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Margot Käßmann empfiehlt Beichte als Form der Befreiung

10. Juni 2014 in Spirituelles, 14 Lesermeinungen
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Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, bedauert es, dass nur noch wenige Menschen heute zur Beichte gehen und dort ihre Sünden bekennen und bereuen


Berlin (kath.net/KNA) Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann (Foto), bedauert es, dass nur noch wenige Menschen heute zur Beichte gehen und dort ihre Sünden bekennen und bereuen. «Beichte ist eine Form der Befreiung», sagte die Theologin der «Bild am Sonntag».

Ihre Sünden beichten könnten nicht nur Katholiken, sondern auch Protestanten: «Luther hat die Beichte nicht abgeschafft, sie wird nur seltener praktiziert», betonte die 56-Jährige: «Heute gehen die Menschen eher zum Therapeuten und meinen, dort Absolution zu erhalten. Beichte kann mehr.»


In der katholischen Kirche ist die Beichte (althochdeutsch: bijiht = «Aussage») Ausdruck der Umkehr des schuldig gewordenen Menschen. Im Rahmen des Bußsakraments wird der Gläubige in der Absolution durch einen Priester von seinen Sünden losgesprochen. Voraussetzung für die Vergebung ist erkennbare Reue, das Bekenntnis der eigenen Schuld sowie der Vorsatz, das Verhalten zu ändern und entstandenen Schaden wiedergutzumachen. Der Beichtvater ist durch das Beichtgeheimnis zu unbedingtem Stillschweigen über das Erfahrene verpflichtet. Die Verletzung des Beichtgeheimnisses wird mit schweren Kirchenstrafen geahndet.

Ein Papst geht zur Beichte


Tilos - Beichte. Ein Rap, weitergeben an junge Leute!


Ein Film zum Thema "Beichten" (Bistum Regensburg)


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Margot Käßmann: © www.ekd.de


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Lesermeinungen

 Tannhäuser 12. Juni 2014 
 

Frau Käßmann spricht von der Beichte als eine Form der Befreiung. Gibt es auch andere Möglichkeiten für einen Katholiken?


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 Insa 12. Juni 2014 
 

Eigentlich schön, wenn Margot Käßmann die Protestanten an die Möglichkeit der Beichte erinnert. In meiner (protestantischen) Erziehung war zwar manchmal auch davon die Rede, dass ein Beichtgespräch mit dem Pastor möglich sei, aber in Normalfall sei dies "nicht nötig," weil Protestanten eben den direkten Draht zu Gott hätten. Im stillen Gebet reuevoll um Vergebung zu bitten reichte aus. Ein Beichtgespräch zu suchen, wurde damit eher vermittelt als die Ausnahme, wenn man gar nicht mehr weiterwisse, und auch eher als Beratung denn zur Sündenvergebung.

Uns wurde das - im Widerspruch zu Luthers kleinem Kathechismus - aber als Teil des protestantischen Selbstverständnisses vermittelt, und nicht etwa als jüngere Entwicklung, seit es Psychologen gibt, die den "Job" übernehmen!

Ich habe das jahrelang geglaubt - aber wie oft blieben doch Zweifel, ob Gott mich denn wirklich gehört, mir wirklich vergeben hatte! Wie wunderbar ist dagegen die Lossprechung bei der katholischen Beichte!


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 Thomas-Karl 11. Juni 2014 

@Holy

Lesen Sie im Kleinen Katechismus Martin Luthers den Abschnitt "Wie man die Einfältigen soll lehren beichten".


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 Diasporakatholik 11. Juni 2014 
 

@Stefan Fleischer

Ich gebe Ihnen in Ihrer Mahnung vollauf Recht.

Leider wird auch in der RKK hierzulande die persönliche Beichte kaum noch von den Katholiken wahrgenommen.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur jeden Gläubigen ermutigen, die Chance zu diesem Gnadengeschenk (=Sakrament), das uns der HERR durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz höchstselbst für uns erworben hat, wieder zu ergreifen.

Sie werden an sich wahre Wunder erleben können.


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  10. Juni 2014 
 

@Huggy

"Welchen Sinn macht es, Sünden einem Pastor zu "beichten"?
Ich dachte immer, nach evangelischer Lehre könne einzig Gott Sünden vergeben?
Warum sollte ich mich dann an einen Menschen wenden anstatt direkt an IHN?"

