Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  5. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  6. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  7. "Tun wir so als wäre da nichts"
  8. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  9. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  10. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  11. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  12. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  13. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  14. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  15. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen

Annette Schavan tritt ihren neuen Posten in Rom an

9. September 2014 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zum ersten Mal vertritt eine Frau die Bundesrepublik Deutschland als Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Von Johannes Schidelko und Christoph Scholz (KNA)


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Zum ersten Mal vertritt eine Frau die Bundesrepublik Deutschland als Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Die frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) überreichte am Montag ihr Beglaubigungsschreiben an Papst Franziskus. Mit dieser Sonderaudienz tritt sie ihr Amt in Rom an und kann nun offiziell die Belange der Bundesrepublik im Vatikan, an der Kurie und auf dem diplomatischen Parkett in der Ewigen Stadt vertreten und verfolgen.

Die Überreichung erfolgte im Rahmen einer Sonderaudienz. Franziskus begrüßte die neue deutsche Botschafterin am Mittag im Vatikan. Nach einer privaten Begegnung stellte Frau Schavan dem Papst ihre Botschaftsmitarbeiter vor, die sie zur Papstaudienz in den Vatikan begleitet hatten.

Der Rahmen der Audienz entspricht dem vatikanischen Protokoll für Diplomaten, deren Länder in Rom eine eigene Botschaft beim Heiligen Stuhl unterhalten. Eine Reihe von Überseeländern ist beim Vatikan durch einen Diplomaten vertreten, der in einem anderen europäischen Land akkreditiert ist, etwa in London, Paris oder Berlin, und der nur zu besonderen Anlässen zum Vatikan reist. Für diese Botschafter findet der Antrittsbesuch im Rahmen einer Gruppenaudienz statt, die mehrmals im Jahr angesetzt wird. Dass eine beim italienischen Staat akkreditierte Botschaft ihr Land zugleich auch beim Vatikan vertritt, ist unüblich.


Schavan, die auf Botschafter Reinhard Schweppe folgte, der drei Jahre in Rom amtierte, ist die erste Katholikin in dieser Position seit mehr als zehn Jahren. Bei der Entsendung des ersten Vatikan-Vertreters im Jahre 1954 hatte die Bundesrepublik beschlossen, dass die deutschen Vertreter abwechselnd Protestanten und Katholiken sein sollten. Von diesem Prinzip war in der Vergangenheit mehrfach abgewichen worden.

Mit Schavan vertritt erstmals seit langer Zeit wieder eine Politikerin die Bundesrepublik beim Papst. Zuletzt kam mit Philipp Jenninger (1995-1997) ein deutscher Vatikan-Botschafter aus der Politik. Die übrigen Vorgänger kamen aus dem diplomatischen Dienst.

Das ist nicht bei allen Ländern der Fall. Oft entsendet eine Regierung renommierte und verdiente Vertreter aus Wissenschaft und Kultur an den Heiligen Stuhl. Nicht selten auch Politiker. So vertrat etwa die frühere polnische Ministerpräsidentin und Justizministerin Hanna Suchocka zwischen 2001 und 2013 ihr Land beim Papst - der sie daraufhin auch in die neue Kinderschutzbehörde berief. Und die USA waren etliche Jahre lang durch die renommierte Harvard-Professorin Mary Ann Glendon vertreten.

Schavan ist demnach nicht die erste Frau im Amt des Vatikan-Botschafters. Dagegen kam eine geplante Entsendung der einstigen Präsidententochter Caroline Kennedy nicht zustande. Derzeit gehören dem diplomatischen Corps beim Heiligen Stuhl rund 20 Frauen als Botschafterinnen an.

Dem Einzug von Frau Schavan in die Botschaftsresidenz im römischen Parioli-Viertel ging ein längerer Instanzenweg voraus. Anfang Mai bestätigte das Bundeskabinett ihre Berufung, bevor Bundespräsident Joachim Gauck die Ernennung aussprach. In der Berufung zeigt sich auch eine besondere Wertschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Schavan gegenüber. Die CDU-Vorsitzende hatte ihre persönliche Vertraute nach der Plagiatsaffäre im vergangenen Jahr nur ungern aus dem Ministeramt entlassen.

Im Vorfeld des Berufungsverfahrens war es noch zu Irritationen gekommen, da die ehemalige Ministerin nach der Aberkennung ihrer Promotion, die sie 1980 als Abschlussarbeit ihres Studiums eingereicht hatte, nicht über einen Hochschulabschluss verfügt. Der Personalrat des Auswärtigen Amtes hatte Vorbehalte angemeldet, da der Hochschulabschluss auf dem normalen Karriereweg Zugangsvoraussetzung zum diplomatischen Dienst sei. In Regierungskreisen wies man allerdings darauf hin, dass etwa auch Rudolf Dreßler (SPD), vormals Botschafter in Israel (2001-2005), kein Akademiker gewesen sei.

Foto:


Video: Papst Franziskus empfängt die neue Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland am Heiligen Stuhl, Annette Schavan (Rome Reports)


ROM DIREKT - Paul Badde - Interview mit dem scheidenden deutschen Botschafter im Vatikan, Reinhart Schweppe


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto © Osservatore Romano



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 ususantiquior 12. September 2014 
 

@weinberg

Ergänzen Sie den Schlusssatz meines ersten Beitrages durch das Originalzitat von Papst Franziskus, dann wissen Sie es!


0

0
 
 UnivProf 11. September 2014 
 

Öffentliches Reuebekenntnis erforderlich

Nicht nur den Schwindel mit dem Titel, sondern die unkirchlichen Grundeinstellungen wird die Dame hoffentlich endlich einmal bereuen!


2

0
 
 Regensburger Kindl 9. September 2014 

Glück? Eignung?

Diese Frau hatte weder Glück noch Eignung für dieses Amt, sie hatte lediglich eine gute Freundin, die zufällig auch Kanzlerin der BRD ist!!! Ich hab mir das Interview von Radio Vatikan mit ihr angehört, was sie mir noch unsympathischer macht!!! Sorry Frau Schavan, falscher Job!!!!


1

0
 
 burchard63 9. September 2014 
 

Eigenartig wieso ?

Nicht das ich viel von dieser Versorgungsaktion halte, aber als Botschafterin muß sie ja wohl nicht die Interessen und Lehren des Staates in den sie entsandt ist teilen, sondern für die des entsenden Staates eintreten. Und die werden ja wohl von der Bundesregierung (auch wenn manches nicht nach jedermanns Geschmack ist) vorgegeben.


2

0
 
 Weinberg 9. September 2014 
 

@ ususantiquior

Welchen fragwürdigen Lebenswandel wollen Sie denn bei Ihrer Exzellenz, Frau Botschafterin Dr.hc.mult.Annette Schavan ausgemacht haben?


0

0
 
 Christa 9. September 2014 

Eigenartig!!!

Es ist mir völlig unverständlich wie man so jemand als Botschafterin im Vatikan zulässt. Nicht nur wegen der Plagiatsaffäre sondern stellt sie sich als Befürworterin der PID eindeutig gegen die Lehre der katholischen Kirche.


5

0
 
 ususantiquior 9. September 2014 
 

Persönliche Eignung?

Eine derartige Frau mit einem solchen fragwürdigen Lebenswandel zur Botschafterin am Hl.Stuhl zu ernennen steht meines Erachtens auch weltweit einzig dar. Aber wer bin ich da zu urteilen?


7

0
 
 Marienzweig 9. September 2014 

mehr als Glück!

Dass Frau Schavan als Vatikan-Botschafterin keinen Hochschulabschluss hat, scheint mir jetzt nicht gar zu schlimm.
Aber die Art, wie sie zu ihrem Titel kam ist schon hinterfragenswert.
Und dann den Doktortitel aberkannt zu bekommen und dennoch mit einem satten Pöstchen bedacht zu werden - da hat Frau Schavan aber mächtig Glück gehabt.
Mit einer wohlmeinenden Kanzlerin im Rücken allerdings geht das problemlos.


5

0
 
 M.Schn-Fl 9. September 2014 
 

Link: Cicero

Im oben links dazu verlinkten Cicero-Artikel von Alexander Kissler ist alles dazu richtig gesagt.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Prominente

  1. Milliardär Buffett: 4 Milliarden Dollar für Abtreibungen
  2. Rapper Kanye West erinnert an rassistische Wurzeln von Planned Parenthood
  3. Pierce Brosnan: Katholischer Glaube ist Stütze in meinem Leben
  4. „Deine messerscharfen Analysen sind nach wie vor aktuell“
  5. 'Ich bete jeden Tag für die Einheit der Kirche'
  6. 5 Taufen und 150 Millionen Follower
  7. Terence Hill: „Ich bin praktizierender Katholik“
  8. Harald Schmidt: Mein Lieblingsgebet ist das Vater Unser
  9. Whoopi Goldberg: Ist Evangelikalen Pädophilie gleichgültig?
  10. Florenz: Kardinal leitet Begräbnisfeier für Franco Zeffirelli







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  5. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  8. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  9. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  10. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  11. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  12. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  13. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  14. "Kirche, du sollst nicht lügen!"
  15. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz