Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  5. "Tun wir so als wäre da nichts"
  6. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  7. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  8. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  9. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  10. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  11. CoV: Mehrere Staaten verschärfen Schutzregeln für Gottesdienste
  12. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  13. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  14. „Sind es nicht wir Katholiken, die sich für den bedingungslosen Schutz des Lebens einsetzen?“
  15. Das Bild Gottes – eingeprägt in die Würde des Menschen

'Johannes Paul II. hat maßgeblich zur deutschen Einheit beigetragen'

25. April 2014 in Interview, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bundestagsvizepräsident Singhammer: „Johannes Paul II. hat maßgeblich zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen“, „wir Deutsche sind ihm daher in besonderer Weise verbunden.“ KATH.NET-Interview von Petra Lorleberg


Berlin-Stuttgart (kath.net/pl) „Johannes Paul II. hat maßgeblich zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen. Seiner Beharrlichkeit und seiner Zugewandtheit ist es zu verdanken, dass wir in diesem Jahr nicht nur seine Heiligsprechung feiern, sondern auch den 25. Jahrestag des Mauerfalls.“ Darauf weist Bundestagspräsident Johannes Singhammer (Foto) im kath.net-Interview anlässlich der Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. hin. Der CSU-Politiker wird als offizieller Vertreter des Deutschen Bundestages bei der Heiligsprechung in Rom dabei sein.

kath.net: Herr Bundestagsvizepräsident, der Deutsche Bundestag sendet ausdrücklich einen offiziellen Vertreter zur Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. Wie bewerten Sie selbst dieses Zeichen, dass das höchste parlamentarische Gremium unseres Landes mit Ihrer Teilnahme bei diesem Gottesdienst vertreten ist?

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer: Johannes Paul II. hat maßgeblich zur Wiedervereinigung Deutschlands beigetragen.

Seiner Beharrlichkeit und seiner Zugewandtheit ist es zu verdanken, dass wir in diesem Jahr nicht nur seine Heiligsprechung feiern, sondern auch den 25. Jahrestag des Mauerfalls.

Er hat sich bereits als Kardinal intensiv um die deutsch-polnische Aussöhnung bemüht.

Wir Deutsche sind ihm daher in besonderer Weise verbunden. Es ist mir eine Ehre und eine Freude an den Feierlichkeiten anlässlich der Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. teilzunehmen.


kath.net: In Deutschland herrscht politisch und medial aus vielerlei Gründen eine Kultur der Skepsis und der Distanz gegenüber Rom und dem Papsttum. Sowohl Papst Johannes Paul II. als auch Papst Benedikt XVI. erfuhren Kritik auch von hochrangigen deutschen Politikern. Wie beurteilen Sie gegenwärtig das Verhältnis von Berlin zum Vatikan?

Singhammer: Das Verhältnis ist vertrauensvoll und solide. Anders kann die beabsichtigte Ernennung einer ehemaligen Bundesministerin zur Deutschen Botschafterin im Vatikan wohl nicht interpretiert werden.

Was kritische Stimmen anbelangt, so meine ich: Die Kirche darf sich nicht in die Sakristeien zurückdrängen lassen, sondern muss mit ihren Meinungsäußerungen und Bewertungen an den ethischen Grundsatzentscheidungen unserer Zeit beteiligt sein und gehört werden.

kath.net: Ein polnischer Papst war 1978 beim Konklave kaum zu erwarten gewesen. Beim nächsten Konklave passierte dann noch Unwahrscheinlicheres: auf den polnischen Papst folgte ein deutscher Papst. Die polnischen Katholiken liebten in überraschender Großherzigkeit auch Benedikt XVI. Leisteten die beiden Päpste auch einen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen zwei Ländern, die sich damit nicht immer nur leichttun und für die ein gutes Verhältnis gerade auch jetzt aktuell sehr wichtig ist?

Singhammer: Beide Päpste verband eine tiefe und vertrauensvolle Freundschaft. Beiden lag die deutsch-polnische Versöhnung sehr am Herzen.

Die große Sympathie, die das deutsche Volk dem polnischen und das polnische Volk dem deutschen Papst entgegenbracht hat, zeigt auf wunderbare Weise, wie der Glaube Brücken schlagen kann.

kath.net: Sie haben in einem Artikel in der „Tagespost“ die politische und historische Bedeutung aufgezeigt, die Papst Johannes Paul II. gerade auch für die Entwicklung in Europa hatte. Sie schreiben dort, dass wir Menschen Vorbilder brauchen. In welchen seiner Eigenschaften kann Papst Johannes Paul II Ihrer Meinung nach Vorbild sein?

Singhammer: Papst Johannes Paul II. war in herausragender einzigartiger Weise mit seinem Herzen den Menschen zugewandt. Er hatte den Mut und die Kraft, während des Kalten Krieges klar Stellung zu beziehen. Er hat die deutsche Einheit vorbereitet.

Papst Johannes Paul II. hat ein Attentat schwerverletzt überlebt und dem Attentäter verziehen. Auch in hohem Alter und von schweren Krankheiten gezeichnet, hat er die Öffentlichkeit nicht gescheut. Damit hat er seine menschliche Seite betont, seine körperliche Schwäche offenbart und vielen Menschen Mut gemacht. All das und noch viel mehr machen ihn zu einem großen Vorbild.

kath.net: Wie haben Sie selbst diesen Papst über viele Jahre hinweg wahrgenommen? Hat das Wirken und die Gestalt von Papst Johannes Paul II. auch für Ihr eigenes Lebens eine Bedeutung?

Singhammer: Als Papst Johannes Paul sein Pontifikat begann, war ich Student. Deutschland war geteilt, der eiserne Vorhang trennte die Welt. Es hat mich tief beeindruckt, mit welcher Ausdauer und mit welchem Mut Papst Johannes Paul II, die Missstände anprangerte, sich auf die Seite der Schwachen begab und trotz aller Widerstände unermüdlich für sein Ziel, eine friedlichere Welt, kämpfte.

kath.net: Herr Bundestagsvizepräsident, herzlichen Dank!


Petra Lorleberg auf Twitter folgen!

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer zu Kirche und Staat


Foto Johannes Singhammer © www.singhammer.net



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 nobermarsch 25. April 2014 
 

null meinungen?

Angst oder Panik? Ich hab von dem Papst in Deutschland nichts mitbekommen vom naechsten auch nichts.
Heute titeln die Tageszeitungen Hilfe wir sind reich und meinen die stastlichen Steuereinnahmen. Ein Gegentitel zu Franziskus?
Schauspieler brauch ich nicht.


0

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutschland

  1. „Pater Werenfried war überragender Europäer und Motor der Versöhnung“
  2. Seid ihr noch ganz bei Trost?
  3. Wiener Kardinal Schönborn sieht synodalen Weg mit Sorge!
  4. Ramelow und Schwesig verharmlosen ein Unrechtsregime!
  5. Deutschland verdummt
  6. Das Christentum: die einzig tragfähige Klammer für das vereinte Europa
  7. Zweite Heirat kein Kündigungsgrund
  8. ‚Wollen die deutschen Bischöfe ihr gescheitertes Modell exportieren?’
  9. Kardinal Koch würdigt historische Papstwahl am Martinstag 1417
  10. Deutschland möchte 'inter/divers'-Geschlecht einführen







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  5. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  8. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  9. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  10. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  11. 'We are pro Life' - Als Kommissar Rex den Wiener Lebensschützern helfend beistand.
  12. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  13. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  14. "Kirche, du sollst nicht lügen!"
  15. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz