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Kardinal Müller: ‚Sogar Bischöfe haben sich blenden lassen’

7. November 2014 in Weltkirche, 35 Lesermeinungen
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In einem Interview mit einer polnischen Zeitung nimmt Kardinal Müller zu den Kontroversen auf der Bischofssynode zur Familie Stellung.


Warschau/Vatikan (kath.net/jg)
Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, hat der polnischen Zeitung Nasz Diennik ein Interview gegeben, in dem er sehr offen über die Bischofssynode zur Familie gesprochen hat. Das Interview ist auf dem kanadischen Blog Toronto Catholic Witness in englischer Sprache veröffentlicht worden.

Auszüge aus dem Interview mit Kardinal Müller:

Über die Medien

„Leider versuchen verschiedene Medien, internationale Organisationen und sogar die Regierungen verschiedener Länder in den modernen Gesellschaften Verwirrung zu stiften. In vielen Ländern werden Beziehungen zerstört, was auch auf das christliche Modell der Ehe und Familie zutrifft. Die Wahrheit über Ehe und Familie wird relativiert. Diese Trends wirken auch in die Kirche und auf die Bischöfe, auf die sie (die Medien) Druck ausüben möchten. ... Wir haben Christus und das Evangelium. Das ist unser Referenzpunkt, die Grundlage für die wahre und einzige Lehre der Kirche ...“


Über die Ehe

„Es gibt viele Medien, aber nur einen Mediator (Mittler), nämlich Jesus Christus und sein Evangelium. Deshalb kann das Wort Gottes auf keine Weise ignoriert oder verfälscht werden. Es muss vollständig angenommen werden. Die Kirche kann nicht ändern, was Christus gelehrt hat, weder vor noch nach der Synode.“ Bezüglich der Ehe seien das in erster Linie die Worte „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Zur Homosexualität

Der Katechismus lehre, dass homosexuelle Personen zur Keuschheit berufen sind. Papst Franziskus wolle die Lehre nicht verändern, sondern betonen, dass die Kirche niemand verurteile, der gefehlt hat und eine homosexuelle Neigung hat. Man müsse aber mit Klarheit sagen, dass die Kirche homosexuelle Akte negativ beurteile. Die Kirche werde dieses Urteil nicht ändern. Homosexuelle Akte sind „gegen das Naturgesetz, sie sind Sünde“, sagte der Kardinal wörtlich.

Über die Bischöfe

Leider habe es Vertreter der Kirche, darunter sogar Bischöfe, gegeben, die sich von der säkularisierten Gesellschaft hätten blenden lassen, sodass sie das Hauptthema oder die Lehre der Kirche aus den Augen verloren hätten. Sie hätten über verschiedene Möglichkeiten nachgedacht und dabei auf die Grundlage vergessen.

Für die Bischöfe dürfe es immer nur eine Agenda geben, die Agenda der Kirche auf der Grundlage der göttlichen Offenbarung, sagte Kardinal Müller abschließend.




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Lesermeinungen

 supernussbi 12. November 2014 

Was oll der einseitige Luther?

Georg Konrad: Wenn der Kardinal die Auslegung nicht erwähnt, heisst das nicht, dass er jetzt nur noch "sola scriptura" denkt. Jeder praktizierende Christ weiss oder sollte wissen, dass die Tradition die Auslegung der Hl. Schrift im Leben der Kirche ist und es zu Beginn nur diese mündliche Überlieferung gegeben hat, bis die neutestamentlichen "Predigten" aufgeschrieben bzw. die diversen Briefe danach abgeschrieben und auch begonnen wurde, diese auch an Orten in der Liturgie vorzulesen, die ursprünglich nicht Adressaten waren. Auch für Müller gilt die Lehre, dass nicht "sola scriptura" , sondern "Schrift UND Tradition" Richtschnur sind!
Zudem Luther hatte vieles festgestellt, Aufrufe zu Mord und Totschlag, mit viel Hass gegen die Juden. Wenn eine Mutter den Kindern den Glauben mitgibt und sie ins Gebetsleben einführt, ist sie indirekt auch Heilsvermittlerin, weil diese ohne sie vielleicht nicht zu Christus fänden...


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 Georg Konrad 11. November 2014 
 

Ein unerwartetes Zeichen der Versöhnung mit dem Protestantismus

Wie Herr Kardinal Müller betont, ist der Referenzpunkt in Glaubensfragen die Heilige Schrift und Jesus Christus. Das sehe ich als großartige ökumenische Geste an unsere protestantischen Glaubensbrüder und -schwestern, wie schon Luther feststellte ist allein Christus der Heilsvermittler und die Bibel Richtschnur für den rechten Glauben (sola scriptura), noch einmal herzlichen Dank an den Leiter der Glaubenskongreation!


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 Hadrianus Antonius 8. November 2014 
 

S.E. Kard. Müller: Cooperator Veritatis

Auffallend in den letzte Wochen ist, daß sehr interessante und substanzielle Interviews und Referate in polnische, Kanadische, US-amerikanischen Zeitungen und Blogs erscheinen und daß in Westeuropa nur sehr wenig und sehr tendenziös berichtet wird.


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 Zarah N 7. November 2014 
 

Und dennoch haben sie keine Entschuldigung.

Diese Kardinäle haben die Heilige Schrift, die Tradition, die Kirchenväter; die Ermahnungen und Warnungen Jesu und Pauli studiert. Paulus hat eindringlich davor gewarnt sich von nichtigen menschlichen Philosophien einfangen zu lassen und damit die Herde zu verwirren und vom Glauben abzubringen.

Die Kardinäle haben sich trozt besseren Wissens verführen und blenden lassen. Sie haben daher keine Entschuldigen.
Man kann nur beten, dass sie sich wieder auf Christus und seine Sendung besinnen.


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 Fides Mariae 7. November 2014 
 

Wenigstens einer ist vernünftig

In solchen verunsichernden Zeiten zählen katholische ermutigende Wortmeldungen doppelt. Danke, Kardinal Müller!!!
Ich bin sehr betrübt, dass Papst Franziskus anscheinend unterschätzt, wie sehr wir gläubigen Katholiken der weltlichen Berichterstattung und der Allgegenwart von relativierenden kirchlichen Wortmeldungen unterliegen und gequält werden, und wie sehr uns das verunsichert. Ich denke zwar, man kann den eigenen katholischen Geist stärken, wenn man konsequent die Predigten vom Papst liest. Aber EINMAL ein Wort des Widerspruchs gegen die deprimierenden Wortmeldungen deutscher Bischöfe wäre doch eine Erlösung.


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 Kostadinov 7. November 2014 

@Marienzweig

keine Panik! Ich wollte lediglich ein weiteres Beispiel anführen, wo sich die Gläubigen, die bislang versuchten, sich an die Lehre zu halten, verschaukelt fühlen. Keine Kritik an Ihrem Post.

@Max Emanuel: «Warum bereitet der Heilige Vater dieser Verunsicherugn kein Ende? Soll das Hick-Hack bis zur Bischofssynode im nächsten Jahr weitergehen?»
Ich schreib's ungern, aber der Hl. Vater hat doch höchst selbst Kasper, Marx und v.a. Baldesseri und den Homo-Versteher Bruno Forte an die entscheidenden Schalthebel gesetzt. Hat er das nun gemacht, um sie endgültig von der Synode demontieren zu lassen oder sympathisiert er mit ihren Thesen? Das ist doch der Quell der Verwirrung, daß das höchste Lehramt bisher schweigt...


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 Max Emanuel 6. November 2014 

Leuchtturm Müller

Ich bin Kardinal Müller unendlich dankbar für seine wiederholt klaren Worte, die für uns klare Orientierung in diesen Verwirrungen in den öffentlichen Medien sind. Ich kenne viele verunsicherte Gläubige, die durch widersprüchliche Äußerungen zur Lehre durch Hirten wie Kardinal Marx und Kasper Halt suchen.
Warum bereitet der Heilige Vater dieser Verunsicherugn kein Ende? Soll das Hick-Hack bis zur Bischofssynode im nächsten Jahr weitergehen?
Ist die Herde der Gläubigen so gefestigt, dies zu ertragen? Bringen diese Diskussionen uns in unserem Glauben wirklich weiter?
Glauben Kasper und Marx, daß ein Einlenken vor dem Zeitgeist den Glauben stärkt?
Heiliger Vater übernimm´ Führung!


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 Marienzweig 6. November 2014 

@ Kostadinov!

Meine Antwort bezog sich speziell auf Scotus.
Er schilderte in seinem Kommentar die Reaktionen einiger seiner Freunde.

Selbstverständlich haben Sie Recht.
Auch mutwillig Verlassene verdienen unser Mitgfühl.
Ich kenne eine Frau, die auf die Frage meiner Schwiegertochter, was sie machen würde, käme es in dieser zweiten Ehe wieder zu Schwierigkeiten, antwortete:
"Nun, dann trennen wir uns halt wieder!"
Ihr erster Mann litt an dieser Trennung wie ein Hund.
Wenn ich solche Sätze von Leuten höre, die kein Problem damit zu haben scheinen, ihre bisher gelebte Ehe sang- und klanglos über Bord zu werfen und den Partner gleich mit dazu, dann wehrt sich alles in mir dagegen, sie doch -bitte schön- "barmherzig" zur Kommunion zuzulassen.
Wer ist barmherzig den Verlassenen gegenüber und den Kindern dieser Verlassenen?
Da haben Sie mit Ihrer Frage vollkommen Recht, lieber Kostadinov!

Ich hoffe, ich konnte das in Ihnen möglichweise entstandene Missverständnis ausräumen.


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 Marienzweig 6. November 2014 

Lieber Scotus!

Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar und der darin beschriebenen Reaktion des schwulen Hardcore-Atheisten.
Nur anhand klarer Äusserungen seitens der Bischöfe können sich Gläubige -aber auch dem Glauben und der Kirche Fernstehende- orientieren.
Sie müssen wissen, was die Lehre Christi beinhaltet, ehe sie sich dann entsprechend danach ausrichten können. Ob Atheisten irgendwann einmal in ihrem Leben diese Lehre annehmen können oder nicht, liegt nicht in unserer, sondern in Gottes Hand.
Dass aber jene Homosexuelle, die -im tiefen Glauben verankert- sich um Keuschheit bemühen, sich abgefertigt fühlen müssen, ist schmerzlich.
Unklar sich äussernde Bischöfe tun niemandem einen Gefallen, weder den Gläubigen noch den Suchenden, noch den Zweifelnden, noch den Agnostikern und Atheisten und auch nicht den Sündern.

Jesus war stets voller Liebe, aber er gebrauchte auch klare Worte!


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 Diasporakatholik 6. November 2014 
 

@Suarez

Ich pflichte Ihnen voll und ganz bei.
Danke für Ihren Beitrag.


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 aragorn1 6. November 2014 
 

Nur mit solcher Klarheit kann ein Hirte seine Herde führen!

Wird nämlich nur gesagt, dass die Kirche die Homosexuellen nicht verurteilt (was ja richtig ist) aber gleichzeitig verschwiegen, dass der homosexuelle Akt Sünde ist, könnten die Betroffenen es so verstehen, dass ihr Handeln (auch) von der Kirche gebilligt wird.

Jene aber, die die Lehre der Kirche in diesem Punkt verteidigen, werden damit im Regen stehen gelassen.


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 studiosus 6. November 2014 

Es

Es bleibt dann aber noch die bittere Frage warum die Glaeubigen dann solchen geblendeten Bischoefen ausgesetzt werden...


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 Metscan 5. November 2014 
 

Sogar Bischöfe haben sich blenden lassen

Kardinal Seper sagte seinerzeit: "Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe", das sehen wir ja jeden Tag aufs Neue.


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 Toribio 5. November 2014 
 

Auch Weihbischof Athanasius Schneider...

... sprach von einer "radical neopagan ideology" auf der Bischofssynode. Das Interview mit Bischof Schneider führte Izabella Parowicz von 'Polonia Christiana' und kann auf pch24.pl nachgelesen werden, auch in einer englischen Version:
http://www.pch24.pl/against-pharisees,31907,i.html
The Church and the world do urgently need intrepid and candid witnesses of the whole truth of the commandment and of the will of God, of the whole truth of Christ's words on marriage. Modern clerical Pharisees and Scribes, those bishops and cardinals who throw grains of incense to the neo-pagan idols of gender ideology and concubinage, will not convince anyone to either believe in Christ or to be ready to offer their lives for Christ - said + Athanasius Schneider Auxiliary Bishop of the Archdiocese of Saint Mary in Astana, Kazakhstan.
@ Karlmaria: Ihnen vielen Dank, dass Sie daran erinnert haben. Das Vorbereitungsheft gibt es als PDF-Datei auf: www.33schritte.at


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 Waldi 5. November 2014 
 

Wäre es nicht möglich,

solche Bischöfe, die "ihre Seele zunehmend dem Zeitgeist zu verkaufen gedenken", in "die Wüste" zu schicken?. Ich meine das nicht abfällig! Viele der großen Mystiker sind in der kargen Wüsteneinsamkeit zu feurigen Verfechtern der katholischen Glaubenslehre und zu treuen Söhnen der katholischen Kirche geworden - und geblieben! Der Zeitgeist findet sein üppigste Nahrung am leichtesten dort, wo prall gefüllte Fleischtöpfe verführerisch duften und die geistigen Sinne verwirren!
Kardinal Marx hat einmal seinen Unmut darüber geäußert, dass im Internet, im Schutz der Anonymität, jeder nach Belieben ungeschoren lästern kann. Ich habe einmal mit vollem Namen an die Diözese München-Freising eine eMail geschrieben und mich über die sonderbar ausfälligen Zeremonien der Liturgie in unserer Gemeinde beschwert. Seit Jahren warte ich vergebens auf eine Antwort. Man hat mich wohl für einen unverbesserlichen Fundamentalisten gehalten, der der Kirchen-Moderne den ältesten Schutt in die Bahn streut!


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 alexius 5. November 2014 

Bemerkenswerte Nicht-Ansprache von Papst Franziskus heute

Ich verlinke einige Worte Seiner Heiligkeit zu Teilnehmern eines Kurses für Nichtvollzugsverfahren in Rom. Der Papst sagt offen, er habe nichts vorbereitet, und dann sagte er in zwei kurzen Absätzen praktisch doch alles, ausgehend von der letzten außerordentlichen Synodalversammlung in Rom. Dies alles zeigt, dass er klar sieht, um was es (hier konkret bei der angepeilten Verschnellerung sämtlicher Eheprozesse) geht, und dass er die Zügel in der Hand hält. Also keine Sorge:

press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2014/11/05/0817/01725.html


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 Karlmaria 5. November 2014 

Heute beginnt die 33 tägige Vorbereitungszeit

Auf die Weihe an Maria am 8. Dezember. Die Weihe an Maria ist das Allheilmittel gegen alle Probleme die es überhaupt geben könnte. Maria ist die Überwinderin aller Häresien. Maria ist die Bewahrerin des Glaubens in allen Anfechtungen. Maria ist die Ausspenderin aller Gnaden. Wer Probleme hat muss Gott durch Maria bitten. Alles durch Maria lernt man beim Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort oder bei Pater Johannes Schmid dem Mitbegründer der Gebetsstätte Wigratzbad. Alles soll durch, mit, in und für Maria geschehen. So hat es Gott gewollt!


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 speedy 5. November 2014 
 

lieber cremarius, leider wird er kein Papst werden, denn unser Herrgott kennt schon den nächsten- ich halte es für eine grosse gnade das emeritus benedictus 16 ein Papst sein durfte, und aqus Bayern kam - das halte ich in meinem leben für eine gnade von vielen, die ich zu schätzen weiss, ich werde kardinal Müller auf meine anliegenliste setzen, denn wir brauchen einen starken Glaubenshüter


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 Regensburger Kindl 5. November 2014 

Danke aus Regensburg

Das sind wahre Worte von Kardinal Müller aber, er kommt aus Regensburg und das kann nicht schlecht sein, wenn man sieht, was aus dieser Stadt schon gute Kirchenmänner nach Rom gerufen wurden, im Prinzip gehört Papst Benedikt auch dazu, immerhin war er hier Prof. und hat hier gewohnt!!! Ich vermisse Kardinal Müller manchmal sehr, denn unser neuer Bischof ist sooo langweilig und seine Predigten sind immer mit einer depressiven Stimme, was mir gar nicht gut tut, ich brauche kräftige Worte, die mir helfen, in welche Richtung es gehen soll, das hatte ich immer bei Bischof G.L. Müller!!!


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 Scotus 5. November 2014 

Wenn wir ernstgenommen werden wollen, müssen wir klar sein.

Unlängst hatte ich eine äußerst spannende Diskussion mit einem schwulen Hardcore-Atheisten. Interessant fand ich seine Äußerung, dass ihm kirchliche Stellungnahmen zu diesem Thema mit einer klaren Haltung lieber seien, als - ich zitiere wörtlich - "Haltungen wie solche von Schönborn und all den Softies in der Kirche, welche sich nur scheinbar liberal positionieren wollen." Gleichzeitig weiß ich konkret von zwei homosexuellen Männern, die versuchen ein keusches Leben zu führen, wie diese von Bischöfen gleichsam abgefertigt und so allein im Regen stehen gelassen wurden. - Wieso werde ich den Verdacht nicht los, dass sich einzelne Bischöfe den Medien anbiedern und feige vor der öffentlichen Meinung in die Knie gehen?

Solange es unseren Hirten nicht gelingt, über die Keuschheit in einer Weise zu sprechen, dass sie auch von der säkularen Welt verstanden werden, solange sollten sie auch zur "positiven Qualität" von homosexuellen Partnerschaften schweigen. Um glaubwürdig zu sein.


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 Cremarius 5. November 2014 

Hoffentlich wird er einmal Papst!

Die Chancen dafür mögen gering sein, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...


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 maxmichael 5. November 2014 
 

Gute Worte!

Diese klaren Worte tun Leib und Seele gut. Diejenigen, die die Liebe Gottes erkannt haben, verstehen sie und die anderen hoffentlich bald. Vielen herzlichen Dank Herr Kardinal!


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 Johann Martin 5. November 2014 
 

Hoffentlich bleibt er noch lange!

Ich hoffe, dass Kardinal Müller auch in Zukunft nicht von seinem Amt abberufen wird. Die Kirche braucht ihn!


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 Bentheim 5. November 2014 
 

Kardinal Müller über die Bischöfe:

Blenden ließen sich einige Bischöfe durch die „säkularisierte Gesellschaft“, „so dass sie das Hauptthema oder die Lehre der Kirche aus den Augen verloren hätten. Sie hätten über verschiedene Möglichkeiten nachgedacht und dabei auf(?) die Grundlage vergessen.“ Für die Bischöfe dürfe es nur die Agenda auf der Grundlage der göttlichen Offenbarung geben. Das trifft deutlich auf die Bischöfe Kasper, Marx und ihr Anhang zu. Dass es außerdem bei anderen Bischöfen Verwirrung gab, das war während der Synode an deren Zwischenbemerkungen mit ebensolcher Deutlichkeit feststellbar.


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 Nummer 10 5. November 2014 

Gelobt sei Gott für diese klaren Worte der Wahrheit, Danke!


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 nicodemus 5. November 2014 
 

Suarez hat Recht !

Kardinal Müller sagt als Präfekt der Glaubenskongregation nichts anderes als sein Vorgänger.
Aber warum e i e r n dann Kasper, Marx, Bode und leider viele andere Bischöfe?


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 Ginsterbusch 5. November 2014 

Ohne Angst und in tiefer Gottesliebe

bleibt Kardinal Müller bei der Wahrheit.
Er steht wie Johannes unter dem Kreuz. Er hält aus, er liebt und er ist treu.
Er ist zwar nicht "der Fels", aber für mich ist er wie Johannes.
Und Johannes blieb bis zum Ende.


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 Schlegeli 5. November 2014 
 

Endlich

Liebe Mitchristen,

Na, das sind wenigstens ermutigende Zeichen.

Viele Grüße


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 neri5 5. November 2014 
 

Wissen es auch die Bischöfe, ist es ihnen Bewußt, das sie sich haben blenden lassen?


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 agnese 5. November 2014 
 

agnese Vorsehung Gottes!

Wir haben großes Glück,daß Papst Benedikt XVI. den Kardinal Müller in die Glaubenskongregation berufen habe.Er ist die stabile Eiche im Sturm und Wind der liberalen Meinungen und Weltanschaungen.Der heilige Vater Franciskus kann und wird seine endgültige Entscheidungen wohl nicht vorzeitig presentieren, aber wirkönnen Ihm vertrauen und das ist beruhigend!


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 girsberg74 5. November 2014 
 

Klare Kante"


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 Christa Dr.ILLERA 5. November 2014 
 

Danke

Danke Kardinal Müller für Ihre klaren Worte!


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 bernhard_k 5. November 2014 
 

Vergelt's Gott vielmals!


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 Suarez 5. November 2014 

Kardinal Müller sagt als Präfekt der Glaubenskongregation nichts anderes als sein Vorgänger

Ob man das mit dem "Blendenlassen" der Bischöfe auch so sehen muss, sei mal dahingestellt. Ein Teil der Hirten scheint zumindest nicht minder verwirrt als der Großteil der Herde, was ja nicht unbedingt einen beruhigenden Zustand der Kirche darstellt. Blenden lassen kann man sich zudem vom Zeitgeist nur dann, wenn der Blick nicht gen Himmel sondern aufs Weltliche gerichtet ist, was dann wiederum nicht für einen festen Glauben spricht.

Die Kirche hat seit den Missbrauchsskandalen eine schwere Erschütterung erlebt, die dazu geführt hat, dass sich Teile der Bischöfe den Angriffen einer immer aggressiver auftretenden Lobby dadurch zu entziehen suchen, indem sie sich ideologisch wegducken.

Das ist aber ein schweres Vergehen eines Hirten, der die ihm anvertraute Herde weiden und nicht den Wölfen ausliefern soll, um selbst unbeschadet zu bleiben.

Auch muss deutlich ausgesprochen werden, dass einige Bischöfe offen Sympathie für abwegiges Verhalten hegen.


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 huegel76 5. November 2014 

Hos 4, 1a.4-6.9-10

Das Gericht über die Priester
Hört das Wort des Herrn, ihr Söhne Israels! / Denn der Herr erhebt Klage / gegen die Bewohner des Landes:
Doch nicht irgendeiner wird verklagt, / nicht irgendwer wird gerügt, / sondern dich, Priester, klage ich an.
Am helllichten Tag kommst du zu Fall / und ebenso wie du stürzt in der Nacht der Prophet. / Auch deine Mutter lasse ich umkommen.
Mein Volk kommt um, weil ihm die Erkenntnis fehlt. / Weil du die Erkenntnis verworfen hast, / darum verwerfe auch ich dich als meinen Priester. Du hast die Weisung deines Gottes vergessen; / deshalb vergesse auch ich deine Söhne.
Darum wird es dem Priester ergehen wie dem Volk: Ich bestrafe ihn für sein Verhalten, / seine Taten vergelte ich ihm.
Sie werden zwar essen, doch sie werden nicht satt, / sie treiben Unzucht, aber sie vermehren sich nicht. Ja, sie haben den Herrn verlassen / und sich an Unzucht gehalten.


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