05 September 2014, 08:20
Nicht in Schockstarre verfallen: UN muss IS-Kämpfer entwaffnen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Irak'
Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung: IS-Terror notfalls mit Waffengewalt beenden – Außerdem dürfe niemand das billige Öl des „Islamischen Staates“, mit dem er sich täglich drei Millionen Dollar verschaffe, kaufen

Monheim a.R. (kath.net/KKV) „Die unvorstellbaren Grausamkeiten, die von den islamistischen IS-Milizionären an Christen und kurdische Jesiden verübt werden, dürfen uns nicht in Schockstarre verfallen lassen. Hier sind wir vielmehr gefordert, alles zu tun, um diesem barbarischen Treiben ein Ende zu bereiten – notfalls auch mit Waffengewalt.“ Mit diesen Worten unterstützt der Bundesvorsitzende des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Bernd-M. Wehner, die Entscheidung der Bundesregierung, den Kurden entsprechende Waffen zu liefern, damit dieses Morden gestoppt werden kann. Gleichzeitig müsse aber auch über einen klar definierten Bundeswehreinsatz nachgedacht werden. So wäre es sinnvoll, wenn deutsche Soldaten zur Verteilung der Hilfsgüter sowie zum Schutz der Flüchtlingslager vor Ort eingesetzt würden, ergänzt Patrick Sensburg MdB und stellv. Bundesvorsitzender des KKV.

Werbung
KiB Kirche in Not


Gleichzeitig appelliert der katholische Sozialverband insbesondere an die Staaten im Nahen Osten, alles zu tun, um der IS-Terrorgruppe den Geldhahn zuzudrehen. „Hier darf sich niemand aus der Verantwortung stehlen“, so Wehner weiter. So müsse der Organisation der Zugang zum Erdölmarkt entzogen werden und niemand dürfe das billige Öl des „Islamischen Staates“, mit dem er sich täglich drei Millionen Dollar verschaffe, kaufen. Im Übrigen seien die Vereinten Nationen gefordert, ihre „Schutzverantwortung“ wahrzunehmen, da der Irak offenbar nicht in der Lage oder gewillt sei, seine Bürger zu schützen. Wenn Papst Franziskus kürzlich davon sprach, dass man einen ungerechten Angreifer stoppen müsse, dann sei das genau die Aufgabe der UN, nämlich dafür zu sorgen, dass die IS-Kämpfer entwaffnet würden. Gleichzeitig dürfe es kein „globales Schweigen“ geben, wie es der ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, ausdrückte. Die internationale Gemeinschaft müsse hier mit einer Stimme sprechen und auch handeln.

„Nicht umsonst gibt es im deutschen Rechtssystem den Begriff der ‚unterlassenen Hilfeleistung’. Deshalb müssen wir uns alle ernsthaft fragen, ob wir wirklich guten Gewissens zuschauen können, wenn unschuldige Menschen brutal vertrieben, gefoltert oder umgebracht werden?“, unterstreicht Wehner. Natürlich sei das immer eine Gratwanderung. Aber Nichtstun könne hier auch nicht die Lösung sein. „Im Übrigen rufen wir alle Bundesbürger auf, durch Spenden dafür zu sorgen, dass die Hilfsorganisationen den Menschen vor Ort schnell und wirksam helfen können.“

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

kath.net erbittet Spenden für irakische Christen über "Kirche in Not":
- Kirche in Not Deutschland
- Kirche in Not Österreich
- Kirche in Not Schweiz


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

286-PS-Autos für die Limburger Bischöfe (111)

Kardinal Pell bleibt weiter in Haft (72)

Das Sexleben sollte in der Ehe Priorität haben (32)

„Das also ist die Toleranz von Vertreterinnen von ‚Maria 2.0‘!“ (31)

Causa Pell bleibt weiterhin rätselhaft (30)

Klimawandel auch in der Kirche? (27)

„Was wir von Forst lernen können“ (26)

Eucharistischer Segen für ungeborene Kinder? (25)

Konflikt um Institut Johannes Paul II. eskaliert weiter (21)

Erzbischof Paglia und die Zerstörung des Instituts Johannes Pauls II. (17)

Mädchen wollte in Knabenchor: Klage abgelehnt (16)

Australische Pfarrerin: Abtreibung kann ‚moralisch gut’ sein (14)

Pell-Nachfolger in Melbourne: schwierige Wahrheitssuche (14)

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt (14)

Raus mit denen, aber hurtig? (13)