Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Neue ‚Pille danach‘: IMABE-Institut warnt vor Freigabe

12. April 2014 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kirchliches Bioethik-Institut: Zyklustag der Frau entscheidet auch bei Präparaten mit dem Wirkstoff Ulipristal, ob Pille verhütet oder abtreibt.


Wien (kath.net/ KAP)
Das kirchliche Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) warnt vor einer EU-weiten Freigabe der "Pille danach" mit dem Wirkstoff Ulipristal (UPA) für den Apothekenverkauf, welche die Europäische Arzneimittelbehörde derzeit erwägt. Aktuellen Forschungen zufolge habe das Präparat auch abtreibende Wirkung, so die in Wien beheimatete Einrichtung in einer Mitteilung. Wer die "Pille danach" nur zur Verhinderung einer Ovulation, nicht aber zu einer möglichen Abtreibung einsetzen wolle, müsse sich deshalb weiterhin zuerst mit medizinischen Methoden über das Zyklusstadium der Frau vergewissern. Dies gebiete, so IMABE, die ethische und medizinische Sorgfaltspflicht.

Ulipristal - im Handel etwa unter dem Namen "EllaOne" - wird vom Herstellern als die neue, bessere "Pille danach" propagiert, da sie laut Hersteller bis 120 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr 80 Prozent der möglichen Schwangerschaften verhindert. Die Darstellung des Präparats als "Notfallverhütung" - vorgeblich durch Verhinderung des Eisprungs kurz vor diesem - bezweifeln Forscher stark: "EllaOne" wirke über den gleichen Mechanismus wie die Abtreibungspille "Mifepriston" und verändere die Gebärmutterschleimhaut so, dass sich der Embryo nicht mehr einnisten kann und abgestoßen wird. Darauf deuteten auch die häufig auftretenden Blutungen bei Einnahme in der zweiten Zyklusphase, zitiert IMABE eine von Bruno Mozzanega von der Universität Padua aktuell veröffentlichte Studie im Fachblatt "Reproductive Science".


Jüngste Studien über die Behandlung von gutartigen Gebärmuttertumoren (Myomen) durch Ulipristal stützen diese Kritik: Jene Wirkweise auf die Gebärmutter, die der Hersteller hier preise - große Tumoren würden durch UPA um rund 50 Prozent schrumpfen - habe man bisher "unter den Tisch fallen lassen, wenn es darum ging, die Substanz als 'Pille danach' zu vermarkten", teilte IMABE mit. Auf eine mögliche frühabtreibende Wirkung von Ulipristal hat zudem auch die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA bereits hingewiesen.

Empfehlungen für Ärzte

Das Bioethikinstitut hat für Ärzte einen Text mit aktuellen Expertenempfehlungen zur Notfallkontrazeption ("Pille danach") im Falle einer Vergewaltigung in der Zeitschrift "Imago Hominis" sowie auf der IMABE-Homepage publiziert. Bereits im Vorjahr wurde dazu eine Stellungnahme erarbeitet, die auf die Abhängigkeit vom Zyklustag der Frau hingewiesen hat. Anlass war damals die Frage, ob katholische Krankenhäuser die "Pille danach" an Vergewaltigungsopfer abgeben dürften. Dazu müsste geklärt sein, ob diese Präparate nur antikonzeptiv oder nidationshemmend wirken, da dies einen erheblichen moralischen Unterschied darstellt.

Derzeit sind in Österreich allein Levonorgestrel(LNG)-Präparate rezeptfrei erhältlich, während in Deutschland sowohl LNG- als auch UPA-Präparate eine ärztliche Verschreibung benötigen. Falls die EU-Arzneimittelbehörde eine Freigabe beschließt, muss UPA allerdings künftig EU-weit in jeder Apotheke erhältlich sein.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  4. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  5. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  6. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  7. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  8. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  9. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  10. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  3. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  4. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  7. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  8. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  9. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  10. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  13. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  14. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  15. Was auch immer Synodalität sein soll

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz