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Der Sieg Gottes über Satan, den Spalter

20. Juli 2014 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus: Aufruf zum Gebet für die Christen in Mossul. Das Böse in der Welt kommt nicht von Gott, sondern von seinem Feind. Die Geduld Gottes und die Ungeduld der Menschen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am 16. Sonntag im Jahreskreis. Papst Franziskus zeigte sich in seiner Ansprache nach dem Gebet besorgt über das Schicksal der Christen von Mossul (Irak) und in anderen Teilen des Nahen Ostens, die seit den ersten Zeiten Christentums mit ihren Mitbürgern zusammengelebt und einen bedeutsamen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft geleistet hätten: „Heute werden sie verfolgt, unsere Brüder und Schwestern werden verfolgt, sie werden verjagt, müssen ihre Häuser verlassen, ohne die Möglichkeit zu haben, etwas mitzunehmen. Verfolgte Brüder und Schwestern, ich weiß, wie sehr ihr leidet, ich weiß, dass man euch alles genommen hat. Ich bin bei euch im Glauben an den, der das Böse besiegt hat“.

Der Papst versicherte die verfolgten Christen seiner Nähe und mahnte, weiter beständig im Gebet zu verharren für die Situationen der besonderen Konflikte wie im Nahen Osten und in der Ukraine: „Der Gott des Friedens erwecke in allen ein echtes Verlangen nach Dialog und Aussöhnung. Die Gewalt besiegt man nicht mit der Gewalt. Die Gewalt besiegt man mit dem Frieden“. Franziskus forderte alle auf dem Petersplatz auf, in Stille um das Geschenk des Friedens zu beten.


In seinen Betrachtungen vor dem Mittagsgebet ging der Papst auf das Tagesevangelium ein (Mt 13,24-43), das vom guten Weizen und vom Unkraut handelt. „Unkraut“ habe im Hebräischen dieselbe Wurzel wie das Wort „Satan“ und erinnere so an den Begriff der Spaltung. Der Satan versuche immer, alles zu Spalten: die Familien, die Nationen.

Die Lehre dieses Gleichnisses sei zweifach. Vor allem werde gesagt, dass das Böse in der Welt nicht von Gott komme, sondern von seinem Feind, der schlau sei. Er habe das Böse inmitten des Guten gesät, so dass es den Menschen unmöglich sei, beides eindeutig voneinander zu trennen. Gott aber werde dies am Ende tun können.

Das zweite Thema bestehe in der Entgegensetzung zwischen der Ungeduld der Knechte und der Geduld des Eigentümers des Ackers, der Gott repräsentiere. Gott verstehe es zu warten. Er blicke auf den Acker des Lebens eines jeden Menschen mit Geduld und Barmherzigkeit. Er sehe besser als wir den Schmutz und das Böse, doch er sehe auch die Keime des Guten und warte vertrauensvoll, dass sie heranreiften: „Gott ist geduldig, er versteht es, zu warten, mit dem Herzen in der Hand, um uns aufzunehmen, zu vergeben“.

Die Haltung des Herrn im Gleichnis sei jene der Hoffnung, die auf der Gewissheit gründe, dass das Böse weder das erste noch das letzte Wort habe. So könne das Unkraut selbst zu gutem Weizen werden. Der Papst warnte: die dem Evangelium entsprechende Geduld sei keine Gleichgültigkeit gegenüber dem Bösen. Das Gute und das Böse dürften nicht verwechselt werden. Der Jünger des Herrn sei berufen, die Geduld Gottes nachzuahmen, die Hoffnung zu nähren: „mit der Hilfe eines unerschütterlichen Vertrauens auf den endgültigen Sieg des Guten das heißt Gottes“.

Am Ende werde das Böse eliminiert werden, zur Zeit des Weltgerichts, „werden die Erntearbeiter den Befehl des Herrn erfüllen und das Unkraut vom Weizen trennen, um es zu verbrennen“. Am Ende „werden wir alle nach demselben Maß gerichtet werden, nach dem wir gerichtet haben: der Barmherzigkeit, die wir gegenüber den anderen walten lassen haben, wird auch uns gegenüber angewandt werden“.




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