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Die Geburt zum neuen Leben – die Gnade des Lichts der Welt

30. März 2014 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: die Gnade, Kinder des Lichts zu sein. Beseitigt Verhaltensweisen, die nicht christlich sind, um entschlossen den Weg der Heiligkeit zu beschreiten! Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am vierten Fastensonntag – „Laetare“. In seiner Ansprache zum traditionellen Mittagsgebet ging Papst Franziskus vom Evangelium des Tages aus (Joh 9,1-41). Dieses berichtet von dem blindgeborenen Mann, dem Jesus das Augenlicht schenkt.

Die lange Erzählung hebe an mit dem Blinden, der zu sehen beginne, und sie schließe mit den angeblich Sehenden, die in der Seele blind blieben. Das Wunder selbst nehme nur zwei Verse ein, da der Evangelist die Aufmerksamkeit nicht auf das Wunder an sich lenken wolle, sondern auf das, was nachher geschehe: die Diskussionen, das Gerede. Der geheilte Blinde werde zuerst von der erstaunten Menge und dann von den Gesetzeslehrern befragt, die auch dessen Eltern zu Rate zögen. Am Ende gelange der Blinde zum Glauben, der größten Gnade, die ihm Jesus schenke: nicht nur zu sehen, sondern ihn, das „Licht der Welt“ zu erkennen.


Während sich der Blinde Schritt für Schritt dem Licht nähere, versänken die Gesetzeslehrer immer mehr in ihrer inneren Blindheit. Sie täten alles, um das Offensichtliche zu leugnen, und bezweifelten die Identität des geheilten Mannes. Dann leugneten sie das Wirken Gottes in der Heilung und bezweifelten sogar, dass der Mann blind geboren worden sei. Ihre Verschlossenheit für das Licht „wird aggressiv und mündet darin, dass sie den geheilten Mann aus dem Tempel hinausstoßen“.

Der Weg des Blinden dagegen gehe über Etappen. Nachdem er aus dem Tempel vertrieben worden sei, finde ihn Jesus erneut und öffne ihm die Augen zum zweiten Mal, indem er ihm seine Identität offenbare: „Ich bin der Messias“. An diesem Punkt rufe der Blinde aus: „Ich glaube, Herr!“ und werfe sich vor Jesus nieder. Das Evangelium lasse so das Drama der inneren Blindheit erkennen.

Franziskus betonte, dass unser Leben bisweilen dem des Blinden ähnle, der sich dem Licht, Gott und seiner Gnade öffne. Leider sei unser Leben manchmal auch wie das der Gesetzeslehrer: „aus der Höhe unseres Stolzes urteilen wir über die anderen und sogar über den Herrn!“. Heute seien wir eingeladen, „uns dem Licht Christi zu öffnen, um in unserem Leben Frucht zu tragen, um Verhaltensweisen zu beseitigen, die nicht christlich sind, um entschlossen den Weg der Heiligkeit zu beschreiten“.

Dieser Weg beginne mit der Taufe. Auch wir „sind in der Taufe von Christus erleuchtet worden, damit wir uns wie ‚Kinder des Lichts’ (Eph 5,8) verhalten können: mit Demut, Geduld und Barmherzigkeit“.

Der Papst forderte alle dazu auf, zuhause diesen Abschnitt des Evangeliums zu lesen und sich zu fragen: „Habe ich ein offenes oder ein verschlossenes Herz?“. Der Herr warte immer auf den Menschen.

Abschließend rief Franziskus dazu auf, sich zu fragen, wie unser Herz sei: "Habe ich ein offenes oder ein verschlossenes Herz? Offen oder verschlossen für Gott? Offen oder verschlossen für den Nächsten? Immer haben wir in uns eine Verschlossenheit, die aus der Sünde, den Fehlern, den Irrtümern entstanden ist. Wir dürfen keine Angst haben! Öffnen wir uns dem Licht des Herrn, er erwartet uns immer, um uns besser sehen zu lassen, um uns mehr Licht zu geben, um uns zu vergeben. Vergessen wir das nicht! Der Jungfrau empfehlen wir den Weg durch die Fastenzeit, damit auch wir wie der geheilte Blinde mit der Gnade Christi ‚zum Licht’ kommen und zu neuem Leben geboren werden können“.


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