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'Man hat die Menschen gekauft'

6. Mai 2014 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Katholischer Geistlicher zur aktuellen Lage auf der Krim gegenüber "Kirche in Not": Man hat die Menschen mit der Anpassung der Renten an russische Verhältnisse gekauft


Ukraine (kath.net/KIN)
Während aus der Ost-Ukraine immer neue Ausschreitungen gemeldet werden, hat sich die Lage auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim etwas beruhigt. Das erklärte der Ukraine-Delegat des römisch-katholischen Oblatenordens, Pater Pawel Wyszkowski OMI, in einem Schreiben an das katholische Hilfswerk "Kirche in Not". "Es scheint, als hätten sich die meisten Menschen inzwischen mit der Realität abgefunden", beschrieb Wyszkowski die Lage. "Man hat sie mit der Anpassung der Renten an russische Verhältnisse gekauft." Sein Orden vermeide auf der Krim inzwischen jede politische Stellungnahme; man versuche, sich nicht provozieren zu lassen. "Wir rufen zum Frieden und zur Versöhnung auf, da die Teilung unseres Landes in der jetzigen Situation mitten durch alle Menschen geht", erklärte Wyszkowski.


Weiterhin bestünden allerdings erhebliche Einschränkungen der Telefon- und Internetverbindungen sowie des grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehrs. "Ich bin von der Krim mit dem Zug zurück in die Ukraine gereist. Diese Fahrt hat sechs Stunden länger gedauert als früher", berichtet Wyszkowski. Dies erkläre sich durch die Umleitung der Züge über russisches Gebiet. Er selbst sei auf die Krim gereist, um mit seinen Mitbrüdern zu beten und ihnen für ihre Arbeit zu danken. "Sie sind in dieser turbulenten Zeit auf der Krim geblieben, als andere vor den Ausschreitungen oder Repressalien geflohen sind", betonte Wyszkowski.

Das Hilfswerk "Kirche in Not" bittet um Spenden für die Arbeit der Kirche in der Ukraine. Online unter www.spendenhut.de oder an:

KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München
IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Ukraine

Foto: (c) Kirche in Not


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