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Kardinal Woelki verabschiedet: Berlin bleibt zweite Heimat

7. September 2014 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Evangelischer Landesbischof Dröge betonte, Woelki habe sich nach seinem Eindruck bemüht, im Erzbistum «das katholische Profil zu schärfen». Das stehe jedoch nicht in Konkurrenz zu einer guten Ökumene.


Berlin (kath.net/KNA) Mit einem Festgottesdienst in der überfüllten Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale hat sich Kardinal Rainer Maria Woelki (Foto) Sonntag vom Erzbistum Berlin verabschiedet. Berlin sei ihm in den vergangenen drei Jahren «zu einer zweiten Heimat geworden», betonte der künftige Kölner Erzbischof. Er dankte auch für die Unterstützung aus Politik und Gesellschaft sowie «für das gute ökumenische und geschwisterliche Miteinander».

Unter den über 600 Teilnehmern waren der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Mecklenburg-Vorpommerns Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz war durch ihren Bischof Markus Dröge vertreten.


Eterovic dankte Woelki im Namen von Papst Franziskus für seine «großartige Arbeit» im Erzbistum. Besonders lobte er das Engagement für Arme und Flüchtlinge. Der Papst-Botschafter äußerte die Erwartung, Woelki werde seine in Berlin angestoßenen Projekte «nicht vergessen» und weiter auch «materiell» unterstützen.

Wowereit nannte Woelkis Weggang einen Verlust für Berlin. Mit seiner menschlichen Wärme sei er ein «Bischof zum Anfassen». Er habe Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweise geachtet. Bei Woelkis sozialem Engagement hob der Regierende Bürgermeister die Förderung eines Wohnprojekts für Sinti und Roma vom Balkan und der Malteser-Migranten-Medizin hervor. Wowereit würdigte auch das «nicht unumstrittene Generationenprojekt» der Kathedralsanierung. «Vielleicht gibt es von Köln aus die Möglichkeit zu helfen», sagte Wowereit und wünschte Woelki «Gottes Segen».

Dröge betonte, Woelki habe sich nach seinem Eindruck bemüht, im Erzbistum «das katholische Profil zu schärfen». Das stehe jedoch nicht in Konkurrenz zu einer guten Ökumene. Beim Engagement für Flüchtlinge und gegen Extremismus, für interreligiösen Dialog vor allem zwischen Juden und Christen habe er mit Woelki «gemeinsam an einem Strang gezogen».

Bei einem Empfang verabschiedeten sich anschließend zahlreiche weitere Katholiken aus Berlin, Brandenburg und Vorpommern von ihrem Erzbischof. Seit 2011 war Woelki Nachfolger von Kardinal Georg Sterzinsky. Am 11. Juli ernannte Papst Franziskus ihn zum Kölner Erzbischof. Er tritt dieses Amt am 20. September an.

Abschiedspredigt Kardinal Woelki in Berlin


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Berlin


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Lesermeinungen

 Leonid 8. September 2014 
 

An seinen Früchten sollt ihr Ihn erkennen!

Vorweg: Für mich ist Kard. Woelki, der beste, den wir im deutschsprachigen Raum haben. Die Frage ist nur, ist er gut genug die Kirchenkrise zu meistern. Er wird gelobt für soziales Engagement und unterreligiösen Dialog und er hat das kath. Profil geschärft, ohne Konkurrenz zur Ökumene. Woran muss seine Leistung gemessen werden? An der Anzahl Seelen, die durch seine bischöfliche Tätigkeit zu Gott geführt wurden. Angesichts der Unmengen an Atheisten und abgefallenen Katholiken in Berlin hat er wenig erreicht, Soziales allein rettet eben keine Seelen. Sein Tun muss v.a. die Missionierung der abgefallenen Katholiken und der Immigranten sein. Die Ökumene schafft einen anderen Katholizismus, dem es an Glaubenskraft fehlt. Ich wünsche Kard. Woelki, dass er in Köln ein zweiter Petrus Canisius wird.(Hat in Köln den Katholizismus gerettet) Aber dazu MÜSSEN WIR ALLE VIEL MEHR FÜR IHN BETEN. Ich bitte alle Leser täglich für ihn zu beten, auf dass er von Gott die nötigen Gnaden bekommt.


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