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Warum heiraten sich auszahlt

2. Oktober 2014 in Familie, 2 Lesermeinungen
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Akademiker und Intellektuelle wie die frühere US-Botschafterin im Vatikan, Mary Ann Glendon, veröffentlichen im Vorfeld der Bischofssynode ein Memorandum mit dem Titel „Commitment for Marriage“ (Engagement für die Ehe)


Rom (kath.net/dh)
Warum soll man heute noch heiraten? Welchen Stellenwert hat die Ehe für einen selber und für die Gesellschaft insgesamt? Und wie kann es gelingen, dass man ein ganzes Leben lang seinem Partner treu ist und die eigene Familie Abbild der Liebe Gottes? Um solche Fragen wird es ab Sonntag bei der außerordentlichen Sitzung der Bischofssynode im Vatikan gehen.

Die breite Zustimmung für lose Formen des Zusammenlebens, die vielen Scheidungen und vor allem auch die Schwierigkeiten, mit denen Scheidungskinder mitunter ein ganzes Leben lang kämpfen, haben namhafte Akademiker und Intellektuelle wie die frühere US-Botschafterin im Vatikan, Mary Ann Glendon, veranlasst, ein Memorandum mit dem Titel „Commitment for Marriage“ (Engagement für die Ehe) zu verfassen. In dem Schreiben bestärken sie Papst Franziskus und die Synodenväter in der Absicht, die Ehe- und Familienpastoral der Kirche zukunftsfit zu machen. Vor allem geht es den 48 Unterzeichnern darum, die Schönheit und gesellschaftliche Bedeutung des Ehe- und Familienlebens aufzuzeigen und Wege zu finden, um Ehepaaren gerade auch in schwierigen Zeiten wirksam zu helfen.


Die Experten nennen aktuelle Herausforderungen beim Wort und verweisen dabei auf wissenschaftliche Studien. Pornographie zum Beispiel ist in ihren Augen ein Hauptgrund dafür, dass immer mehr Ehen in Brüche gehen. Die bevorstehende Bischofssynode biete die großartige Gelegenheit, das wunderbare Geschenk der Ehe, aber auch die vielfältigen Gefährdungen für ein erfülltes Ehe- und Familienleben zu analysieren und mit dem Optimismus von Papst Franziskus in die Zukunft zu blicken: „Die Herausforderungen existieren, um überwunden zu werden. Seien wir realistisch, doch ohne die Heiterkeit, den Wagemut und die hoffnungsvolle Hingabe zu verlieren!“ (vgl. Evangelii Gaudium, 109).

Zu den konkreten Ideen, die im Memorandum angerissen werden, gehören die regelmäßige Fürbitte um starke und treue Ehen während der Sonntagsmesse, eine fundierte Ausbildung für die Priesteramtskandidaten im Hinblick auf den Wert und den gesellschaftlichen Nutzen der Ehe sowie die Versöhnungsarbeit, wo immer diese notwendig sein sollte. Die Eheleute werden eingeladen, kleine Gemeinschaften zu bilden, in denen man Erfahrungen austauscht und sich gegenseitig stärkt und hilft. Einige Ehepaare sollten auch eine spezielle Ausbildung durchlaufen, um andere als Mentoren begleiten zu können. In Österreich bietet die Akademie für Ehe und Familie schon seit längerer Zeit einen entsprechenden Kurs an. Wenn die Synodenväter einige dieser Punkte beherzigen, könnte nach Ansicht der Unterzeichner des Memorandums aus der oft beschworenen „Krise der Ehe“ ein neuer Frühling der Ehe werden.


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