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Schweiz: Jean-Marie Lovey wird neuer Bischof von Sitten8. Juli 2014 in Schweiz, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Bisheriger Propst der Augustiner Chorherren vom Großen Sankt Bernhard tritt die Nachfolge von Bischof Norbert Brunner an
Sitten(kath.net/KAP) Der neue Bischof von Sitten heißt Jean-Marie Lovey (Foto). Der 64-Jährige tritt die Nachfolge von Bischof Norbert Brunner an, wie die Diözese am Dienstag in Sitten bekanntgab. Lovey war bisher Propst der Augustiner Chorherren vom Großen Sankt Bernhard. Nach dem aus dem Oberwallis stammenden Brunner wird nun wieder ein französischsprachiger Geistlicher der Diözese vorstehen. Die Nachbesetzung war notwendig geworden, weil Bischof Brunner vor einem Jahr vorzeitig seinen Amtsverzicht erklärt hatte. Gegenüber Medienschaffenden sagte der neu ernannte Bischof, dass er mit Vertrauen auf die Zukunft in das Amt gehe. Ein Datum für die Bischofsweihe und den Amtsantritt stehen noch nicht fest, müssen aber gemäß Kirchenrecht innerhalb von drei Monaten erfolgen. 
Erfreut und dankbar für diese Personalentscheidung zeigt sich die Schweizer Bischofskonferenz. In einer auf der Internetseite der Bischofskonferenz veröffentlichten Erklärung gratuliert deren Präsident Bischof Markus Büchel dem neuen Bischof von Sitten. Die Schweizer Bischöfe seien Papst Franziskus dankbar, mit Lovey einen "erfahrenen Seelsorger und spirituellen Wegbegleiter" der Klostergemeinschaft sowie zahlreicher Gäste der Hospize auf dem Großen Sankt Bernhard und dem Simplon geschenkt zu haben. Die Bischöfe freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit mit dem neuen Bischof "im Geist der Erneuerung der Kirche", welche Papst Franziskus angestoßen habe, heißt es weiter. Als Motto für seine Amtszeit wählte Lovey bei seiner Vorstellung in Sitten den Titel des Apostolischen Schreibens von Papst Franziskus: «Die Freude des Evangeliums». Dem scheidenden Bischof, Norbert Brunner, dankten die Schweizer Bischöfe für sein engagiertes Wirken und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen. Brunner hatte im Juni des vergangenen Jahres den Verzicht auf sein Amt bekannt gegeben. Er hatte den Schritt damit begründet, dass seine Kräfte nicht mehr ausreichten, um die großen Aufgaben, die heute und in naher Zukunft an das Bischofsamt gestellt werden, zu bewältigen. Brunner zeigte sich überzeugt, dass der Aufbruch und die dringende geistige Erneuerung, die gerade in den Jubiläumsjahren des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ihren Anfang nehmen sollen, einer neuen Kraft in der Leitung der Diözese anvertraut werden müssten.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten. Foto (c) SBK
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Lesermeinungen| | supernussbi 22. Juli 2014 | |  | Gut, Bischof von innen heraus LASSET UNS BETEN! |  0
| | | | | Liberaler 8. Juli 2014 | | | | Bischof - warum? und wozu? Die Reaktionen auf die Ernennung zeigen sehr viel über das Schweizer Verständnis eines Bischofs (http://www.rro.ch/cms/der-neugewaehlte-bischof-jean-marie-lovey-wird-unter-geistlichen-und-wegbegleitern-als-ruhig-bodenstaendig-und-demuetig-bezeichnet-72160#pos): Sie suchen einfach einen netten Koordinator, der dem munteren Treiben etatenlos zusieht. Bischof Brunner war vor einem Jahr zurückgetreten, nachdem es bei einer Firmung zu einer Auseinandersetzung gekommen war (http://www.blick.ch/news/schweiz/bischof-will-kein-theater-an-firmung-er-verbietet-kindern-panfloeten-show-id2325949.html) |  2
| | | | | 8. Juli 2014 | | | | Die Rede von der Erneuerung ist mittlerweile sehr abgegriffen Je nachdem, aus welcher Perspektive auf die heutige Glaubenswirklichkeit in der Katholischen Kirche geblickt wird, versteht man etwas grundlegend anderes unter Erneuerung. Die einen meinen einen Aufbruch in eine klarere katholische Glaubensverkündigung unter Bewahrung der kirchlichen Lehre, die anderen eine weitgehende Beseitigung aller Tradition und fester Lehrsätze.
Da ja nun das Zweite Vatikanische Konzil nun schon 50 Jahre zurückliegt und man in dieser Zeit permanent von geistiger Erneuerung und Aufbrüchen gesprochen hat, darf man fragen, was nun noch alles verändert werden soll.
Im Kanton Wallis(Valais) war der katholische Glaube bis Mitte der 70er Jahre tief in der Bevölkerung verankert. Heute findet man ihn nur noch in Rudimenten und schwersten Verunstaltungen. Das lag aber nicht daran, dass man in den Pfarreien nicht "modern" genug gewesen wäre, nein, man war es durchaus, was aber dem Volksglauben nicht eben zuträglich war. |  5
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