Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  2. Päpstliche Endzeit
  3. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  4. „Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“
  5. Die beiden wichtigsten Gebote
  6. ‚Wie geht man mit päpstlichen Fehlern um?’
  7. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  8. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  9. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  10. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  11. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  12. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  13. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  14. Bischof Voderholzer betont, dass ein Film kein Medium für lehramtliche Verkündigung sei
  15. Kleruskongregation will nicht mit ZdK sprechen, nur mit den Bischöfen!

Christen: verfolgt, verleumdet, diskriminiert in aller Welt

27. März 2014 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christdemokraten für das Leben (CDL): CDU-Fraktionsvize Ralph Brinkhaus kritisiert weltweite Christenverfolgungen scharf – Auch in Deutschland gerate das Christentum unter Druck


Berlin (kath.net) Über die aktuelle Situation der Menschenrechte und Christenverfolgung weltweit sprachen Ralph Brinkhaus, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, und Wolfgang Boguslawski von Open Doors (Menschenrechtsorganisation im Dienste verfolgter Christen). Durch die Veranstaltung der Christdemokraten für das Leben (CDL) Berlin und der CDU Alt-Pankow führte der Pankower CDU-Bürgerdeputierter und Landesvorsitzender der CDL Berlin, Stefan Friedrich. Dies gab die CDL in einer von Bastian Behrens geschriebenen Presseaussendung bekannt.

Ralph Brinkhaus: „Die Wiege des Christentums ist bald christenfrei“

Die brisante und komplizierte Situation Syriens schilderte der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus (CDU) aus Gütersloh in eindringlichen Worten: Natürlich müsse man helfen, aber wenn Deutschland verstärkt Christen aus Syrien aufnehme, dann steige dort auch der Vertreibungsdruck und dann sei der nahe und mittlere Osten – die Wiege des Christentums – bald christenfrei. „Wollen wir das?“, fragte Brinkhaus.


Nicht nur in Syrien, in allen Ländern rund um das Mittelmehr, in denen es zum „Arabischen Frühling“ gekommen sei, habe sich die Situation für die christlichen Minderheiten massiv verschlechtert. Zudem tobe entlang der Sahel-Zone ein erbitterter Kampf zwischen dem islamisch und dem christlich geprägten Afrika. Dabei seien Christen nicht nur Opfer lebensbedrohender Verfolgung, sondern auch antichristlicher Propaganda und Diskriminierung, so Brinkhaus.

Christentum auch in Deutschland unter Druck

„Wo darf man denn in Deutschland heute noch öffentlich ein Kreuz aufhängen?“, fragte Brinkhaus und stellte fest, dass es auch in der Bundesrepublik „christenfreie Regionen“ gäbe. Kaum eine Frau werde noch Nonne, nur noch wenige Männer würden Pfarrer. Selten treffe man Christen, die wirklich Zeugen ihres Glaubens seien. Die Deutschen müssten sich also auch an die eigene Nase fassen, wenn es um den Rückgang des Christentums gehe, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Gemeinsam mit weiteren bekennend christlichen Politikern schaffe er immer wieder Aufmerksamkeit für die verfolgten Christen in aller Welt, organisiere materielle Hilfe, gebe den Verfolgten Zuspruch und bete für sie. Dies könnten alle Christen in Deutschland ebenso tun, dafür müsse man kein Politiker sein, rief Brinkhaus den Gästen zu.

Millionen verfolgte Christen / Syrien besonders kritisch

„Wir haben als eine Schmugglerbande angefangen, die massenweise verbotene Bibeln in sozialistische Staaten brachte“, erinnert sich Wolfgang Boguslawski, der gerade aus dem Libanon nach Berlin zurückgekommen ist. Bislang größter Coup von Open Doors: Eine Millionen Bibeln für China. Heute arbeiten die frommen Schmuggler vermehrt in islamischen Ländern, wo sie Bibelstunden abhalten und Frauen das Lesen und Schreiben beibringen.

Boguslawski schätzt, dass weltweit 100 Millionen Christen verfolgt werden. Besonders schlimm sei die Situation in Nordkorea, Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak, Saudi-Arabien und Kolumbien. Überwiegend islamische Länder, die Christen aus religiösen Gründen diskriminierten und verfolgten. Ausnahmen: Das sozialistische Regime in Nordkorea und die Mafia in Kolumbien, die aus ideologischen und finanziellen Gründen gegen Christen vorgehen würden.

Besonders kritisch entwickle sich die Situation in Syrien auch nach Ansicht Boguslawskis. Dort seien die Christen nur noch in den Kurden-Gebieten sicher. In den anderen Landesteilen würden Scharfschützen auf Frauen und Kinder schießen. Zudem würden Frauen und Mädchen massenhaft verschleppt und vergewaltigt. Nur gegen ein Lösegeld kämen sie wieder frei und seien danach schwer traumatisiert. Open Doors helfe mit Lebensmitteln, Medikamenten, Unterricht und Trauma-Seelsorge. Über drei Millionen Menschen seien bereits auf der Flucht, Zehntausende Christen stünden noch vor der Frage: Fliehen oder bleiben?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christentum

  1. „Die Christen im Libanon sollen auf die Hilfe von ,Kirche in Not’ zählen können“
  2. Libanon: Junge Christen leisten Nothilfe für Überlebende der Explosion von Beirut
  3. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  4. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben
  5. Algerien: In den Fußstapfen von Charles de Foucauld
  6. Frei wie ein Taxi?
  7. Irak: Christen weiterhin von Auslöschung bedroht
  8. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  9. Stefan Thiel - Die Braut und das Lamm
  10. „Da müsste das Christentum eigentlich Widerstand leisten“








Top-15

meist-gelesen

  1. Päpstliche Endzeit
  2. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  3. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  4. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  5. Benedikt XVI. zeigt wahre Größe – Benedikt distanziert sich von der „Integrierten Gemeinde“ (IG)
  6. Farbanschlag auf katholische Kirche – „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“
  7. Kurienkardinal Sarah: Westen muss "monströsen Fanatismus" bekämpfen
  8. Einen geistlichen Krieg gilt es zu streiten
  9. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  10. Die beiden wichtigsten Gebote
  11. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  12. „Papst Benedikt XVI. hat mir eine erste Brücke zur katholischen Kirche gebaut“
  13. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  14. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  15. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz