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'Woche für das Leben' in Deutschland: Nein zur Suizidbeihilfe

4. Mai 2014 in Familie, 3 Lesermeinungen
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Lebensrechtler fordern von der Kirche aber auch mehr Einsatz für den Schutz ungeborener Kinder


Erfurt/Köln (kath.net/idea) Mit einer Absage an aktive Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung hat die „Woche für das Leben“ der katholischen Kirche und der EKD (Evangelische Kirche Deutschland) begonnen. Sie wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst am 3. Mai in Erfurt eröffnet.

Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Norbert Trelle (Hildesheim), begrüßte das Vorhaben der Großen Koalition, jegliche organisierte Form von Beihilfe zum Suizid zu verbieten: „Wir erhoffen uns eine tiefgreifende Diskussion im Parlament, ähnlich wie seinerzeit bei der Stammzell-Debatte.“

Laut Trelle wäre es ein Armutszeugnis für die Gesellschaft, wenn der Wunsch, seinem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen, nur deshalb entstehe, weil jemand sich alleingelassen fühle. Christen hätten den Auftrag, Sterbende zu begleiten, ihnen Mut, Hoffnung und vor allem Halt zu geben. Trelle: „Wir dürfen uns nicht durch eine Hilfe zur Selbsttötung von ihnen abwenden, sondern müssen uns ihnen zuwenden.“ Ausdrücklich stufte der Bischof auch ungeborene Kinder als besonders schutzwürdig ein.


Der stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Jochen Bohl (Dresden), sagte, dass sich die Humanität einer Gesellschaft auch am Umgang mit den Sterbenden zeige: „Wir haben uns das Leben nicht selbst gegeben, sondern haben es aus Gottes Hand empfangen. Darum ist es uns heilig, von seinem Beginn bis an das Ende.“ Bohl würdigte die Hospizdienste, die sich dafür einsetzten, dass Leiden gelindert werde und Menschen in Frieden sterben könnten. Die „Woche für das Leben“ steht in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Herr, Dir in die Hände“ (nach einem Gedicht von Eduard Mörike).

Lebensrechtler riefen die Kirchenvertreter auf, die Politik zu mehr Anstrengungen für einen wirksamen Schutz des menschlichen Lebens aufzufordern. Sie dürften sich nicht damit abfinden, dass sich der Gesetzgeber vielfach weigere, entsprechende rechtliche Voraussetzungen zu schaffen, erklärte die Vorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA), die Ärztin Claudia Kaminski (Köln).

Der Gedanke, dass der Staat das Leben seiner Bürger zu schützen habe, sei kein „christliches Sondergut“, sondern stehe „am Anfang jeder Staatstheorie“. Zwar sei man den Kirchenleitern dankbar, dass sie sich dafür einsetzten, jede organisierte Suizidbeihilfe zu verbieten sowie die Palliativmedizin und die Hospizarbeit auszubauen. Aber es sei auch nötig, das „Verbrechen der Abtreibung“ zu thematisieren. „Ungerechte Gesetze“ müssten so reformiert werden, dass sie das Leben Ungeborener „tatsächlich zu schützen vermögen“.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland fast 103.000 Abtreibungen gemeldet. Lebensrechtler gehen jedoch davon aus, dass die wirkliche Zahl weit höher liegt.

Foto: (c) www.woche-fuer-das-leben.de



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Lesermeinungen

 girsberg74 5. Mai 2014 
 

"Mit einer Absage an aktive Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung hat die „Woche für das Leben“

Es wäre gut, wenn durchgängig die deutsche Sprache genutzt würde wie "Beihilfe zu Selbsttötung" und verhüllende - teils missverständliche - Begriffe wegfielen wie "aktive Sterbehilfe" und an dieser Stelle die unpoetische aber klare Sprache des Strafrechts zum Tragen käme, nämlich "Tötung auf Verlangen".


1
 
 willibald reichert 4. Mai 2014 
 

Ewaldi

Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen und
viel Zuspruch. Wohne leider zu weit weg
im südlichen Rheinland-Pfalz.


1
 
 Ewaldi 4. Mai 2014 
 

20.5. Lebensrechtsveranstaltung im Domforum Köln

Es wäre gut, wenn möglichst viele kath.net Leser, denen es möglich ist nach Köln zu reisen, dabei sind und das Lebensrecht bei dieser Veranstaltung unterstützen

Das Recht auf Leben an seinem Anfang
Kirche, Politik und Lebensrechtsorganisationen im Gespräch
Dr. Dominik Schwaderlapp
Weihbischof im Erzbistum Köln
Hannelore Bartscherer
Vorsitzende des Katholikenausschusses im Erzbistum Köln
Alexandra Linder
1. stellvertretende Bundesvorsitzende der ALfA e.V.; Leiterin des Schwanger-schaftsnotrufs vitaL, Sachbuchautorin
Bernd Petelkau
Vorsitzender des Kreisverbandes Köln der CDU
Dienstag, 20. Mai 2014, 19:30 Uhr
DOMFORUM, Domkloster 3, 50667 Köln (Zentrum)
In Zusammenarbeit mit der Aktion Lebensrecht für Alle, e.V., Regionalverband Köln
und den Christdemokraten für das Leben, Kreisverband Köln


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