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Weiter Kritik an Kaspers Vorstoß zur Kommunion für Wiederverheiratete

30. März 2014 in Weltkirche, 93 Lesermeinungen
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Ein Journalist, ein Philosophieprofessor und ein Kardinal haben Kaspers Vorschlag scharf kritisiert. Sie werfen ihm vor, seine Ideen widersprächen der Ehedoktrin der Bibel und des Lehramtes.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die Kritik an Walter Kardinal Kaspers Vorschlag, geschiedene Wiederverheiratete unter gewissen Umständen zur Kommunion zuzulassen, reißt nicht ab. Kasper hatte argumentiert, die „Treue und Barmherzigkeit Gottes“ verlangten von der Kirche „ein neues Paradigma“ in ihrer pastoralen Praxis. In der italienischen katholischen Zeitung Il Foglio nahmen ein Philosophieprofessor, ein Kardinal und ein Journalist zu Kaspers umstrittener Idee Stellung.

Kaspers Vorschlag stehe schlicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche, sagt Danilo Castellano, Professor für politische Philosophie an der Universität Udine gegenüber der Zeitung. Wer Gottes Barmherzigkeit und Vergebung erfahren wolle, müsse seine Schuld anerkennen und um Verzeihung bitten. Gott gebe nicht nur eine „zweite Chance“, sondern sei stets zu einem Neuanfang mit den Menschen bereit. Er könne allerdings jenen nicht vergeben, die hartnäckig in der Sünde verharren, ergänzte er.

Kaspers Ideen würden der protestantischen Theologie entsprechen, insbesondere Martin Luthers Lehre, dass Gott die Sünden der Menschen nicht auslöscht, sondern nur zudeckt, wenn er sie vergibt. Kaspers Version von Barmherzigkeit entspreche der des deutschen Reformators. Sie sei, sagt er wörtlich, eine „Barmherzigkeit, welche die vorangehende und notwendige Abkehr von der Sünde nicht mehr einschließt, sondern nur auf das Vertrauen setzt, dass Gott diese nicht beachtet.“


Während die meisten Kritiker in Kaspers Vorschlag eine „Verwässerung“ der katholischen Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe sehen, hält Castellano diesen für ein Verlassen der geltenden Doktrin. Diese würde überflüssig, wenn Kaspers Vorschlag aufgegriffen würde, sagte der Philosoph.

Carlo Kardinal Caffarra, der Erzbischof von Bologna, hat im Il Foglio eine ausführliche Analyse des Kasperschen Vorschlags veröffentlicht. In seinen Ausführungen kommt er zu dem Ergebnis, die Ideen des deutschen Kardinals widersprächen nicht nur der Heiligen Schrift, sondern auch den Erläuterungen und der Entfaltung der Lehre über die Ehe im Apostolischen Schreiben Familiaris consortio von Papst Johannes Paul II.

Caffarra war einer der Berater der Synode über die Familie, die 1980 abgehalten wurde. Familiaris consortio entstand im Anschluss an diese Synode. Das Problem der zivilrechtlich geschiedenen und wiederverheirateten Personen sei bereits Thema der Synode von 1980 gewesen und dort ausführlich diskutiert worden. Kaspers Behauptung, der „kulturelle Kontext“ von Familiaris consortio sei ein anderer gewesen als heute, stimme daher nicht. Im Gegenteil, schreibt Caffarra, das Apostolische Schreiben gebe Empfehlungen, wie diesem Problem zu begegnen sei.

Wenn sich Kasper auf eine Änderung des „sensus fidelium“, des übernatürlichen Glaubenssinns des Gottesvolkes, beziehe, sei das eine Irreführung, fährt Caffarra fort. Familiaris consortio bestätige, dass dieser Glaubenssinn „nicht nur oder notwendigerweise in der Übereinstimmung der Gläubigen“ bestehe. „Die Kirche sucht, indem sie Christus folgt, die Wahrheit, welche sich nicht immer mit der Meinung der Mehrheit deckt.“ (FC 5)

Wahrscheinlich seien es die Ergebnisse der vom Vatikan durchgeführten weltweiten Umfrage zu Ehe und Familie in Vorbereitung auf die außerordentliche Synode gewesen, die Kaspar veranlasst hätten, auf den übernatürlichen Glaubenssinn Bezug zu nehmen, vermutet der Kardinal. Umfragen und statistische Analysen seien zwar wertvoll, aber nicht als Ausdruck des sensus fidelium zu werten, entgegnet er.

Das kirchliche Verständnis von Ehe sei kein Ideal, das anzustreben sei, sondern eine Definition, eine Beschreibung einer objektiven Wirklichkeit. Die Kirche habe gar nicht die Möglichkeit diese Lehre zu ändern, betont Caffarra.

Kardinal Kaspers Vorschlag sei „unverständlich“ und ein Angriff auf die Gebote der Heiligen Schrift, schreibt der Journalist Francesco Agnoli in einem Leitartikel für Il Foglio. Er formuliert seine Kritik als Fragen an den Kardinal: „Glauben sie wirklich, Herr Kardinal, dass ein Vorschlag, der die Ehe unterhöhlt, irgend jemand glücklich macht?“ „Glauben sie wirklich, dass diejenigen, welche die Gemeinschaft mit dem Mann oder der Frau (und den Kindern) in ihrem Leben gebrochen haben, die volle Gemeinschaft mit Gott wiedergewinnen werden, weil ihnen ein Priester die Eucharistie gibt?“ „Glauben sie wirklich, dass wir die Kranken dieses ‚großen Feldlazaretts’, das der kranke Westen ist, retten können, indem wir sagen, dass es die Patienten bequem haben? Dass Treue kein absoluter Wert mehr ist?“


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Lesermeinungen

 Kathole 2. April 2014 
 

@Kant: Eine von der Lehre abkoppelbare Disziplin ist die Falle der „Barmherzigkeitspartei“

Ich denke, im Gegensatz zu Ihnen, daß wir vielmehr genau dabei in die Falle der „Barmherzigkeitspartei“ tappen, wenn wir uns deren "Ultima Ratio"-Behauptung unkritisch zu eigen machen, es ginge bei der Kommunionspendung an die zivil wiederverheirateten Geschiedenen lediglich um eine Frage der Kirchendisziplin, die man grundsätzlich ändern könne, ohne dabei die kirchliche Lehre anzutasten.

Das stimmt schon unmittelbar dogmatisch nicht, da nach einer Todsünde der Kommunionempfang erst nach Empfang der sakramentalen Lossprechung in der Beichte möglich ist (Konzil von Trient), eine Beichte mit Lossprechung ohne Reue und Vorsatz der Umkehr vom Ehebruch (am fortbestehenden Eheband) seitens des Beichtenden aber ein offensichtliches Absurdum ist.

Zweitens ist das "pastorale" Zugestehen einer den Umständen geschuldeten Ausnahme von einem "doktrinell" als absolut gültig bekannten Gesetz (Unauflöslichkeit der Ehe) schlicht Heuchelei, wie Kardinal Caffarra jüngst zurecht bemerkte.

www.kath.net/news/45279


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 Suarez 2. April 2014 

@Kant - Tragische Ausnahmefälle?

Wer bestimmt, wann ein tragischer "Ausnahmefall" vorliegt und woraus begündet sich die Legitimation, einen solchen Fall festzustellen. Eine einmal gültig geschlossen Ehe ist und bleibt unauflösbar, auch wenn das tragisch sein sollte? Die Kirche hat nur die Möglichkeit, eine nicht gültige Ehe nach genauer Prüfung zu annulieren.


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 Teetasse 2. April 2014 

@theostudent

Der hat doch schon entschieden: Jesus! Wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch! Gehe hin uns sündige fortan nicht mehr! Was Gott zusammengefügt hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Und wer es noch entschieden hat: Johannes Paul II und Benedikt XVI. Deshalb sind diese ständigen Diskussionen von Kasper, Zollitsch, Ackermann, Marx und Co tatsächliche eine bodenlose Frechheit und Unverschähmtheit. Sie verwirren nur die Gläubigen und sind verantwortlich für noch mehr ungültige Ehen.

Und Sie sehen, das Thema ist für viele wichtig! Die Menschen haben Angst um die Sicherheit ihrer Ehe. Sie bauen darauf ihr Leben auf.


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 Teetasse 2. April 2014 

@Kant: Sagen Sie mir doch bitte mal, was eine Wiederverheirat

für Vorteile bringen soll. Jesus wollte unser Bestes, deshalb die Unauflöslichkeit der Ehe.
Nach einer gescheiterten Ehe ist doch Alleinbleiben das Beste, vor allem wenn Kinder da sind. Für Kinder sind Stief-Konstellationen immer schlecht, es ist immer für alle Beteiligten Zerrissenheit. Wahrheit und Klarheit braucht man sowohl um Gott nahe zu sein als auch für die Liebe erreicht man nach einer gescheiterten Ehe nur mit Alleinsein. Und: Der Ehepartner kann seinen Fehler einsehen und zurück kommen! Vor allem bei Strohfeuergeschichten oder Süchten!

So und jetzt noch eine Geschichte zum Nachdenken: Eine Bekannte von mir will einen geschiedenen Mann mit zwei Kindern katholisch heiraten. Dieser war mit der Ex-Frau nur zivil verheiratet, also kann er meine Bekannte jetzt noch katholisch heiraten. Die Ex-Frau war mit ihm in zweiter Ehe verheiratet und zwar nur zivil, weil ihre erste Ehe katholisch war. Für die Ex-Frau bedeutet das jetzt die zweite Scheidung! Und Kinder sind auch da!


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 Wendler 2. April 2014 
 

Heute ist der Tag des Hinüberscheidens von Papst JPII.

Papst Johannes Paul II. hatte sich wie kaum ein Zweiter Gedanken über Ehe und Familie gemacht. Er stand auch in engem Kontakt zu sehr sehr vielen Ehepaaren und kannte auch die Probleme aus erster Hand in vielen Begegnungen, auch Beichten.
Wenn er nach langen Reflexionen und tiefem, auch mystischem Gebet zur unumstößlichen Gewißheit gelangt ist im Einvernehmen mit den seit jeher gültigen Lehren der Kirche, daß zivil Wiederverheiratete bei Bestehen der kirchlichen Erstehe beim besten Willen den Leib des Herrn nicht empfangen können, dann ist dem doch nicht zu widersprechen.
Vielleicht kann "man" ja Papst Benedikt so in die Ecke drücken, aber sicherlich nicht Papst Johannes Paul II.


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 Insa 2. April 2014 
 

@Kant

Weder mir noch Ihnen steht ein Urteil über diese tragischen Fälle zu, lassen wir die Synode entscheiden.

Wie gesagt, natürlich steht mir kein "Urteil" zu. Ich sehe aber, dass es allein hier im Forum mehrere dieser tragischen Fälle gibt, die ihre Situation annehmen und sie als gesegnete Last leben. @katinka zitiert in einer benachbarten Diskussion hier im Forum M. Gurtner: "Die Treue gegenüber dem untreuen Partner spiegelt das Verhalten des treuen Gottes gegenüber dem untreuen Menschen wieder."

Jetzt kommen Sie natürlich wieder und sagen, es sei "unfair", dass einige Menschen diese Last für alle tragen sollen. Glaubensfragen lassen sich aber nie allein durch Argumente "lösen" - sonst wären sie Logikprobleme, keine Glaubensfragen. Die "Gerechtigkeit", die uns logisch und einleuchtend erscheint, kann ein sehr menschliches Ding sein, denken wir einmal an das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg.

Vertrauen wir auf den Papst und warten wir jeder mit seinen Ängsten ab.


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 theostudent 2. April 2014 

Lasst den entscheiden, der dazu befugt ist!

Gibt es eigentlich kein wichtigeres Thema, als hier in diesen Foren über eine winzige Minderheit Gericht zu halten?
Die Bibel aus einem Traditionswappen einer irischen Universität zu verbannen, die Verwüstung österreichischer Kirchen, die Ausgrenzung christlicher Symbole in Schulen, Kindergärten und weiteren öffentlichen Einrichtungen und die weltweite Christenverfolgung.
Das Böse agiert hier ganz nah bei uns. Es hat das Ziel uns zu vernichten!
... und wir sitzen vor unseren Rechnern und diskutieren über Interpretationen und Gedanken zu missfälligen Themen.


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 Kant 2. April 2014 

@Insa: keine überzeugende Antwort!

Ok., es gibt Fälle von wGs, die keine tragischen Fälle sind, aber warum darf man in wirklich tragischen Fällen keine Ausnahme bei der Kommunion-Spendung machen?

Ok., Ausnahme-Reglungen können mißbraucht werden, aber darf man deshalb berechtigte Ausnahmen verweigern?

Ok., Sie bekommen Angst bei der Vorstellung, daß man Menschen in tragischen Situationen zum Kommunion-Empfang zuläßt, die eigentlich davon ausgeschlossen sein sollten? Die Angst ist nicht berechtigt, denn Ausnahmen gibt es ohnehin. Sie sind um des „salus animarum“ willen sogar vorgesehen.

Ich weiß nicht, ob sie überhaupt eine überzeugende Antwort auf die entscheidende Frage geben wollten – wenn ja, nach meinem Eindruck ist es Ihnen nicht gelungen.


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 Kant 1. April 2014 

Unaulöslichkeit der Ehe? Nein, warum keine Ausnahme?

K. Kasper stellt nicht die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage. In seiner Rede steht: „Die Unauflöslichkeit der sakr. Ehe ... ist Teil der Tradition des bindenden Glaubens der Kirche, die nicht aufgegeben werden kann ...“ Sein Argument ist nicht: die Ehe ist auflösbar, also dürfen wGs zur Kommunion zugelassen werden, sondern: (1) die Ehe ist zwar unauflösbar, aber bei tragischen Fällen kann man eine Ausnahme von der Regel machen, die den Kommunion-Empfang in solchen Fällen eigentlich verbietet, (2) die Situationen einiger wGs sind tragische Fälle, (3) also kann man bei ihnen eine Ausnahme machen.

Die völlig akad. Disk. um die Unauflöslichkeit der Ehe stärkt nur die „Barmherzigkeitspartei“. Warum sollte man in tragische Fällen, in bestimmten Fällen bei wiederverh. Gesch. um des „salus animarum“ willen keine Ausnahme machen, die das Kirchenrecht ja ausdrücklich vorsieht? Das ist die Frage, auf die die „Barmherzigkeitspartei“ und der Papst zu Recht eine überzeugende Antwort erwartet.


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 nurmut 1. April 2014 
 

@harryfrank37

In ihren Kommentaren schwingt eine gewaltige Präpotenz mit.
Schnell sind Sie mit (Ver)urteilungen von anderen Forumsteilnehmern bei der Hand, nicht nur bei mir.
Sie unterstellen anderen Teilnehmern Dinge, die Diese gar nicht geschrieben oder behauptet wurden.
Von oben herab behandeln Sie jeden, der nicht auf ihrer Linie zu sein scheint und "beweisen" ihm Dummheit oder Unfähigkeit, wobei Sie sauber und theologisch gebildet argumentieren, jeglichen Widerspruch ausschließend.
Da halte ich es lieber mit meinem Seelenführer, der sagt, dass der größte Theologie der Teufel ist, da dieser am meisten über Gott weiß.


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 Kostadinov 1. April 2014 

@speedy: Gute Idee, nur...

frage ich mich, wie man mit den Ansichten so eine Kirchen"karriere" hinlegen konnte


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 Insa 1. April 2014 
 

@nurmut

Meiner Meinung nach KANN die Sünde, einen anderen Menschen zu verlassen oder "sitzenzulassen", nicht in allen Fällen "gleich" beurteilt werden: Denn entweder ist das Paar ganz allein auf sich gestellt (Konkubinat, nicht-sakramentale Ehe), oder aber es hat für das Gelingen seiner (sakramentalen) Ehe die Hilfe und Zusage Gottes.

Schlicht ausgedrückt: Was der Mensch zusammengefügt hat, wird der Mensch in vielen Fällen auch wieder scheiden, er wird einfach leichter scheitern. Was Gott zusammengefügt hat, KANN der Mensch aber gar nicht scheiden.

Mit Ihrer Argumentation leugnen Sie den Unterschied zwischen einer sakramentalen Ehe und einer "sonstigen" Beziehung, indem Sie die Schuldfrage allein darauf reduzieren, ob die Ehe/Beziehung scheitert oder nicht. Diese wird also zu einer rein menschlichen Leistung der Verantwortung gegenüber dem anderen. Wozu dient dann das Sakrament?

Das Sakrament der Ehe dient doch gerade dazu, das Menschenunmögliche möglich zu machen, mit Gottes Hilfe.


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 speedy 1. April 2014 
 

ich waere froh wenn er endlich in den Ruhestand ginge, und aufhört verwirrendes zeug zu sagen


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 nurmut 1. April 2014 
 

@ Suarez: Ich verstehe die Kath. Lehre durchaus

+ ich will kein Gebot aufheben
+ ich liebe die Worte Jesu, sie behagen mir außerordentlich
+ ich verabscheue Ehebrecher
+ Mt 5 kenne ich auswendig
Was ich hinsichtlich der Sünde und ihrer Beurteilung im Einzelfall sagen wollte, haben Sie nicht verstanden (ich habe mich sicher undeutlich ausgedrückt).
@Vergil: Niemand will eine gültige Ehe für auflöslich erklären. Ich habe mehrfach von der Einzelbewertung einer Sünde geschrieben, sie schreiben von einer "offiziellen" Zulassung zu Kommunion.
Ich will nur, dass nicht nur die bleibende Sünde der offiziellen Wiederverheiratung, sondern alle anderen Sünden in diesem Bereich mit gleichem Maß beurteilt werden, z.B.
* jahrelange unverheiratete Beziehung, dann Trennung und kirchl. Ehe mit einer anderen Person.
* mehrere uneheliche Kinder gezeugt, dann kirchl. Ehe mit einer anderen Person.
* jahrelange standesamtl. Ehe inkl. Kinder, dann Scheidung und kirchl. Ehe mit einer anderen Person, etc.
Was sagt die RKK Lehre dazu?


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 Antigone 1. April 2014 
 

@Insa

Gut, wenn das so ist, wie Sie sagen, habe ich kein Problem damit, den Begriff "Lebensentwurf" nicht mehr zu verwenden.


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 Insa 1. April 2014 
 

@Antigone

Der Begriff "Lebensentwurf", den Sie in bester Absicht verwenden, ist eine Wortneuschöpfung der letzten Jahre, der in eindeutig euphemistischer Absicht geschaffen wurde. Er ist - wie alle Euphemismen - scheinbar neutral, aber jeder weiß, was gemeint ist, wenn man von Lebensentwürfen spricht: alle irgendwie "unkonventionellen" Arten des Zusammenlebens, also vor allem homosexuelle Partnerschaften und Patchworkfamilien.

Dass wir alle irgendwie unser Leben planen und gestalten, ist natürlich eine Tatsache - die zu ihrer Beschreibung jedoch keinen Euphemismus benötigt.

Der Begriff dient dazu, nicht auszusprechen, was als Wertung gelten könnte (z.b. "Geschiedene"). Verstärkt wird dies noch, wenn er in der Version "alternative Lebensentwürfe" verwendet wird, womit die "konventionelle" Lebensführung subtil abgewertet wird, denn "alternativ" erinnert an Alternative - seit der Umweltschutzbewegung ein positiv besetzter Begriff. Konventionell dagegen wird gleichgesetzt mit überholt.


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 Antigone 1. April 2014 
 

Fortsetzung

Was das Wort "Barmherzigkeit" betrifft, kann man heutigen Tags leicht missverstanden werden. Ich jedenfalls wollte nur sagen, ich verurteile niemanden. Ich greife aber auch die Gültigkeit des Ehesakraments nicht an.


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 Antigone 1. April 2014 
 

Lebensentwurf

@Marienzweig und Suarez
Ich hatte den Begriff "Lebensentwürfe" verwendet, ohne mir große Gedanken darüber zu machen. Das habe ich, angeregt durch Sie, nachgeholt.
Eigentlich finde ich, es ist ein neutraler Begriff. Wir alle haben Entscheidungsspielraum, und wir alle sind gezwungen, Entscheidungen zu treffen. Mit den Entscheidungen "entwerfen" wir, was wir uns nach bestem Wissen und Gewissen für unser Leben wünschen. Wir bereiten uns auf einen Beruf vor, wir heiraten und bekommen Kinder, zum Beispiel. Oder, z.B., wir folgen einer geistlichen Berufung. Für mich hat das Wort "Entwurf" in diesem Zusammenhang keinen Beigeschmack und steht der Schöpfungsordnung ja nicht per se entgegen. Klar sein muss uns, dass unsere Entscheidungen Konsequenzen zeitigen, die wir zu tragen haben. Wir können nicht alle Einzelheiten, nicht alle Schicksalsschläge und Verwerfungen voraus wissen, aber wir müssen die Konsequenzen tragen.


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 Marienzweig 31. März 2014 

Danke, @Genesis ...

für Ihr Zeugnis und Ihre Offenheit!
Sie zeigen Stärke und das verdient Anerkennung!
Ja, dableiben ist oftmals schwieriger als fortgehen.
Zuwendung, Liebe, Treue, Geduld, Durchhaltevermögen und ein unbedingtes Zusammengehörigkeitsgefühl sind die Grundlagen für ein gutes Miteinander, auch in der Ehe.


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 harryfrank37 31. März 2014 

@ Bogen 2

Wer von den Forumteilnehmer, der diese Menschen von der Eucharistie ausschließt, möchte die Verantwortung dafür übernehmen, für diese Menschen,die nun gänzlich ihrem Schicksal überlassen Zitat-Ende
Nicht die Kirche und die Forumsteilnehmer schließen von den Sakramenten aus, sondern derjenige der sakramental noch verheiratet und zivil wiederverheiratet ist, schließt sich selbst aus. Bleiben Sie doch bei der Wahrheit. Sie sind einer jener, der seine Fehler bei anderen sucht, nur nicht bei sich selbst. Von der Kirche ist ein solcher Ehebrecher nicht ausgeschlossen sondern nur von den Sakramenten, weil er im ständigen Ehebruch lebt und damit in Sünde verharrt. Dass diese Menschen ihrem Schicksal, das sie sich selbst gewählt haben, überlassen sind, ist nicht richtig, denn wenn sie entsprechend demütig leben, kann Gott nach dem irdischen Tod möglicherweise entsprechend barmherzig reagieren. Wer aber hochmütig auf Rechte pocht, die ihm lt. Jesus nicht zustehen, wird vermutlich fehlgehen.


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 harryfrank37 31. März 2014 

@ Bogen 1 –und alle jene die die Kommunion für Wv fordern

Sie klagen zwar die Kirche an, aber praktisch klagen Sie Jesus, den Sohn Gottes, direkt an. Damit stellen Sie sich über Gott. Und da wollen Sie Christ sein? Denn ER hat gesagt (vgl. Mt 5,32 – Antithese zur Bergpredigt) „Wer seine Frau entlässt, liefert sie dem Ehebruch aus und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, heiratet, begeht Ehebruch.“ Gilt natürlich umgekehrt auch für Männer. Gott ist barmherzig zu dem, der von der Sünde ablässt und zu IHM umkehrt. Barmherzigkeit ist nicht, Sünde akzeptabel zu machen. Wer dies fordert hat ein irrendes Gewissen (KKK 1792). Kehrt um! sage ich als Seelsorger.

Aus meiner Familie: Ich war 3 Jahre alt als meine Mutter vom meinem Vater verlassen wurde. Sie hatte dann keine weitere Partnerschaft mehr obwohl sie noch mehr als 50 Jahre lebte. Sie war keine fromme Frau aber sie hatte den Charakter unseres Familienclans – ein Versprechen, schon gar wenn es Gott gegeben wurde, das hält man auch wenn es Nachteile bringt.


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 efa123 31. März 2014 
 

@ willibald reichert

"Es scheint seit einiger Zeit eine Modeerscheinung bei den Ruhe-
standsgeistlichen zu grassieren, daß man
völlig unverblümt zu Sachverhalten des
Glaubens Statements abgibt, die man in
der aktiven Zeit wohlweißlich verschwie-
gen hat. So ein Verhalten kann man nur
noch höchst beschämend nennen und wird
die schon bestehende Verwirrung unter
den Gläubigen noch mehr steigern."

Besser kann man dies nicht auf den Punkt bringen !!


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 Teetasse 31. März 2014 

@Bogen

Ich würde auch mal gern wissen, was in "Zivil Wiederverheirateten" vorgeht. Es muss Ihnen doch klar gewesen sein, dass Sie eine Ehe für immer eingehen und nicht nochmal heiraten können. Das muss Ihnen doch klar gewesen sein. Wie bringt man es überhaupt übers Herz nochmal zivil zu heiraten? Das kann man doch nur tun, wenn man die Lehre der Kirche nicht ernst nimmt und sich denkt: Ist doch wurst, was die Kirche und Jesus sagt und mein Versprechen schon gleich dreimal, ich mach das so wie alle anderen und die Kirche ist eh uncool. Und dann zur Kommunion gehen wollen? Wie passt das zusammen?


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 Marienzweig 31. März 2014 

Hallo, @ Bogen!

Bitte nicht verwechseln!
Nicht Ablehnung, sondern Widerspruch ist es, auf den Sie treffen.
Sie fragen: "Wer von Ihnen war schon mal in einer scheinbar ausweglosen Situation?"
Ich, lieber @Bogen!
Es ging nicht um Scheidung, Untreue o.ä., doch gibt es auch anderweitige Ehe-Probleme, die überwältigend schwer sein können.
Ich möchte nicht in Sie dringen, aber Sie schreiben so eindringlich, als ob Sie selber betroffen wären.
Wir urteilen häufig allzu vorschnell, ohne die Fakten ausreichend zu kennen.
Und dies veranlasst dann Betroffene, den Kirchgang zu meiden, obwohl er ihnen viel bedeutet.
Es kommt einer Selbstbestrafung gleich und zugleich kann man den anderen die Schuld daran geben.
Eine hl. Messe kann Trost geben für denjenigen, der diesen Trost annehmen kann, wenn auch die Kommunion schmerzhaft fehlt.
Bedenken Sie, der Herr ist im Tabernakel verborgen, kennt jeden einzelnen von uns und er weiß, wie es um uns bestellt ist.
Wir dürfen mit IHM sprechen, ganz leise - keiner hört mit!


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 raph 31. März 2014 
 

zuerst Grundlagen vermitteln

Die Diskussion über die Zulassung zur Eucharistie erscheint mir weit verfrüht. Wir müssten zuerst die über viele Jahre fast Flächendeckend unterlassene Lehre WEN wir in der Eucharistie empfangen nachholen. Wenn uns ständig nur von heiligem Brot gesprochen wird vermittelt es wohl den (innerlich) Fernstehenden den Anschein, als würde der Priester/die Kirche den Braven ein Zuckerl geben und den Schlimmen keines. Ist das wirklich barmherzig den Menschen vorzuenthalten wer genau uns in der Eucharistie gereicht wird?


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 Bogen 31. März 2014 
 

"Sahnehäubchen

@ Marienzzweig
Und die anderen - dient ihnen die Zulassung zur Kommunion nur als "Sahnehäubchen"?
Dies wäre Missbrauch eines Sakraments?
Genau darum geht es, das wird den Widerverheirateten vorgeworfen. Das ist aber meiner Meinung nach einer Unterstellung, dieser Forumsteilnehmer, welche anderen das unterstellen wollen, ohne zu prüfen. Und das empfinde ich als Schlechtigkeit! Man unterstellt pauschal jedem Widerverheiratetn sich die Eucharistie erschleichen zu wollen.


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 Bogen 31. März 2014 
 

Und irgendwann schläft dann mein Glaube ein,

Auch wenn ich hier schon wieder auf Ablehnung stoße, muss ich mich noch einmal äussern.
Wer von Ihnen war schon mal in einer scheinbar ausweglosen Situation? Und wie ist es Ihnen zumute, wenn sie sich beschuldigt sehen, obwohl sie der Meinung sind, das die anderen nicht einmal die halbe Wahrheit kennen, und sie trotzdem zum Ehebrecher abstempelt?
Wie epfinden Sie wenn Ihnen die Heilige Eucharistie fehlt? Nicht nur für kurze Zeit, sondern über längere Zeit?
Warum sollten Wiederverheiratete in die Kirche gehen, wenn sie sowieso von den Sakramenten ausgeschlossen sind? Dann kann man sich ja bei bedarf die Heilige Messe auch über christliche anhören und habe es dabei noch warm und bequem. denn ich bin ja in der Kirche sowieso kein gern gesehener Gast, denn Eheberecher unter Verdacht.
Wer von den Forumteilnehmer, der diese Menschen von der Eucharistie ausschließt, möchte die Verantwortung dafür übernehmen, für diese Menschen,die nun gänzlich ihrem Schicksal überlassen


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 Insa 31. März 2014 
 

@Teetasse

Danke für diese wichtige Information, das wusste ich auch nicht!


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 Teetasse 31. März 2014 

@Rasputz - hierzu gibt es ganz klare Regeln, bitte nachlesen

Die kath. Kirche geht davon aus, dass auch andere Ehe nach dem Naturrecht gültig sind - aber nicht sakremental. So ist eine Moslemische Ehe, wenn sie nach moslemischen Regeln gültig geschlossen worden ist, auch für die kath. Kirche gültig. Wiederum ist eine Ehe von zwei Getauften, selbst wenn sie aus der Kirche ausgetreten sind, die nur zivil geschlossen wurde, nicht gültig. So können zwei Christen, die beim ersten Mal nur zivil geheiratet haben, bei zweiten Mal katholisch-sakramental heiraten, weil die erste Ehe sozusagen nicht gültig ist. Ich empfehle Ihnen hierzu das Buch des Offizialat Münster über Nichtigkeits- oder Auflösungsgründe. Das Problem ist nur: Ich gehe davon aus, dass 90% der normalen Katholiken das nicht mal wissen. In der Messe redet keiner darüber und auch sonst hält sich die Kirch bedeckt. Es ist aber enorm wichtig, dass man weiss, wann eine Ehe nach Kirchenrecht unauflöslich ist!


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 Stephanus1972 31. März 2014 
 

Notwendige Diskussion

Auch wenn es schmerzt, die RKK steckt in einer theologischen und dogmatischen Sackgasse. Natürlich ist die Ehe ein Sakrament, aber ob die Ehe noch Gültigkeit besitzt, wenn schlimme Dinge passieren ist sicherlich eine Diskussion wert. Aus meiner Sicht müssen mehr Aufhebungsgründe möglich sein, damit insbesondere der betroffene Partner wieder eine Chance auf eine neue Partnerschaft hat.


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 Insa 31. März 2014 
 

@Raspunatz

Hier stimme ich Ihnen vollkommen zu. Zumal Ehen zwischen Nichtgetauften soweit ich weiß erst seit Vatikan II als sakramental gelten - wohl damals aus dem Gefühl heraus, man würde sonst die Ehen von Nichtchristen als "minderwertig" herabstufen.

In gewisser Weise war das damals vielleicht falsch verstandene Toleranz, nach dem Motto: Wenn sie sich lieben, geht es doch auch ohne Jesus, wer sind wir, über die Gültigkeit ihrer Ehe zu urteilen?

Dies rückgängig zu machen, würde allerdings ein erhebliches katholisches Selbstbewusstsein in Bezug auf die "Wahrheit" erfordern, welches heute als sehr politisch unkorrekt und intolerant gilt (=nur katholische Ehen sind sakramentale Ehen). Und die geschiedenen Katholiken hätten natürlich auch nichts davon.


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 Raspunatz 31. März 2014 
 

Ist jede Ehe ein Sakrament?

Ich wiederhole hier noch einmal meine Frage:

Eine Ehe zwischen zwei Moslems? Wohl kaum!
Zwischen zwei Protestanten? Zwischen zwei katholisch getauften die aber schon lange aus der Kirche ausgetreten sind? Kein Recht zur Kommunion für eine katholische Frau die einen Atheisten heiratet der schoneinmal verheiratet war?
Mir scheint die Diskussion über die Definition von Ehe als Sakarment gar nicht so klar zu sein! Warum dürfen wir darüber also nicht mal diskutieren?

Wieso erkennt die katholische Kirche eine Ehe als sakramental an, wenn eine Person aus der kath. Kirche in Deutschland austritt und dann heiratet?
Also weder ein Priester anwesend war, noch überhaupt an Gott gedacht wurde.
Wieviele Menschen sind zwar getauft worden, bekamen aber gar keinen Glauben vermittelt. Kann man dort überall einfach pauschal sagen: diese Ehe gilt als Sakrament und somit vor Gott ewig? Eine Sünde definiert sich doch daraus, das etwas Schlechtes im vollen Bewußtsein getan wird, man also schuldfähig ist


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 Genesis 31. März 2014 

@Marienzweig

Ich danke Ihnen sehr, für Ihre ausführliche, richtige Erklärung!

Ein Pfarrer hat mal in einer Predigt gesagt, dass man die Hände ausstrecken soll, nach allem was einem gut tut.
Ich fragte mich, was das für mich heißt.
Nun, da müßte ich meine demenzkranke Mama, die ich versorge, ins Altenheim stecken. Da müßte ich meinem Mann zum Mond schießen, wegen seinem Ehebruch...
Das alles würde mir gut tun, aber ich tue es nicht! Weil ich eine Verantwortung Gott gegenüber habe, und eine Verantwortung gegenüber meinem Nächsten.


