Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  2. Nicht mehr ernst zu nehmen
  3. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  4. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Schockenhoff: Selbsttötung muss gesellschaftliches Tabu bleiben

13. Oktober 2014 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Freiburger Moraltheologe warnt vor falscher Sicht auf Selbstbestimmung – Rottenburger Bischof Fürst: Es sei Aufgabe der Kirche, «dass wir eine Kultur der Hilfe im Sterben entwickeln und nicht eine Kultur der Hilfe zum Sterben».


Rottenburg (kath.net/KNA/red) Vor einem falschen Verständnis von Selbstbestimmung hat der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff gewarnt. Bei einer Veranstaltung des Diözesanrats im Bistum Rottenburg-Stuttgart sagte Schockenhoff am Wochenende, auch in der letzten Lebensphase könne ein Menschen mit seinen Wünschen nicht isoliert betrachtet werden. Abhängigkeit von anderen und das Angewiesensein auf Hilfe seien keine menschenunwürdige Zustände, sondern eine Grundverfassung des Menschen. Fürsorge anderer schränke Selbstbestimmung nicht ein.

Schockenhoff plädierte dafür, das «Zeitmuster des Sterbens» zu respektieren. Moralische Anerkennung eines Sterbenden erfordere, bis zuletzt bei ihm zu bleiben, und nicht nur, seine Wünsche zu erfüllen. Selbsttötung müsse ein gesellschaftliches Tabu bleiben. Wenn der assistierte Suizid gesellschaftlich anerkannt würde, ändere sich «die Entscheidungsgrundlage für alle denkbaren Lebenssituationen», so der Moraltheologe.


Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst plädierte für eine verstärkte Bewusstseinsbildung und Auseinandersetzung mit dem Thema. Nur so entstehe eine Basis, auf der Menschen verantwortete Haltungen zum Leben entwickeln könnten. Es sei Aufgabe der Kirche, «dass wir eine Kultur der Hilfe im Sterben entwickeln und nicht eine Kultur der Hilfe zum Sterben».

Nach Angaben der «Südwestpresse» forderte Fürst auch, dass das Thema Sterbehilfe schon in der Schule angesprochen werden sollte. Der Rottenburger Bischof plädiere für eine «verstärkte Bewusstseinsbildung» und Auseinandersetzung mit der Thematik auch durch kirchliche Bildungsveranstaltungen und im Religionsunterricht.

Kardinal Lehmann positioniert sich für die Deutsche Bischofskonferenz klar gegen die Sterbehilfe


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens
  3. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  6. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  7. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  8. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  9. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  10. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  4. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  5. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  6. Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
  7. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"
  8. Kirche im isländischen Selfoss wird im September eingeweiht
  9. „Hinter mir her!“ – Der Weg führt ins Leben
  10. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. Norwegische kath. Bischöfe bitten Papst Leo XIV. um ein Jubiläumsjahr für Norwegen (2030–2031)
  13. Synodalität aus der Tradition - Teil 2
  14. … und das Leben der kommenden Welt
  15. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz