Seine eigene Enzyklika lässt mich des Öfteren am Katholisch-Sein meiner selbst zweifeln, oft stehe ich ratlos da.

Jetzt vor Weihnachten: Herr, heile diese unguten Gedanken in mir!


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 Distributist 15. Dezember 2014 
 

Vorschreiber

Dem Papst vorzuschreiben, wie er sich zu verhalten hat, ist doch irgendwie daneben.

Ich bin vielleicht der Einzige, aber ich sehe eine ungebrochene Kontinuität unserer 3 letzten Päpste. Außerdem hat auch ein Papst ein Recht auf eine Seligsprechung.


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 Johann Martin 15. Dezember 2014 
 

Fragen und manches Fragwürdige

Ich stimme Herrn Mosebach insofern zu, dass man bei Papst Franziskus wirklich nicht weiß, wie man bei ihm dran ist. Er scheint auf jeden Fall den fragwürdigen Vorschlägen Kardinal Kaspers zuzuneigen.
Wie er dann die Synode beeinflusst hat, scheint mir recht fragwürdig zu sein, ebenso ist unklar, wie seine Wahl zum Papst zustande gekommen ist. Ein in England neu erschienenes Buch wirft da einige Fragen auf. Fest steht, dass es schon bei der Wahl Benedikts eine Partei gegeben, die einen völlig anderen Kurs durchsetzen wollte und über die Wahl Benedikts unglücklich war. Die Frage ist nur: Hat diese Gruppe bewusst die Wahl von Franziskus (mit dessen Einwilligung!) betrieben. Das wäre auf jeden Fall eine gravierende Verletzung der Statuten für die Papstwahl.


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 Cremarius 15. Dezember 2014 

Kardinal Burke (Franziskus) - Kardinal Kasper (Benedikt)

Es ist schwer, vielleicht sogar unmöglich, sich als Außenstehender ein korrektes Urteil über Franziskus zu bilden. Ich frage mich stets, inwieweit es eventuell notwendig sei, die lateinamerikanische Sozialisation, die argentinische Mentalität und die jesuitische Schulung und Prägung zu berücksichtigen, wenn man über ihn spricht. Das könnte manches erklären. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass sich einige Begebenheit zugetragen haben, die stutzig machen: Mitarbeiter des Vatikans, die die väterliche Güte Papst Benedikts lobten und der Umgang mit Kardinal Burke,- als Beispiele. Burke, so der Papst, habe ihn gefragt, warum alle bereits bestätigt seien außer ihm. Da sei ihm spontan in den Sinn gekommen, dass die Leitung des Malteser-Ordens frei und Burke der richtige Mann sei, jener, dem er vorhält, während der Messfeier wie ein "Weihnachtsbaum" auszuschauen. Verschmitzt lächelnd gesagt,- Interview/ youtube/ auf Spanisch. Dieses Verhalten ist zumindest interpretationsoffen...


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 jadwiga 15. Dezember 2014 

Erbarme dich unser...

"Ich hätte lieber einen Papst, der gar keine Reden hält. Ich möchte einen Papst, der den Menschen die Hände auflegt, der sie segnet, sie von ihren Sünden freispricht und die Messe für sie hält. Einen Priester-Papst, keinen Polit-Papst"

Erbarme dich unser!
Über die Menschen, die keine Rede zu hören wünschen, aber selbst wie die Heiden plappern.
Erbarme dich unser!
Über die, die selbst gesegnet werden möchten, aber kein gutes Wort über andere verlieren.
Erbarme dich unser!
Über Sünder, die von Sünden freigesprochen werden möchten, aber von den anderen Heiligkeit verlangen.


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 MaryJoe 15. Dezember 2014 

Des Kaisers Kleider

Ein Kind in einem Märchen hat es einmal auf den Punkt gebracht: Er hat keine Kleider an. Die Kleider, die ihn als Kaiser erscheinen lassen und ihn nicht in seiner Blöße dastehen lassen würden. Martin Mosebach hat das Fehlen dieser Bekleidung (des Papsttums) nur detailliert aufgezählt. Für die, denen diese Gabe des Sehens fehlt oder durch einen Gehorsam - wem gegenüber auch immer - verhindert sind, es zu verbalisieren.


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 Fink 15. Dezember 2014 
 

Die Liturgie ist ihm nicht wichtig,

dem Papst Franziskus. Da könnte Martin Mosebach Recht haben.


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 myschkin 15. Dezember 2014 
 

Hier spricht jemand nur für sich

und deshalb sind Martin Mosebachs Ansichten natürlich kontrovers. Was er über die europäische Kultur und übers päpstliche Charisma sagt, gefällt mir sehr. Ebenso ist es richtig, unsere auf politische Statements fixierte Öffentlichkeit an das Ideal des Priester-Papstes zu erinnern. Was seine Einschätzung von Papst Franziskus anbelangt, da kann ich nur sagen: Warten wir's ab.
Vieles erklärt sich aus seiner Prägung durch die Societas Jesu und außerdem aus seiner südamerikanischen Herkunft. Auch Martin Mosebach muss nun lernen, dass die katholische Kirche sich heutzutage als Weltkirche anders ausprägt als in früheren Zeiten, als Europa bestimmte, wie Katholizismus auszusehen habe. Wir Europäer befinden uns hier gemeinsam mit dem Autor in einem Lernprozess. Bleiben wir also neugierig auf unseren Papst.


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 wandersmann 15. Dezember 2014 
 

Mögliche Interpretation

Ich meine, dass die Ansichten von Herrn Mosebach eine mögliche Interpretation der Datenlage darstellen. Ich finde die Interpretationen nicht unredlich. Was davon zutreffend ist, das wird die Zukunft wahrscheinlich zeigen.


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 Laus Deo 15. Dezember 2014 

@Bellis

Ich finde es nicht angebracht den Papst zu kritisieren obwohl bis jetzt noch gar nichts negatives betreffend Lehre gemacht hat! Seine personelle Entscheidungen sollen wir akzeptieren. Oder glauben sie der Papst wird gar nicht vom Heiligen Geist geleitet? Wenn ich hier einige Kommentare lese frage ich mich ob hier einige im Papst den Feind sehen! ER IST UNSER HEILIGER VATER, UND WIR SOLLEN IHN EHREN WIE ES DAS 4.GEBOT VORSCHREIBT! Alles was er macht wird immer in Frage gestellt. Ich erinnere hier nochmals jeden, wie die Dogmen lauten:
138.Christus hat den Apostel Petrus zum ersten aller Apostel und zum sichtbaren Haupt der ganzen Kirche bestellt, indem er ihm unmittelbar und persönlich den Jurisdiktionsprimat verlieh.
139.Nach der Anordnung Christi soll Petrus im Primat über die gesamte Kirche für alle Zeiten Nachfolger haben.
140.Die Nachfolger des Petrus im Primat sind die römischen Bischöfe.
Der Heilige Josemaria Escriva lernt:LIEBET DEN PAPST! Also vertraut auch auf ihn!


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 Seramis 15. Dezember 2014 
 

Der Ungeist der 68er bricht sich Bahn

Das wird Herrn Mosebach nicht bewusst sein, aber seine Antworten spiegeln 1:1 die Maßlosigkeit der 68er wieder. Jede Autorität muss in Frage gestellt werden, und je größer die Fallhöhe zwischen dem, der angegriffen wird und dem, der kläfft, desto ungenierter keilt dieser aus. Von einem Kardinal oder Theologieprofessor höre ich mir wohlbedachte Überlegungen zu den päpstlichen Überlegungen gerne an, wohl wissend, wer Koch und wer Kellner ist; aber seit wann steht es Schreiberlingen zu, über den höchsten Stellvertreter Gottes zu urteilen? Als nächstes kommt dann wohl noch der Günther Grass und verteilt Noten...


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 Antigone 15. Dezember 2014 
 

Wer ist eigentlich Martin Mosebach?

Ich weiß, Papstkritik ist (angeblich) zulässig. Aber heute scheint sie doch billig zu sein. Damit wäre ich sehr vorsichtig, und besonders in der Öffentlichkeit. Papstkritik kratzt schon auch an den Grundlagen unseres Glaubens, oder nicht? Der Papst ist der Papst, und nicht durch Zufall. Wer von uns kann sich anmaßen, über dem Papst zu stehen?


