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"Ach, Kirsten, du bringst mich in Verlegenheit"

9. September 2014 in Deutschland, 55 Lesermeinungen
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Hamburger Weihbischof Jaschke würde "Bischöfin" Fehrs nicht die Hl. Eucharistie verweigern: "Wenn sie als Bischöfin in der Messe zu mir käme, würde ich ihr hinterher sagen: 'Ach, Kirsten, du bringst mich in Verlegenheit.'


Hamburg (kath.net)
Der katholische Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (Foto) ist ein Bewunderer der evangelischen Kirche: "Ich bin katholisch erzogen. Aber ich habe das Evangelische in meiner Diaspora-Heimat von Bückeburg oft bewundert. Die hatten ihre Lutherbibel und in der Schule hieß es, es stünden auch nicht jugendfreie Sachen drinnen. Wir hatten nur die Schulbibel und den Katechismus." In einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" meint er auf die Frage, ob er gerne evangelischer Bischof wäre: "Wäre ich evangelisch und hätte ich den Beruf des Pastors gewählt, wäre ich vielleicht auch, und dann gerne, Bischof geworden."


"Ökumenischen Höhenflüge" schätzt Jaschke derzeit eher als "bescheiden" ein. Dann lässt Jaschke die übliche Breitseite auf Rom los, weil diese vor einigen Jahren klar gestellt habe, dass die Protestanten keine Kirche im katholischen Verständnis seien. "Nach der Euphorie über die historisch einzigartige Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigung aus dem Jahr 1990 kam etwa aus Rom die harsche Aussage, die Evangelischen seien nicht Kirche im katholischen Verständnis." Kein Problem hätte Jaschke damit, der evangelischen "Bischöfin" Kirsten Fehrs die Hl. Eucharistie zu reichen. Jaschke meint, dass "wir Katholiken" immer die Entscheidungen der Einzelnen beim Hinzutreten zur Kommunion respektieren. "Wenn sie als Bischöfin in der Messe zu mir käme, würde ich ihr hinterher sagen: "Ach, Kirsten, du bringst mich in Verlegenheit." Ich würde es ihr aber auf keinen Fall verweigern."

Foto Weihbischof Jaschke (c) Erzbistum Hamburg


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