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England: Muslimische Extremisten unterwandern Schulen

8. Juni 2014 in Chronik, keine Lesermeinung
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Innenministerin und Bildungsminister werfen einander vor, nicht energisch genug dagegen vorzugehen - Beschwerden über den Einfluss radikaler Muslime in den Schulbeiräten häufen sich


London (kath.net/idea) In englischen Großstädten wächst die Gefahr, dass radikale Muslime Schulen unter ihre Kontrolle bringen. Über die Bekämpfung dieser Tendenzen ist es zu einem heftigen Streit in der britischen Regierung gekommen.

Bildungsminister Michael Gove und Innenministerin Theresa May werfen sich gegenseitig vor, nicht energisch genug gegen eine Radikalisierung an Schulen vorzugehen. Premierminister David Cameron musste der Londoner Zeitung The Times zufolge in den Disput zwischen den Kabinettskollegen eingreifen. Sie wollen sich jetzt auf eine gemeinsame Erklärung einigen. Danach werden sie künftig zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass radikale Muslime Schulleitungen unterwandern.


Wie radikale Muslime Schulen kontrollieren

Bereits vor vier Jahren waren erste Hinweise bekannt geworden. Inzwischen häufen sich besonders in mittelenglischen Städten wie Birmingham mit einem hohen islamischen Bevölkerungsanteil Beschwerden über den Einfluss radikaler Muslime in den Schulbeiräten. Diese Gremien sind für die pädagogischen Maßstäbe verantwortlich. Der „Times“ zufolge kursiert in muslimischen Kreisen ein Strategiepapier unter dem Namen „Trojanisches Pferd“. Dabei handelt es sich um eine Anleitung, wie man staatliche Schulen unter islamische Kontrolle bringen kann. So werden Salafisten in den Schulbeiräten platziert, um die Autorität der Rektoren zu untergraben.

Die Schulaufsichtsbehörde Ofsted hat inzwischen 21 Schulen in Birmingham unangekündigt überprüft. Davon waren nur drei ohne Mangel. Ofsteds Chefinspektor Michael Wilshaw stellt jetzt eine Mängelliste zusammen. Unter anderem geht es darum, dass einige Schulleitungen entgegen den Vorschriften Jungen und Mädchen getrennt in Sexualkunde, Sport und Musik unterrichten lassen. Außerdem seien extremistische Muslime als Redner in den Schulen aufgetreten.


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