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Kardinal Kasper: Segen für Zweitehe nicht aus Bibel abgeleitet

2. Oktober 2014 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
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Kardinal Kasper: Von der Praxis einiger orthodoxer Kirche könne man zwar «etwas lernen», doch einige Elemente der orthodoxen Praxis seien nicht aus der Bibel abgeleitet, sondern aus dem kaiserlichen byzantinischen Recht.


Rom (kath.net/KNA) Der emeritierte deutsche Kurienkardinal Walter Kasper (Foto) hat sich zurückhaltend gegenüber einer kirchlichen Segnung für eine zweite Beziehung nach einer gescheiterten Ehe geäußert. Von dieser Praxis einiger orthodoxer Kirche könne man zwar «etwas lernen», sagte Kasper am Donnerstag in einem Interview der italienischen Tageszeitung «Avvenire». Er glaube jedoch nicht, dass dieses Modell als solches auf die katholische Kirche übertragbar sei. Dagegen spreche auch, dass einige Elemente der orthodoxen Praxis nicht aus der Bibel abgeleitet seien, sondern aus dem kaiserlichen byzantinischen Recht.


Der Vorschlag, eine zweite Beziehung nach dem Scheitern einer Ehe gemäß orthodoxem Vorbild kirchlich zu segnen, hatte zur Überraschung vieler Beobachter auch Eingang in das Arbeitspapier der Weltbischofssynode gefunden, die am Sonntag im Vatikan beginnt. Zugleich werden in dem Dokument jedoch auch Vorbehalte und ablehnende Stellungnahmen referiert.

Grundlage für das Arbeitspapier bildeten die Rückmeldungen auf eine Umfrage zu Familie, Ehe und Sexualität, die der Vatikan unter den Bischofskonferenzen weltweit veranstaltet hatte. Die Außerordentliche Synode über die Familie tagt vom 5. bis 19. Oktober im Vatikan.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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