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Sachsen: 'Schweigemarsch für das Leben' von Protesten begleitet

28. Mai 2014 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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500 Christen demonstrierten in Annaberg-Buchholz – 50 Linke störten - „Christdemokraten für das Leben“ in Sachsen beklagt mangelnde Unterstützung durch EKD in Lebensrechtsfragen: EKD leiste nicht Hilfe zum Leben, sondern Hilfe zum Töten.


Annaberg-Buchholz (kath.net/idea) An einem „Schweigemarsch für das Leben“ im sächsischen Annaberg-Buchholz haben sich am 26. Mai rund 500 Christen beteiligt. Sie demonstrierten für das Lebensrecht ungeborener Kinder, Alter und Kranker. Am Rande der Veranstaltung kam es zu Protesten. Dazu aufgerufen hatte die feministische Gruppierung e*vibes (Dresden). Die rund 50 Linksradikalen skandierten Parolen wie „Mein Körper gehört weder Kirche noch Deutschland – Weg mit §218“ oder „Kein Gott, kein Staat, kein Gebärautomat“. Um Zusammenstöße zu vermeiden, hatte der Veranstalter des Marsches – die Vereinigung „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) im Erzgebirge – die Abschlusskundgebung vom Marktplatz an die St. Annenkirche verlegt. Wie deren Vorsitzender, Thomas Schneider (Breitenbrunn), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, verhinderte die Polizei Übergriffe der Störer.


Steeb: Abtreibung ist die verheerendste Todesursache

Mit dem Schweigemarsch wolle man deutlich machen, dass es auch in Deutschland und Europa Menschen gibt, denen die Freiheit zum Leben vorenthalten wird, erklärte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bei der Abschlusskundgebung. Er bezeichnete Abtreibungen als „verheerendste Todesursache weltweit“.

Steeb: „Wir müssen doch sagen dürfen, dass die Zahl der Tötungen im Mutterleib durch die Hand von Ärzten in Deutschland mindestens 30-mal so hoch ist wie die der Verkehrstoten.“ Laut offizieller Statistik werden jährlich über 100.000 ungeborene Kinder getötet. „Das ist Jahr für Jahr fünfmal die ganze Einwohnerschaft von Annaberg-Buchholz.“

Steeb forderte einen Lebensschutzgipfel, auf dem nach Wegen gesucht werden müsse, der massenhaften Tötung ungeborener Kinder Einhalt zu gebieten.

Der Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ in Sachsen, Joachim Hadlich (Elterlein), beklagte die mangelnde Unterstützung durch die EKD, wenn es um Fragen des Lebensrechts gehe: „Der Ratsvorsitzende, Präses Schneider, hat uns mitteilen lassen, dass wir bei unseren Bemühungen zur Änderung der Schwangerenkonfliktberatung nicht mit seiner Unterstützung rechnen können.“ Damit leiste die EKD nicht Hilfe zum Leben, sondern Hilfe zum Töten.

„Abtreibung war der größte Fehler meines Lebens“

Die Gesundheitsberaterin und fünffache Mutter Susanne Georgi (Zwönitz) berichtete von einer Abtreibung, der sie vor 18 Jahren zugestimmt habe. „Das war der größte Fehler meines Lebens.“ Die Ärzte hätten ihr damals erklärt, angesichts ihrer angespannten gesundheitlichen Situation wäre eine Abtreibung „das Vernünftigste“. Georgi: „Ich hätte mir damals ein Gespräch aus der Sicht des Glaubens gewünscht.“ Es brauche eine Gesellschaft, die Kinder wieder als Freude und nicht als Last empfindet, sagte sie. Auch dürfe die Entscheidung für oder gegen ein Kind nicht von den äußeren Umständen abhängen: „Dafür ist es nötig, dass wir das Thema stärker in die Öffentlichkeit tragen.“


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