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 Kostadinov 31. März 2014 

@Marienzweig

sehe ich genauso. In den meisten Fällen scheint es nicht die unstillbare Sehnsucht nach dem Herrn zu sein, sondern ein diffuser weltlicher Ärger über ein Ausgeschlossensein von etwas, ein Nichtmitmachendürfen, was in unserer Gesellschaft ja nun gar nicht mehr geht. Das ist ungefähr so, wie wenn der Lehrer ein Kind wegen Unterrichtsstörung in die Ecke stellt, dann kommt man am nächsten Tag mit dem Rechtsanwalt und protestiert gegen den Ausschluß. Beim Thema WvG oder GWv kommt man halt mit Kapser und pervertiert den Barmherzigkeits-Begriff...


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 Marienzweig 31. März 2014 

@Antigone - 2

Ich habe großes Verständnis für Menschen aus zerbrochenen Ehen.
Wenn sie sich wieder verheiraten, denken sie dabei sicher nicht an Sünde, sondern haben Hoffnung auf eine neue seelische Geborgenheit.
Aber wahrhaft Gläubige wissen, dass die Kirche ihre Lehre nicht umstoßen kann, weil sie nicht Jesu Gebot umstoßen darf.
Sie werden also in aller Demut dies annehmen, auch wenn es ihnen schwer fällt.
Und die anderen - dient ihnen die Zulassung zur Kommunion nur als "Sahnehäubchen"?
Dies wäre Missbrauch eines Sakraments?

Liebe Antigone, oft denke ich, dass persönlicher Verzicht nicht mehr hoch im Kurs steht.
Man möchte haben, besitzen, man möchte nicht zurückstehen.
Ist es wirklich nur die tief empfundene Sehnsucht nach dem Kommunionempfang oder nicht auch manchmal das Gefühl des nur Habenwollens?
Allen, die sich in einer solchen Situation befinden, sollten sich selbstkritisch diese Frage stellen.
Aber auch wir, die wir ständig zur Kommunion gehen, wie steht es mit uns?


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 Suarez 31. März 2014 

Liebe Marienzweig - Schöpfungsordnung versus Lebensentwurf

Ein Entwurf ist ja so etwas, wie eine Idee, etwas, was allein in unserem Geist Gestalt annimmt und von unserem Willen und Vorstellungen abhängt. Die Schöpfungsordnung, der Wille Gottes, tritt dabei in den Hintergrund, ja verschwindet bis zur Unkenntlichkeit. Eine Ehe, die als Lebensentwurf verstanden wird, kann kein Bund Gottes sein, sie hat mit dem, was Jesus meint, wenn er sagt: "Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen(Mk 10,9), nichts zu tun. Das Problem des Scheitern liegt also im falschen Grundverständnis der Ehe als bloß subjektiver Lebensentwurf. Mir scheint, immer mehr Menschen glauben, sich von der Schöpfungsordnung emanzipieren zu können und stellen dann erschreckt fest, dass sie damit auf Sand gebaut haben. Statt umzukehren und auf das Wort Gottes zu hören, wollen sie aber nur die Abnsolution erhalten, im Eigenen weiter verbleiben zu können und es noch absolut setzen zu dürfen. Mit Barmherzigkeit hat die Abkehr von der Schöpfungsordnung nichts zu tun.


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 Marienzweig 31. März 2014 

Liebe Antigone! -1-

Was mir auffällt, ist der immer häufiger auftauchende Begriff "Lebensentwürfe".
Auch Sie verwenden ihn.
Ich empfinde diesen Ausdruck als absichtlich geprägt, dazu euphemistisch.
Können wir wirklich unser Leben entwerfen, quasi am Reißbrett?
Wenn überhaupt, dann geht das höchstens beruflich.

Es gibt Schicksale, Lebenssituationen, bestimmte Bedingungen, denen wir uns stellen müssen und Entscheidungen, die wir zu treffen oder schon getroffen haben.
Und dies ist dann die Situation, mit der wir heute konfrontiert sind.
Von einem "Entwurf" kann ich nicht viel erkennen.

Es gibt sicher extrem belastende Ehesituationen, in denen Scheidung die einzige Möglichkeit zum Überleben ist.
Daneben gibt es aber auch Ehen, die leichtfertig und vorschnell aufgegeben werden und die Kinder sehr unter der Trennung leiden.
Und es muss auch nicht in jeder neuen Ehe automatisch das Glück ausbrechen.
Auch hier kann es sein, dass die Kinder große Probleme haben, sich in die neue Situation zu schicken.


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 Antigone 31. März 2014 
 

Lieber Suarez,

ich glaube, jetzt haben Sie mich wirklich falsch verstanden! Ich bin eingegangen auf die Gedanken von Marienzweig, die gesagt hat, wer gescheitert ist und nicht bereuen kann, muss auf die "Teilhabe" verzichten. Das sehe ich auch so. Die Kirche kann sich nicht verbiegen, wie sie sagt. Genau. Das ist alles ganz furchtbar, ganz tragisch für diese Menschen, aber Erbarmen haben sie doch äverdient. Wenn auch nicht durch die Möglichkeit, in diesem Zustand zu kommunizieren. Aber sie annehmen und lieben und Mitleid mit ihnen und Achtung für sie haben müssen wir doch.


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 Paddel 31. März 2014 

@Bogen

So wie Sie argumentieren auch die Abtreibungsbefürworter, um Abtreibung zu legalisieren.
Der Papst sagt nicht umsonst, dass nicht kausal argumentiert werden darf, denn das führt in eine Sackgasse.
Es geht um die Wahrheit als Ganzes. Wenn der Mensch anfängt, sich selbst die Grenzen zu stecken, dann werden diese immer mehr erweitert werden. Dazu sind wir nicht stark genug. Nicht ohne Grund hat Gott uns seine Gebote gegeben.
Einzelfallentscheidungen sollten in einem Annulierungsverfahren geregelt werden. Nicht aber die Gebote zugunsten von Einzelfällen aufgeweicht werden.
Das wäre wahrlich ein Dammbruch, der unüberschaubare Folgen haben würde.
Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in die Falle einer falsch verstandenen Barmherzigkeit tappen. Der Teufel ist sehr schlau. Das Böse wird in scheinbar gute Absichten verpackt. Nicht alles was glänzt ist auch Gold!
@Marienzweig hat das wie immer sehr gut ausgedrückt. Ihrer Argumentation schließe ich mich an.


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 Antigone 31. März 2014 
 

@Suarez

Volle Zustimmung!


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 Suarez 31. März 2014 

Liebe Antigone, will uns denn Gott nur plagen?

Wenn das Scheitern doch zwangsläufig die Konsequenz aus unserem Dasein und Glauben(!) ist, wie Sie schreiben, dann muss man einfach die Frage aufwerfen, welchen Sinn das alles haben soll. Eine durch Selbstermächtigung beprägte Barmherzigkeit impliziert doch, dass Gott unbarmherzig ist und uns Gebote auferlegt, die wir nicht halten können und die uns nur scheitern lassen. Ist es aber so, was folgt dann daraus für den Glauben? Unser Glaube beruht doch auf dem Vertrauen, dass uns Gott nicht fallen lässt und auf dem Bewusstsein, dass die Schöpfung einen Sinn und Ordnung hat. Wenn aber die Schöpfung nur Scheitern bedeutet, wenn also eine höhere Ordnung nur ein Trug ist, dem die Menschen fälschlicherweise Glauben schenken, was bleibt dann noch von Jesu Christi Worten und der Verkündigung? Wird dann nicht das Evangelium unglaubwürdig auf Grund der Barmherzigkeit? Oder müssen wir nicht fragen, ob das, was wir unter Barmherzigkeit verstehen, wirklich barmherzig im Sinne Gottes ist?


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 Raspunatz 31. März 2014 
 

Ist die Ehe ein Sakrament?

Eine Ehe zwischen zwei Moslems? Wohl kaum!
Zwischen zwei Protestanten? Zwischen zwei katholisch getauften die aber schon lange aus der Kirche ausgetreten sind?
Kein Recht zur Kommunion für eine katholische Frau die einen Atheisten heiratet der schoneinmal verheiratet war?
Mir scheint die Diskussion über die Definition von Ehe als Sakarment gar nicht so klar zu sein! Warum dürfen wir darüber also nicht mal diskutieren?


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 Antigone 31. März 2014 
 

Liebe Marienzweig,

danke für Ihr einfühlsames Statement! Dass Lebensentwürfe scheitern, ist nun nicht gerade selten, und das ist traurig. Aber gerade dann haben doch alle Beteiligten Erbarmen verdient, Barmherzigkeit. Warum wird der Begriff "Barmherzigkeit" hier oft diskreditiert?
So, wie Sie es schreiben, sollte das Scheitern und neu Anfangen vielleicht lebbar sein...


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 Suarez 31. März 2014 

Selbstermächtigung ist ein Irrweg - Teil 2

Die mahnenden Worte Luthers im Römer-Brief zur Praxis des Ablaß haben auch hinsichtlich der jetzigen Diskussion Bedeutung: "Denn Gott will uns nicht durch eigene, sondern durch fremde Gerechtigkeit und Weisheit selig machen, durch eine Gerechtigkeit, die nicht aus uns kommt und aus uns wächst, sondern von anderswoher zu uns kommt; die auch nicht unserer Erde entspringt, sondern vom Himmel kommt... Der wahre Christ darf überhaupt nichts-zu eigen haben, er muß sich so aller Dinge entäußert haben, daß er in Ruhm und Schmach gleichermaßen weiß: Der Ruhm gilt nicht ihm, sondern Christus, dessen Gerechtigkeit und Gaben in dem Christen leuchten, und die Schmach, die ihm angetan wurde, wird ihm und Christus angetan. So muß man sich in all diesen Dingen in Demut verhalten, als ob man bisher nichts habe, und die nackte Barmherzigkeit Gottes erwarten, statt sich für gerecht und weise zu halten."

Es war eben nicht alles falsch was Luther geschrieben hat.


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 Suarez 31. März 2014 

Selbstermächtigung ist ein Irrweg - Teil 1

Schon einmal hat die Kirche einen Weg beschritten, der sie in eine tiefe Krise gestürzt hat: Der Ablaß! Auch da stand eine Selbstermächtigung des Sündenerlaß am Anfang eines Irrweges, der die Kirche vom rechten Glauben wegzuführen drohte. Die Kirche kann nicht, wie sie will, sondern muss das tun, was Gott will. In Zeiten der Glaubensverdunkelung tritt die Selbstermächtigung an die Stelle des Empfangens und so scheint auch Kardinal Kasper nicht sehen zu wollen, dass die Kirche gar nicht die Befugnis hat, auch der Papst nicht, die Gebote Gottes aus "Barmherzigkeit" zu ändern. Der Grundgedanke, der hinter solchen Vorstellungen, wie sie Kardinal Kasper äußert, sich verbirgt, ist der, dass die Kirche über den Willen Gottes frei verfügen könnte, aber genau dadurch entfernt man sich vom Eigentlichen des Glaubens. Die Kirche muss immer wieder neu erkennen, wo ihre Grenzen liegen und das sie eben kein bloßes "Dienstleistungszentrum" ist, das Sünde aufzuheben vermag.


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 Insa 31. März 2014 
 

@Bogen

Mir fällt bei diesem Thema die Geschichte von Jesus und der Ausländerin ein, die ebenfalls "ausgeschlossen" war. Anstatt sich sofort freundlich ihrer anzunehmen, sagte der barmherzige Jesus ihr sogar noch ins Gesicht, seine Speise sei nicht für die Hunde bestimmt. Und wie reagierte sie?

Anstatt sich beleidigt abzuwenden, argumentierte sie: Ja, aber selbst für die Hunde fällt ein Krümel vom Tisch ab.

Jesus war beeindruckt und erklärte, der Glaube dieser Frau sei größer als der vieler "Berechtigter." Heute wird das meist gedeutet als: Jesus hat gelernt. Ich denke eher, er hat GELEHRT, nämlich wahre Demut. Und die Frau hat verstanden.

Für mich trifft dieses Gleichnis, so hart es in unseren heutigen Ohren klingt, auf die wiederverheirateten Geschiedenen zu, die freiwillig auf die Kommunion verzichten und sich bereitwillig mit eucharistischer Anbetung "zufriedengeben." IHR Lohn wird dermaleinst vielleicht groß sein.

Wer aber daherkommt und Barmherzigkeit FORDERT - ich weiß nicht.


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 Marienzweig 31. März 2014 

@bogen und auch @juniper

Ich kann Ihre Einstellung und Ihr Eintreten für Zweitverheiratete sehr gut verstehen.
Ja, wir dürfen nicht richten!
Wenn ein Partner in einer geradezu unerträglichen Ehesituation lebt und auch noch die Kinder von einer vergifteten Atmosphäre betroffen sind, kann das tasächlich an die Grenze des Verkraftbaren gehen.
Wenn dann eine solch qualvolle Ehe geschieden wird und dieser Mensch später ein neues Glück und die Kinder wieder Geborgenheit finden - wer würde das menschlich nicht nachvollziehen können?
Aber einmal vom Kirchenrecht abgesehen, wäre die neue Lebenssituation nicht ein Grund für persönliche Dankbarkeit?

Dem Glauben Fernststehende werden ohnehin keinen gesteigerten Wert auf Kommunmion legen, und diejenigen, denen ihr Glaube wichtig ist ... sind sie denn nicht bereit, dies als Konsequenz ihrer Wiederverheiratung zu akzeptieren?

Als tief Glaubende würde ich nichts von der Kirche verlangen wollen, was ihr ohne Verbiegung nicht möglich ist.
Dafür wäre sie mir zu wichtig!


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 Lämmchen 31. März 2014 
 

was wäre wenn...?

es gibt auch durchaus die bewährte Methode, die größten Kritiker eines Sachverhaltes zum Vortragen ihrer Ansichten aufzufordern. Manchmal kommt dann die Einsicht, wenn diese den großen Gegenwind wahrnehmen, den ihre Thesen erlangen (und der scheint im Kardinalskollegium durchaus vorhanden gewesen zu sein, denn weltweit gesehen, sind die deutschen Vorstöße im Gremium nicht mehrheitsfähig). Vielleicht lernt man ja auch in der Kirche aus Küng und Co..... Es ist immer eine andere Position, wenn man aus der Position des Kritikers agiert oder vielleicht gar selbst in der Kritik steht.... kann manchmal viel mehr zur Klärung beitragen - aber wie gesagt, ist die Frage, ob die Kirche das mittlerweile auch gelernt hat.


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 Bogen 31. März 2014 
 

Leider sei unser Leben manchmal auch wie das der Gesetzeslehrer: „aus der Höhe unseres Stolzes urtei

@Lolly
Volle Punktzahl
Hier wird teilweise mit einem Selbstverständnis über Geschiedene und Wiederverheiratete geurteilt, dasss sich die Balken biegen.
Erst vergangene Woche sah ich einen Beitrag im Fernsehen. Da gig es um eine Frau, die eine schwerbehinderte Tochter hat. Ihr Mann verließ sie, weil er mit der Behinderung der Tochter überfordert war. Die Frau fand einen neuen Partner und heiratete erneut. Jetzt wird sie von den Sakramenten ausgeschlossen. Die alle, die hier so hartherzig diskútieren bestätigen mir nur meinen Ausgangstext. Sprachlosigkeit und Arroganz auf allen Lieneien. Menschen die mit Bibelzitaten nur so um sich werfen, aber sich keine Vorstellung machen, was ist wenn mich mal so ein Schicksal ereilt? Werde ich mal die Stärke haben, das alles so wegzustecken, wie ich es von anderen fordere? Aber nein!!!, mich betrifft ja das alles garnicht, ich bin ja ganz anders???
Franziskus betonte, Leider sei unser Leben manchmal auch wie das der Gesetzeslehrer: „aus der Höhe ...


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 juniper 31. März 2014 
 

Papst Franziskus hat Kardinal Kasper mit der Eröffnungsrede des Kardinal-Konsistoriums betraut und nicht Kardinal Müller!Obwohl er die Ansichten Kardinal Kaspers genau kannte.Und er hat die theologische Tiefe des Vortrags ausdrücklich gelobt.Kardinal Kasper scheint mir ein sehr weiser Hirte zu sein,der keineswegs daran denkt,die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage zu stellen.Papst Benedikt hat zwar 1993 den Vorstoß Kardinal Kaspers in ähnliche Richtung abgelehnt.Sein eigener Vorschlag einer erleichterten Eheanullierung war aber offenbar auch nicht erfolgreich.Er zeigte aber,dass auch ihn die unerträgliche Situation mancher wiederverheirateter Geschiedener bedrückt.Das Problem gleicht der Quadratur des Kreises.Jeder Massenmörder erlangt Vergebung,wenn er reuig beichtet und nicht mehr mordet. Ein Wiederverheirateter wird zu diesem Sakrament erst gar nicht zugelassen,es sei denn,er schickt seine 2.Frau und die gemeinsamen Kinder in die Wüste.Also eine neue Sünde zur Tilgung der alten?


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 Waldi 30. März 2014 
 

Ein Aufruf an die Bischöfe und Kardinäle,

die der katholischen Kirche und ihrer Lehre immer untreuer werden:
"Mahnung des
Hl. Landespatrons Klaus von Flüe:
Seid beständig im Glauben
eurer Väter;
denn es wird sich ein grosser
Aufruhr erheben
in der Christenheit.
Alsdann hütet euch, dass ihr
durch Neuerung und Listigkeit
des Teufels
nicht betrogen werdet.
Haltet zusammen,
bleibt in den Fußstapfen
eurer frommen Väter,
behaltet und befolgt ihre Lehre
Alsdann mögen euch
Anschläge und Stürme
nicht schaden."
Wir Katholiken müssen auf große und begnadete Glaubenszeugen des Mittelalters und auf ihre Fürbitte hilfesuchend zurück greifen, um an der heutigen Kirchenkrise in fast allen Diözesen und Pfarreien, und an den "Hirten", nicht zu verzweifeln!
Mehr habe ich dazu nicht zusagen!


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 Kathole 30. März 2014 
 

@sttn: Kasper gegen die Ehelehre des II. Vatikanischen Konzils

Kardinal Ratzinger schreibt nach der Vorstellung der Fehlentwicklungen insbesondere bei den getrennten Ostkirchen, wie sich die ursprüngliche Ehelehre der Kirchenväter gegen alle Versuche einer Anpassung an weltliche Erwartungen durchgesetzt hat:

"Im Westen wurde durch die Gregorianische Reform die ursprüngliche Auffassung der Väter wieder hergestellt. Diese Entwicklung fand auf dem Konzil von Trient einen gewissen Abschluß und wurde auf dem 2. Vatikanischen Konzil erneut als Lehre der Kirche vorgetragen."

Das II. Vatikanum lehrt: "Dieses heilige Band unterliegt im Hinblick auf das Wohl der Gatten und der Nachkommenschaft sowie auf das Wohl der Gesellschaft nicht mehr menschlicher Willkür. Gott selbst ist Urheber der Ehe (..) Diese Liebe, die auf gegenseitige Treue gegründet und in besonderer Weise durch Christi Sakrament geheiligt ist, bedeutet unlösliche Treue, die in Glück und Unglück Leib und Seele umfaßt und darum unvereinbar ist mit jedem Ehebruch und jeder Ehescheidung."

www.kath.net/news/45202


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 Kathole 30. März 2014 
 

@sttn: Orthodoxe Scheidungspraxis ein großes Problem im ökumenischen Dialog

Kardinal Ratzinger schreibt dazu im selben Dokument weiter:

"In der Reichskirche nach Konstantin suchte man mit der immer stärkeren Verflechtung von Staat und Kirche eine größere Flexibilität und Kompromißbereitschaft in schwierigen Ehesituationen. Bis zur Gregorianischen Reform zeigte sich auch im gallischen und germanischen Raum eine ähnliche Tendenz. In den von Rom getrennten Ostkirchen setzte sich diese Entwicklung im zweiten Jahrtausend weiter fort und führte zu einer immer liberaleren Praxis. Heute gibt es in manchen orthodoxen Kirchen eine Vielzahl von Scheidungsgründen, ja bereits eine Theologie der Scheidung, die mit den Worten Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe nicht zu vereinbaren ist. Im ökumenischen Dialog muß dieses Problem unbedingt zur Sprache gebracht werden."

Kardinal Kasper hat all diese lehramtlichen Klarstellungen seit 1978 einfach ignoriert an seinen vorherigen Positionen unbeirrt verbissen festgehalten, um sie jetzt wieder als Neuigkeit zu verkaufen.

www.kath.net/news/45202


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 Kathole 30. März 2014 
 

@sttn: Das Thema der abweichenden Praxis in der Orthodoxie ...

... ist durch Kardinal Ratzinger schon vor 15 Jahren beantwortet worden:

"Die Praxis der von Rom getrennten Ostkirchen, die Folge eines komplexen historischen Prozesses, einer immer liberaleren – und sich mehr und mehr vom Herrenwort entfernenden – Interpretation einiger dunkler Vätertexte sowie eines nicht geringen Einflusses ziviler Gesetze ist, kann von der katholischen Kirche aus lehrmäßigen Gründen nicht übernommen werden. Zudem ist die Behauptung unrichtig, daß die katholische Kirche die orientalische Praxis einfach toleriert habe. Gewiß hat Trient keine ausdrückliche Verurteilung ausgesprochen. Die mittelalterlichen Kanonisten sprachen allerdings durchgehend von einer mißbräuchlichen Praxis. Zudem gibt es Zeugnisse, daß Gruppen orthodoxer Gläubiger, die katholisch wurden, ein Glaubensbekenntnis mit einem ausdrücklichen Verweis auf die Unmöglichkeit einer Zweitehe unterzeichnen mußten."

Leider hat Kasper während der Pontifikate JPII. und BXVI. auf Durchzug geschaltet.

www.kath.net/news/45202


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 wandersmann 30. März 2014 
 

@bogen2

"die Chance der Widerverheiratung" Das haben Sie wohl unbewußt ganz richtig falsch geschrieben.

"diese Ehe nach katholischen Grundsätzen zu gestalten,
damit bestraft wird von den Sakramenten ausgeschlossen zu werden." Niemand der die zweite zivile "Ehe" nach katholischen Grundsätzen gestaltet wird ausgeschlossen.
Dies bedeutet natürlich, dass die Partner keinen Sex haben.

"Nicht jede Ehe wird annuliert". Ja, das sind nun einmal die harten, unerbittlichen,
unbarmherzigen Bedingungen, die Gott gesetzt hat. ;-) Ich bin mir sicher, Sie hätten es an seiner Stelle anders gemacht ;-)


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 wandersmann 30. März 2014 
 

@bogen1

"wieviele Geschiedene in einer
wilden Ehe leben, aus Angst nicht mehr zu den Sakramenten gehen zu
dürfen!" Vielleicht sind es einige. Das können aber nur solche sein, die
sich über ihren Glauben nicht informieren. Ein "wildes Zusammenleben" in
der Absicht weiterhin Sex zu haben oder eine "staatliche Ehe" in der Absicht
weiterhin Sex zu haben, das schließt beides gleichermaßen von der Kommunion und
der Beichte aus. Der staatliche Verwaltungsakt ändert doch nichts. Von Bedeutung
ist nur die feste Absicht Sex mit einer Person haben zu wollen, mit der man nicht
kirchlich verheiratet ist.

"jedesmal in der Beichte die Absolution, falls es ihnen nicht gelungen
ist, nach der Scheidung keusch zu leben" Ja natürlich. Jeder der die Absicht hat
in Zukunft keusch leben zu wollen, der bekommt die Absolution. Egal ob er dann
wieder sündigt oder nicht. Das hat nichts damit zu tun, ob er staatlich geheiratet hat oder nicht.


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 wandersmann 30. März 2014 
 

Getrennt Lebende im beständigen, öffentlichen Ehebruch

Generell möchte ich sagen, dass mir der Begriff "Wiederverheiratete
Geschiedene" als unglücklich gewählt erscheint. Wenn einer wiederverheiratet
ist, dann hat er ja eine neue Ehe. Und Ehe, Heirat usw. das sind gute
Dinge. Tatsächlich handelt es sich hier aber um schlechte Dinge. Ob zwei Katholiken
aus staatlicher Sicht verheiratet sind oder nicht, das ist für die Kirche
doch irrelevant. Eine staatliche Ehe, eine staatliche Scheidung ist so gut oder
schlecht wie keine Ehe oder keine Scheidung. O.K. es hat eine öffentliche Wirkung. Das
macht die Sache aber eher schlimmer.
Wenn das stimmt, warum nimmt man dann Kategorien aus einem völlig anderen Bereich, die zudem noch positive
Assoziationen wecken?
Tatsächlich handelt es sich doch um "Getrennt Lebende im beständigen, öffentlichen Ehebruch
mit festem Partner". Irgendwie so müsste man die Situation doch bezeichnen.
Oder liege ich da falsch?? Wenn, nein, warum tut die Kirche das dann nicht? Nicht politisch korrekt genug?


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 Faustyna-Maria 30. März 2014 
 

@Bogen

zu 3. Ob Konkubinat oder Wiederverheiratet, sie können nicht die Absolution bekommen und dann weiter zusammen sein.
Absolution bekommen jene, die sich von der Sünde abkehren. Also Gelegenheiten zu Sex meiden, das Konkubinat beenden, mit ihrem neuen Partner keusch leben.

4. Es ist KEINE STRAFE nicht zur Kommunion gehen zu können, es ist ein FAKTISCHER WIDERSPRUCH in sich. Ich kehre Christus durch die Unkeuschheit den Rücken zu, wie kann ich IHN dann in der Kommunion in mein Herz aufnehmen? Das geht nicht.

Jesus sagt ganz klar, wir sollen nicht. Die Lehre/Kirche sagt ganz klar, wir sollen nicht. Den Ausweg in jedem individuellen Fall, den weist Gott eben jedem individuell, nicht richten, aber mahnen und die Arme offen halten, für jeden.

((Das einzig gute darin ist, dass wir hier darüber reden. Denn die Priester predigen die rechte Ehepraxis kaum noch, sie sorgen nicht für Verständnis, sondern lassen die Menschen eben im Dunkeln stehen, und die fühlen sich ausgeschlossen, bestraft.))


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 bobovac 30. März 2014 
 

Eigentlich gerade da fehlt die Barmherzigkeit

Eigentlich gerade bei solchen „Vorstößen“ wie bei dem Kardinal Kasper, gerade da fehlt die Barmherzigkeit. Wo das Wort: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr“ , von dem Wort: „Was du tust ist egal“ nicht mehr unterschieden wird, dort fehlt auch die Barmherzigkeit. Dort fehlt auch die Anziehungskraft der Liebe und die Berufung zur Nachfolge von Jesus, dort werden keine Krankheiten geheilt und dort wird keine Freude gespürt, dort sind die Kirchen leer und die Seelen traurig, dort scheitern die Ehen und die Könige unterschreiben die Gesetze über die Euthanasierung von Kindern. Dort ist das Ende der christlichen Zivilisation une das Ende der Gerechtigkeit, der Liebe und der Hoffnung.


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 bobovac 30. März 2014 
 

Die Alten, die Weisen, die hätten anders als die Kardinal Kasper geredet

Die Alten, die Weisen, die hätten anders als die Kardinal Kasper geredet. Sie hätten die Gebote, das Gesetz, als Zeichen besonderer Liebe und Güte Gottes angesehen:
„Du tust Gutes deinem Knechte, HERR, nach deinem Wort. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten. Ehe ich gedemütigt war, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bist gütig und freundlich; lehre mich deine Rechte.“ (Ps 119)
Die Alten, die Weisen, die hätten auch, anders als der Kardinal Woelki, nicht über die „heilsame Verunsicherung“ geredet, sondern über das heilsame Wort Gottes.
Bischöfe vergessen oft, dass sie die Aufgabe haben, nicht ihre eigene Lehre auszudenken, sonder das ihnen anvertraute heilsame Wort Gottes unverkürzt und unverfälscht zu verkünden.


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 water->wine! 30. März 2014 
 

Fragwürdig ist an dieser kirchenrechtlichen Regelung, die wiederverheiratete Geschiedene von der Kommunion ausschließt, vieles:
Wieso gibt es im CCEO hier einen anderen Umgang?
Wieso ist man z. B. im Umgang mit Eiden nicht genauso streng wie mit Ehebruch? Jesus sagt: "Schwört überhaupt nicht!" (Mt 5,34) Die katholische Kirche verbietet jedoch keineswegs den Eid, sondern fordert ihn in manchen Fällen ausdrücklich!
Wieso fixiert man sich auf wiederverheiratete Geschiedene, die oft unschuldig in eine schwierige Sitution geraten, und drückt z. B. bei Priestern, die das Zölibatsgelübde brechen, ein Auge zu?
Wie kann jemand, dem aus zweiter Ehe bereits neue Verpflichtungen entstanden sind, zur ersten Ehe zurückkehren ohne seine Vepflichtungen zu vernachlässigen?
Es gibt tatsächlich viele Absurditäten, viele Enttäuschungen, viele Menschen, die wegen dieser Regelung ihren Glauben verloren haben. Es besteht sehrwohl dringend Handlungsbedarf!


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 bobovac 30. März 2014 
 

Kontemplation und gute Lektüe für den Herrn Kardinal Kasper wären empfehlenswert

Kardinal Kasper soll bedenken, dass die Familie der Kern nicht nur der Kirche, sondern auch der ganzen Gesellschaft ist. Es gibt Wahrheiten die nicht ausgedacht sind, sondern tradiert gehören und der heiligen Ursprungs sind. Hierzulande sollten sich nicht nur der Kardinal Kasper, sondern auch viele andere Bischöfe lieber mehr der Kontemplation widmen, statt nachdem das Bußsakrament und der Eucharistie fast kaputtgemacht sind, jetzt probieren das Sakrament der Ehe auch kaputt zu machen.
Und empfehlenswert für sie wäre auch gute Lektüre, wie die Theologie des Leibes vom Papst Johannes Paul.


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 Teetasse 30. März 2014 

@Willibald Reichert - am lächerlichsten finde ich ja immer das

Argument, dass sich die Welt verändert hätte. Das hat mir doch tatsächlich auch die Leiterin der Referats für Ehevorbereitung der Diözese München geschrieben. Es gab schon immer Menschen, die Scheidung und Wiederverheiratung wollten. Ich erinnere da an die Zeit vor Jesus: "Moses hat uns aber erlaubt, der Frau eine Scheidungsurkunde auszustellen" Also das gabs schon vor Jesus. Und die Antwort von Jesud dürfte allen klar sein.
Und die anglikanische Kirche? Heinrich VII hat sich wegen der Wiederverheiratung im 16.Jhd von der katholischen Kirche abgespalten. Ebenso Luther: Die Ehe ist ein weltlich Ding, auch er hat die Scheidung und Wiederverheiratung erlaubt und auch das im 16.Jhd. Auch im Islam gibt es ganz festgelegte Gründe für Scheidung, also schon seit dem 7.Jhd.

Die Zeiten haben sich nicht geändert! Die Menschen hadern schon immer mit der Ehe und hätten gern die Wiederverhereitung oder Vielehe. Das AT ist voll davon.

Aber das was Jesus gesagt hat, ist klar!


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 Teetasse 30. März 2014 

@Bogen: Ein Für immer gibt es nur einmal, das liegt in der

Natur der Sache. Und wilde Ehe schließt auch von den Sakramenten aus. Und: Natürlich hat man Angst, dass es ein zweites Mal auch scheitert und das ist auch gut so! Die Angst hat man immer, auch beim ersten Mal, weil man nicht weiß, was die Zukunft bringt und irgendein Risiko immer gegeben ist.
Darum ist es auch das beste, allein zu bleiben, wenn die Ehe gescheitert ist. Sie wollen doch den Sündenbock für das Risiko des Scheiterns immer nur der Kirche zuschieben, derweil gibt die Kriche die Vorgaben, damit wahre Liebe gelingen kann. Und wahre Liebe gelingt definitiv nur mit dem Für immer. Ohne Für immer ist der Bund doch viel zu schwach und der Grund, dass es dann wirklich scheitert. Vergleichen Sie mal Scheidungszahlen von Ehen mit Ehesakrament mit Ehen ohne. Bei nur zivilen Ehen sind die Scheidungszahlen viel höher. Und alle, die unbedingt nochmal heiraten wollen, sollen bitte evangelisch werden. Aber lasst den Katholiken endlich ihr Ehesakrament, auf dem sehr viel ihr Glück aufbauen


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 lolly 30. März 2014 
 

@ faustyna-maria

"Und die wiederverheirateten Geschiedenen darauf hinzuweisen, dass ihre Sünde ihre Seele tötet, wenn sie nicht umkehren, ist kein Verurteilen, sie sollen nicht abgeurteilt und dann ausgeschlossen werden, im Gegenteil! - sie sollen gewarnt sein und umkehren, siehe Josefsehe."

Darf ich sie mal fragen wohin diese Menschen umkehren sollen?
In eine Ehe die nicht mehr von Liebe durchdrungen ist?
Wo der Partner vielleicht die Ehe beendet hat. Dem anderen eine neue Liebe verweigern?
Dann ist alles gut ja? Dann ist ihre Seele wieder auf dem richtigen Weg? Mir wird schlecht das hier so viele so denken…

@ water->wine:
wie recht sie haben:
"Denn die Liebe deckt viele Sünden zu." (1 Petr 4,7) - Jesus würde diesen Herren vermutlich sagen: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, in dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden! Was siehst du den Spitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Au


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 Stefan Fleischer 30. März 2014 

Übrigens:

Diese ganze Diskussion zeigt mit aller Deutlichkeit die dramatischen Folgen der "barmherzigen" Verkündigung der letzten Jahrzehnten, wo eine Sünde nicht mehr eine Sünde genannt werden durfte, und wo es fast niemand mehr wagte, die ganze Lehre der Kirche - gerade auf dem Gebiet der Sexualität und der Ehe - zu verkünden. Offensichtlich hat man vergessen, den angehenden Verkündern der christlichen Botschaft die klaren Worte bei Ez_33,1-9 mit auf den Weg zu geben.


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 Stefan Fleischer 30. März 2014 

@Bogen

"Während derjenige der die Chance der Widerverheiratung wahrgenommen hat und sich aufrichtig bemüht seine zweite Ehe als Gnade Gottes wahrzunehmen ..."

Eine Sünde als Gnade Gottes wahrnehmen?
Wie das geht, das müssen Sie mir zuerst einmal erklären.


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 Ehrmann 30. März 2014 

Es ist ja doch ein Unterschied zwischen öffentlicher und nichtöffentlicher Sünde

Die private Sünde gehört in den Beichtstuhl und ist nicht nur von ihrer objektiven Schwere (Ehebruch), sondern auch von den subjektiven Umständen (Freiwilligkeit, Bewußsein ) abhängig. Bei der Öffentlichkeit ist die Vorbildwirkung nicht unbeträchtlich - sie betrifft die ganze Geminschaft viel mehr als nur den einzelnen Sünder - und wenn man das Fehlverhalten anerkennt, ermuntert man auch alle anderen zur Nachahmung - das betrifft vor allem die (bewußten) Kommunionspender und die, die öffentlich dazu aufrufen. Bitte denkt doch an die lawinenartige Zunahme der Scheidungen - da sollte die Aufweichung des Gebotes in der Öffentlichkeit nicht ganz wesentlich beteiligt sein?


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 willibald reichert 30. März 2014 
 

H.Kraft

Auch ein Kardinal Kasper wird nicht erleben, daß das, was Gott verbunden hat,
nunmehr gelöst wird, weil sich die Welt
verändert hat. Es scheint seit einiger
Zeit eine Modeerscheinung bei den Ruhe-
standsgeistlichen zu grassieren, daß man
völlig unverblümt zu Sachverhalten des
Glaubens Statements abgibt, die man in
der aktiven Zeit wohlweißlich verschwie-
gen hat. So ein Verhalten kann man nur
noch höchst beschämend nennen und wird
die schon bestehende Verwirrung unter
den Gläubigen noch mehr steigern. Das ist auf schwäbisch gesagt, schon kein
Geschmäckle mehr, sondern einfach ge-
schmacklos und billigste Anbiederung
an den Weltgeist.


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 Bogen 30. März 2014 
 

Unverstanden

@Teetasse
Natürlich geht es auch mir auch um zivil wiederverheiratete Paare!
Ich frage mich nur, ob Sie wissen, wieviele Geschiedene in einer wilden Ehe leben, aus Angst nicht mehr zu den Sakramenten gehen zu dürfen! Aus Angst ein weiters mal zu scheitern? Diese bekommen dann jedesmal in der Beichte die Absolution, falls es ihnen nicht gelungen ist, nach der Scheidung keusch zu leben. Oder sie gehen meist garnicht mehr zur Beichte. Während derjenige der die Chance der Widerverheiratung wahrgenommen hat und sich aufrichtig bemüht seine zweite Ehe als Gnade Gottes wahrzunehmen und diese Ehe nach katholischen Grundsätzen zu gestalten, damit bestraft wird von den Sakramenten ausgeschlossen zu werden.
Nicht jede Ehe wird annuliert, obwohl mehrfacher Ehebruch (fremdgehen) vorliegt oder die Ehepartner schon lange getrennt leben, oder womöglich schon mit einem anderen Partner verbandelt sind.


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 Marienzweig 30. März 2014 

zu früh?

"Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen (Mt19,6).
Sind diese ernsten Worte Jesu wirklich interpretierbar?
Eine Ehe ist als Liebes-und Treuebund für alle Tage -die sonnigen und die dunklen- gedacht.
Sich lieben in guten Tagen - nicht allzu schwer!
Wenn uns Prüfungen in Form von großen Sorgen, Krankheit, beruflichen Belastungen erwarten - was dann?
Sollte nicht gerade dann der Wunsch und die Bereitschaft in uns entstehen, die Probleme gemeinsam zu bewältigen und zusammenzuhalten?
Ich möchte niemanden Unrecht tun, aber manchmal habe ich den Eindruck, die Eheleute würden heute zu früh zum Scheidungsanwalt gehen.
Geben sie sich genügend Zeit und die Chance, sich wieder zueinander hin als voneinander weg zu entwickeln?
Ich weiß von Menschen, die nach einer schweren, gemeinsam bewältigten Krise neue Stabilität gewonnen und ein tieferes Zusammengehörigkeitsgefühl gefunden haben.

Diesen Menschen wird viel zu wenig Anerkennung zuteil.


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 sttn 30. März 2014 
 

Interessanterweise ähnelt Kaspers Vorschlag den Weg den der

in der orthodoxen Kirche gegangen wird und dort macht man das ganz sicher nicht aus Glaubensschwäche oder weil man sich nicht an der Wort des Herrn hält.
Die Gründe warum die orthodoxe Kirche hier manches etwas anders sieht, sollte man nicht auf die Seite schieben, sondern mal anhören.

Ich sag das jetzt nicht weil ich meine das man die Ehe auflösbar ist, sondern weil ich feststelle das die Diskussion zu verhärtet ist.


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 Faustyna-Maria 30. März 2014 
 

@Suarez: DANKE!

@Bogen: ??? "Bin ich dann stark genug meine Ehe auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn kein Zwang dahinter steht?" - KEINE Ehe, die unter Zwang geschlossen wurde, ist gültig, und wenn ich FREIWILLIG heirate, dann bin ich mir der Unauflöslichkeit der Ehe bewusst (ansonsten sollte man nicht katholisch heiraten). Und das, was sie als Zwang bezeichnen, genau das wird NIE wegfallen, weil JESUS es so gesagt hat, das Kirchenrecht stützt sich darauf. Die Verantwortung für die Ehe haben die Eheleute und nicht die Kirche!
Und die Kirche verweigert einem zivilrechtlich wiederverheiratetem nicht die Kommunion, das tut er durch sein Festhalten an der Sünde selbst, die Kirche nennt das Kind nur beim Namen, um uns Sünder davor zu beschützten, dass wir Gott nicht noch mehr beleidigen.

An der Lehre Jesu festhalten, ist kein Ausdruck von Arroganz oder Angst, empfehle an dieser Stelle die Lektüre der heiligen Schrift, sie lässt keine Fragen offen!


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 Faustyna-Maria 30. März 2014 
 

@H.Kraft

"Ein ewiges gestern soll und darf
es nicht geben."

-> Jesus hat vor über 2000 Jahren gelebt, ist gestorben und auferstanden, vor einer gefühlten Ewigkeit, wir können als Christen und als Menschheit nicht vorwärtsgehen, wenn wir nicht rückwärts auf Jesus Christus und das lebendige Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche schauen.

"Wir dürfen aus dieser Kommunion keinen Staats- und Kirchenakt machen."

-> was für eine abfällige Ausdrucksweise. DIESE Kommunion, die Eucharistie, ER ist der lebendige gegenwärtige Christus, und wer vor unwürdigem Empfang der Kommunion warnt, der warnt davor, sich das Gericht zu essen, denn Christus ist auch König, dessen Liebe mit Füßen getreten wird.

Das ist nicht gestern, ER ist heute und morgen, immer der selbe.

Was nützt eine Kirche, die voller Mitglieder sind, wenn die Massen an Mitgliedern gar keinen Glauben mehr haben, sondern nur Mitglieder sind. Kirche muss authentisch sein, lebendig, auch wenn sie den Massen nicht gefällt.


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 Teetasse 30. März 2014 

Wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch

Gehe hin und sündige fortan nicht mehr

Noch Fragen??????

Man hat hier tatsächlich immer wieder das Gefühl an sollte all diese Kasper-Leute in einen Glaubenskurs schicken, für Leute, die katholisch werden wollen.

Das schlimmste aber ist, dass sie die Glaubigen verwirren. Ich warte bei zukünftigen Nichtigkeitsprozesse nur darauf, dass sich Eheleute auf die "Lehre von Kasper und Zollitsch" berufen um damit zu bekunden, dass das Für immer doch gar nicht so gemeint war, schließlich meinen es ja die Bischöfe selbst nicht mal so. Also wieso sollte man dann als Ehegatte für einen Nichtigkeitsprozess mehr daran halten als Kasper und Zollitsch? Ich warte wirklich nur darauf, dass Leute sich in Nichtigkeitsprozessen darauf berufen.

Das ist das einzige, was diese Leute mit ihrem ewigen kindischen "Ich will aber" anrichten. Sowohl JP II als auch B XVI haben die Frage abschließend und ganz klar geklärt!


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 Teetasse 30. März 2014 

@ Bogen: zum 1000.Mal: Es geht um zivil Wiederverheiratete

nicht um Geschiedene. Geschiedene dürfen doch zur Kommunion gehen, wenn sie unschuldig sind.


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 Vergil 30. März 2014 

@nurmut + + + Die Kirche kann keine einzige Ehe für auflöslich erklären

Es geht hier nicht um die richtige Gewichtung der Sünde. Jede Sünde (ausgenommen die Sünde wider den Heiligen Geist) kann vergeben werden, sodass der von Gott Gereinigte und mit Gott Versöhnte nunmehr wieder in der Einheit mit Gott leben, ihn essen und trinken, also kommunizieren darf.
Voraussetzung ist natürlich, dass wir Sünder den Schaden, den unsere Vergehen verursacht haben, wiedergutzumachen gewillt sind; ohne diese Bereitschaft zur Wiedergutmachung würden wir nämlich auch nicht wirklich bereuen, dann hätten wir die Dimension unserer Schuld nicht erkannt.
Der Dieb muss darum das Gestohlene zurückgeben.
Der Lügner seine Lüge richtigstellen.
Die Lästerzunge sich entschuldigen.
Der Treuebrecher wieder treu werden.

Wiederverheiratete offiziell zur Kommunion zuzulassen, wäre eine ebenso offizielle kirchliche Verneinung ihrer ersten Ehe. Da diese jedoch unauflöslich war und ist, wird das nie gehen, es sei denn durch einen bekundeten Willen zur Enthaltsamkeit.


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 AlbinoL 30. März 2014 

Aus der Logik von Kasper würde auch jeder der in der Homoehe lebt

kommunizieren Können.
Wobei es ja nicht nur um Homoehe geht sondern auch inverheiratete Paare etc.
einfach jeder der in ständiger Sünde lebt.


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 Christa 30. März 2014 

Kardinal Kaspar hat sich wohl ein Ziel gesetzt,

um als weiterer deutscher Reformator in die Geschichte einzugehen. Es müsste ihm doch genügen mit anzusehen was aus seinem ehemaligen Bistum Rottenburg inzwischen geworden ist. Die schlechte Saat, die er noch gestreut hat ist bei seinem Nachfolger voll aufgegangen. Kirchenaustritte, romtreue Priester sind zu fromm, die werden abgewiesen. Vielleicht denkt er durch Änderung der Kirchengesetze kann er die ausgetretenen wieder zurückholen, damit die Statistik wieder stimmt.

Jedoch bin ich sehr beruhigt, denn unser HL. Vater wird sich nicht vor irgend einen Karren spannen lassen.


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 Suarez 30. März 2014 

@nurmut - Sie verstehen die katholische Lehre nicht

Es geht doch nicht um die Vergebung der Sünde, sondern darum, dass "wiederverheiratet Geschiedene" in der Sünde verharren. Dem Ehebrecher oder der Ehebrecherin wird vergeben, wenn sie sich von der Sünde des Ehebruchs abkehren.

Es mag ja sein, dass Ihnen die Worte Jesu nicht behagen, nur kann man sich eben den Glauben nicht nach Belieben hinbasteln. Die Unauflösbarkeit der Ehe ist keine Banalität und auch kein bloße Ideal.

Mt 5,17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

Mt 5,18 Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Mt 5,19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.


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 Suarez 30. März 2014 

Das Land des Protestantismus

Es scheint kein Zufall, dass die Protestantisierung der katholischen Kirche ausgerechnet von deutschen Bischöfen so forciert wird, hat doch unser Land eine ausgeprägt protestantische Prägung, die da wieder mal so richtig durchschlägt. Es ist gut und notwendig, dass sich nun mehr und mehr kompetente Stimmen öffentlich zu Wort melden und deutlich machen, was eine Relativierung des Sakramentes der Ehe bedeutet und welche ernsthaften Konsequenzen für die Lehre und den Glauben der Kirche damit verbunden sind.

Die durch die Kirchensteuer wohlversorgte deutsche Kirche, entwickelt zunehmend ein neues, vom Säkularismus geprägtes, Glaubensverständnis, in dem eine abstrakt gefasste Barmherzigkeit die Lehre bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Es stünde dieser deutschen Wohlstandskirche aber viel besser an, sich zurückzunehmen und an den Stimmen aus der Weltkirche zu orientieren. Hoffentlich werden noch viele andere ihre Stimme gegen diesen Angriff auf die katholische Lehre erheben!


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 nurmut 30. März 2014 
 

Kardinal Kasper hat recht!

Es muss der Einzelfall geprüft und beurteilt werden. Eine Sünde generell nach dem Kodex im Kirchenrecht zu beurteilen, ist unglaublich.
Dies gilt für die Beurteilung von Mord, Verleumdung, Lüge etc. genauso wie für Wiederverheiratet Geschiedene.
Jede noch so perverse und schwere Sünde kann einzeln geprüft werden, aber bei Geschiedenen Wiederverheirateten gilt "Vorschrift ist Vorschrift".
Nicht die Sünde wird abgestritten, aber die Beurteilung muss für den einzelnen Fall geschehen.
Ich kann ganze Litaneien von Sünden aufzählen, die "kirchenrechtlich" vergeben wurden und an ihrer Schwere den Wiederverheiratet-Geschiedenen um nichts nachstehen.
Wir müssen ehrlich sein. Wenn schon, dann bitte alle Sünden gleich behandeln! In diesen Fall kann sich die überwiegende Mehrheit (womöglich alle, wenn wir ganz genau sind) vom Kommunionempfang verabschieden.


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 Bogen 30. März 2014 
 

Sprachbarrieren

Die Missverständnisse zwischen Verheirateten und Geschiedenen bzw. Wiederverheirateten, kann ich mir nur mit einer gewissen Sprachlosigkeit und Arroganz unter den Gläubigen erklären. Jeder hat Angst in seiner Schwachheit erkannt zu werden. Die einen haben Angst, wenn es zur Auflösung der Ehe kommt mit Ihren eigenen Schwächen konfrontiert zu werden. Bin ich dann stark genug meine Ehe auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn kein Zwang dahinter steht? Ist mein Glaube so unerschütterlich, oder hält mich an meinen Partner nur die Gewissheit, das ein anderer die Verantwortung für meine Ehe übernommen hat, die Kirche?
Und die Geschiedenen fragen sich, hat sich die Kirche das Recht mich von den Sakramenten auszuschliesen, die Gläubigen und Geistlichen der Kirche, die sich nie an meinen Sorgen und Nöten gekümmert haben? Sprachbarrieren zwischen den Verheirateten und den Geschiedenen, führen zum gegenseitigen Unverständnis und Ablehnung!
Hier sollte man dazu lernen!


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 H.Kraft 30. März 2014 
 

Kardinal Kasper

Wer bei den Überlegungen von Kardinal Kasper nur weiter alles nach den so-
genannten Haaren in der Suppe sucht, kann heute auch falsch urteilen.
Kardinal Kasper ist jedenfalls für sein
Alter 8er ist 81 Jahre) sehr aufge-
schlossen. Es muss sich etwas in allen
diesen wichtigen Fragen ändern, denn
sonst laufen noch mehr Leute der Kirche
davon. Ein ewiges gestern soll und darf
es nicht geben. Wir dürfen aus dieser
Kommunion keinen Staats- und Kirchenakt
machen. Die Gesellschaft hat sich in
diesem 21. Jahrhndert verändert und die
Kirche kann eben nicht mit ihren An-
sichten wieder in das Mittelalter
zurück. Auch die anderen sehr konser-
vativen Kardinäle sollten sich dringend
ändern und sich auch der Vatikanreform
von Papst Franziskus öffnen und nicht
immer alles abbremsen. Wenn die Kirche
überleben will, so muss sie sich den
Fragen und Problemem konsequent öffnen.
H. Kraft


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 carl eugen 30. März 2014 

Werter @water->wine!

Ich persönlich bin kein grosser Freund der "Il Foglio". Mitunter schreiben und kommentieren dort Persönlichkeiten, die der Piusbruderschaft nahe stehen, z. B. Roberto de Mattei. Und, nun ja, ich bin kein Freund der Piusbruderschaft.
Aber was Sie hier geschrieben haben, ist schon ein starkes Stück. Ausgerechnet Sie unterstellen den drei Personen, darunter ein Kardinal der Heiligen Römischen Kirche, sie würden die "Zitate" Jesu aus dem Zusammenhang reissen. An Ihrer Stelle wäre ich ganz ruhig. Sie reissen ja alles aus dem Zusammenhang, damit es ihn Ihr beschränktes Weltbild passt. An Ihrer Stelle würde ich mal die Bibel zur Hand nehmen und nachschlagen, was Christus zur Unauflöslichkeit der Ehe gesagt hat, bevor ich grosse Töne spucke!
Und was die "fragwürdige Tradition" angeht, nun ja, da erübrigt sich bei Ihnen jede Erwiderung!


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 myschkin 30. März 2014 
 

Die Debatte hat ein hohes Niveau,

und das ist wichtig. Wenn sich nämlich die Kirche zu dieser Frage in nächster Zeit via Synode erneut äußern wird, können die aus diesem Diskussionsprozess hervorgegangenen Festlegungen Bestand haben und den Gläubigen gut erklärt werden. Die momentane Diskussion wird deshalb auch für die künftige Argumentation der Kirche sehr hilfreich sein. Es ist deshalb notwendig, dass sich in der jetzigen Phase alle Fachleute der Kirche zu Wort melden und einbringen, um Pro und Contra genau zu erörtern. Es geht hier ja um keine Kleinigkeit. Beeindruckend finde ich, dass die sakramentale Definition der Ehe übers Dogma hinaus manifeste Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen hat. Gerade in Zeiten, in denen weltweit die Familien durch die Treulosigkeit von Ehepartnern gefährdet sind, ist das Festhalten der Kirche an der Unauflöslichkeit der Ehe ein hohes Gut.


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 Faustyna-Maria 30. März 2014 
 

wine->water?

Es sollen hier weder der wiederverheiratete Sünder noch der Kardinal verurteilt werden.

Der Kardinal wird kritisiert, weil er die Schäfchen irre leitet (und seine Seele dadurch auch leidet).

Und die wiederverheirateten Geschiedenen darauf hinzuweisen, dass ihre Sünde ihre Seele tötet, wenn sie nicht umkehren, ist kein Verurteilen, sie sollen nicht abgeurteilt und dann ausgeschlossen werden, im Gegenteil! - sie sollen gewarnt sein und umkehren, siehe Josefsehe.

Bitte im Kontext zitieren:
"Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander; denn die Liebe deckt viele Sünden zu." (1 Petr 4,8)

Im Umgang miteinander sind wir viel nachsichtiger mit denen, die wir lieben; so sollen wir an der Liebe festhalten, denn sie lässt uns die Schwächen anderer übersehen.

Es ist aber GOTT der unsere Sünden hinwegnimmt, sie eben auslöscht.


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 rowantree 30. März 2014 
 

Bravo

...an alle drei, danke und Gottes Segen!


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 jadwiga 30. März 2014 

Gottes Barmherzigkeit ist die, die vor der Hölle rettet!

Ich weiß zwar immer noch nicht so genau, was Kardinal Kasper gesagt hat, aber ich kann manche Kritik nicht nachvollziehen.

Die Vision von Barmherzigkeit kann verschiedene Formen annehmen.

Die geschiedene Wiederverheiratete, die keine Schuldgefühle haben, steuern zweifellos auf die Hölle zu.

Es gibt aber Menschen, die unter solcher Situation schwer zu leiden haben, z.B. sie wurden verlassen, haben in der zweiten Ehe Kinder und sind sich ihrer Schuld bewusst. Sie steuern auch auf die Hölle zu. Gott schaut aber nicht auf das Äußere, sondern auf ihre Herzen. Er sieht die Reue und streckt ihnen Seine Hand entgegen.

Die Kirche kann nicht wissen, was sich in den Herzen der Menschen abspielt, daher kann sie auch nicht sagen, wer zur Kommunion gehen kann und wer nicht.


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 friederschaefer 30. März 2014 
 

zu water->wine!

Da kann ich voll und ganz zustimmen. Auch das heutige Evangelium spricht ja diese Sprache: Jesus verstößt gegen die Sabbatpflichten - zumindest nach Meinung der Autoritäten!!! Das ist wirklich tagesaktuell. Aber bringt es unsere heutigen Autoritäten mal ins Nachdenken. Leider nur in Ausnahmefällen.
Was ich an Kathnet-Kommentatoren schätze ist die Treue zur Kirche. Aber diese Liebe zur Kirche erfordert nicht die überschäumende Bewunderung der Autoritäten.


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 Lämmchen 30. März 2014 
 

Neuauflage

bei diesem Anliegen handelt es sich ja bekanntermaßen um kein neues Anliegen bei Kardinal Kasper, das hat er schon zu seinen Bischofszeiten immer wieder platziert


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 AlbinoL 30. März 2014 

Vor allem sind diese Internetumfrage wirklich

aus statustischer und soziologischer Sicht mehr als fraglich.
Wer hat da in Deutschland mitgemacht?
Hauptsächlich Leute aus den Gremien und Verbänden denke ich.


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 girsberg74 30. März 2014 
 

Hat Kardinal Kasper da etwas nicht mitgekriegt?

Caffarra war einer der Berater der Synode über die Familie, die 1980 abgehalten wurde. Familiaris consortio entstand im Anschluss an diese Synode. Das Problem der zivilrechtlich geschiedenen und wiederverheirateten Personen sei bereits Thema der Synode von 1980 gewesen und dort ausführlich diskutiert worden. Kaspers Behauptung, der „kulturelle Kontext“ von Familiaris consortio sei ein anderer gewesen als heute, stimme daher nicht. Im Gegenteil, schreibt Caffarra, das Apostolische Schreiben gebe Empfehlungen, wie diesem Problem zu begegnen sei.


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