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Demokratie lebt von Moral und Religion

28. März 2014 in Chronik, keine Lesermeinung
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US-Schriftsteller: Freiheit braucht die Bindung an Werte - Ein völlig freier Markt würde auch Pornografie und Drogen zu Schleuderpreisen anbieten, wenn die Bevölkerung das wünsche.


National Harbor (kath.net/idea) Freiheit und Demokratie sind immer mit Moral und Religion verknüpft. Diese Ansicht vertrat der US-amerikanische Journalist und Bestsellerautor Eric Metaxas (New York) vor der Konferenz für Konservative Politische Aktion in National Harbor (US-Bundesstaat Maryland). Ohne eine religiöse oder moralisch gesinnte Bevölkerung seien freie Marktwirtschaft und Demokratie nichts wert, erklärte der 50-jährige Autor einer Biographie des deutschen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer (1906-1945). Ein völlig freier Markt würde auch Pornografie und Drogen zu Schleuderpreisen anbieten, wenn die Bevölkerung das wünsche. Für „absolut gewissenlos“ hält Metaxas die hohe Staatsverschuldung. In diesem Zusammenhang kritisierte er US-Präsident Barack Obama scharf. Dieser werde in die Geschichtsschreibung eingehen „als der Mann, der uns in den Wasserfall geführt hat“. Die USA stehen mit mehr als 17 Billionen Dollar (über zwölf Billionen Euro) in der Kreide und konnten sich nur durch das Anheben der Schuldenobergrenze vor der Zahlungsunfähigkeit retten.


„Verrückte Evangelikale“ erkämpften die Bürgerrechte

Metaxas betonte ferner die Bedeutung der Religionsfreiheit. Sie habe den Grund für die bisherige Größe der USA gelegt. Weil sie ihren Glauben frei ausüben wollten, seien Europäer nach Nordamerika gekommen und hätten die Vereinigten Staaten gegründet. Auch die Kämpfer gegen die Sklaverei und für die Bürgerrechte seien religiös motiviert gewesen. Metaxas: „Es waren Menschen des Glaubens – verrückte Evangelikale –, die sagten: Wir alle sind als Gottes Ebenbild geschaffen.“ Ferner seien die USA groß geworden, weil die Amerikaner ihren Wohlstand als ein Geschenk Gottes betrachtet hätten, das man mit anderen teilen solle. Amerika müsse vor allem wieder Gott die Ehre geben. Der Publizist zitierte Präsident Abraham Lincoln (1809-1865): „Wir sollten nicht darum beten, dass Gott auf unserer Seite ist, sondern dass wir auf Gottes Seite sind.“


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