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 bellis 15. Dezember 2014 

Bescheidener Papst / Herrscher, Autokrat

Wie erkennen Sie Bescheidenheit?
"Ich bin der Papst und entscheide aus mir heraus und nicht aus Konsens, wo es hingeht“, sagte Papst Franziskus von sich selbst.
Der blühende Orden der Franzinskaner der Immakulata wurde autokratisch und unbarmherzig zerstört. Ein südamerikanischer Bischof wurde autokratisch und unbarmherzig abgesetzt. Kardinal Burke .....???? Wer einen Kardinal Kasper zur Famiiensynode spechen lässt und Texte die nicht die 2/3-Mehrheit gefunden und damit nach den eigenen Regeln abgelehnt wurden trotzdem veröffentlicht und damit wieder zur Grundlage der weiteren Gespräche im Herbst macht - was sollte derjenige wollen? Ich kann nur die Familienzerstörung erkennen.
Es tut mir sehr leid, aber ich kann Herrn Mosebach nur in allen Punkten zustimmen.


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 Vikarius 15. Dezember 2014 
 

Wer die Hand an den Pfug legt

Es wäre wirklich viel zu entgegnen, aber das alles bringt nichts. Nur dürfen wir das Wort des Herrn auch hören: Wer die Hand an Pflug legt, und zurück schaut... wir wissen alle um diese Verheißung. Papst Franziskus ist ein sehr einfühlsamer Mensch und er will wohl und niemals die Kirche an die Wand der Moderne fahren. Dazu hat er eine zu tiefe Spiritualität. Beten wir für ihn und setzen wir unser Vertrauen auf Gott, dessen Geist wirkt und weht, wann und wie er will und öffnen wir unsere Herzen, damit wir erkennen, was gut ist.


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 Stephaninus 15. Dezember 2014 
 

Zwiespältig

Herr Mosebach ist geistreich - ein wahrer Intellktueller. Aber seine Worte entbehren nicht, wenigstens in meinen Ohren, einer gewissen Lieblosigkeit. In der Geschichte gab es viele Päpste, die das Amt nicht so ausgeübt haben, wie es Herrn Mosebachs Vorstellungen entsprechen würde. Trotzdem sind darunter viele grosse Pontifikate gewesen. Ich versuche jedenfalls für mich in dem was der Papst tut, das besondere Wirken des Hl. Geistes in die aktuelle Zeit zu sehen.


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 chriseeb74 15. Dezember 2014 
 

Obwohl ich Herrn Mosebach...

ansonsten sehr schätze, schießt er dieses Mal etwas am Ziel vorbei.
Wenn er regelmäßig die Franziskus-Perlen lesen würde, käme er vermutlich zu einer etwas anderen Einschätzung.
P. Franziskus muss man schon im Original lesen bzw. hören.
Er hat natürlich einen anderen Stil als JP II oder Benedikt XVI, aber die Kirche will und wird er nicht so reformieren, dass die Lehre dadurch verzerrt wird.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass verschiedene Medien, aber auch große Teile der Kirche (Kardinäle, Bischöfe, Priester u. Ordensleute) ihn anders darstellen oder ihn anders einschätzen.
Nicht umsonst haben gerade liberale Kardinäle nach seiner Wahl gejubelt...aber Franziskus ist ein treuer und gläubiger Diener seiner Kirche und er wird nichts gegen den Willen Gottes unternehmen...dafür ist ihm auch sein Seelenheil zu wichtig ;-)


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 quovadis 15. Dezember 2014 
 

Es wäre sehr viel zu entgegnen.

Ich möchte mich nur auf die letzte Aussage beziehen: Diesen bescheidenen Papst als Herrscher und Autokraten zu bezeichnen, und zugleich ganz klare eigene Vorschriften zu erlassen, wie sich ein Papst zu verhalten habe, daraus kann man deutlich erkennen, wer da eigentlich Herrscherallüren hat.


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