10 August 2014, 12:18
Der Glaube schenkt die Gewissheit der Gegenwart des Herrn
 
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Franziskus: neuer Appell für den Irak und den Frieden im Heiligen Land. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am 19. Sonntag im Jahreskreis. In seiner Kurzkatechese vor dem Mittagsgebet setzte sich Papst Franziskus mit dem Tagesevangelium auseinander (Mt 14, 22-33), das davon berichtet, wie Jesus über den See von Galiläa geht.

Nach seiner Ansprache bekundete der Papst, wie sehr die Nachrichten aus dem Irak Bestürzung hervorriefen. Tausende von Menschen, unter diesen viele Christen, seien brutal aus ihren Häusern vertrieben worden: „Kinder, die an Durst und Hunger während der Flucht sterben; Frauen, die verschleppt werden; massakrierte Menschen; Gewalt jeder Art; Zerstörung des religiösen, geschichtlichen und kulturellen Erbes“. All dies „beleidigt Gott und die Menschheit schwer. Man bringt keinen Hass im Namen Gottes! Man führt keinen Krieg im Namen Gottes!“ Franziskus rief alle Gläubigen auf dem Petersplatz zum stillen Gebet auf.

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Der Papst dankte allen, die mutig diesen Menschen Hilfe brächten. Der Papst brachte sein Vertrauen darauf zum Ausdruck, dass eine wirksame politische Lösung auf internationaler und lokaler Ebene diese Verbrechen stoppen und das Recht wieder herstellen könne. Um den betroffenen Bevölkerungen seine besondere Nähe zu versichern, sei Kardinal Filoni als Sondergesandter ernannt worden, der morgen, Montag, in den Irak aufbreche.

Auch in Gaza werde der Krieg nach einem Waffenstillstand fortgesetzt, der unschuldige Opfer fordere und den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nur verschärfe. Der Papst rief dann auch zum Gebet für die Opfer Ebola-Epidemie in Afrika auf.

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„Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ (V. 27): so spreche Jesus zu den Jüngern, als sie ihn auf den Wassern gehend auf das Boot zukommen sahen. Petrus fordere von ihm geradezu einen Beweis, dass er es sei: „Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (V. 29-31).

Diese Erzählung sei ein schönes Bild für den Glauben des Apostels Petrus. In der Stimme Jesu erkenne er das Echo der ersten Begegnung am Ufer desselben Sees, und sofort verlass er das Boot und nähere sich dem Meister.

Petrus beginne zu versinken, als er den Blick vom Herrn abwende. Jesus aber sei immer gegenwärtig und rette ihn, nachdem dieser ihn anrufe. So werde in der Person Petri unser Glaube beschrieben: „immer gebrechlich und arm, unruhig und dennoch siegreich geht der Glaube des Christen hin zum auferstandenen Herrn, mitten in den Stürmen und den Gefahren der Welt“.

Wichtig sei auch der Schluss der Erzählung: „Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn“ (V. 32-33). Allen sei die Erfahrung von Angst und Zweifel und geringer Glaube gemeinsam. Doch alles ändere sich, sobald sie ins Boot gestiegen seien: vereint im Glauben an ihn, den Meister und Sohn Gottes. Jesus sei immer bei uns, auch wenn uns der Glaube fehle: bereit, uns beizustehen.

„Dies ist ein wirksames Bild für die Kirche“, so der Papst: „ein Boot, dass den Stürmen entgegentreten muss, wobei es manchmal den Anschein hat, dass es umkippt“. Was rette, seien weder die Qualität noch der Mut der Menschen, sondern der Glaube, der es gestatte, auch in der Finsternis mitten in den Schwierigkeiten zu gehen. Der Glaube schenke die Gewissheit der Gegenwart Jesu. Wir alle „sind auf diesem Boot, auf dem wir uns sicher fühlen trotz unsere Grenzen und Schwächen. Wir sind in Sicherheit vor allem, wenn wir uns auf die Knie werfen und Jesus anbeten, den einzigen Herrn unseres Lebens“.

Angelus in voller Länge auf Video


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