Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. R.I.P. Dolly Parton

Hoping: Ausufernder Friedensritus stört innere Kommunionvorbereitung

5. August 2014 in Aktuelles, 49 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Freiburger Dogmatikprofessor Helmut Hoping erläutert im Interview mit dem „Domradio“ seine Einschätzung der jüngsten Entscheidung der Gottesdienstkongregation, dass der Friedensgruß zukünftig in größerer Nüchternheit erfolgen soll.


Freiburg (kath.net) „Ich denke, dass vor der Kommunion doch auch die Zeit der Stille, der Anbetung, der inneren Vorbereitung auf die Kommunion ist und hier ein so extensiv ausufernder Friedensritus doch die Vorbereitung sehr stört.“ Dies erläuterte Helmut Hoping (Foto), Dogmatikprofessor der Universität Freiburg i.Br. und ständiger Diakon, gegenüber dem Kölner „Domradio“ im Interview. Bereits im Jahr 2004 hatte die Gottesdienstkongregation darauf reagiert, dann regte im Jahr 2007 Papst Benedikt XVI. im nachsynodalen Schreiben „Sacramentum Caritatis“ „eine Überprüfung der Stellung des Friedensritus“ an, erinnerte Hoping. „Die Mehrheit der Bischofskonferenzen wird sich aber wohl dagegen ausgesprochen haben, denn jetzt nach sieben Jahren der Prüfung hat man durch die Gottesdienstkongregation und mit Genehmigung von Papst Franziskus entschieden, dass die Position des Friedensgrußes erhalten bleibt, aber er in größerer Nüchternheit erfolgen soll.“


Hoping, der als Diakon auch selbst die Aufforderung zum Friedensgruß spricht, sagte rückblickend: „Mir war der Friedensgruß am Anfang – ich bin vor 19 Jahren geweiht worden – ganz wichtig, aber zunehmend habe ich damit Probleme bekommen“. Denn zum einen sei die Übersetzung zur Aufforderung dieses Friedensgrußes „ziemlich falsch“. Wo in der deutschen Übersetzung durch den Satz „Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung“ der „Eindruck eines Versöhnungsritus erweckt“ werde, heiße es im Lateinischen nur „Gebt den Frieden“. Zum anderen sei „der Austausch eines Zeichens des Friedens in den letzten Jahren ziemlich ausgeufert“, so dass „wir ja doch inzwischen erhebliche Virtuosen unter den Gottesdienstteilnehmern haben, was den Friedensgruß betrifft: Umarmungen, Küsse und sehr intensive Zeichen, so dass man nicht nur seinem unmittelbaren Nachbarn den Friedensgruß gibt, sondern auch weiteren oder der Priester während des Zeichens des Friedensgrußes den Altarraum verlässt, was schon 2004 untersagt wurde“. Hoping erinnerte sich, er habe mit einem Priester zusammengearbeitet, „der dann in die Bank reinging und noch während des Agnus Dei-Gesanges den Friedensgruß entbat. Das geht nun gar nicht, weil während des Agnus Dei das Eucharistische Brot zu brechen ist und man nicht als Priester in der Kirche herumgehen muss und den Friedensgruß geben sollte.“

Foto Prof. Hoping © Universität Freiburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  2. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  5. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  6. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  7. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  8. Vom Elend der Fürbitten
  9. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  10. Umkehr – Beichte – Bußsakrament






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz