22 Juli 2014, 07:35
Theologisch Konservative rufen zum Kampf gegen 'Gender-Mainstreaming'
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'gender mainstreaming'
Studientag: Die „Wahnsinnsideologie“ zerstört die Zukunft von Kindern

Schwäbisch Gmünd (kath.net/idea.de)Zum Kampf gegen das sogenannte „Gender-Mainstreaming“ ist bei einem Studientag der theologisch konservativen „Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften“ aufgerufen worden. Es besagt, dass jeder Mensch unabhängig von seinem biologischen Geschlecht wählen kann, als Mann oder Frau zu leben. Die Fixierung auf soziale Rollen, etwa Mutter und Hausfrau, müsse überwunden werden. Nach Ansicht der Schriftstellerin Gabriele Kuby (Rimsting am Chiemsee) zerstört die „Wahnsinnsideologie Genderismus “ die Zukunft von Kindern und damit des Landes. An der Tagung am 19. Juli in Schwäbisch Gmünd hatten knapp 300 Pädagogen, Theologen und Interessierte aus allen Teilen Deutschlands teilgenommen. Anlass war die Kontroverse um den künftigen Bildungsplan für Baden-Württembergs allgemeinbildende Schulen.

Werbung
ninive 4


Er sieht vor, dass in allen Klassen für die Akzeptanz sexueller Vielfalt geworben wird. Dagegen wandte sich eine Petition mit fast 200.000 Unterstützern. Auch bei vier Demonstrationen in der Stuttgarter Innenstadt wurde das Vorhaben der grün-roten Landesregierung heftig kritisiert. Frau Kuby hatte an zwei Protestveranstaltungen als Rednerin mitgewirkt. Nach eigenen Angaben wurde sie anschließend mit einer medialen Hetzkampagne überzogen. Der Journalist Wolfgang Brosche habe sie und ihre Mitstreiter in dem Internet-Magazin „The European“ mit Nationalsozialisten verglichen, die Millionen Juden umbrachten. Die Gegner des Bildungsplans wollten Kinder heranziehen, die blind und taub seien, habe Brosche geschrieben.

Persönlichkeitsstörungen sind unausweichlich

Das Gegenteil sei der Fall, erklärte Frau Kuby. Man wolle Kinder vor den Abgründen des Genderismus bewahren. Wenn Heranwachsende sich entscheiden müssten, ob sie ein Mann oder eine Frau sein wollten und wen oder wie sie lieben sollten, seien schwere Persönlichkeitsstörungen unausweichlich. Für Gender-Ideologen gehörten Homosexualität, Transsexualität und Bisexualität zur sexuellen Vielfalt. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften würden als normal angesehen. Damit sich niemand diskriminiert fühle, plädierten einige Vertreter sogar dafür, nicht mehr von Vater und Mutter zu sprechen, sondern von Elternteil 1 und Elternteil 2. Frau Kuby forderte zum Widerstand gegen eine weitere Ausbreitung dieser „kinder- und lebensfeindlichen Ideologie“ auf. Petitionen und Demonstrationen seien erst ein Anfang. Von Politikern müsse verlangt werden, sich für das im Grundgesetz garantierte Recht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder einzusetzen. Die schweigende Bevölkerungsmehrheit solle verstärkt über die verheerenden Konsequenzen des Genderismus informiert werden, und Schulen sollten sich auf eine behutsame Sexualaufklärung beschränken anstatt die Indoktrinierung von Kindern zuzulassen.

Worunter Krippen-Kinder später leiden

Massive Kritik am „Gender-Mainstreaming“ übten auch der Gehirnforscher Prof. Manfred Spreng (Erlangen) und der evangelische Theologiedozent Werner Neuer (Bettingen bei Basel). Spreng zufolge ist die für den Genderismus grundlegende Aussage ein Märchen, dass es keinen angeborenen biologischen Unterschied zwischen Männern und Frauen gebe. Zahlreiche medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegten diese Behauptung und zeigten zugleich ihre Schädlichkeit auf. Dennoch hätten Wirtschaftsverbände die Gleichmacherei der Gender-Ideologen und insbesondere die Polemik gegen „Nur-Hausfrauen“ bereitwillig aufgenommen. Aus der Sorge, nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen, sei die Forderung entstanden, Frauen sollten Familie und Beruf vereinbaren können. Dies habe zur Ausweitung von Krippenplätzen für Kinder zwischen null und drei Jahren geführt. Untersuchungen zeigten, dass diese Kinder später vermehrt unter Sprachdefiziten, Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsproblemen litten. So habe sich beispielsweise in Schweden die Zahl der seelischen Erkrankungen bei Mädchen in den vergangenen 20 Jahren verzehnfacht. Der Grund: die konsequente Gender-Erziehung habe verhindert, dass Kinder ihre natürliche Identität entwickeln konnten.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Eine Erotik-Primiz eines Neupriesters aus der Diözese Rottenburg (115)

"Erhebliche Bedenken" (65)

Deutschland: Zahl der Gottesdienstbesucher sinkt unter 10 Prozent! (48)

Kardinal Marx attackiert vermeintlichen Rechtskurs der CSU (46)

Fall Kardinal McCarrick: Missbrauch war lange bekannt (44)

Die ‚geheime Umfrage’ von Paul VI. zu ‚Humanae vitae’ (43)

Maltesischer Bischof meint: Eucharistie ohne Flüchtlingshilfe wertlos (37)

Das Dilemma des Glaubens in der Welt von heute (37)

USA: Geweihte Jungfrauen enttäuscht von neuer Instruktion (36)

Amnesty International für die Tötung ungeborener Kinder (26)

'Erschütternde Untreue der österreichischen Bischöfe' (22)

Werke und Glaube (19)

Die prophetische Botschaft von Papst Paul VI. (19)

FAZ: Im „Abendmahlsstreit ist Papst Franziskus konsequent Peronist“ (19)

Rosenkranz-'Demo' vor dem Ordinariat des Erzbistums München (16)