Wieso nach evangelischer Lehre? Sagen Sie bloß, in ihrer Katholischen Kirche wird behauptet, das jemand anders als Gott die Sünden vergibt? Also in meiner katholischen Kirche lehrt man nichts anderes.

FG


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 Stefan Fleischer 10. Juni 2014 

Müssen wir uns hier

über die lutheranische Theologie streiten? Wichtig wäre doch, dass wir uns selber an der Nase nehmen und wieder mehr die uns geschenkte sakramentale Vergebung der Sünden beanspruchen.


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 Bugenhagen 10. Juni 2014 
 

Evangelische Beichte

Als Lutheraner stelle ich fest: Frau Käßmann, die ich sonst für eher geistlich katastrophal halte, hat recht. Ihre Aussagen stehen im Kontext einer Wiedergewinnung der Beichte bei uns Evangelischen: Als Ohrenbeichte, Herzensbeichte und allgemeinde Beichte im Gottesdienst. Ich sehe auch: Das Vergessen der Beichte ist ein katholisches wie evangelisches Phänomen. Es ist also eine Krise unser beider Konfessionen. Wir sollten beide in unseren Kirchen anch Vertiefung des geistlichen Lebens streben, statt besserwisserisch übereinander herzufallen. Das wird uns zu Christus führen, der es ja selbst ist, der mir in der Beichte die VErgebung zuspricht.


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 Ulrich Motte 10. Juni 2014 
 

Wenn ein gläubiger Lutheraner

in echter Bußgesinnung Sünden direkt dem Herrn beichtet, hat er nach Lehre seiner Kirche ebenfalls Sündenvergebung.


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 Ulrich Motte 10. Juni 2014 
 

Lutherische Sündenvergebung

Ich habe - als nichtlutherischer Gast- öfter an Abendmahlsgottesdiensten der strikt konservativen und nicht "hochkirchlichen" (="katholisierenden") Wisconsin Evangelical Lutheran Synod (WELS), Schwesterkirche der deutschen Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK)teilgenommen. Da erklärte der Pastor stets nach vorheriger Beichte den Abendmahlsteilnehmern ihre Sünden als vergeben kraft seines Amtes als berufener (von der Gemeinde gewählter)und "ordinierter" (ins Amt eingeführter)Pastor. Nach der Lehre des konservativen Luthertums steht die Sündenvergebung im Namen und in der Vollmacht Jesu Christi der gesamten Gemeinde zu, die sie aber für den Regelfall dem Pastor überträgt.


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 Huggy 10. Juni 2014 
 

Welchen Sinn macht es, Sünden einem Pastor zu "beichten"?

Ich dachte immer, nach evangelischer Lehre könne einzig Gott Sünden vergeben?
Warum sollte ich mich dann an einen Menschen wenden anstatt direkt an IHN?


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 NON POSSUMUS 10. Juni 2014 
 

Margot Käßmann empfiehlt Beichte als Form der Befreiung

Da bringt Frau Käßmann einiges durcheinander. Wenn auch der Bezug zu Luther hergestellt wird, muß man sagen, dass dieser auch einerseits das Sakrament der Priesterweihe empfangen hat, aber andererseits von der Jurisdiktion her, keine Beichtvollmacht besaß. Das "Ecclesia Supplet-Prinzip" wird wird hier sicherlich nicht in Kraft treten. Auf alle Fälle ist das Ablegen der Beichte (im katholischen Sakramentenverständnis) bei einem protestantischem Pastor ungültig und somit sakramental unwirksam.


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 Antigone 10. Juni 2014 
 

Wozu der Spott, SpatzInDerHand?

Sie sagt was Richtiges, und das ist doch schön. Da brauchen wir kein Ja/aber, kein schwarz-weiß-, kein Freund-Feind-Denken.


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 C+M+B 10. Juni 2014 

@Spatz in der Hand + + + Recht?

Recht hätte Frau Käßmann, die höchste deutsche Nachfolgerin Jesu, nur, wenn Sie die Leute zum katholischen oder orthodoxen Priester zur Beichte schicken würde. Außer man betrachtet die gültige Absolution eben für Nebensache. Dann könnte man aber genausogut zum Therapeuten gehen.


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 SpatzInDerHand 10. Juni 2014 

Nuuuun jaaaaa, auch eine Frau Kässmann kann durchaus mal recht haben....


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