Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Schweizer Bischof Morerod: Keine gemeinsame Eucharistiefeier in Sicht

1. Dezember 2014 in Schweiz, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Neue Zürcher Zeitung»: «Gut informierte Kreise vermuten, dass Morerod nach acht Jahren des Hin und Her nun der Geduldsfaden gerissen ist.» Einige liberale Bischöfe hatten möglicherweise die Publikation eines Eucharistiepapiers verzögert


Freiburg i. Ü. (kath.net/KNA/red) Der Westschweizer Bischof Charles Morerod hat einer gemeinsamen Eucharistiefeier zwischen Katholiken und Protestanten eine klare Absage erteilt. Sobald man gemeinsam feiern und die Kommunion empfangen könne, brauche es die Ökumene nicht mehr, schreibt Morerod auf der Website des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg (Sonntag). Zuerst aber müsse die volle Kircheneinheit hergestellt werden. Der Text wurde kurz vor dem Besuch der Schweizer Bischöfe in Rom veröffentlicht. Sie sind ab Montag zu ihrem «Ad-limina-Besuch» im Vatikan. Morerod ist seit 2012 Vizepräsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK).

Die Eucharistie stelle im Zusammenhang mit der Ökumene eine wichtige Frage dar, schreibt Morerod. Allerdings beschränke sich Ökumene nicht auf diese Frage. Sie werde im gemeinsamen Gebet und in verschiedenen Handlungen und Aktivitäten realisiert.

Die Eucharistie vereinige die Gemeinschaft der Glaubenden, führt der Bischof aus. Wenn sich der Katholik zur Kommunion begebe, stehe er in «wirklicher Einheit» mit all jenen, die irgendwo auf dem Erdball die Kommunion empfangen. Dies erlaube zum Beispiel Migranten, mit jenen in Einheit zu sein, die zuhause geblieben sind. Die Kommunion sei mithin das stärkste Mittel für das Bekenntnis zum Katholischsein.


Nach Worten Morerods war die Reformation nicht eine unschuldige Aktion ohne Folgen. Bezüglich der Eucharistie habe sie etwas anderes «gesagt und gemacht», schreibt der Bischof und fragt: «Wenn es wahr wäre, dass man das Sakrament nicht aus den Händen eines Priesters oder eines Bischofs erhalten muss, um das Brot in den wahren Leib Christi zu verwandeln, was bedeutet dies dann für uns Priester und Bischöfe?» Die katholische Kirche sei bereit, den Schatz der Eucharistie zu teilen. Zuerst müsse man aber darüber einig werden, was dieser Schatz darstelle.

Morerod weiter: «Einige werden diesen Text als Verletzung empfinden.» Er selbst «verspüre aber auch die Wunde der Teilung», und es genüge nicht, über «eine Wunde zu schweigen, um sie zu heilen». Wenn die Katholiken nicht auf dem Wert der Eucharistie bestünden, «dann hätten wir allen Grund dazu, uns vorzuwerfen, ihr nicht genügend Bedeutung beigemessen zu haben».

Hintergrund der Äußerungen im Vorfeld des Rom-Besuchs ist offenbar Uneinigkeit innerhalb der Schweizer Bischofskonferenz über ein gemeinsames Papier zu dieser Frage. Die «Neue Zürcher Zeitung» (Sonntag) schreibt: «Gut informierte Kreise vermuten, dass Morerod nach acht Jahren des Hin und Her nun der Geduldsfaden gerissen ist.» Offenbar habe Morerod vor dem Besuch im Vatikan Fakten schaffen wollen. Vor allem die kirchenpolitisch als liberal geltenden Bischöfe von Basel und St. Gallen sollen die Publikation verzögert haben, schreibt das Blatt.

Der Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz, Walter Müller, sagte der NZZ, Morerod habe zwar «in Absprache mit seinen Mitbrüdern», aber «selbstverständlich in eigener Verantwortung» gehandelt.

Giuseppe Gracia, Sprecher von Bischof Vitus Huonder/Bistum Chur, sagte gegenüber KATH.NET wörtlich, «Wir sind Bischof Morerod sehr dankbar. Er übernimmt Verantwortung und lässt seine Priester und Laienmitarbeiter in dieser heiklen Frage nicht allein. Mit seinem klaren Positionsbezug bewahrt er sie davor, dass Konflikte vor Ort auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Auch der Bischof von Chur möchte seine Mitarbeiter nicht im Regen stehen lassen. Er hofft immer noch, dass die Schweizer Bischofskonferenz mit einer Stimme klar Stellung nimmt. Aber auch der Weg, den Bischof Morerod gewählt hat, ist eine Option.»

Bei dem in der Regel alle fünf Jahre fälligen Besuch «an den Schwellen der Apostelgräber» (lateinisch «ad limina apostolorum») informieren die Bischöfe eines Landes den Papst und die römische Kurie über die Situation in ihren Ortskirchen.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schweizer Bischofsko

  1. Schweizer Bischöfe bei Papst Franziskus
  2. Aktive Sterbehilfe? – Keine Antwort ist auch eine Antwort!
  3. Schweiz: Strenge Schutzmaßnahmen für öffentliche Messfeiern
  4. Schweizer Bischöfe: 10.000 Franken für umstrittene 'Seenotrettung'
  5. Kriminalisierung des christlichen Menschenbildes?
  6. Schweizer Bischöfe wollen über Begleitung Sterbewilliger reden
  7. Auch die Schweizer Bischöfe planen umstrittenen synodalen Weg
  8. Die Schweizer Bischöfe und Abt Urban vom Stift Einsiedeln
  9. Schweizer Bischofskonferenz wirbt für „Mission Manifest“
  10. Kein Sonntagsverkauf am Heiligabend







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz