Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  10. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  11. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Stuttgart: Etappensieg für den Lebensschutz

11. Dezember 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abtreibungsklinik Stapf muss weiter nach neuen Räumlichkeiten suchen, der potentielle Vermieter sprang ab. Von Petra Lorleberg


Stuttgart (kath.net/pl) Die Stuttgarter Abtreibungsklinik Stapf muss weiter nach neuen Räumlichkeiten suchen. Ein potentieller Vermieter ist abgesprungen, nachdem der Streit um die Abtreibungseinrichtung in der Region hohe Wellen geschlagen hatte. Der für Krankenhäuser zuständige Bürgermeister, Grünenpolitiker Werner Wölfle, begründete die Absage nach Darstellung der überregionalen Tageszeitung „Die Welt“ mit dem Widerstand der Lebensschützer: „Der neue Vermieter für die Stapf-Klinik ist mit großem Bedauern von seinem Angebot zurückgetreten, zum Schutz seiner sonstigen Mieter“. Durchaus abwertend äußerte der Volksvertreter dann weiter, dass angebliche „Erpressungs- und Drohmethoden“ der „radikalen Abtreibungsgegner“ erfolgreich gewesen seien. Die (namentlich nicht genannten) Lebensschützer sprachen ihrerseits von einem „kleinen Zwischenerfolg“ und bedankten sich auch bei CDU und AfD für die Unterstützung.

Das Ergebnis der „relativ kurzfristig erfolgten Protestaktion erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit“, stellte Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), gegenüber kath.net auf Anfrage fest. „Dies zeigt, dass es auch in der Wirtschaft durchaus Ansprechpartner gibt, die verstehen, dass man nicht um jeden Preis Geschäfte und Gewinne machen darf.“ Wer einer Abtreibungsklinik Räume vermiete, beteilige sich am großen Geschäft mit der Abtreibung und der Not der Frauen, äußerte Löhr weiter, denn bei den weit über 100.000 gemeldeten Abtreibungen pro Jahr komme ein stattlicher Betrag zusammen. „Allein der Staat beteiligt sich über die Bundesländer mit ca. 40. Mio. pro Jahr an den ‚Abtreibungskosten‘. Dieses Geld sollte eigentlich stattdessen den Müttern in Konfliktlagen zur Verfügung stehen. ‚Das Geschäft mit der Abtreibung‘, so lautet der Titel eines Buches von Alexandra Linder, ist in Stuttgart jetzt erfreulicherweise durch ehrlichen und friedlichen Bürgerprotest ein wenig schwieriger geworden!“


„Ich kann nur hoffen, dass die Standortfrage zu einer grundsätzlichen Beschäftigung mit dem Thema führt.“ Dies sagte der Stuttgarter Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz und langjähriger Lebensschützer, gegenüber kath.net auf Anfrage. Er wünscht sich weiter, dass endlich eingesehen und daran gearbeitet werde, „dass eine Aktion, die mit der Tötung ungeborener Kinder endet, keine Hilfe ist, weder für das betroffene Kind noch für die Mutter noch für die Angehörigen. Die städtische Hilfe und das Engagement sollte nicht darauf gerichtet sein, wo diese Einrichtung Platz findet, sondern darauf, den betroffenen Frauen in ihren Nöten beizustehen und alle Hilfe zu geben, die gebraucht wird, dass sie zu einem Ja zu ihrem Kind finden.“

An ein kleines Detail am Rande erinnert die „Stuttgarter Zeitung“: Dass der Mediziner Friedrich Stapf mit seiner Einrichtung die bisherige Räume im Stuttgarter Klinikum ausziehen muss, „hat er sich selbst zuzuschreiben“. Denn „das städtische Klinikum hatte dem Mediziner die Räume an der Türlenstraße vor rund zehn Jahren vermietet und die zweimalige Verlängerung des Mietvertrages zugesagt. Der Klinikeigentümer hatte aber die Frist für die letzte Verlängerung verpasst.“ Die Frist wurde daraufhin kulanzhalber um ein Jahr verlängert, wie sich anderen Berichten entnehmen lies. Doch jetzt steht unausgesprochen im Raum, dass es seitens des städtischen Klinikums Schluss ist mit der Kulanz gegenüber Stapf. Über Gründe dafür kann nur spekuliert werden.

Die großen Print- und TV-Medien berichten über die Absage des potentiellen Vermieters an die Abtreibungsklinik weiterhin nahezu unisono mit einseitiger Sympathie für die Abtreibungsbefürworter. Während die Schwangerschaftskonfliktberatungsorganisation „Pro Familia“ um Stellungnahme angefragt wurde und für ihre Darstellung i.d.R. ausreichend Platz erhielt, wurden qualifizierte Lebensschützer nur selten angefragt.

Bereits Ende November hatte die Juristin Friederike Hoffmann-Klein in kath.net die „tendenziöse Berichterstattung“ der „Stuttgarter Zeitung“ im Zusammenhang mit einer Kundgebung gegen die Abtreibungsklinik Stapf mit einem Brief an den Chefredakteur kritisiert, wir haben berichtet.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  2. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  3. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  4. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  5. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  6. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  7. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren
  8. Katholische Bischöfe Schottlands verurteilen Pufferzonen-Gesetz für Abtreibungskliniken
  9. Nun läutet auch in Italien die erste Glocke „Stimme der ungeborenen Kinder“
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Der Tod der Theologie in Deutschland
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz