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Die wahre Synode und die Synode der Medien

10. Dezember 2014 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
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Auftakt einer neuen Katechesenreihe zur Familie: Franziskus erklärt, was und wie die Synode 2014 wirklich war, jenseits aller Konstruktionen. Die Synode ist kein Parlament, sondern Raum des Wirkens des Heiligen Geistes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Als ein heftiger Streit entstand, erhob sich Petrus und sagte zu ihnen: Brüder, wie ihr wisst, hat Gott schon längst hier bei euch die Entscheidung getroffen, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben gelangen sollen. Und Gott, der die Herzen kennt, bestätigte dies, indem er ihnen ebenso wie uns den Heiligen Geist gab. Er machte keinerlei Unterschied zwischen uns und ihnen; denn er hat ihre Herzen durch den Glauben gereinigt“ (Apg 15,7-9).

Nach der Katechesenreihe über die Kirche der vergangenen Monate begann Papst Franziskus bei der heutigen Generalaudienz vor rund 10.000 Pilgern und Besuchern eine neue Serie über die Familie. Der Papst erinnerte daran, dass zwei Bischofssynoden (2014 und 2015) diesem wichtigen Gegenstand gewidmet seien. Daher setzte sich Franziskus in der ersten Katechese mit der viel diskutierten Synode 2014 auseinander und stellte dabei – jenseits aller Verfälschungen, Hypothesen und der Phantasie einiger entsprungenen Erwartungshaltungen – klar, was die Synode wirklich war, was sie hervorgebracht hat und wie sie verlaufen ist.


Die Versammlung im letzten Oktober zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ sei von einem großen Medieninteresse begleitet worden. Dafür sei prinzipiell zu danken, auch wenn die Sicht der Medien manchmal ein wenig dem Stil von Sportreportagen geglichen habe, als ob es um zwei gegnerische Mannschaften ginge, „pro und contra, Konservative gegen Progressive“.

Grundlage der Beratungen sei das im Vorfeld der Versammlung erstellte Arbeitsdokument gewesen. Die Synodenteilnehmer seien gebeten gewesen, mit Parrhesia, das heißt offen und mutig zu reden und demütig zuzuhören. Jede Art von „vorhergehender Zensur“ wäre dagegen schlecht gewesen. In der Synodenaula habe es keinen "Streit" gegeben, wenngleich "starke Worte" gefallen seien.

Der Papst betonte: „Kein Beitrag hat die Grundwahrheiten über das Ehesakrament – die Unauflöslichkeit, Einheit, Treue, Offenheit für das Leben – in Frage gestellt“ (vgl. Gaudium et spes, 48; CIC can. 1055-1056)

Ein erster Zwischenbericht – die „relatio post disceptationem“ – sei dann in den Arbeitsgruppen der verschiedenen Sprachen erörtert worden. Die Ergebnisse dieser Beratungen, die aus Gründen der absoluten Transparenz, „damit alle wissen, was geschehen ist“, sofort veröffentlicht worden seien, seien dann in den Schlussbericht – die „relatio synodi“ – eingeflossen.

Franziskus unterstrich: „Es gibt drei offizielle Dokumente der Synode: die Schussbotschaft, die ‚relatio synodi’ als Schlussbericht sowie die Abschlussansprache des Papstes“. Die „relatio synodi“ sei dann gestern zusammen mit den Fragen, die zur Vorbereitung dienten, erneut als „Lineamenta“ der kommenden Synode veröffentlicht und an alle Bischofskonferenzen gesandt worden.

Der Papst erklärte im Besonderen, dass die Synode „cum Petro et sub Petro“ verlaufen sei: in der Anwesenheit des Papstes, „der Garant der Freiheit und des Vertrauens und der rechten Lehre ist“.

Erneut unterstrich Franziskus, dass eine Synode kein Parlament sei, „sondern ein geschützter Raum, damit der Heilige Geist wirken kann“. Der synodale Weg sei ein Prozess, der nun weiter gehe mit dem Gebet, den Überlegungen und dem brüderlichen Austausch in den Teilkirchen, dies in Vorbereitung auf die ordentliche Versammlung im Herbst 2015. Franziskus forderte alle Gläubigen auf, für den Weg der Synode und die kommende Synode zu beten.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude grüße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache, die zur heutigen Audienz gekommen sind. Dem Schutz der Jungfrau Maria vertrauen wir alle Eheleute und Familien an. Die Muttergottes helfe uns, die Familie in der Gesellschaft und in den Herausforderungen unserer Zeit zu fördern und zu unterstützen. Der Herr schenke euch seine Gnade und seinen Frieden. Gesegneten Advent!





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