Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  11. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Bischofssynode: Arbeitsgruppen fordern zahlreiche Änderungen!

16. Oktober 2014 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert einige Passagen aus den «Berichten der Arbeitsgruppen» in eigener Übersetzung.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Bei der Außerordentlichen Bischofssynode in Rom haben die in zehn Arbeitsgruppen aufgeteilten Synodenväter den am Montag von Kardinal Peter Erdö vorgestellten «Zwischenbericht» kontrovers diskutiert. Am Ende ihrer Debatten beschlossen die Arbeitsgruppen unabhängig voneinander zahlreiche Änderungsvorschläge, die nun in einem komplexen Redaktionsverfahren in einen Abschlusstext der Synode einfließen sollen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert einige Passagen aus den «Berichten der Arbeitsgruppen» in eigener Übersetzung:

Ergänzungen empfiehlt der vom US-Kurienkardinal Raymond Leo Burke geleitete Sprachkreis «Anglicus A». Der Text brauche eine theologische und anthropologische Grundlegung. Die kirchliche Lehre vom menschlichen Leben, von Ehe und Familienleben müsse dargestellt werden. «Wo beispielsweise die Relatio offenbar nahelegt, dass Sex außerhalb der Ehe oder Zusammenleben ohne Trauschein erlaubt sind, haben wir versucht zu zeigen, warum ein solcher Weg nicht zu menschlicher Erfüllung führt.» Denn «wenn wir andeuten, dass bestimmte Lebensstile akzeptabel sind, dann könnten (...) besorgte Eltern leicht sagen: »Warum arbeiten wir so hart daran, unsere Söhne und Töchtern zu einem Leben nach der kirchlichen Lehre anzuhalten?.«


Klar wendet er sich gegen die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten. Das Mitgefühl der Kirche für Menschen in schwierigen Situationen dürfe bei den Gläubigen nicht zu Verwirrung führen.

Die italienischsprachige Gruppe »Italicus B« unter Leitung von Kardinal Angelo Bagnasco bemängelt, in dem Zwischenbericht sei zu viel von Krisensituationen und zu wenig von intakten christlichen Familien die Rede. »Wir können uns nicht erlauben, den Eindruck zu erwecken, als bleibe die christliche Familie in unserem synodalen Dialog unberücksichtigt«, heißt es in dem Bericht. Zudem beanstandet der Zirkel, der Zwischenbericht scheue sich, ein klares Urteil zu fällen über »diverse Angelegenheiten, die bereits Ausdruck der dominierenden Kultur sind«. Diese Zurückhaltung sei mit der »prophetischen Rolle« der Kirche nicht vereinbar.

Noch deutlicher formuliert diese Anliegen der italienischsprachige Zirkel unter Leitung von Bischof Angelo Massafra. Das Abschlussdokument müsse ausdrücklich die kirchliche Lehre von Ehe, Familie und Sexualität bekräftigen und sich mit Blick auf »Situationen, die objektiv im Widerspruch zum Evangelium von der Familie stehen ohne Schwanken der Kategorien 'Sünde', 'Ehebruch' und 'Umkehr' bedienen«, fordert der Zirkel.

Der vom Wiener Kardinal Schönborn geleitete französischsprachige Zirkel »Gallicus B« hat sich mehrheitlich gegen einen Rückgriff auf das sogenannte »Konzept der Gradualität« ausgesprochen. Dieses Modell laufe Gefahr - wenn auch zu Unrecht - »von vornherein als Legitimierung irregulärer Lebenssituationen verstanden zu werden«. Der Zirkel wendet sich ausdrücklich auf die unter anderem von Schönborn selbst ins Spiel gebrachte Analogie zu den Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) über die Kirche im ökumenischen Dialog.

Das Konzil hatte festgestellt, dass Kirche im Vollsinne nur die katholische Kirche sei, in anderen christlichen Gemeinschaften jedoch auch Elemente von Kirche vorhanden sein könnten. Der Vorschlag Schönborns und anderer war, solche Abstufungen auch mit Blick auf die Ehe anzuwenden.

Die spanischsprachigen Gruppe »Ibericus A« unter dem Vorsitz des
mexikanischen Kardinals Francisco Robles Ortega forderte, die Textpassage über die Homosexuellen grundlegend zu verändern und wie folgt zu formulieren: »Die Geschlechtlichkeit, die uns als Menschheit als Männer und Frauen existieren lässt, ist ein nicht aufgebbarer Wert der christlichen Theologie und Anthropologie. (...) Auch Personen mit homosexuellen Neigungen brauchen Aufnahme und Begleitung, die ihnen hilft, im Glauben zu wachsen und den Plan Gottes für sie kennenzulernen.«

Die Gruppe »Ibericus B« unter Leitung des spanischen Kardinals Luis Martinez Sistach betonte, dass der Zwischenbericht Erdös lediglich ein Arbeitspapier sei. Grundlegende theologische und kirchenrechtliche Fragen müssten bis zur nächsten Synode 2015 von Expertenkommissionen vertieft und verdeutlicht werden. »Wir finden, dass in dem Bericht die eingehende Behandlung wichtiger Themen wie Abtreibung, Anschläge auf das Leben, das verbreitete Phänomen der Adoption und die Gewissensentscheidungen der Eheleute fehlte, ebenso wie eine größere Klarheit über das Thema Homosexualität«.


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  2. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  3. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  4. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  5. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  6. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  8. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  9. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  15. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz