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Hessischer Rundfunk forderte 'Toleranz' für Sex mit Tieren

25. November 2014 in Deutschland, 32 Lesermeinungen
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Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Toleranz“ durfte ein 29-jähriger Sodomist im öffentlich-rechtlichen Jugendsender „You FM“ über seine sexuellen Beziehungen mit Hunden sprechen. Tierschützer sind empört.


Frankfurt a.M. (kath.net) „Ein öffentlich-rechtlicher Sender fordert Toleranz für Sodomie? Da bleibt einem die Luft weg.“ Dies sagte Simone die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft zum Schutz des Hundes e.V. (DGSH), Simone Schröder, in einer Pressemitteilung. „Tausende Menschen traumatisieren Tiere tagtäglich durch sexuelle Handlungen.“ Sie bezeichnete es als Unverschämtheit, dass das Thema Zoophilie in der ARD eine Bühne erhält und Toleranz für zoophile Neigungen verlangt wird. Darüber berichtete das Wochenmagazin „Focus“. Nach Darstellung des „Focus“ hatte während der ARD-Themenwoche „Toleranz“ der Jugendradiosender „You FM“ des Hessischen Rundfunks eine Sendung „Animal Lovers“ über Zoophilie gebracht. Darin hatte ein 29-jähriger Mann über seine sexuellen Beziehungen zu Hunden gesprochen und das seit 2013 in Deutschland in Kraft getretene Zoophilie-Verbot kritisiert. Der 20-Jährige sprach im Jugendsender offen darüber, wie er seine Neigungen entdeckte. Die Sexualbeziehungen zu Hunden stellte er als einvernehmlich dar, er vertrat, es handle sich dabei um Liebesbeziehungen mit dem Tier als gleichberechtigtem Partner. Der Mann ist Mitglied im Verein Zeta, der für „Toleranz“ gegenüber Zoophilie wirbt, er bedauerte unwidersprochen die Stigmatisierung seiner Neigung.


Die Tierschutzvereinigung DGSH lehnte diese Argumentation ab. „Öffentliche Erklärungen zoophiler Empfindungen bedeutet, diese zu verharmlosen und stellen damit ein großes Problem dar“, warnte die Vorsitzende Schröder. „Hunde wollen keinen Sex, sie wollen sich fortpflanzen.“ „Hunde sind auf Harmonie und Bindung zum Menschen programmiert“, so Schröder. Daher würden sie auch sexuelle Übergriffe unterwürfig ertragen. Die DGSH hat sich an den Hessens Landestierschutzbeauftragte und an den Intendanten des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, gewandt.

In Deutschland war gewaltfreier Sex mit Tieren lange Zeit strafrechtlich nicht relevant gewesen. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2013 sind sexuelle Handlungen mit Tieren nun grundsätzlich verboten und werden als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Zoophilen drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro, wie der „Focus“ abschließend berichtete.

Link zum „Focus“-Beitrag: „Toleranz für Zoophilie? Ist Sex mit Hunden in Ordnung? Hessischer Rundfunk lässt Hörer verstört zurück.


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