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Israel: Wenn Opfer zu Tätern werden

21. November 2014 in Kommentar, 4 Lesermeinungen
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Zur Berichterstattung des ZDF-„heute journal“ am 18. November über den Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem ein Kommentar des evangelischen Pfarrers Gerhard Gronauer (idea).


Wetzlar (kath.net/idea) Da höre ich am Dienstag von einer Bluttat in Jerusalem. Zwei Palästinenser haben eine Synagoge gestürmt und wahllos vier betende Juden getötet. Die Täter wurden von der Polizei erschossen. Abends will ich im ZDF-„heute journal“ Genaueres erfahren. Doch der Beitrag von Nicole Diekmann lässt mich schaudern.

Ich erwarte Äußerungen des Bedauerns. Stattdessen wird mir der Vater eines Täters präsentiert. Anstatt über die Bluttat seines Sohnes entsetzt zu sein, sagt er gefasst in die Kamera: „Jeder, der sieht, was wir Palästinenser erleiden, kann verstehen, dass Menschen so reagieren.“ Als Motiv des Anschlags nennt Frau Diekmann die Verzweiflung der Palästinenser. Sie hätten damit auf den Tod eines Busfahrers reagiert. Dieser hatte zwar Suizid begangen, aber die Korrespondentin hält einen jüdischen Lynchmord für möglich.

Verzweiflung und Vergeltung

Der ZDF-Beitrag spricht von einer verständlichen Reaktion der verzweifelten Palästinenser. Als die Israelis auf das Attentat reagierten und die Zerstörung der Täter-Häuser ankündigten, gilt das weder als verständliche Reaktion noch als Ausdruck der Verzweiflung, sondern als „Vergeltungsmaßnahme“. Ein Wort, das wir mit etwas Bösem assoziieren. Und das noch mehr, als der einzige Israeli, der interviewt wird, ein ultraorthodoxer Extremist ist, der die Araber tot sehen möchte.

Wer hat da wen umgebracht?

So stehen in dem Fernsehbeitrag die Israelis für mörderischen Hass und Vergeltung, die Palästinenser dagegen für Trauer, Gefühle, Verzweiflung. Wer bitte hat da wen umgebracht? Haben Juden in einer Moschee Muslime ermordet? Es war doch umgekehrt!

Schon lange habe ich keinen derart einseitigen israelkritischen Bericht mehr im Fernsehen gesehen. Durch die Inszenierung der Korrespondentin sind aus den Tätern Opfer geworden, aus den Opfern Täter. Eine solche Verdrehung fördert nicht den Frieden, sondern nur einseitige Ressentiments.

Der Autor, Pfarrer Gerhard Gronauer, ist Mitarbeiter am „Synagogenprojekt“ der Augustana-Hochschule Neuendettelsau.


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Lesermeinungen

 nurmut 21. November 2014 
 

Das Verhältnis der Israelis zu den Palästinensern

ist von vielen Gewalttaten und Tragödien gezeichnet. Eine rechte Beurteilung der Lage ist nicht einfach.
Zu empfehlen ist dazu das Buch des röm.kath. Bischofs Elias Chacour (Buch: Israeli, Palästinenser, Christ) aus Palästina, der über Jahrzehnte manches erlebt hat und zur Verzweiflung vieler Palästinenser aus erster Hand berichtet.


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 Rolando 21. November 2014 
 

Kampf gegen Gott

Sie alle Kämpfen gegen Dir Liebe Jesu, einaussichtsloser Kampf, sie rebellieren gegen ihre eigene falsche Vorstellung von Gott, oft unbewusst, doch immer hörend, jedoch auf den Widersacher Gottes hörend, würden sie doch auf die Kirche hören, durch die Jesus spricht, ungeachtet vieler menschlichen Schwächen, die ja Jeder hat, wenn sie Jesus kennen würden wie er ist, wären ALLE Konflikte gelöst.
Beten wir um das Licht und die Liebe Jesu in der großen Blindheit unserer Tage.


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 jadwiga 21. November 2014 

Treffend bemerkt, lieber Pfarrer Gerhard Gronauer!

Das Netz der Medien manipuliert ständig unser Bewusstsein und es scheint wirklich daran zu glauben, allmächtiger als Gott zu sein. Aus den Opfer die Täter zu machen ist für manche nur ein Kinderspiel. Keiner möchte das wahr haben, dass jedes Wort, jede Absicht und auch die Folgen, auf der Waage der Gerechtigkeit abgewogen werden!


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 Stefan Fleischer 21. November 2014 

Die Tragödie ist doch

dass diese Täter selber auch Opfer sind. Sie glauben sich Opfer der israelischen Politik. Weit mehr aber sind sie Opfer der eigenen Führung, die ihren Idealismus schmallos missbraucht und sie islamitisch indoktriniert, um dann solche sinnlosen Taten als Waffe im ihrem blindwütigen Kampf gegen einen um jeden Preis und mit allen Mitteln zu vernichtenden Feind einsetzen zu können.


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