Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  12. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck

Singhammer: Muslime sollen Christenverfolgung Unrecht nennen

10. August 2014 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bundestagsvizepräsident Singhammer: Religionswechsel muss möglich sein


Berlin (kath.net/idea) Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) erwartet von muslimischen Verbänden in Deutschland, dass sie die Verfolgung von Christen als Unrecht benennen. Ferner sollten sie sich zur Religionsfreiheit auf dem Boden des Grundgesetzes stellen. Dazu gehöre das Recht zur freien Wahl des Glaubens, sagte er in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Singhammer: „Ein Islam, der zu Deutschland gehören will, muss sich auf dem Boden des Grundgesetzes befinden. Dazu zählt entscheidend die Möglichkeit des Religionswechsels.“ Das islamische Religionsgesetz, die Scharia, stellt den sogenannten „Abfall vom Islam“ unter Strafe. Das führt immer wieder zur Verfolgung von ehemaligen Muslimen, die sich dem Christentum zugewandt haben.

Kein deutscher Pass für Dschihadisten

Der CSU-Politiker nahm auch zu Radikalisierungstendenzen Stellung. So liegen dem Verfassungsschutz Erkenntnisse vor, dass junge Muslime in den Nahen Osten reisen, um auf Seiten extremistischer Gruppen zu kämpfen. Der Staat muss laut Singhammer Vorkehrungen treffen, „dass Menschen, bei denen erkennbare Hinweise vorliegen, dass sie mit dem deutschen Pass ausreisen, um in Syrien oder dem Irak auf der Seite von Dschihadisten zu kämpfen, die deutsche Staatsangehörigkeit erst gar nicht bekommen“.


Wenn christliche Flüchtlinge gemobbt werden

Singhammer plädierte ferner dafür, Flüchtlinge aufzunehmen. Er sprach sich dafür aus, Christen nicht zusammen mit anderen unterzubringen, denn es gebe immer wieder Hinweise, dass sich Täter und Opfer in einem Auffanglager in Deutschland wiederfänden. Singhammer: „Es kann nicht sein, dass traumatisierte Opfer von den Tätern wieder verhöhnt und weiter gemobbt werden.“ Die getrennte Unterbringung sei aber nur die zweitbeste Lösung: „Wir müssen Verfahren entwickeln, um möglichst zu vermeiden, dass Täter das Asylrecht nutzen, um die Diskriminierung oder Verfolgung von Christen hier fortzusetzen. Solche Täter sollten gar nicht erst in Deutschland einreisen können.“

Augenmerk auf Verfolger richten

Im Blick auf die Verfolgung von Christen, etwa im Irak, in Syrien oder Nigeria, sagte Singhammer, man müsse das Augenmerk der internationalen Öffentlichkeit auf die Verfolgung der christlichen Flüchtlinge richten. „Menschen, die andere wegen ihrer Religionszugehörigkeit vertreiben oder gar töten, wollen in der Regel nicht in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Deshalb ist es wichtig, sie zu benennen und zu verurteilen.“ Ferner sollte die deutsche Politik darauf hinwirken, dass Vertreibungen und massive Verletzungen der Religionsfreiheit geächtet werden. Allerdings reiche politischer Druck und Diplomatie aus Deutschland vielfach nicht aus.

Bedeutung des christlichen Menschenbildes wächst

Der katholische Politiker äußerte sich ferner zur Rolle des christlichen Menschenbildes in der Politik. Er glaube, dass die Bedeutung wieder wachse. Das hänge auch mit dem Islam zusammen. Noch vor etwa 15 Jahren sei das Thema Religion und Politik noch als etwas Verschwindendes angesehen worden; inzwischen werde die Bedeutung der Religion gerade durch die Islam-Debatte wieder mehr wahrgenommen.

Kirchen werden mehr Gehör finden

Der Einfluss der Kirchen auf die Gesellschaft wird nach Singhammers Überzeugung trotz schrumpfender Mitgliederzahlen nicht geringer. Man werde vermehrt Debatten über Grundwerte führen, in denen die Kirchen wieder mehr Gehör fänden. Dazu zähle etwa die Diskussion um die Sterbehilfe. Singhammer: „Zu Beginn und zum Ende des menschlichen Lebens besteht eine besondere Schutzpflicht des Staates. Das ist für mich die entscheidende Motivation, organisierte Sterbehilfe abzulehnen.“

Foto Johannes Singhammer © www.singhammer.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz